Etasis PS2 EFN-300
Brumm, brumm, brumm, mein Netzteil brummt herum. - Etasis PS2 EFN-300 PC Netzteil

Produkttyp: Etasis PC-Netzteile

Neuester Testbericht: ... einem Pentium 2 arbeitet und da einfach nur seine Ruhe haben will. Sicherlich ist das Etasis da gut aufgehoben und das Geld investierte ... mehr

Brumm, brumm, brumm, mein Netzteil brummt herum.
Etasis PS2 EFN-300

vollonator

Name des Mitglieds: vollonator

Produkt:

Etasis PS2 EFN-300

Datum: 25.03.06

Bewertung:

Vorteile: Lüfterloses Netzteil, Retailverpackung, hübsches Design .

Nachteile: Keine echten 433 Watt (nur kurze Entnahme möglich), Zusatzlüfter im Gehäuse wird benötigt.

Vorgeschichte.

Durch Neugierde kommt man ja immer mal auf neue Produkte und so war es in der Hauptsache auch diese, warum ich bei meinen Kindern dieses Netzteil einmal ausprobieren wollte. Bei dem NoName Netzteil war der Lüfter gestorben und mit 285 Watt war das Netzteil auch nicht gerade üppig bestückt. Da es sich bei dem Netzteil um einen Rückläufer handelte und der Karton mit diversen UPS Aufklebern verziert war, konnte ich es zu einem Freundschaftspreis von 95,- € statt 139,- € erwerben und mit einer Spitzenleistung über 400 Watt (433 Watt Spitze) war ich auch der Meinung, das reicht ja völlig.

Verpackung, Aussehen, Handbuch und Zubehör.

Das Netzteil wird in einer blau / grauen Retailverpackung geliefert welche auch gleich mit einem kleinen Tragegriff ausgestattet ist. Man bekommt auch viel Netzteil für sein Geld, etwa drei Kilo wiegt das Netzteil auch. In der Verpackung ist das Netzteil sehr gut gelagert, so dass auch wirklich ein Versand in diesem Karton vorgenommen werden kann, ohne das der Inhalt beschädigt wird. Groß steht auf der Verpackung 0 dB was bedeuten soll, absolut keine Geräusche.
Leider ist das beiliegende Handbuch nur in englisch, muss aber auch sagen, bei dem Preis von 139,- Euro erwarte ich eigentlich ein deutsches Handbuch. Das Handbuch diente für mich daher nur als Beipack und wurde von mir nicht weiter gelesen.
Auffällig ist beim Anschauen des Netzteils, dass an der Stelle wo sonst ein Lüfter sitzt ein Kühlkörper platziert ist. Dieser Kühlkörper hat übrigens sehr scharfe Kanten, was ich leider auch schmerzlich fest stellen musste. Neben dem Kühlkörper sind zwei LEDs angebracht. Die beiden Leuchtdioden sind dafür gedacht, dass die zum einen den Betrieb und zum anderen eine mögliche Überhitzung signalisieren (schaltet auf Rot um), wobei das Netzteil dann ohnehin abschaltet.
Die Anzahl der Kabel fällt allerdings etwas klein aus, denn außer einem 20-poligen 1x ATX Stecker, einem P4 12-V Anschluss, 6x Molex-Steckern (für Festplatten, DVD, CD-ROM etc.), 2x Floppy-Steckern und 2 S-ATA Steckern ist nichts weiter vorhanden. Doch für meinen Kinder PC völlig ausreichend. Die Länge der Kabel ist ausreichend und sicherlich auch für einen BigTower möglich. Das Netzteil entspricht dem ATX 1.3 Standard, welches aber heute nicht unbedingt zukunftsorientiert ist. Warum, dazu eine Kopie aus dem Internet am Ende des Berichtes. Der Netzteilkörper wirkt sehr massiv und durch sein Kühlrippendesign auch sehr fortschrittlich. Die beiliegenden Montageschrauben sind eigentlich bei jedem Gehäusekauf dabei, aber kann man zu viele Schrauben haben? Die Befestigungslöcher für die Schrauben sind sauber gebohrt und exakt ist das Netzteil in das Gehäuse einzubauen. Übrigens, der Einbau ist eigentlich wirklich von jedem Laien möglich, doch auf die scharfen Kanten der Kühlkörper muss man aufpassen.

