Sony Clié PEG-SJ30
Mehr als nur ein Organizer - Sony Clié PEG-SJ30 Organizer / PDA

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Sony Organizer

Neuester Testbericht: ... so dass sie leicht zur Seite rutscht oder aufklappt. Anstelle einer Docking-Station liefert Sony einen kleinen Plastikadapter, ein Ne... mehr

Mehr als nur ein Organizer
Sony Clié PEG-SJ30

Muctiger

Name des Mitglieds: Muctiger

Produkt:

Sony Clié PEG-SJ30

Datum: 05.06.06

Bewertung:

Vorteile: kompakt und robust, super Display, Palm typische einfache Bedienung

Nachteile: mittlerweile veraltet, Hot-Sync wird zum Datenabgleich benötigt

Seit Herbst 2002 habe ich mein PDA Sony Clié PEG-SJ30. Konnte mich zwischen einem Windows PDA und einen Palm entscheiden, irgendwie war mir allerdings der kleinere Sony angenehmer, und so fiel die Entscheidung für dieses Gerät.

Der SJ30 verwendet das Standard-Betriebssystem Palm OS 4.1, ergänzt die Grundlagen aber um einige interessante Extras: ein hochauflösendes Farbdisplay, 16 MByte RAM, einen Steckplatz für den Memory Stick (dann kann man auch MemorySticks mit 256 MB oder sogar größer nutzen) und zusätzliche Software für die Bildbetrachtung und -bearbeitung.
Es soll auch eine Möglichkeit geben, mit dem Gerät MP3 (zusätzliche Hardware) und Video abzuspielen. Letzteres habe ich probiert, aber die Software wird nicht mehr weiterentwickelt, und der Prozessor ist nicht so leistungsfähig.
Der Schwerpunkt liegt eher im Organizer Bereich, also Termin-, Aufgaben- und Kontaktverwaltung

Design
Wie sein kleiner Bruder, der SJ20, ist auch der PEG-SJ30 mit seinen Maßen von 10,4 x 7,4 x 1,8 cm eher kleinformatig. Das Plastikgehäuse des CLIE trägt dazu bei, das Gewicht auf 138 Gramm zu reduzieren, damit passt er eine Hemdtasche.
Sony ist es gelungen, den Rand des Geräts zu verkleinern, wodurch der 2,9 Zoll große LCD-Farbbildschirm größer erscheint, als er tatsächlich ist. Was mir am SJ30 gefällt, ist sein wiederaufladbarer Akku, der sich austauschen lässt und auch leicht zugänglich ist.
Das Gerät kann man größenmäßig mit einem zu breit geratenem Handy vergleichen.

Unter dem Display und dem Graffiti-Feld befinden sich die vier typischen Knöpfe zum Steuern der Anwendungen und der Scroll-Wippschalter. Die Sonys CLIEs der T-Reihe verfügen über eine kleine und von mir wenig genutzte Scroll-Taste - vielleicht als Reaktion auf dieses Problem sind die Tasten des SJ30 größer und benutzerfreundlicher ausgefallen. Trotzdem sind die Kontrolltasten immer noch nicht groß genug, um beispielsweise ein schnelles Action-Spiel bequem spielen zu können. Glücklicherweise gibt es an der Seite des Geräts ein Jog-Dial und eine Zurück-Taste, um die Scroll-Geschwindigkeit und das Umschalten zwischen den Programmen zu beschleunigen.

Die Nylon-Abdeckung des PEG-SJ30 ist abnehmbar und verfügt über zwei Ausbuchtungen, die verhindern, dass sie das Display berührt oder ungewollt die Tasten betätigt. Allerdings fehlt dieser Abdeckung ein Verschluss, so dass sie leicht zur Seite rutscht oder aufklappt.

Anstelle einer Docking-Station liefert Sony einen kleinen Plastikadapter, ein Netzteil und ein USB-Kabel mit. Für Leute, die häufig unterwegs sind, ist dies ein leichtes und effizientes Ausrüstungspaket - trotzdem wäre ein Adapter, der nicht so leicht zu verlieren ist, die bessere Wahl gewesen. Benötigt man eine Docking-Station, kann man sie separat von Sony erwerben. Mit der Docking-Station ist das Synchronisieren ein Kinderspiel. Sie hat zwei LED´s für Netz, und fürs Laden. Die Synchronisierung findet über den einzigen Knopf statt. Alles recht einfach. Synchronisieren kann man auch über die Infrarotschnittstelle, sofern auch am PC vorhanden.

Ausstattung
In Bezug auf die Hardware ist der PEG-SJ30 mit einem 33 MHz DragonBall VZ Prozessor und 16 MByte RAM für die damalige Zeit gut ausgestattet. Benötigt man zusätzlichen Speicherplatz, gibt es den Memory Stick Slot an der Oberseite des Gerätes, der besonders nützlich ist, um Fotos zu transportieren. Abgesehen vom Memory Stick Slot verfügt der CLIE nur über wenige Hardware-Extras. Obwohl das Gerät einen Lautsprecher für Systemtöne und Benachrichtigungen hat, lassen sich MP3s nur über zusätzlich zu erwerbende Hardware abspielen.

Sony liefert den SJ30 mit einer ganzen Reihe von Software aus, von denen die bemerkenswertesten Programme sich darauf konzentrieren, das hochauflösende Display des Handhelds zur Schau zu stellen. Mit PictureGear Pocket kann man, wenn es zusammen mit der mitgelieferten Desktop-Anwendung PictureGear Lite verwendet wird, Bilddateien auf dem PDA betrachten und konvertieren. Das ist zwar ganz nett, aber eine direkte Unterstützung für JPEG-Dateien wäre besser gewesen. Befinden sich die Bilder erst einmal auf dem PDA, kann man sie entweder mit Photo Stand betrachten oder mit CLIE Paint bearbeiten und aufpeppen.

An Büroanwendungen enthält der SJ30 Documents To Go für die Arbeit mit Word- und Excel-Dateien. Für die Synchronisation des PDAs mit Microsoft Outlook und Lotus Notes liefert Sony die Programme Palm Desktop bzw. Intellisync Lite mit. Chapura Pocket Mirror, das mit PDAs von Palm und Handspring ausgeliefert wird, erfüllt diesen Zweck auf eine benutzerfreundlichere Weise.

Performance
Der Prozessor ist sicher nicht der schnellste. Trotzdem erledigt der SJ30 alle Aufgaben der Kontakt- und Terminverwaltung mit Leichtigkeit. Es ist halt eher ein Bürogerät, mit Spielen ist der Prozessor dann eher mal am Ende seiner Kapazität.

Der eingebaute Lithium-Ionen-Akku des SJ30 sorgt für eine ausreichend lange Betriebszeit. Bei deaktivierter Auto-Abschaltfunktion und auf die höchste Helligkeitsstufe eingestelltem Display hält der Akku über 3 Stunden.
Sony Schätzung: 30 Minuten täglich bei 15 Benutzungstagen. Natürlich kann man die Akku-Lebensdauer verlängern, indem man den PDA so oft wie möglich ohne Displaybeleuchtung einsetzt.

Ist die weiße Hintergrundbeleuchtung des Displays jedoch ausgeschaltet, wird es unter bestimmten Bedingungen schwierig, Text auf dem hochauflösenden (320 x 320 Pixel) Display zu lesen. Im Freien ist das Display leicht ablesbar, und auch die meisten Farben sind erkennbar - in geschlossenen Räumen ist die Displaybeleuchtung allerdings ein Muss. Während Text sehr viel schärfer dargestellt wird als auf den Konkurrenz-Handhelds mit einer Auflösung von 160x160, erscheinen die Icons im Vergleich zu denen eines Pocket-PC immer noch sehr grob und unscharf.

Legt man nur Wert auf die Fähigkeiten dieses CLIE-Modells als Informationsmanager, kann man billigere PDAs mit Monochrom-Display finden, die das ebenso gut erledigen. Mag man aber die Idee eines kompakten, hochauflösenden Handhelds mit Farbdisplay, der Informationen genauso gut verwaltet, wie er Fotos darstellt, dann ist der Sony PEG-SJ30 seinen Preis wert. Mittlerweile hat sich das Farbdisplay ja auch durchgesetzt.

Ich bin mit dem Gerät, für meine Ansprüche, jedenfalls sehr zufrieden. Habe es auch unter sehr widrigen Umständen genutzt, und es hat mich nie im Stich gelassen. Diese Robustheit ist ja auch nicht zu unterschätzen. Auch nach Jahren macht das Gerät eine ordentlichen Eindruck, Das Plastikgehäuse ist immer noch ok, es blättert keine Farbe ab, und Kratzer auf dem Diplay hab ich auch kein, selbst die Akkulaufzeit ist immer noch wie im ersten Jahr, was wirklich sehr bemerkenswert ist..

Neupreis lag bei 349 Euro vor 3 1/2 Jahren, wie teuer die Sync-Station war, weiß ich leider nicht mehr.

Fazit: Insgesamt finde ich diesen PDA sehr empfehlenswert.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Akkulaufzeit:    
Ausstattung: