Apple iMac
Der iMac sorgt für Begeisterung - Apple iMac PC-System

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Apple PC-Komplettsysteme

Neuester Testbericht: ... fuer den office-Bereich konstruiert ist; er ist sehr gut verarbeitet und scheint entsprechend robust zu sein (z.B. ist die Mechanik in... mehr

Der iMac sorgt für Begeisterung
Apple iMac

Weserspucker

Name des Mitglieds: Weserspucker

Produkt:

Apple iMac

Datum: 29.09.02, geändert am 31.03.04 (3737 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schnell, stabil, cooles Design

Nachteile: -

Ich habe 10 Jahre lang einen PC besessen (besitze ihn immernoch), bin mit DOS 5.0 angefangen und schließlich bei Windows 98 gelandet. Ein anderes System als den PC habe ich also noch nie für meine Zwecke eingesetzt. Dann aber bin ich auf Apple immer aufmerksamer geworden. Das coole Design der Rechner sowie das sich auf dem Blatt gut lesende Leistungspotential hat meinen Blick mehr und mehr darauf gelenkt. Da mir der neue iMac allerdings noch unerschwinglich ist, ich aber trotzdem nicht so lange warten möchte, ersteigerte ich mir aus eBay einen iMac G3 350 in türkis. Offensichtlich war ich nicht der einzige, der scharf auf so ein Teil war. Sie werden mit oftmals einem Euro Startgebot angegeben und dann in unermessliche Höhen geboten. Nun, auf jeden Fall war ich einer der Glücklichen.

Der iMac ist ein All-in-one-Computer. Das heißt, sämtliche Systemkomponenten wie Monitor, Lautsprecher, Laufwerke, Grafik, Sound, Modem usw. sind in einem einzigen Gerät integriert. Dadurch verringert sich zwar die Möglichkeit, das Gerät aufzurüsten, doch es entfällt jegliche Konfigurationsarbeit, da alle Geräte bereits integriert sind. Das Nachrüsten von Arbeitsspeicher oder größerer Festplatte ist jedoch problemlos möglich. Es werden dabei ganz normale PC-100 SD-RAMs benutzt, wie sie auch in PCs eingebaut sind. Auch Festplatten müssen keine speziellen Apple-Festplatten sein. Zum Einbau des Arbeitsspeichers wurde sogar auf der Gehäuserückseite eine spezielle Klappe vorgesehen, die man mit einer Münze entriegeln muss. Also keine Schrauben und keine Fummelarbeit.

Das Vorurteil der mangelnden Kompatibilität kann sicher an dieser Stelle erstmal abgebaut werden. Denn große Hersteller wie HP, Canon oder Lexmark liefern ihre Drucker und Scanner grundsätzlich auch mit Mac-Treibern aus, so dass es kein Problem ist, entsprechende Geräte mit dem iMac zu betreiben. Dabei wird die schnelle USB-Schnittstelle verwendet. DSL-Modems sind in der Regel sowieso systemunabhängig und in all
en iMacs ist standardmäßig eine Netzwerkkarte (10/100MBit) integriert, wo man sich eben dann z.B. ein DSL-Modem anschließen kann.

Kurz zu meinem neuen iMac: Er hat wie gesagt einen G3-Prozessor mit 350 MHz, 64 MB Arbeitsspeicher (SD-RAMs) sowie eine 6 GB-Festplatte. Letzteres möchte ich aber aus leistungstechnischen Gründen ein wenig aufrüsten. Als Betriebssystem ist Mac OS 9.1 installiert. Außerdem befindet sich ein 24-Fach-Slot-In-CD-ROM unter dem Monitor. Es ist leicht zu erreichen und durch Slot-In entfällt eine Schublade. Softwaregesteuert kann die CD wieder ausgeworfen werden. Die Tastatur und die Maus sind farblich auf das Gerät abgestimmt. Zuerst hatte ich Bedenken mit der Maus, da diese sehr klein und rund ist und nur über eine Taste verfügt. Sie verschwindet quasi in der Handfläche, wenn man sie benutzt. Doch es lässt sich ausgesprochen gut damit arbeiten. Auch die Tastatur hat einen sauberen Anschlag. Lediglich das Fehlen der Tasten Pos1, Ende und Entf stört mich etwas. Es gibt aber von Apple neuere Tastaturen, die diese Tasten besitzen. Der Monitor hat die Größe von 15", jedoch läuft er bis 1024 * 768 Pixeln bei 16 Mio. Farben absolut flimmerfrei. Man kann einfach gut damit arbeiten und somit steht auch Grafikanwendungen nichts im Weg. Zumindest nicht für den Homeuser-Bereich.

Nach dem Auspacken des Geräts lagen Tastatur, Maus, iMac und CDs bereit. Der iMac wurde aufgestellt, Stecker rein, anschalten und fertig. Das ist tatsächlich so einfach und man kann nichts falsch machen. Hinten am Gehäuse sitzt der Netzstecker und seitlich davon zwei USB-, ein Ethernet sowie ein Firewire-Anschluss und außerdem Anschlüsse für Mikro und Lautsprecher. Wem also die integrierten Lautsprecher oder das sich über dem Monitor befindliche integtrierte Mikrofon nicht reichen, kann sich extra welche anschließen. Praktisch: die Maus wird direkt an der Tastatur angeschlossen und verschwendet somit keinen USB-Anschluss am Rechner und vermeidet zudem mehr Ka
belgewirr.

Die Tasten F1 bis F12 sind frei belegbar mit Programmen. Für Hilfe (was ja unter Windows mit F1 aufgerufen wird) gibt es eine separate "Hilfe"-Taste. Auch praktisch für Textverarbeitungen: eine Seitenumbruch-Taste ist auch vorhanden.

Der iMac wird auf zwei Arten eingeschaltet: entweder mit dem Einschalter neben dem rechten Lautsprecher oder dem auf der Tastatur. Durch die Tatsache, dass kein Lüfter vorhanden ist, ist der iMac extrem leise und surrt nur vor sich hin. Lediglich die Festplatte ist deutlich zu vernehmen, wenn etwas geladen oder gespeichert wird. Belüftet wird der Prozessor durch entsprechende Löcher im Gehäuse.

Beim iMac gibt es keinen Textmodus. Alles wird ausnahmslos grafisch abgewickelt. Sofort nach dem Einschalten des Macs wird der Anwender mit dem Mac OS-Startbildschirm begrüßt. Die Arbeitsweise unterscheider sich in einigen Belangen mit der von Windows. Es wird am oberen Bildschirmrand permanent eine Menüleiste eingeblendet, die sich je nach aktivem Programm anpasst. Ganz rechts ist eine Auflistung aller geöffneten Programme (ähnlich wie die Taskleiste in Windows, nur beim Mac heißt das Ganze dann Finder). Am unteren Rand befinden sich diverse Kontrollfelder für CD-ROM, Lautstärke, Multimedia und einiges mehr. Der Funktionsumfang von Mac OS ist extrem groß, Mac OS wirkt durch die gute Menüstruktur aber nicht überfrachtet. Dabei arbeitet es sehr zuverlässig. Fehlermeldungen werden in einem selbst für einen Einsteiger verständlichen Klartext ausgegeben, der oft noch Vorschläge zur Behebung des Fehlers enthält. Bei Windows kenne ich da eher Bluescreens oder diese großen weißen Fenster mit dem "Abbrechen"- und "Ignorieren"-Button, die irgendwie nie ihre eigentliche Wirkung zeigen.

Schiebt man eine CD ins Laufwerk, wird nach einigen Sekunden das CD-Symbol auf dem Schreibtisch (in Windows heißt das Desktop) angezeigt. Handelt es sich um eine Audio-CD, wird sie automatisch abges
pielt. Eine CD-Player-Software kann optional aufgerufen werden. MP3s sowie sämtliche gängigen Multimediaformate werden anstandslos geöffnet. Allerdings hakt die MP3-Ausgabe, wenn ich nebenbei andere Programme lade. Mehr Arbeitsspeicher wird sicherlich Abhilfe schaffen.

Ins Internet konnte ich bisher noch nicht, da ich ein DSL-Modem benötige. Aber Internet Explorer 5 ist serienmäßig im Lieferumfang enthalten. Sicher auch die beste Wahl, denn der IE ist schnell und frisst wenig Arbeitsspeicher.

Man kann sich mit wenigen Mausklicks den gesamten und den noch freien Arbeitsspeicher anzeigen lassen. Im Apfelmenü unter "Über diesen Computer" stehen sämtliche laufenden Programme mitsamt ihres Speicherbedarfs aufgelistet. Ist der Arbeitsspeicher nicht mehr ausreichend, um ein neues Programm zu öffnen, so sucht sich Mac OS dasjenige Programm, was beim Beenden den nötigen Arbeitsspeicher für das zu startende Programm freigeben würde und fragt, ob dieses geschlossen werden soll oder nicht. So etwas kenne ich von Windows nicht. Da bin ich dann Bluescreens und abstürzende Explorer gewohnt. In XP wird das sicher nicht mehr so heftig sein, aber unter 98 gibt es in der Hinsicht leider genug Probleme.