Das Netzteil im täglichen Betrieb.

Der Rechner der Kinder ist ausgestattet mit einem P4 1,8 GHz, 64 MB AGP Grafikkarte, DVD Rom, Festplatte, Floppy, Netzwerkkarte und nen paar leuchtende USB Spielerrein. Nach dem Einbau des Netzteils startet der Rechner wie gewohnt. Ungewöhnlich ist nur, dass man wirklich die Lüftergeräusche vermisst. Dafür stimmt das Netzteil in ein zuerst leises Brummen ein, wie bei einem sehr großem Trafo. Die LEDs an der Rückseite leuchten beide in grün und das System wird ohne Probleme gestartet. Neugierig wurde dann das Netzteil von mir gefordert und ich kopierte gleichzeitig eine DVD auf die Festplatte und surfte im Internet. Keine Probleme, dass Netzteil blieb stabil. Nach ca. einer halben Stunde stellte ich im Gehäusebereich wo das Netzteil sitzt eine doch etwas stärke Erwärmung fest. Auch das Brummen des Netzteils war nun stärker geworden. Beim Öffnen des Seitenteils kam mir eine große Wärme entgegen und der Fühlversuch mit meiner Hand bestätigte, dass das Netzteil doch ziemlich warm geworden ist. Klar, wenn im Netzteil kein Lüfter vorhanden ist, dass keine Wärmeabfuhr der Luft nach außen vorgenommen wird und so schaute ich mich im Internet ein wenig über das Netzteil um. Lächelnd stellte ich dann fest, dass beim Betrieb dieses Netzteils ein zusätzlicher Gehäuselüfter empfohlen wird, da die erwärmte Luft sonst nicht aus dem PC-System transportiert wird. Für mich stellte sich sofort die Frage, warum soll ich mir ein LÜFTERLOSES Netzteil kaufen, wenn ich doch ein Lüfter in das System einbauen soll ???
In der Zwischenzeit war auch das Brummen des Netzteils deutlich zu hören und ich dachte nur noch an das alte Kinderleid, brumm, brumm, brumm, mein Netzteil brummt herum. Allerdings muss ich dem Netzteil bescheinigen, dass nach etwa einer Stunde wohl der lauteste Brummton erreicht wurde und die Stromversorgung der PC Komponenten war immer noch sehr stabil.
Bei meiner Suche im Internet wurde ich dann auch über die Spitzenleistung von 433 Watt aufgeklärt. Diese Leistung ist nur kurzfristig lieferbar und führt doch zu einer starken Erwärmung des Netzteils. Diese starke Erwärmung führt dann auch zum Abschalten des Netzteils und ein System wird von der einen auf die andere Sekunde einfach abgeschaltet. Bei Windows XP zum Beispiel erfolgt kein Herunterfahren sondern einfach klack aus. Praktisch, da der nächste Windows XP Start mit einer Scannung der Festplatte beginnt, weil das System nicht ordnungsgemäß herunter gefahren wurde. Im Internet wurde übrigens empfohlen max. 80% der Last von 300 Watt als Dauerlast dem Netzteil zu entnehmen. Das sind aber nur 240 Watt und meiner Meinung nach heute lächerliche Werte. Doch bei dem Rechner der Kinder muss ich sagen, wurde die Höchstgrenze wohl nicht erreicht, denn einen Absturz konnte ich da nicht fest stellen. Durch den Einbau eines 8 cm Lüfters konnte ich auch die Gehäuseinnentemperaturen senken, doch der Sinn mit „LÜFTERLOS“ war für mich nicht mehr gegeben.

Und was ist heute ?

Die ganzen Versuche nahm ich im November 2004 vor. Da ich im Sommer den PC der Kinder doch ein bisschen erweitern will, entschloss ich mich zu einem stärkerem Netzteil. Dieses Wochenende habe ich das Netzteil an einen Bekannten verkauft, der in seinem Büro noch mit einem Pentium 2 arbeitet und da einfach nur seine Ruhe haben will. Sicherlich ist das Etasis da gut aufgehoben und das Geld investierte ich in ein Enermax mit 465 Watt und hatte sogar noch 10 Euro über. Nach dem Einbau stellte ich fest, dass die Lüftergeräusche von dem Netzteil eigentlich noch kleiner sind, als die Geräusche, die vorher von dem Zusatzlüfter erzeugt wurden. Doch das Brummen war nicht mehr zu hören und so stand für mich fest, Enermax ist stärker, leiser und zukunftsorientiert.

Fazit.

O dB, wie es auf der Verpackung steht ist ja nicht ganz richtig. Das Brummen ist sicherlich auch eine Lautstärke und geräuschlos ist das Netzteil daher nicht. Die Leistung des Netzteils ist zwar für den NormalPC ausreichend, doch wenn es an das Eingemachte geht, wird es sicherlich nicht mehr reichen. Warum eine Leistungsangabe mit 433 Watt gemacht wird und eigentlich nicht nutzbar ist verstehe ich nur, dass damit Verkaufszahlen erreicht werden sollen. Wenn das man mit rechten Dingen zugeht ??? Allerdings wird ja auch schon im PC-Lautsprecherbereich seit Jahren geschummelt.
Meiner Meinung nach ist dieses Netzteil nicht sinnvoll, wenn ich zwar auf Lüfter im Netzteil verzichte, aber dafür Zusatzlüfter im Gehäuse einbauen muss. Dann kaufe ich doch lieber wirklich ein leises Netzteil und spare dabei noch Geld und habe genügend Kraftreserven. Für mich ist das Etasis Netzteil ein netter Versuch ein Produkt zu verkaufen, was die Welt aber eigentlich nicht unbedingt braucht. Dafür dann noch den sehr hohen Preis von 139,- Euro bezahlen halte ich für wirklich sinnlos. Das Brummen des Netzteils nervt wirklich und der Hersteller hat für mich sein Versprechen nicht gehalten. Ob die Fanless Netzteile die Zukunft sind kann ich nicht beantworten. Allerdings wenn Etasis die Zukunft sein soll, dann sehr ich für diese Art Netzteil eher eine schwarze Zukunft. Meine Empfehlung lautet klar, lieber ein sehr gutes Markennetzteil mit Kraft als ein lüfterloses Netzteil mit Erinnerungen an ein Kinderlied.

Die technischen Daten: (kopiert aus dem Internet von der Seite des Herstellers.)

- ATX 1.3 Netzteil.
- Aluminium Gehäuse.
- maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
- + 3.3V DC –> 23A
- + 5V DC –> 25A
- + 12V DC –> 18A
- - 12V DC –> 0,7A
- + 5V SB –> 1,5A
- 300 Watt real, 433 Watt maximal.
- 200 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt).
- universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze.
- aktives PFC.
- 2 Warn-LEDs für Betriebszustand und eventuelle Überhitzung.
- Lüfterloses Design.
- Heatpipe-Technologie.
- OVP (Over Power Protection) Überspannungsschutz.
- SCP (Short Circuit Protection) Schutz vor Kurzschlüssen.
- 2 S-ATA Konnektoren.
- Zertifikate: UL, TÜV, NEMKO, FCC, CB, CE.
- 3 Jahre Garantie.
- Gewicht: 3,4 Kg.
- Maße: 150 x 86 x 160mm (ATX Standard).

Warum wäre ATX12V v2.0 so wichtig? (kopiert von der Seite PC-Experience.de)

Dies ist die modernste Spezifikation für Desktop Motherboards und Netzteilen, welche wesentliche Änderungen im Vergleich zum v1.3 Standard beinhaltet:

- Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
- Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
- Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
- Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert.
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatzes auszugleichen.

Fazit: Zu hoher Preis für den Normalanwender.