Palm IIIx

Produkttyp: Palm Organizer
Neuester Testbericht: ... das Gerät beim nächsten Synchronisationsvorgang von selbst. Alles in allem ist der Palm sehr zu empfehlen, wenn man Wert legt auf eine pr... mehr
tolles Gerät - schlechter support
Palm IIIx

Name des Mitglieds: mayandra
Produkt:
Palm IIIx
Datum: 05.03.02, geändert am 05.03.02 (622 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: prima Gedächtnisstütze, für die Jackentasche
Nachteile: Preis, schlechter support
mein Palm IIIx - meine Erfahrungen mit dem Gerät und insbesondere dem Palm-Support...
Kennt Ihr das auch? Ein kleiner Taschenkalender ist zu klein für die gesammelten Adressen, Telefonnummern und Termine und ein grösserer Kalender ist nicht geeignet, um ihn immer bei sich zu haben? Und dann zu Beginn des neuen Jahres das lästige Umtragen der in einen neuen Kalender?
Anfang 1999 hatte ich dann eine mittelschwere Krise, weil mein Adressenverzeichnis inzwischen über 100 Einträge hatte, dazu kamen noch diverse Geburtstage etc. etc.
Eigentlich wollte ich mich nicht mit weiterem technischen Schnickschnack belasten, da ich offensichtlich ein Händchen für technische Geräte habe, sprich: bei mir geht alles kaputt, mit oder ohne mein Zutun.
Ich erkundigte mich nach den Preisen für Handhelds und beschloß daraufhin, die Daten auch dieses Jahr wieder in einen neuen Kalender einzutragen. Die Aktion hat mich mehrere Stunden gekostet und hat mich genervt wie immer. Hinzu kam, dass ich ein DIN-A-5-Kalender benutzen mußte, um die Daten unterzubringen. Im Laufe des Jahres häuften sich dann die Probleme: immer, wenn ich den Kalender gebraucht hätte, hatte ich ihn aufgrund seiner Größe nicht dabei, wer schleppt schon immer ein Buch mit sich?!
Ein Handheld muss her, beschloß ich. Koste es, was es wolle. Und das tat es dann auch..
Seit dem 25.10.1999 bin ich stolze Besitzerin eines Palm IIIx. 615,- DM hat mich das Schätzchen gekostet, incl. Lederetui und zwei Ersatzstiften.
Auf der mitgelieferten CD befand sich ein Datensynchronisationsprogramm für Microsoft Outlook, dieses konnte ich auch problemlos unter Win NT (später auch unter Win 2000) installieren.
Mit der mitgelieferten Dockingstation konnte ich über den COM-Port meinen Palm mit meinem Rechner verbinden und meine Daten aus Outlook übernehmen. Ich war in der Tat überrascht, wie unkompliziert die Installation der Software und die Synchronisation der Daten war.
Zu Anfa
ng meiner Palm-Zeit habe ich für neue Einträge in meinen Palm etwas länger gebraucht, da die Eingabe von Zeichen und Ziffern über die Graffity-Schrift Übung braucht. Ich bin aber hart geblieben und habe nicht die eingebaute Tastatur-Funktion benutzt. Diese "Qual" hat sich auch bezahlt gemacht, inzwischen bin ich mit dem Eintrag über die Graffity-Schrift fast so schnell wie handschriftlich.
Ich möchte hier nicht mit technischen Details nerven, diese sind auf http://www.palm.com/products/handhelds/ zu erfahren. Inzwischen gibt es auch viele neuere Versionen des Palm, die schmaler sind als der IIIx und damit noch besser in die Jackentasche passen, auch ein Farbdisplay ist inzwischen Standard. Wer allerdings auf diese "Neuerungen?" verzichten kann, sollte vielleicht doch überlegen, einen gebrauchten Palm IIIx zu kaufen, die Preise für die neuen Handhelds sind nämlich wirklich gesalzen.
Meine Erfahrungen mit dem Gerät an sich sind durchweg positiv. Insbesondere habe ich die Erinnerungsfunktion des Palm schätzen gelernt. Da ich meinen Palm jeden Tag synchronisiere, werden so auch alle Termine eingetragen bzw. aktualisiert, egal, ob ich sie im Palm oder im Outlook eingetragen habe. Der Palm macht sich durch ein akustisches Signal (Lautstärke ist einstellber) bemerkbar, wenn der Erinnerungszeitpunkt (wählbar) gekommen ist. Er ist in dieser Funktion auch recht hartnäckig, so meldet er sich bei Fälligkeit eines Termins nicht nur einmal, sondern dreimal im Abstand von 5 Minuten, wenn die Erinnerungsnachricht nicht auf dem Display bestätigt wird.
Ich finde dies sehr praktisch, da ich aufgrund des 20-minütigen "Warnzeitraumes" bisher keine Mitteilung verpaßt habe. Bin ich länger als Insgesamt ein durchaus positives Ergebnis.
Wenn da nicht..
Im Januar letzten Jahres rief mein Palm nach neuen Batterien. Wie es sich als besorgte ?Palm-Mutter? gehört, habe ich natürlich immer Ersatzbatterien im Haus und legt
e diese auch sofort ein .. normale Prozedur, wie sie alle zwei Monate passiert.
Was genau in diesem Moment geschehen ist, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall zeigte das Display meines Palms mir nach dem Batteriewechsel außer Streifen nichts mehr an. Ich hielt diese Sache zunächst für ein Problem mit der Software und führte daher einen Hardreset (Löschen aller Daten und Einstellungen) des Gerätes durch. Leider brachte diese Maßnahme keine Besserung, mein Palm wollte einfach nicht mehr mit mir kommunizieren.
Ich rief daraufhin die Palm-Hotline an (Ferngespräch, tagsüber). Nachdem ich zehn Minuten in der Warteschleife gehangen habe, durfte ich mit einem Mitarbeiter sprechen, der von meinem Problem erst einmal nichts wissen wollte, sondern meine sämtlichen Daten wie Name, Strasse, Telefonnummer, Mailadresse, Seriennummer des Palm etc. abfragte. Das er nicht auch noch meine Schuhgröße wissen wollte, hat mich schwer gewundert. Nachdem er diese Daten laaaaaangsaaaaaam (der Gebührenzähler läuft..) in seine Datenbank eingetragen hatte, fragte er mich endlich, wo das Problem mit meinem Palm besteht, dieses schilderte ich ihm auch.
Obwohl ich bereits einen Hardreset durchgeführt hatte, bestand der Palm-Hotline-Mitarbeiter darauf, nach seinen Anweisungen nochmals einen Hardreset durchzuführen (der User ist ja immer doof). Dieses tat ich dann auch (weitere Minuten vergingen), genützt hat es natürlich nichts.
Der Palm-Hotline-Mitarbeiter erklärte mir daraufhin, er müßte kurz Rücksprache mit seinem Vorgesetzten halten, um weitere Problemlösungsvorschläge zu erhalten (weitere teure Minuten in der Hotline). Die Vorschläge führten allerdings auch nicht zur Lösung des Problems (die Telekom freut sich). Nach 20 Minuten kapitulierte der Mitarbeiter und sagte wörtlich: ?da haben Sie wohl Recht gehabt, ein Bedienerfehler war es nicht? (danke, ich fühle mich geehrt..).
Er bot mir an, gegen eine Zahlung von 100 $ ein Austauschgerät zu erhalten. Meine
Frage, ob das Gerät nicht auf Kulanz repariert werden könne, da die Garantiezeit von einem Jahr noch keine drei Monate abgelaufen war, wurde mit ?tut mir leid, wir haben unserer Anweisungen? abgekanzelt.
Nun gut, Kaufvertrag ist Kaufvertrag und die Garantiezeit ist ein Bestandteil des Kaufvertrages, muss ich wohl durch.
Zur Aufnahme meines Antrages auf Austausch des Gerätes überprüfte der Mitarbeiter noch mal meine Personalien und die meines Palms. Alles sehr laaaaaangsaaaaaam versteht sich..
Der Mitarbeiter erklärte mir weiterhin, dass auf das Austauschgerät eine Garantie von einem halben Jahr gegeben würde. Da wurde ich allerdings stutzig: wieso wird auf neu gekaufte Geräte eine Garantiezeit von einem Jahr gegeben, auf Austauschgeräte nur ein halbes Jahr?
Die Erklärung folgte sofort: bei den Austauschgeräten handelt es sich nicht um Neuware, sondern um aufgrund von Fehlern zurückgeschickte Geräte (wie meines), die dann bei Palm repariert werden.
Im Klartext heißt das: ich sollte 220 DM (damaliger Dollar/DM-Umrechnungskurs) dafür zahlen, dass ich ein bereits benutztes Gerät erhalte, dass einen Fehler hatte und repariert wurde.
Und dies, obwohl nicht geprüft wird, wie teuer die Reparatur meines Gerätes tatsächlich kosten würde. Palm kassiert also pauschal 100 $, egal, ob die Reparaturkosten 20 DM oder 100 DM betragen.
Und diese reparierten Geräte verschicken sie dann an Kunden, die bereits für teures Geld einen Palm gekauft haben, der leider defekt ist. Das nenn ich mal ein gutes Geschäft...
Ich habe dann dankend abgelehnt und das Gespräch beendet. So lebte ich dann vor mich hin ohne meine externe Gehirnerweiterung. Und es war richtig schlecht, das kann ich Euch sagen.
Ich hatte mich dermaßen an meinen Palm gewöhnt, dass ich ohne ihn ziemlich aufgeschmissen war. Ich verpaßte Termine (insbesondere langfristig geplante) und vergaß auch, meinen Freunden zum Geburtstag zu gratulieren. Natürlich erinnerte mein Outlook
mich am Vorabend an die Termine und Ereignisse des nächsten Tages, morgens im Büro hatte ich sie aber meistens vergessen.
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, hat dies zu schweren Systemstörungen in den Applikationen "Geburtstag vom guten Freund", "Termin mit Chef" und "Vorsprache beim Zahnarzt" geführt...
Na ja, irgendwann sah ich es dann im ein: es geht nicht mehr ohne Handheld.
Zähneknirschend rief ich wieder bei der Hotline an (Ferngespräch, tagsüber) und teilte dort mit, dass ich meinen Palm nun doch durch ein Austauschgerät ersetzen lassen wollte. Zu meiner Verwunderung waren meine mühsam dort hinterlassenen Daten nicht mehr auffindbar. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass bei Palm ein neues System zur Entgegennahme von Servicefällen eingeführt wurde und viele Einträge in der alten Datenbank dabei leider verlorengegangen seien.
Kein Problem, gerne gebe ich alle Daten nochmals an. Die Entgegennahme der Daten erfolgte natürlich sehr laaaaaangsaaaaaam, das versteht sich von selbst (und der Gebührenzähler läuft).
Nach geraumer Zeit teilte mir der Mitarbeiter dann eine Adresse mit, an die ich meinen Palm senden sollte, sofort nach Eingang würde mir ein Austauschgerät zugeschickt. Eine Rechnung über 264,- DM Austauschgebühr würde mir nach Erhalt meiner Empfangsbestätigung über das Austauchgerät zugesendet.
Mooooooment! Wieso auf einmal 264 DM und nicht mehr 100 $? Auf meine Nachfrage erklärte mir der Mitarbeiter kurzerhand, die Bedingungen seien geändert worden. Für Meldungen, die vor dem Umstellungszeitpunkt eingegangen seinen, würden selbstverständlich die alten Bedingungen gelten, aber leider hätte er meinen Eintrag ja nun nicht finden können, da könne er auch nichts machen, er hätte seine Anweisungen...
So so. Ich war ziemlich angefressen und wieder kurz davor, meinen Auftrag zu stornieren. Dann dachte ich jedoch an die unbequeme Zeit ohne Palm mit ihren Konsequenzen und entschied mich,
das Austauschgerät zu bestellen.
Ich habe das Gerät dann verpackt und zur Post gebracht. Dort wurde mir mitgeteilt, dass die Post keine Gewährleistung übernimmt, wenn das Päckchen "verschwindet". D.h.: wenn mein Päckchen abhanden kommt, bekomme ich den Wert des Inhalts nicht ersetzt, es sei denn, ich gebe den Wert an und versichere ihn per Zuzahlung entsprechend. Das habe ich dann auch getan, 21 DM Porto habe ich dafür bezahlt (obwohl ich heute weiß, dass ich schlecht beraten wurde bei der Post, der Versand per Paket wäre billiger gewesen und auch versichert..).
Nach zwei Tagen kam mein Palm an. Voller Vorfreude auf die lange entbehrten Vorzüge packte ich das Gerät unverzüglich aus und schaltete es ein. Einwandfreie Displayanzeige, ich war begeistert. Leider mußte ich mit der Synchronisation meiner Daten noch warten, da ich wegen der besseren Erreichbarkeit die Adresse meiner Eltern für die Zustellung angegeben hatte.
Zu Hause angekommen, schaltete ich meinen neuen Palm wieder ein ... und sah Streifen im Display. Die Steifen waren zwar nicht die gleichen wie bei meinem alten Gerät, aber offensichtlich hatte auch dieses Gerät einen Fehler.
Ich rief also wieder mal bei der Hotline an (same procedure: Warteschlange, Daten angeben, Problemlösungsversuche die keinen Erfolg haben, nochmalige Prüfung der Daten). Ich sollte auch dieses Gerät zum erneuten Austausch an die bekannte Adresse schicken.
Hallo?? Nochmal 21 DM Porto?? Nö, da hatte ich nun wirklich überhaupt keine Lust drauf.
Auf meinen Einwand hin, dass ich bereits 21 DM Porto gezahlt habe und dafür ein defektes Gerät erhalten habe, teilte mir der Mitarbeiter die Palm-Servicenummer des DHL-Transportunternehmens mit, dort sollte ich anrufen, die Palm-Servicenummer angeben, das Gerät würde dann kostenlos abgeholt.
Ich rief dann also bei DHL an. Gebührenfreie Telefonnummer. Der Mitarbeiter dort teilte mir mit, dass ich mir erst von Palm einen spezielle Ver
packungskarton schicken lassen müßte, ohne diesen sei die Sendung nicht versichert. Meine Einwände, dass mir bei Palm gesagt wurde, ich müßte bei DHL lediglich einen Abholtermin vereinbaren, wurde mit ?wir haben unsere Anweisungen? abgewiesen.
Ich rief also wieder bei der Palm-Hotline an (Warteschlange, Daten angeben, Problem schildern .. der Gebührenzähler läuft..). Der Mitarbeiter teilte mir mit, dass er nicht verstehen könne, warum ich von DHL diese Auskunft erhalten hatte, er versprach, sich mit DHL in Verbindung zu setzen und die Sache zu klären.
Nach 20 Minuten rief mich der Palm-Mitarbeiter tatsächlich zurück und teilte mir mit, dass ich nun nochmals bei DHL anrufen und die Abholung des Päckchens vereinbaren solle. Das tat ich dann auch, das Päckchen wurde vereinbarungsgemäß abgeholt, die Lieferung des neuen Palm erfolgte zwei Tage später.
Ich packte das Gerät aus und versuchte, es einzuschalten. Keine Reaktion des Gerätes. Ich schaute ins Batteriefach: Batterien waren drin, allerdings mit deutlichen Oxidationsspuren. Hmmmmm, dachte ich mir, das Gerät kann ja auch länger im Lager gelegen haben, so dass die Batterien leer sind. Also: Batterien aus meinem Schrank genommen und eingesetzt. Das Gerät funktionierte einwandfrei.
Zur Synchronistaion der Daten bin ich an diesem Tag nicht gekommen, da ich auf einer Fortbildung war und daher meinen Rechner nicht vor Ort hatte.
Eine Woche später war ich wieder daheim und wollte meine Daten synchronisieren. Leider reagierte mein Palm nicht, offensichtlich waren die Batterien leer. Nun gut, die Batterien lagen ja auch schon länger in meinem Schrank und offensichtlich hatten sie unter der Lagerzeit gelitten. Also: neue Batterien gekauft und eingesetzt. Leider waren auch diese Batterien nach einer Woche leer. Ich wunderte mich schon, weil es sich nicht um Billigprodukte, sondern um Markenbatterien handelte. Trotzdem: auch dort kann ein Materialfehler vorliegen, also habe ich neue Batterien
gekauft.
Als diese jedoch ebenfalls nach einer Woche leer waren, schwant mir Böses: sollte auch dieses Gerät defekt sein, evtl. wegen der ausgelaufenen Batterien?
Ich rief wieder mal die Palm-Hotline an. (Warteschlange, Aufnahme der Daten) Der Mitarbeiter bot mir einen erneuten Austausch des Gerätes an. Ich lehnte dies ab, da ich nicht noch mehr Zeit mit defekten Geräten verschwenden wollte. Daraufhin erklärte der Mitarbeiter, dass er die Angelegenheit an die nächsthöhere Instanz (Palm Europe) weiterleiten werde.
Zu meiner völligen Überraschung rief mich einen Tag später eine Mitarbeiterin von Palm England an und entschuldigte sich wortreich für meine Unannehmlichkeiten und bot mir an, mir einen neuen (!) Palm IIIx zu schicken. Dieses Angebot nahm ich an, zwei Tage später war mein neuer Palm bei mir. Und er funktionierte einwandfrei. Yippieeeeee :)
Und die Moral von der Geschicht:
1. Ich werde nie wieder einen Austausch von defekten Geräten gegen gebrauchte, reparierte Geräte vornehmen, die schon länger nicht mehr produziert werden.
2. Vor dem Kauf von teuren Geräten werde ich mich genau über die Garantie- / Reparaturbedingungen informieren
3. Das war der erste und letzte Palm, den ich gekauft habe
Kennt Ihr das auch? Ein kleiner Taschenkalender ist zu klein für die gesammelten Adressen, Telefonnummern und Termine und ein grösserer Kalender ist nicht geeignet, um ihn immer bei sich zu haben? Und dann zu Beginn des neuen Jahres das lästige Umtragen der in einen neuen Kalender?
Anfang 1999 hatte ich dann eine mittelschwere Krise, weil mein Adressenverzeichnis inzwischen über 100 Einträge hatte, dazu kamen noch diverse Geburtstage etc. etc.
Eigentlich wollte ich mich nicht mit weiterem technischen Schnickschnack belasten, da ich offensichtlich ein Händchen für technische Geräte habe, sprich: bei mir geht alles kaputt, mit oder ohne mein Zutun.
Ich erkundigte mich nach den Preisen für Handhelds und beschloß daraufhin, die Daten auch dieses Jahr wieder in einen neuen Kalender einzutragen. Die Aktion hat mich mehrere Stunden gekostet und hat mich genervt wie immer. Hinzu kam, dass ich ein DIN-A-5-Kalender benutzen mußte, um die Daten unterzubringen. Im Laufe des Jahres häuften sich dann die Probleme: immer, wenn ich den Kalender gebraucht hätte, hatte ich ihn aufgrund seiner Größe nicht dabei, wer schleppt schon immer ein Buch mit sich?!
Ein Handheld muss her, beschloß ich. Koste es, was es wolle. Und das tat es dann auch..
Seit dem 25.10.1999 bin ich stolze Besitzerin eines Palm IIIx. 615,- DM hat mich das Schätzchen gekostet, incl. Lederetui und zwei Ersatzstiften.
Auf der mitgelieferten CD befand sich ein Datensynchronisationsprogramm für Microsoft Outlook, dieses konnte ich auch problemlos unter Win NT (später auch unter Win 2000) installieren.
Mit der mitgelieferten Dockingstation konnte ich über den COM-Port meinen Palm mit meinem Rechner verbinden und meine Daten aus Outlook übernehmen. Ich war in der Tat überrascht, wie unkompliziert die Installation der Software und die Synchronisation der Daten war.
Zu Anfa
ng meiner Palm-Zeit habe ich für neue Einträge in meinen Palm etwas länger gebraucht, da die Eingabe von Zeichen und Ziffern über die Graffity-Schrift Übung braucht. Ich bin aber hart geblieben und habe nicht die eingebaute Tastatur-Funktion benutzt. Diese "Qual" hat sich auch bezahlt gemacht, inzwischen bin ich mit dem Eintrag über die Graffity-Schrift fast so schnell wie handschriftlich.
Ich möchte hier nicht mit technischen Details nerven, diese sind auf http://www.palm.com/products/handhelds/ zu erfahren. Inzwischen gibt es auch viele neuere Versionen des Palm, die schmaler sind als der IIIx und damit noch besser in die Jackentasche passen, auch ein Farbdisplay ist inzwischen Standard. Wer allerdings auf diese "Neuerungen?" verzichten kann, sollte vielleicht doch überlegen, einen gebrauchten Palm IIIx zu kaufen, die Preise für die neuen Handhelds sind nämlich wirklich gesalzen.
Meine Erfahrungen mit dem Gerät an sich sind durchweg positiv. Insbesondere habe ich die Erinnerungsfunktion des Palm schätzen gelernt. Da ich meinen Palm jeden Tag synchronisiere, werden so auch alle Termine eingetragen bzw. aktualisiert, egal, ob ich sie im Palm oder im Outlook eingetragen habe. Der Palm macht sich durch ein akustisches Signal (Lautstärke ist einstellber) bemerkbar, wenn der Erinnerungszeitpunkt (wählbar) gekommen ist. Er ist in dieser Funktion auch recht hartnäckig, so meldet er sich bei Fälligkeit eines Termins nicht nur einmal, sondern dreimal im Abstand von 5 Minuten, wenn die Erinnerungsnachricht nicht auf dem Display bestätigt wird.
Ich finde dies sehr praktisch, da ich aufgrund des 20-minütigen "Warnzeitraumes" bisher keine Mitteilung verpaßt habe. Bin ich länger als Insgesamt ein durchaus positives Ergebnis.
Wenn da nicht..
Im Januar letzten Jahres rief mein Palm nach neuen Batterien. Wie es sich als besorgte ?Palm-Mutter? gehört, habe ich natürlich immer Ersatzbatterien im Haus und legt
e diese auch sofort ein .. normale Prozedur, wie sie alle zwei Monate passiert.
Was genau in diesem Moment geschehen ist, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall zeigte das Display meines Palms mir nach dem Batteriewechsel außer Streifen nichts mehr an. Ich hielt diese Sache zunächst für ein Problem mit der Software und führte daher einen Hardreset (Löschen aller Daten und Einstellungen) des Gerätes durch. Leider brachte diese Maßnahme keine Besserung, mein Palm wollte einfach nicht mehr mit mir kommunizieren.
Ich rief daraufhin die Palm-Hotline an (Ferngespräch, tagsüber). Nachdem ich zehn Minuten in der Warteschleife gehangen habe, durfte ich mit einem Mitarbeiter sprechen, der von meinem Problem erst einmal nichts wissen wollte, sondern meine sämtlichen Daten wie Name, Strasse, Telefonnummer, Mailadresse, Seriennummer des Palm etc. abfragte. Das er nicht auch noch meine Schuhgröße wissen wollte, hat mich schwer gewundert. Nachdem er diese Daten laaaaaangsaaaaaam (der Gebührenzähler läuft..) in seine Datenbank eingetragen hatte, fragte er mich endlich, wo das Problem mit meinem Palm besteht, dieses schilderte ich ihm auch.
Obwohl ich bereits einen Hardreset durchgeführt hatte, bestand der Palm-Hotline-Mitarbeiter darauf, nach seinen Anweisungen nochmals einen Hardreset durchzuführen (der User ist ja immer doof). Dieses tat ich dann auch (weitere Minuten vergingen), genützt hat es natürlich nichts.
Der Palm-Hotline-Mitarbeiter erklärte mir daraufhin, er müßte kurz Rücksprache mit seinem Vorgesetzten halten, um weitere Problemlösungsvorschläge zu erhalten (weitere teure Minuten in der Hotline). Die Vorschläge führten allerdings auch nicht zur Lösung des Problems (die Telekom freut sich). Nach 20 Minuten kapitulierte der Mitarbeiter und sagte wörtlich: ?da haben Sie wohl Recht gehabt, ein Bedienerfehler war es nicht? (danke, ich fühle mich geehrt..).
Er bot mir an, gegen eine Zahlung von 100 $ ein Austauschgerät zu erhalten. Meine
Frage, ob das Gerät nicht auf Kulanz repariert werden könne, da die Garantiezeit von einem Jahr noch keine drei Monate abgelaufen war, wurde mit ?tut mir leid, wir haben unserer Anweisungen? abgekanzelt.
Nun gut, Kaufvertrag ist Kaufvertrag und die Garantiezeit ist ein Bestandteil des Kaufvertrages, muss ich wohl durch.
Zur Aufnahme meines Antrages auf Austausch des Gerätes überprüfte der Mitarbeiter noch mal meine Personalien und die meines Palms. Alles sehr laaaaaangsaaaaaam versteht sich..
Der Mitarbeiter erklärte mir weiterhin, dass auf das Austauschgerät eine Garantie von einem halben Jahr gegeben würde. Da wurde ich allerdings stutzig: wieso wird auf neu gekaufte Geräte eine Garantiezeit von einem Jahr gegeben, auf Austauschgeräte nur ein halbes Jahr?
Die Erklärung folgte sofort: bei den Austauschgeräten handelt es sich nicht um Neuware, sondern um aufgrund von Fehlern zurückgeschickte Geräte (wie meines), die dann bei Palm repariert werden.
Im Klartext heißt das: ich sollte 220 DM (damaliger Dollar/DM-Umrechnungskurs) dafür zahlen, dass ich ein bereits benutztes Gerät erhalte, dass einen Fehler hatte und repariert wurde.
Und dies, obwohl nicht geprüft wird, wie teuer die Reparatur meines Gerätes tatsächlich kosten würde. Palm kassiert also pauschal 100 $, egal, ob die Reparaturkosten 20 DM oder 100 DM betragen.
Und diese reparierten Geräte verschicken sie dann an Kunden, die bereits für teures Geld einen Palm gekauft haben, der leider defekt ist. Das nenn ich mal ein gutes Geschäft...
Ich habe dann dankend abgelehnt und das Gespräch beendet. So lebte ich dann vor mich hin ohne meine externe Gehirnerweiterung. Und es war richtig schlecht, das kann ich Euch sagen.
Ich hatte mich dermaßen an meinen Palm gewöhnt, dass ich ohne ihn ziemlich aufgeschmissen war. Ich verpaßte Termine (insbesondere langfristig geplante) und vergaß auch, meinen Freunden zum Geburtstag zu gratulieren. Natürlich erinnerte mein Outlook
mich am Vorabend an die Termine und Ereignisse des nächsten Tages, morgens im Büro hatte ich sie aber meistens vergessen.
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, hat dies zu schweren Systemstörungen in den Applikationen "Geburtstag vom guten Freund", "Termin mit Chef" und "Vorsprache beim Zahnarzt" geführt...
Na ja, irgendwann sah ich es dann im ein: es geht nicht mehr ohne Handheld.
Zähneknirschend rief ich wieder bei der Hotline an (Ferngespräch, tagsüber) und teilte dort mit, dass ich meinen Palm nun doch durch ein Austauschgerät ersetzen lassen wollte. Zu meiner Verwunderung waren meine mühsam dort hinterlassenen Daten nicht mehr auffindbar. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass bei Palm ein neues System zur Entgegennahme von Servicefällen eingeführt wurde und viele Einträge in der alten Datenbank dabei leider verlorengegangen seien.
Kein Problem, gerne gebe ich alle Daten nochmals an. Die Entgegennahme der Daten erfolgte natürlich sehr laaaaaangsaaaaaam, das versteht sich von selbst (und der Gebührenzähler läuft).
Nach geraumer Zeit teilte mir der Mitarbeiter dann eine Adresse mit, an die ich meinen Palm senden sollte, sofort nach Eingang würde mir ein Austauschgerät zugeschickt. Eine Rechnung über 264,- DM Austauschgebühr würde mir nach Erhalt meiner Empfangsbestätigung über das Austauchgerät zugesendet.
Mooooooment! Wieso auf einmal 264 DM und nicht mehr 100 $? Auf meine Nachfrage erklärte mir der Mitarbeiter kurzerhand, die Bedingungen seien geändert worden. Für Meldungen, die vor dem Umstellungszeitpunkt eingegangen seinen, würden selbstverständlich die alten Bedingungen gelten, aber leider hätte er meinen Eintrag ja nun nicht finden können, da könne er auch nichts machen, er hätte seine Anweisungen...
So so. Ich war ziemlich angefressen und wieder kurz davor, meinen Auftrag zu stornieren. Dann dachte ich jedoch an die unbequeme Zeit ohne Palm mit ihren Konsequenzen und entschied mich,
das Austauschgerät zu bestellen.
Ich habe das Gerät dann verpackt und zur Post gebracht. Dort wurde mir mitgeteilt, dass die Post keine Gewährleistung übernimmt, wenn das Päckchen "verschwindet". D.h.: wenn mein Päckchen abhanden kommt, bekomme ich den Wert des Inhalts nicht ersetzt, es sei denn, ich gebe den Wert an und versichere ihn per Zuzahlung entsprechend. Das habe ich dann auch getan, 21 DM Porto habe ich dafür bezahlt (obwohl ich heute weiß, dass ich schlecht beraten wurde bei der Post, der Versand per Paket wäre billiger gewesen und auch versichert..).
Nach zwei Tagen kam mein Palm an. Voller Vorfreude auf die lange entbehrten Vorzüge packte ich das Gerät unverzüglich aus und schaltete es ein. Einwandfreie Displayanzeige, ich war begeistert. Leider mußte ich mit der Synchronisation meiner Daten noch warten, da ich wegen der besseren Erreichbarkeit die Adresse meiner Eltern für die Zustellung angegeben hatte.
Zu Hause angekommen, schaltete ich meinen neuen Palm wieder ein ... und sah Streifen im Display. Die Steifen waren zwar nicht die gleichen wie bei meinem alten Gerät, aber offensichtlich hatte auch dieses Gerät einen Fehler.
Ich rief also wieder mal bei der Hotline an (same procedure: Warteschlange, Daten angeben, Problemlösungsversuche die keinen Erfolg haben, nochmalige Prüfung der Daten). Ich sollte auch dieses Gerät zum erneuten Austausch an die bekannte Adresse schicken.
Hallo?? Nochmal 21 DM Porto?? Nö, da hatte ich nun wirklich überhaupt keine Lust drauf.
Auf meinen Einwand hin, dass ich bereits 21 DM Porto gezahlt habe und dafür ein defektes Gerät erhalten habe, teilte mir der Mitarbeiter die Palm-Servicenummer des DHL-Transportunternehmens mit, dort sollte ich anrufen, die Palm-Servicenummer angeben, das Gerät würde dann kostenlos abgeholt.
Ich rief dann also bei DHL an. Gebührenfreie Telefonnummer. Der Mitarbeiter dort teilte mir mit, dass ich mir erst von Palm einen spezielle Ver
packungskarton schicken lassen müßte, ohne diesen sei die Sendung nicht versichert. Meine Einwände, dass mir bei Palm gesagt wurde, ich müßte bei DHL lediglich einen Abholtermin vereinbaren, wurde mit ?wir haben unsere Anweisungen? abgewiesen.
Ich rief also wieder bei der Palm-Hotline an (Warteschlange, Daten angeben, Problem schildern .. der Gebührenzähler läuft..). Der Mitarbeiter teilte mir mit, dass er nicht verstehen könne, warum ich von DHL diese Auskunft erhalten hatte, er versprach, sich mit DHL in Verbindung zu setzen und die Sache zu klären.
Nach 20 Minuten rief mich der Palm-Mitarbeiter tatsächlich zurück und teilte mir mit, dass ich nun nochmals bei DHL anrufen und die Abholung des Päckchens vereinbaren solle. Das tat ich dann auch, das Päckchen wurde vereinbarungsgemäß abgeholt, die Lieferung des neuen Palm erfolgte zwei Tage später.
Ich packte das Gerät aus und versuchte, es einzuschalten. Keine Reaktion des Gerätes. Ich schaute ins Batteriefach: Batterien waren drin, allerdings mit deutlichen Oxidationsspuren. Hmmmmm, dachte ich mir, das Gerät kann ja auch länger im Lager gelegen haben, so dass die Batterien leer sind. Also: Batterien aus meinem Schrank genommen und eingesetzt. Das Gerät funktionierte einwandfrei.
Zur Synchronistaion der Daten bin ich an diesem Tag nicht gekommen, da ich auf einer Fortbildung war und daher meinen Rechner nicht vor Ort hatte.
Eine Woche später war ich wieder daheim und wollte meine Daten synchronisieren. Leider reagierte mein Palm nicht, offensichtlich waren die Batterien leer. Nun gut, die Batterien lagen ja auch schon länger in meinem Schrank und offensichtlich hatten sie unter der Lagerzeit gelitten. Also: neue Batterien gekauft und eingesetzt. Leider waren auch diese Batterien nach einer Woche leer. Ich wunderte mich schon, weil es sich nicht um Billigprodukte, sondern um Markenbatterien handelte. Trotzdem: auch dort kann ein Materialfehler vorliegen, also habe ich neue Batterien
gekauft.
Als diese jedoch ebenfalls nach einer Woche leer waren, schwant mir Böses: sollte auch dieses Gerät defekt sein, evtl. wegen der ausgelaufenen Batterien?
Ich rief wieder mal die Palm-Hotline an. (Warteschlange, Aufnahme der Daten) Der Mitarbeiter bot mir einen erneuten Austausch des Gerätes an. Ich lehnte dies ab, da ich nicht noch mehr Zeit mit defekten Geräten verschwenden wollte. Daraufhin erklärte der Mitarbeiter, dass er die Angelegenheit an die nächsthöhere Instanz (Palm Europe) weiterleiten werde.
Zu meiner völligen Überraschung rief mich einen Tag später eine Mitarbeiterin von Palm England an und entschuldigte sich wortreich für meine Unannehmlichkeiten und bot mir an, mir einen neuen (!) Palm IIIx zu schicken. Dieses Angebot nahm ich an, zwei Tage später war mein neuer Palm bei mir. Und er funktionierte einwandfrei. Yippieeeeee :)
Und die Moral von der Geschicht:
1. Ich werde nie wieder einen Austausch von defekten Geräten gegen gebrauchte, reparierte Geräte vornehmen, die schon länger nicht mehr produziert werden.
2. Vor dem Kauf von teuren Geräten werde ich mich genau über die Garantie- / Reparaturbedingungen informieren
3. Das war der erste und letzte Palm, den ich gekauft habe
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Organizer / PDA


25.05.02
...bin ich tatsächlich die erste? Hi mayandra, super geschrieben und (fast) unglaublich! Wie war das noch mit der Servicewüste Deutschland, naja zum Glück bist Du ja letztendlich wenigstens mit einem neuen gerät "belohnt&q uot; worden. Ich lebe tatsächlich noch ohne so ein Teil - weiß auch nicht wie - aber nach deinen geschilderten Erfahrungen wird dieses wohl auch so bleiben. Viele Grüße Michaela