Installiert man ein neues Programm, kann man dieses guten Gewissens tun, denn es nistet sich nicht in irgendwelche Registries ein. Ein Programm wird installiert, indem es vom Quelldatenträger schlichtweg kopiert oder entpackt wird. Nicht mehr, nicht weniger. Möchte man ein Programm wieder entfernen, zieht man es einfach in den Papierkorb - ohne Unistall-Funktion. Einfach so. Eine extreme Erleichterung, wie ich finde.

Drückt man im laufenden Betrieb den Ein/Aus-Schalter des iMacs, fragt dieser ab, ob man in den Ruhezustand, neustarten oder ausschalten will. Klickt man "Ausschalten" an, so fährt Mac OS runter und der iMac stellt sich dann von allein aus. Dieses praktische Feature ist zwar heute bei PCs auch Gang und Gebe, aber das wa
r es vor drei Jahren noch nicht (mein iMac ist 3 Jahre alt).

Durch die extrem einfache Bedienung und das zuverlässige System eignet sich der iMac nicht nur für Leute, die viele kreative Sachen machen (Grafik- oder Musikanwendungen), sondern ist auch das ideale Einsteigergerät. Man kann sogut wie nichts falsch machen und man hat einfach Spaß bei der Arbeit. Man braucht nicht viele verschiedene Hardwarekomponenten an ein Gerät anschließen und auf richtige Kabel achten, sondern man stellt das Gerät hin, schließt gerade alle Kabel an und schaltet es ein. Fertig.

Fazit: Sobald ich ins Internet komme und meine Software installiert habe, ist der PC Vergangenheit. Mit dem iMac bricht für mich ein neues, moderness Computerzeitalter an, das ich auf keinen Fall missen möchte - jetzt nicht mehr.


Update 28.09.02
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Ich habe heute meinen iMac von 64 MB auf ganze 320 MB RAM aufgerüstet! Dafür werden ganz normale SD-RAMS ab PC 100 verwendet. Ich habe mir heute einen 256er-Block geholt und wollte nun das erste Mal in meinen neuen iMac etwas einbauen. Hinweis: Das sind KEINE speziellen RAMs für Apple, sondern ganz normale RAM-Bausteine, wie sie auch in einem PC zu finden sind. Spezielle Hardware ist also nicht nötig.

Zum Einbauen des RAM-Blocks sind keinerlei Werkzeuge außer einem 5 Cent-Stück nötig. Der iMac wird mit dem Monitor nach unten auf eine weiche Unterlage gelegt, auf der Gehäuserückseite wird mit Hilfe des 5 Cent-Stücks eine Klappe geöffnet und der RAM-Block in den freien Slot gesteckt (zwei Slots sind insgesamt vorhanden, so dass maximal 512 MB RAM möglich sind). Der Einbau ist so leicht, der kann selbst von einem 6-jährigen durchgeführt werden. Dann die Klappe wieder geschlossen, iMac angeschmissen - und Mac OS zeigt in der Tat 320 MB RAM an. So einfach kann das sein - ohne zu schrauben und ohne irgendwelche riesigen Gehäuse öffnen zu müssen.

Außerdem habe ich einen Drucker (HP Deskjet 3420) mit
USB-Schnittstelle erstanden und lasse diesen nach einigen Installationsschwierigkeiten, die aber auf den Treiber zurückzuführen sind, erfolgreich arbeiten. Mit Hilfe von ClarisWorks 5, dessen Funktionsumfang aber nicht an MS Office heranreicht, kann man ganz ordentliche Dokumente erstellen und drucken.

Windows ist relativ instabil - klar. Aber auch Macs stürzen manchmal ab. Einmal beispielsweise hat das Slot-In-Laufwerk eine CD gefressen und war nicht mehr stillzukriegen. Es half nur ein kompletter Neustart. Doch ansonsten arbeitet das Mac OS spürbar stabiler und zuverlässiger als Windows und nutzt den Arbeitsspeicher in einem effizienteren Maße aus. Als nächstes werde ich auf Mac OS X umsteigen, was mit 320 MB RAM empfehlenswert ist. Ich halte euch an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Fazit: