Fujitsu Siemens Lifebook E
Super Qualität, mieserabler Service - Fujitsu Siemens Lifebook E Notebook

Erhältlich in: 5 Shops

Produkttyp: Fujitsu Siemens Notebooks

Neuester Testbericht: ... aber z.B. DVDs an oder spielt etwas, so sollte man auf jeden Fall die externe Versorgung bereithalten. Vorsichtshalber kann man auch noch... mehr

Super Qualität, mieserabler Service
Fujitsu Siemens Lifebook E

Dr.W.Stein

Name des Mitglieds: Dr.W.Stein

Produkt:

Fujitsu Siemens Lifebook E

Datum: 27.04.01, geändert am 17.05.01 (1228 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: schnell, leise, Verarbeitung

Nachteile: Lautsprecher, Service, Service, Service

Ich arbeiten seit über einem halben Jahr mit meinem Lifebook E 6560. Da es konfigurierbar ist, hier zunächst meine Ausstattung:
Mobile Pentium 3 mit 700 MHZ, 256 MB RAM, 20 GB HDD, 14 Zoll Display, 6-fach DVD/24-fach CD ROM, 2. Akku, 56 K Modem intern.


Was mir am Lifebook gefällt:

Insgesamt ist das Lifebook E 6560 ein a u s g e z e i c h n e t e r C o m p u t e r, der für mich technisch kaum Wünsche offen läßt. Es hat zudem eine ansprechende Optik, die mir unterwegs schon so manch staunenden Blick und freundliche Gepräche vermittelt hat. Das Gehäuse ist robust und ich habe keine Bedenken, mein Lifebook wirklich oft mitzunehmen.

Das Lifebook ist ein sehr s c h n e l l e r C o m p u t e r. Ich arbeite mit Grafiken (Adobe Photoshop) und Compilern, die beide viel Rechenleistung fordern. Selbst umfangreiche Makros unter Microsoft Office (die interpretiert werden) laufen zügig. Seit ich den Speicher auf 256 MB aufgerüstet habe, erlebe ich selbst bei den Grafiken keine Engpässe mehr. Wer einen noch schnelleren Rechner braucht, muß zum Macintosh greifen, aber das ist ja hinlänglich bekannt. In der PC-Welt könnte man meiner Meinug nach nur noch etwas am Bustakt tun, der beim Lifebook nur 100 MHZ beträgt statt 133, wie es z.B. bei IBM zu finden ist. Aber das ist meiner Meinung nach Erbsenzählerei, wenn man die Leistung betrachtet, die man mit dem Lifebook kauft.

Ein dickes Lob verdient der B i l d s c h i r m. Er stellt die Farben brilliant dar und hat einen so großen Blickwinkel, daß man ohne weiteres auch zu zweit davor sitzen kann. Die Angabe von Fujitsu, er stelle nur 64.000 Farben dar, die mich fast dazu verleitet hätte, ein anderes Notebook zu kaufen, kann ich nicht bestätigen. Bei 64.000 Farben würden Farbverläufe stufig aussehen. Das ist nicht der Fall. Hier ist Siemens-Fujitsu marketingmäßig nicht auf der Höhe. Andere Hersteller verkaufen schlechtere Displays mit der Versicherung, Millionen Farben darstellen zu können.


Die T a s t a t u r, die meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt bei der Anschaffung eines Computers ist, hat einen ausgezeichneten Anschlag. Auch die Gehäuseform für die Handauflage ist in Ordnung. Das T r a c k p a d besteht aus einer Kunststofffolie und funktioniert gut. Es hätte meiner Meinung nach allerdings größer sein können. Platz dafür wäre ausreichend vorhanden. Aber ich muß sagen, und das geht an alle Hersteller von PCs, auch hier gibt es bei Apple Besseres (iBook).

Das D V D - L a u f w e r k, das Siemens-Fujitsu vom Matshita kauft, tut seinen Dienst als CD-ROM schnell und leise. Alles ist solide gebaut und es schnarrt weder die Blende noch klappert irgend etwas. Wenn ich sage, das Laufwerk ist schnell, dann meine ich, die 24-Speed, die es leisten soll, leistet es auch. Vielfach kauft man 40-Speed CD-ROMs für wenig Geld, die im richtigen Leben bei keiner einzigen CD zur vollen Geschwindigkeit hochlaufen. Wenn die Mechanik schlecht ist, regelt die Fehlerkorrektur des Laufwerks die Drehzahl herunter. Das ist bei dem Laufwerk des Lifebooks eineutig nicht so. Man erhält ausgezeichnete Qualität für sein Geld.
Im DVD-Betrieb jedoch hatte ich Probleme. Sobald die DVD etwas verkratzt ist, steigt das Laufwerk aus. Bei Filmen ist das ärgerlich. Ich verstehe zwar, daß bei Daten DVDs jeder Lesefehler fatal ist und eine gute Fehlerkorrektur nichts bringt. Aber bei Filmen könnte das Laufwerk fehlertoleranter sein.

Der eingebaute A k k u hält bei normalem Betrieb (ohne DVD) etwa 2 Stunden. Ein Zustzakku ist also anzuraten. Damit erhöht sich die Arbeitszeit auf etwa 5 Stunden.

Die eingebaute F e s t p l a t t e (Toshiba) ist extrem leise. Selbst beim Datenzugriff muß man hinhören, um ein Geräusch zu vernehmen. Das liegt auch an der guten Einbauhalterung von Fujitsu-Siemens, denn in meinem Apple Computer macht die gleiche Platte mehr Lärm.
Der L ü f t e r dagegen mach Krach (Luftströmung). Glücklicherweise springt er so gut
wie nie an. Wer allerdings viel mit MS Word arbeitet, sollte die Prozessorauslastung beobachten. Word verbraucht sehr viel Resourcen, insbsondere, wenn versehentlich eine englische Rechtschreib- und Grammatikprüfung versucht, einen deutschen Text zu bearbeiten. Da ist 100% Prozessorleistung angesagt, auch wenn das Notebook sonst gar nichts zu tun hat. Die Folge ist ein regelmäßiges Anspringen des Lüfters und ein schneller Akkuverbrauch. Das trifftaber natürlich nicht Siemens-Fujitsu sondern Microsoft. Außer in solchen patologischen Situationen braucht man den Lüfter praktisch nicht.

Die S c h n i t t s t e l l e n s i t u a t i o n am Lifebook ist gut. Außer dem Standard (parallel, seriell, Drucker, Docking etc) gibt es eine USB- und eine Infrarot Schnittstelle. Zwei USB Schnittstellen wären bei dem Preis des Lifebooks nicht zuviel verlangt, muß man doch oft Maus und Drucker gleichzeitig zur Verfügung haben. Aber da es für ein paar Mark einen USB-Hub gibt, ist das OK. Wegen der USB Schnittstelle verdient das Lifebook noch einmal ein dickes extra Lob. Ich benutze diese Schnittstelle, um eine externe 3,5 Zoll-Platte als preiswertes Backup Medium zu verwenden. Damit ist das Backupproblem für Notebooks gelöst, auf die zuhause kein Netzwerk wartet. Man kommt endlich von den vielen Sicherungs CDs weg. Schöner weil schneller wäre natürlich eine Firewire.
Die Infrarot Schnittstelle kann eine Infrarotmaus ansteuern. Dadurch entlastet man die USB Schnittstelle etwas.

Bleibt noch das reichlich mitgelieferte Z u b e h ö r zu erwähnen. Adapter für viele Länder sind dabei.
Einige Funktionen des Lifebooks verwende ich nicht. Die Sicherheitsfunktionen und das BIOS habe ich mit noch nie angesehen. Man kann, was das BIOS betrifft auch sagen, habe ich mir noch nie ansehen müssen. Das ist doch auch ein Pluspunkt, oder?


Was mir am Lifebook nicht gefällt

Meine Probleme beim Abspielen von DVD Filmen habe ich schon im ersten Teil erwähnt. <
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Als peinlich empfinde ich die Qualität der L a u t s p r e c h e r des Lifebooks. Ohne Kopfhörer läßt sich weder eine DVD noch eine Musik-CD ertragen (Ein Kopfhörer ist beim Zubehör nicht dabei). Bei einem Preis von über 9.000 Mark finde ich das nicht akzeptabel. Außerdem laufen einige Stücke zeitweise nur Mono. Mir ist das nicht wichtig genug, um das Lifebook dafür in den Service zu geben (siehe unten), aber der Fehler sei einfach erwähnt.

Zwei Seiten hat der m o d u l a r e A u f b a u des Lifebooks. Es gibt, neben der Festplatte und dem eingebauten Akku einen Schacht, der das DVD-Laufwerk, ODER ein zweites Akku ODER ein Diskettenlaufwerk ODER eine zweite Festplatte aufnimmt. Auf diese modulare Bauweise hat im Prospekt niemand hingewiesen. Da hieß es nur, DVD und Diskette und extra Akku etc. Klar, das spart Gewicht und hat Vorteile. Aber schauen Sie mal unterwegs eine DVD ohne zweiten Akku. Ich empfehle Ihnen, den Schluß zuerst anzusehen und lieber in der Mitte etwas zu überspringen. Außerdem nervt es, häufig gebrauchte Module wie Floppy und DVD ständig auszutauschen (Rechner vorher herunterfahren - klar). Positiv ist dagegen, daß es im Zubehör sogar eine Blende gibt, die den Erweiterungsschacht verdeckt, wenn man gar keine Erweiterung möchte und lieber ein besonders leichtes Notebook hat.

Das G e h ä u s e des Lifebooks verschmutzt leicht. Selbst ohne äußere Dreckeinwirkung hinterlassen die Kontaktstellen von Bildschirm und Tastatur im zugeklappten Zustand Schmutz. Es sieht aus, als hätte jemand mit dem Bleistift auf dem Geäuse herumgeschmiert. Das gleiche gilt für Schweiß an den Auflagestellen der Handballen. Man muß öfters mal feucht abwischen.

Jetzt zum letzten Punkt. Der S e r v i c e. Mit einem kurzen knackigen Wort: Saumäßig! Schon beim Kauf gings los. Die versprochene Lieferzeit betrug 10 Tage. Nachgefragt: Wirklich 10? Ja, 10! Ich habe also Termine vereinbart, die beinahe geplatz wären, denn es hat insgesamt vier
Wochen gedauert, bis ich mein Lifebook hatte. Ich hatte mit meinem Händler schon über ein Leihgerät verhandelt. Zwischendurch gab es keinerlei Informationen von Fujitsu-Siemens, was passiert war oder wie lange es noch dauern würde. Niemand schien zuständig zu sein. Ich wurde zwar freundlich behandelt aber erreicht haben weder ich noch mein Händler etwas.

Der Nachkauf eines Original RAM-Chips von Fujitsu-Siemens hat natürlich das Doppelte gekostet, wie andere hochwertige Speicherbausteine auf dem Markt.

Jetzt eine dritte Service Erfahrung: Ich habe angefragt, was eine zweite Festplatte für den Erweiterungsschacht kostet und ob ich die vorhandene Blende, in die man eine Festplatte einbauen könnte, dafür nutzen könnte. Das war wohl schon zu kompliziert. Seit vier Wochen warte ich auf die Antwort bzw. das Angebot. Inzwischen habe ich zwei Mal nachgefragt. Schließlich habe ich die bereits erwähnte externe USB Platte gekauft (bei MacTrade, war nach zwei Tagen da).
Verstehen Sie jetzt, weshalb ich die Lautsprecher bzw. die Soundkarte nicht reparieren lasse?

Ein Nachtrag zu diesem ärgerlichen Thema. Mir ist nach dem Abspielen einer DVD das Betriebssystem gecrasht. Der Rechner hat während des Bootvorgangs einen Bluescreen gezeigt und hat dann automatisch den Neustart begonnen. Ein Fall für die Hotline, die es leider nur als Mail Adresse gibt. Die automatische Empfangsbestätigung kam sofort. Aber die Antwort war erst nach 10 Tagen und einer wütenden Nachfrage da. So lange kann niemand warten und ich habe mir in einer Nachtaktion die Zeit genommen, das Problem selber zu beheben. Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Fazit

Das Fujitsu-Siemens Lifebook E 6560 ist ein absoluter High-End Computer. Leistungsmäßig sehr gut und qualitativ sicher mit das Hochwertigste, was man kaufen kann. Zudem schick anzusehen. Es gibt viel Zubehör und, da MS Word 2000 dabei ist, sogar eine Office 2000 Lizenz, die zu einem preiswerten Update be
rechtigt.
Persönlich hätte ich mir zumindest die DVD und einen Erweiterungsakku gleichzeitig gewünscht, da die DVD viel Leistung verbraucht.
Der Service jedoch ist für einen 9000 DM Computer zu schlecht.



Fazit: