Lenovo G565
Mein tragbares Multitalent - Lenovo G565 Notebook

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Lenovo Notebooks

Neuester Testbericht: ... als auch Gesprochenes ist erkennbar und deutlich genug darauf zu hören. Auch markante entferntere Geräusche sind noch zu identifizieren, w... mehr

Mein tragbares Multitalent
Lenovo G565

mit_koepfchen

Name des Mitglieds: mit_koepfchen

Produkt:

Lenovo G565

Datum: 21.09.11, geändert am 21.09.11 (185 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Lieferumfang, Schnelligkeit, Bedienung, Funktionalität und Zuverlässigkeit, Grafik, Verarbeitung

Nachteile: teilweise der Sound aus den Lautsprechern, wenige Kleinigkeiten

Bevor ich diesen Laptop Anfang dieses Jahres gekauft hatte, besaß ich als mobilen Computer nur ein kleines Netbook. Dieses hat mir aber auf Dauer nicht ausgereicht, schon allein aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten und mangelnder Individualisierungsmöglichkeit, mal von der sehr bescheidenen Speicherkapazität ganz zu schweigen. Als kompletter Desktopersatz war der "Kleine" somit nicht geeignet. Genau diesen Anspruch hatte ich aber bei der Auswahl eines "richtigen", also großen Laptops. So habe ich mich also letztendlich für das Lenovo G565 entschieden, das ich nun bereits 8 Monate besitze und in dieser Zeit ausgiebig genutzt habe (und an dem ich wahrscheinlich auch noch lange meine Freude haben werde).

== Preis und Lieferumfang ==

In einem bekannten Onlineshop habe ich dafür 425 Euro bezahlt. Geliefert wurde es innerhalb der dortigen Lieferzeit (von der Bestellung bis zum Empfang des Pakets verging etwas weniger als eine Woche) inklusive zweiteiligem Stromkabelteil, Akkuteil, Bedienungsanleitung und Garantie zusammen mit den anderen von mir bestellten Artikeln. Das Betriebssysten Windows 7 sowie die wichtigsten Programme (inklusive derer, die zum Betriebssystem dazugehören, wie der MediaPlayer und standardmäßig Internet Explorer) waren vorinstalliert. Ich werde diese im nächsten Punkt nennen und weiter unten mit meinen Eindrücken beschreiben. Die Verpackung war diesem wertvollen Gerät angemessen und sicher. Jedenfalls kam alles im einwandfreien Neuzustand an.

== Features und technische Daten ==

Maße: 376,8X249,8X17,3~34,9 mm
Gewicht: 2,6 kg
Plattform: AMD Danube
Bildschirm: LCD HD (LED Backlight), 15,6 Zoll
HDD (Festplatte): SATA, 2,5 Zoll, 9,5 mm
Speicher: DDR3, 2X SODIMM-Steckplatz
Tastatur: 6-reihige Lenovo-Tastatur mit Nummernblock
Integrierte Kamera: 0,3/1,3 Megapixel
Integrierte Lautsprecher
Akku: 48 Wh, 6-zelliger Lithiumionen-Akku
Wechselstromadapter: 20 V, 65 W / 20 V, 90 W
3 USB 2.0 Anschlüsse
DVD RW-Laufwerk (liest auch CDs, bei Rohlingen allerdings nur +R)
RJ45-Anschluss
je eine Kopfhörer- und Mikroeingangsbuchse
Video: VGA
5 in 1 Steckplatz für MMC, SD, MS, MS Pro und xD Speicherkarten
Kensington-Steckplatz
MTBF: 30.000 Stunden
Festplattenspeicher: 421 GB auf dem lokalen Datenträger (C:) und 28.9 GB auf (D:) - also fast 500 GB insgesamt
Festplattenumdrehung: 5400 rpm
Arbeitsspeicher: etwas mehr als 4 GB (=4096 MB)
Taktung: PC3 8500 (1600 MHz)
Prozessor: AMD Phenom(tm) II N830 Triple Core
Systemtyp: 64bit
Auflösung: 1366X768 (WXGA TFT)
Grafikkarte: ATI Mobility Radeon HD 5470 mit 512 MB dezidiertem Speicherkapazität
Ethernet LAN: 10 MBit / s, 100 Mbit / s
Akkulaufzeit: 3,6 Stunden
WLAN: IEEE 802.11 b/g/n Lösung mit 900 MBit / s

Garantie (erweitert): Einzelteile und Arbeit 2 Jahre, Akkuset 1 Jahr

Vorinstalliert:
Betriebssystem Windows 7 mit all dessen Grundfunktionen
Cyberlink Power2Go (Brennprogramm)
CyberLink Youcam (Webcam)
Lenovo Directshare (zur Synchronisierung von Dateien)
Lenovo Veriface (Gesichtserkennung als Passwortergänzung - darüber habe ich schon einen eigenen Bericht geschrieben)
Lenovo ReadyComm5 (hier kann man offenbar bestehende Netzwerkverbindungen ansehen und verwalten - finde ich überflüssig, weil das ja schon in der Windows-Taskleiste angezeigt wird)
OneKeyRecovery (zur Systemwiederherstellung - Achtung! Hier sollte man besser nicht aus Versehen drankommen und dann auf keinen Fall auf OK klicken!)
McAfee Virenschutzprogramm (leider nur eine Testversion, die gebührenpflichtig fortgesetzt werden kann - da dies mir zu teuer erschien, habe ich sie nach Ablauf ersetzt)

== Meine Eindrücke ==

=== Optische Aspekte ===

Der Laptop ist in einem matten Schwarz gehalten. Dadurch, dass die Oberfläche matt ist, lagern sich schnell Staubkörnchen darauf ab. Die Mattigkeit hat aber auch den Vorteil, dass die Oberfläche so rutschfester ist.

Naturgemäß ist das untere Teil des Computers ungefähr dreimal so dick wie das Bildschirmteil. Er lässt sich problemlos und ohne Stocken auf- und zuklappen, wobei die Bildschirmneigung stufenlos veränderbar ist. Er bleibt dann auch exakt in der gewünschten Position stehen, ohne hin- und herzurucken oder ein Stück abzusacken. Der maximale Neigungsgrad nach außen hin beträgt 120° C, was mit bis jetzt in jeder Situation ausgereicht hat. Flacher würde ich ihn gar nicht aufstellen wollen. Ich stelle ihn für gewöhnlich so auf, dass der Bildschirm in etwa 90° C zu meinem Blickwinkel ist, wenn ich gerade darauf gucke. Da der Bildschirm glänzend ist, sollte man den Laptop so aufstellen, dass nicht direkt eine Lichtquelle darauf scheint. Unter diesen Umständen (bei mir war das an den Standorten, wo ich ihn benutze, nie ein Problem) arbeitet es sich für die Augen stressfrei damit. Zudem sorgt das LED Backlight dafür, dass auch bei solch schwierigen Lichtverhältnissen alles gut darauf zu erkennen ist und man nicht "blind" arbeiten muss. ;-)

Unter dem Gerät befinden sich vier abgerundet rechteckige Gummifüßchen, welche einen optimalen Stand auf glatten (Tisch-) Flächen gewährleisten.

Das Gewicht ist angenehm, so dass er sich beim Transport nicht zu schwer anfühlt.

=== Erste Schritte ===

Von einer "Installation" zu sprechen, wäre wohl übertrieben. Beim erstmaligen Einschalten wurde ich automatisch durch ein paar (wenige) Schritte geführt, mit denen Grundlegendes wie das Passwort festgelegt wurde. Anschließend habe ich noch meine standardmäßige Internetverbindung eingerichtet. Mein WLAN Router wurde sofort erkannt, und ich musste die Verbindung zu ihm nur noch einrichten. Nachdem die Internetverbindung stand, konnte ich mir nun all die Programme zusammensuchen, die ich im Alltag so brauche (unter Anderem Open Office, ein Bildansichts- und Bearbeitungsprogramm, ein ausführlicheres Grafikprogramm, ein PDF Reader, Total Commander und ein ZIP-Programm) sie downloaden und installieren. Einer der ersten Programminstallationsschritte war, mir den Firefox aufzuspielen, weil ich den MS Internet Explorer nicht so mag. Nachdem alles soweit drauf war, habe ich noch eine erste Sicherung durchgeführt. Außerdem habe ich die Bildschirmhelligkeit über den entsprechenden Punkt in der Systemsteuerung optimiert und später dann noch den Energiesparmodus eingestellt, womit der Bildschirm nach einer bestimmten, einstellbaren Zeit dunkler wird und sich nach einem weiteren einstellbaren Zeitraum, wenn nichts weiter passiert, ausschaltet. Zudem wird die Energie so offenbar auch effizienter eingesetzt.

=== Rund um das Betriebssystem ===

Mit Windows 7 bin ich an sich bis jetzt sehr zufrieden. Die allgemeine Optik empfinde ich als frisch und angenehm für die Augen, teils auch etwas (auf dezente Weise) futuristischer und räumlicher als bei älteren Windowsversionen. Das Hoch- und Runterfahren klappt einwandfrei. Updates macht es automatisch beim Herunterfahren, bei längeren Updateprozessen wird die Zeit des Hochfahrens mitgenutzt, so dass es im Einzelnen nicht zu lange dauert. Die Benutzeroberfläche ist mit Windows 7 auch übersichtlich und bedienerfreundlich. Beispielsweise ist das Verschieben der Programmsymbole auf dem Desktop vereinfacht. In den Einstellungen (z. B. in der Systemsteuerung) habe ich bisher auch immer das gefunden, was ich gesucht habe. Die verschiedenen Punkte sind in verschiedene, einschlägige Kategorien unterteilt, die da lauten: System und Sicherheit, Netzwerk und Internet, Hardware und Sound, Programme (für etwaige Deinstallationen), Benutzerkonten und Jugendschutz, Darstellung und Anpassung, Zeit, Sprache und Region, erleichterte Bedienung.

Unten in der Taskleiste befinden sich links folgende Menüsymbole: Windows (also das Hauptmenü, dessen Aufbau sich seit Windows XP wohl nicht mehr geändert hat), Internet Explorer, Windows Explorer und Media Player. Daneben kommen im Fall der Fälle die ganzen Programme, die man jeweils geöffnet hat. Praktisch finde ich es auf jeden Fall, dass, wenn man in einem Programm gerade mehrere Dateien geöffnet hat, diese unter demselben Punkt untereinander als Unterpunkte auftauchen. Klickt man auf diesen Programmpunkt, kann man dann mit dem Mauszeiger dann auf die gewünschte Datei gehen und zwischen diesen Dateien so hin- und herwechseln. Das fühlte sich zunächst einmal "anders" an, doch ich hatte mich schnell daran gewöhnt. Auf der anderen (rechten) Seite der Taskleiste werden die Sprache, Systemmeldungen, der Stand der Internetverbindung (bis zu 5 Balken), die Stromzufuhr (Akku- oder Strombetrieb, beim Akkubetrieb wird auch der Status der Akkus in Prozent, noch verfügbaren Stunden und Minuten angezeigt), die Lautstärke, die Datums- und Zeitanzeige sowie ein Pfeilsymbol angezeigt, in dem die restlichen Punkte zu finden sind (z. B. auch der Punkt, mit dem eine externe Hardware oder ein Speichermedium ausgeworfen werden kann).

Den Windows Explorer finde ich seit jeher nicht ganz so gut wie Total Commander. Ich verwalte meine Dateien daher am liebsten mit Total Commander, da ich damit mehr Möglichkeiten habe und beispielsweise auch das Auswählen beliebig vieler Dateien gleichzeitig mit einem Klick einfacher ist. Beim Total Commander habe ich mehr den Überblick über meine Tätigkeiten und sehe auf einem Blick durch die Zweispaltigkeit, was ich wohin verschiebe oder kopiere. Beim Explorer müsste ich hingegen jedes Mal umständlich hin- und herklicken. Außerdem kann ich mit dem Total Commander gepackte Dateien entpacken - auch dies ist mit dem bescheidenen Explorer nicht möglich. So lange der also nicht deutlich besser gemacht wird, kann ich gut und gerne darauf verzichten. ;-)

Mit dem Windows Media Player habe ich in dieser Version hingegen insgesamt gute Erfahrungen gemacht. Über das Laufwerk eingespielte Medien (ob Musik oder Filme) werden sofort erkannt und starten unverzüglich. Sie werden auch ohne zu stocken abgespielt. Ich kann jederzeit vor- und zurückspulen, ein anderes Kapitel oder Lied anwählen (bei DVD-Filmen natürlich auch auf das Menü zurückgreifen), pausieren oder stoppen, aber auch die Lautstärke noch einmal separat einstellen. Bei Musik-CDs werden meist auch gleich die richtigen Titel erfasst, nur in Ausnahmefällen spinnt er sich entweder etwas zusammen oder bezeichnet die Songs mit falschen, aber durchaus bestehenden Titeln. In diesen Fällen kann man aber die Titel beliebig abändern und korrigieren, oder auch etwas ganz Eigenes dahinschreiben, wenn man Spaß dran hat. :-) Des Weiteren kann man mit dem Media Player beliebig Playlisten aus dem vorhandenen Repertoire erstellen und verwalten. Was mir allerdings nicht so gut daran gefällt, ist die Umständlichkeit beim Kopieren der Musikdateien in die Medienbibliothek. Wenn ich mich recht zurückerinnere, gab es da bei XP einen separaten Menüpunkt. Hier habe ich bis jetzt nur die Möglichkeit gesehen, in den Optionen unter "Musik kopieren" (zu finden als letzter Punkt unter dem Registerpunkt "Organisieren") VOR dem Einlegen der CD "CD automatisch kopieren" auszuwählen. Dann startet er damit automatisch und kopiert systematisch alle Songs davon in die Medienbibliothek. Flexibel ist diese Möglichkeit nicht, denn wenn ich beispielsweise nur bestimmte Songs haben will, muss ich so trotzdem den ganzen Durchlauf geduldig abwarten und kann dann erst im Nachhinein etwas, das ich nicht draufhaben will, löschen. Vielleicht habe ich da etwas übersehen, aber selbst wenn, spricht das nicht gerade für eine Benutzerfreundlichkeit dieser Funktion. Früher mag zwar auch nicht alles besser gewesen sein - dies aber eindeutig schon. ;-) Auch die Kopierschnelligkeit ganzer Playlists ist noch verbesserungsfähig. Das kann je nach Menge auch mal über 10 Minuten dauern.

An Spielen beinhaltet Windows 7 folgende: Schach, FreeCell, Hearts, Internet Backgammon, Internet Dame, Internet Spades, Mahjong mit 6 verschiedenen Formationen, Mine Sweeper, Purple Place (das scheint eher auf die jüngeren Nutzer ausgerichtet zu sein), Solitär, Spider Solitär. Zum Zeitvertreib zwischendurch reicht diese Auswahl völlig aus. Meist spiele ich dann ohnehin entweder Mahjong oder (bei bestehender Internetverbindung) Backgammon, Solitär oder auch mal FreeCell, ab und zu auch ein oder zwei Partien Schach oder Dame, wenn ich ein schnelles Spiel bevorzuge, dann Mine Sweeper.

=== Die vorinstallierten Programme ===

Das Brennprogramm Cyberlink Power2Go funktioniert hierbei einwandfrei, ist übersichtlich aufgebaut und leicht zu bedienen. Wenn man das Programm aufruft, gibt man zuerst an, was für ein Medium (DVD oder CD) mit welchem Inhaltstyp (Audio- oder WMA-Datei) man brennen will. Danach geht man über die Ordnerliste links in einen Ordner und wählt in der Liste rechts die zu kopierenden Dateien mit STRG und ALT und Mausklick aus. Hat man einen Datenträger eingelegt, kann man dann durch einen Klick auf das Menüsymbol "Brennen" den Brennvorgang starten. Dieser ging bis jetzt recht zügig vonstatten.

Das Virenschutzprogramm McAfee war eigentlich gut; leider war wie gesagt nur die Testversion kostenfrei, so dass ich es nach Ablauf der Zeit rausgeschmissen und durch ein anderes ersetzt habe. Es lief schön im Hintergrund, hat sich zuverlässig upgedatet und ich hatte in diesem Zeitraum keine Angriffsversuche zu verzeichnen. Gut fand ich außerden, dass ich unten rechts im Browser sehen konnte, ob das Programm eine aufgerufene Seite als sicher einstufte.

Mit Cyberlink YouCam kann man Schnappschüsse und Videoaufnahmen machen, auf dem Bild zeichnen sowie ein paar Effekte hinzufügen. Fotos können mit mehreren Auslösgeschwindigkeiten aufgenommen und im jpg-, bmp- und png- Format gespeichert werden. Videos können auch im Zeitraffer aufgenommen werden. Die Bildqualität ist überraschend gut, Farben, Licht und Schatten werden ziemlich originalgetreu abgebildet. Die Schärfe reicht allerdings nicht ganz an die Qualität einer guten Digitalkamera heran, was bei 1,3 Megapixeln aber auch nicht zu erwarten wäre. Und auch der Kontrast könnte etwas besser sein. Lediglich im Vollbildmodus erscheint es etwas verpixelt. Da ich die Webcam ohnehin kaum nutze, lege ich hier allerdings auch nicht viel Wert auf Perfektion. Die Soundqualität ist wiederum in Ordnung - nicht perfekt, aber für diesen Zweck ausreichend. Sowohl Geräusche als auch Gesprochenes ist erkennbar und deutlich genug darauf zu hören. Auch markante entferntere Geräusche sind noch zu identifizieren, wenngleich man dann natürlich schon hört, dass es eben ein Hintergrundgeräusch ist.

Zu Lenovo VeriFace könnt Ihr alles in meinem separaten Bericht dazu nachlesen. Hierbei habe ich insgesamt nichts Wesentliches zu bemängeln, und ob jemand es braucht oder es ein sinnvoller Zusatz ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Von den anderen vorinstallierten Programmen habe ich keinen Gebrauch gemacht und sie sind für mich nicht unbedingt nötig. Worum es sich dabei handelt, habe ich schon bei den Features kurz beschrieben.

=== Kompatibilität mit anderen Programmen und Geräten ===

Einer der wichtigsten Fragen ist hier wohl, inwieweit die kostenlos im Internet erhältllichen Open Office Programme auf diesem Windows-Betriebssystem funktionieren. Dazu muss ich schon einmal sagen: TOP! Ich habe das Open Office Paket 3.3 darauf installiert, und sämtliche dazu gehörige Programme (Schreibprogramm, Tabellenkalkulation, Präsentationen, Zeichnungen und Datenbanken) sind in vollem Umfang nutzbar. Durch den Aufbau von Windows 7 kann man auch zwischen mehreren geöffneten Dateien der unterschiedlichen Einzelprogramme hin- und hernavigieren. Innerhalb eines Open Office Programms ist es ebenfalls möglich, ein oder mehrere andere dieser Programme zu öffnen (was bei älteren Open Office nach meiner Erinnerung noch nicht der Fall war). Im Grunde hat Open Office dieselben Funktionen wie MS Office, so dass man sich als Windows-Routinierter intuitiv zurechtfindet. Man sollte nur beim Speichern darauf achten, das richtige Format zu wählen, empfehlenswert sind MS-Formate, da diese eben überall gelesen werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass Open Office kostenlos ist. Wenn ein neues Update zur Verfügung steht, kommt eine Meldung, und mit einer bestehenden Internetverbindung wird es gestartet, sobald man das OK dazu gegeben hat. Dieses Prinzip gilt natürlich auch für andere Programmupdates. Alternativ zum sofortigen Starten des Updates kann man sich aber auch später noch einmal daran erinnern und nachfragen lassen.

Des Weiteren laufen das Grafikprogramm Gimp2, das Bildansichts- und Bearbeitungsprogramm XnView, Filzip, Total Commander, FastStone Capture und der Foxit Reader (das ist mindestens genauso gut wie der von Adobe) zuverlässig und in vollem Umfang damit. Die kleinen Gelegenheitsmacken von XnView - wie manchmal automatische Erstellung von Bilderkopien, wenn man aus Versehen mit der Maus an ein Bild kommt, oder vorübergehende Aussetzer einzelner Effektfunktionen beim Bearbeiten, welche durch einen Neustart des Programms behoben werden konnten - schiebe ich mal auf Mängel an diesem Programm selber, zumal die anderen keine Probleme machten.

Der Anschluss externer Hardware-Geräte (Drucker, Verbindung mit dem WLAN Router) verlief ebenfalls problemlos. In einem Fall, wo ein USB-Drucker ohne WLAN-Anschlussmöglichkeit nicht angeschlossen werden konnte, stellte sich heraus, dass ein Defekt an dem betreffenden Drucker vorlag, so dass ich diesen innerhalb der Frist des Rückgaberechts an den Onlinehändler zurückschicken musste, bei dem ich ihn erworben hatte (glücklicherweise bekam ich auch mein Geld zurück und konnte somit gleich einen anderen, voll funktionsfähigen Drucker dafür kaufen, welchen ich bis heute benutze). Mein jetziger Drucker ist dank vorhandenem Router über WLAN an den Laptop angeschlossen und kommuniziert bis jetzt stets einwandfrei mit diesem. Ein Bericht über diesen Drucker wird in nächster Zeit noch folgen.

=== Internet ===

Die Internetverbindung mit WLAN ist innerhalb des Hauses, auch wenn ein paar Räume oder zwei, drei Wände Luftlinie dazwischen liegen, recht stabil. Meistens zeigt es vier bis fünf volle grüne Balken an. Nur, wenn ich längere Zeit im Internet bin, die Entfernung im Vergleich größer ist oder mit steigender Zahl der Wände zwischen Router und Laptop, kann die Verbindung schwanken und auch mal schwach werden. Das bin ich von meinem Router aber auch schon gewöhnt, so dass ich sehr gut einschätzen kann, bis wohin die Verbindung reicht. Im Garten habe ich zum Beispiel auf diese Weise kein Internet. Die Verbindung per LAN-Kabel klappt ebenfalls, ist aber natürlich von der Mobilität her betrachtet weniger flexibel. Das Surfen im Internet geht flüssig und schnell vonstatten. Den Firefox kann ich damit im vollen Umfang nutzen, und zwar auch die neueste Version und etwaige Add-Ons. Das Einzige, was mich manchmal ein wenig nervt, ist, wenn eine Seite, die ich als Tab geöffnet habe, sich plötzlich als separates Browserfenster öffnet, wenn ich irgendwo mit der Maus drankomme (ohne irgendwo geklickt zu haben). In diesem Punkt ist Windows 7 nicht ganz optimal. Zum Glück kommt das aber selten vor und ist schnell korrigiert, auch wenn es nun mal kurzfristig den Arbeitsfluss stört.

=== Speicherplatz und Arbeitsspeicher ===

Mit den knapp 500 GB werde ich denke ich noch lange auskommen. Den Arbeitsspeicher schätze ich ebenfalls für meine Nutzungszwecke als ausreichend ein, zumal ich bis jetzt noch keine Probleme beim gleichzeitigen Verwenden mehrerer Programme hatte, der Computer selbst dann noch schnell läuft und im Gegenzug noch nie ins Stocken oder an seine Grenzen kam. Auch, wenn ein externes Gerät, z. B. ein USB-Stick, angeschlossen oder ein Medium (DVD, CD oder Speicherkarte) eingelegt ist, hat ihn das noch nie zum Absturz gebracht. Manche DVD-Filme laden höchstens mal etwas langsamer, aber nicht wesentlich.

=== Anschlüsse und DVD-Laufwerk ===

Diese sind alle voll funktionsfähig. Egal, was ich alles per USB anschließe, es wird immer erkannt und läuft einwandfrei. Die Datenübertragung von und auf einen USB-Stick oder aber auf eine Datenscheibe geht auch ausreichend schnell. Größere Sicherungen o. Ä. auf die externe Festplatte können natürlich auch etwas länger dauern (bis ca. ½ Stunde), aber die ganzen kleineren Dinge sind innerhalb einiger Minuten erledigt. Meine MultimediaCard von der Kamera wurde auch jedes Mal richtig erkannt und ich konnte meine Bilder stets korrekt 1:1 auf den Laptop übertragen = kopieren. Ein Mal ist es leider vorgekommen, dass sie nicht im Steckplatz einrastete. Danach funktionierte es komischerweise wieder einwandfrei. Hatten sich da möglicherweise irgendwelche Kontakte innendrin verschoben? Fragt mich etwas Leichteres. Ein LAN-Kabel lässt sich auf jeden Fall auch problemlos anschließen und zu einer Internetverbindung benutzen. Kopfhörer sind ebenfalls nach dem Anschließen sofort und nahtlos einsatzbereit.

== Zusammenfassend: Bedienung ==

Insgesamt komme ich bis jetzt mit allem gut zurecht. Ich habe noch keinen einzigen Blick in die Bedienungsanleitung werfen müssen, und das will schon etwas heißen! ;-) Windows 7 ist insgesamt sehr übersichtlich und ansprechend aufgebaut. Der Anschluss und das Auswerfen von Hardware und Medien erfolgt intuitiv, wobei ich meine Gewohnheit, Ersteres auf die sichere Weise durchzuführen, auch hier fortgesetzt habe. Beim Laufwerk geht das Auswerfen ja meist manuell durch einen Fingerdruck auf die entsprechende Stelle in dessen Mitte. Hier hat bis jetzt noch nichts gehakt. Lediglich beim Speicherkartensteckplatz ist die Karte einmal vorübergehend nicht eingerastet. Keine Ahnung, woran es lag und was da innen drin gerade nicht richtig war, aber dieses Manko hat sich ab dem nächsten Mal glücklicherweise nicht wiederholt. An den Folderaufbau von Windows 7 (mehrere geöffnete Dateien zu einem Programm gruppiert aufrufbar) musste ich mich erst gewöhnen, da man schnell mit der Maus irgendwo drankommt oder beim Wechseln schnell auch mal die falsche Datei angeklickt wird, finde diesen letztendlich aber praktisch und sinnvoll.

=== Tastatur ===

Das Tippen geht mühelos und flüssig vonstatten, ich habe bis jetzt noch keine klemmenden Tasten erlebt und habe stets alle Tastenfunktionen vorgefunden, die ich benötige (und sogar noch ein bisschen mehr). Praktisch finde ich außerdem den Ziffernblock links, welcher zwar etwas kleinere und rechteckige Tasten hat, aber immer noch gut zu betätigen ist. Mit der Fn-Taste ist es möglich, die verschiedenen Funktionstasten zu benutzen, deren Funktionen jeweils in roten Symbolen aufgedruckt sind. Zum Beispiel kann man so leicht die Lautstärke oder die Helligkeit ändern, ohne sich erst umständlich irgendwo hinklicken zu müssen, oder aber dem Computer den "Mund" verbieten, äh... stummschalten. :-) Die Tastatur ist ziemlich leise und gibt beim Tippen lediglich normale Klickgeräusche von sich.

Ergänzung zur Langzeiterfahrung:
Leider haben im Laufe der Zeit ein paar Tasten gelegentlich geklemmt. Auch sollte man sehr vorsichtig vorgehen, wenn man in so einem Fall versucht, das Klemmen einer Taste zu beheben, da sich diese leicht auf einer Seite lösen können. Etwas stabiler hätten die Tasten also schon sein können. Aber immerhin kann ich bis heute ohne irgendwelche Einschränkungen (alle Buchstaben lassen sich gut tippen) damit schreiben, und selbst das E und das L sind noch nicht abgegangen. ;-) Für diesen Umstand sehe ich mich aber aus aktueller Sicht gezwungen, einen Punkt bei der Verarbeitung abzuziehen.

=== Touchpad ===

Es funktioniert so gut, dass ich sie inzwischen wieder häufig als Mausersatz verwende. Die Sensibilität des Touchpads ist ausreichend, so dass ein normaler Fingerdruck genügt, um alle Bewegngen darauf simultan in Mauszeigerbewegungen auf dem Bildschirm zu übertragen. Bei zu leichtem Druck wäre es allerdings schon grenzwertig, aber so ein leichter Druck im Gebrauch wäre wohl auch nicht sehr natürlich. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, mich übermäßig anstrengen zu müssen, um die Maus dahin zu führen, wohin ich sie jeweils haben will. Die Geschwindigkeit finde ich auch in Ordnung, wobei ich diese in den Einstellungen noch optimiert habe. Nur beim Zeichnen oder präziseren Grafikarbeiten (letzteres hat sich durch die Schwierigkeit beim manuellen Ausschneiden eines Elements mit der Lassofunktion bestätigt) stelle ich mir die Mausführung etwas kompliziert vor - ich denke, da wäre ein Stift die bessere Wahl, um ein Stocken und plötzliches wieder Anruckeln zu vermeiden. Und die Oberfläche könnte für mich auch etwas glatter sein, damit der Finger leichter darüber gleitet, aber auch damit kann ich leben.

=== Grafik ===

Es ist alles gestochen scharf und deutlich auf dem Bildschirm zu erkennen und auch ausreichend groß, so dass ich bequem und entspannt davor sitzen kann. Die Optik ist angenehm fürs Auge und lässt sich (Helligkeit, Kontrast) individuell so einstellen, dass man keine Augenschmerzen davon bekommt. Während der Kontrast war von Anfang an optimal war, habe ich die Helligkeit etwas heller einstellen müssen. Dass die Bildschirmoberfläche glänzend ist, hat mich wie gesagt bis jetzt nicht maßgeblich gestört, da ich entsprechende Umgebungen und Arbeitspositionen ausgewählt habe, wo keine direkte Lichteinstrahlung darauf stattfindet. Kommt das Licht von der Seite oder schräg, gibt es natürlich auch keine störende Spiegelung und keine Blendwirkung. Hier war ich wiederum positiv überrascht, denn ich hatte anderes befürchtet. Auf die Anzeigequalität wirkt sich das in Zusammenhang mit der guten / präzisen Auflösung in sehr positivem Sinne aus. Farben werden übrigens originalgetreu leuchtend angezeigt.

=== Sound ===

Den Lautsprechersound empfinde ich als durchschnittlich bis teilweise etwas unterdurchschnittlich. Seine Qualität hängt stark von der Musik ab, die abgespielt wird. Hohe und differenzierte Frequenzen werden meist klar übertragen. Bei ruhiger Musik und natürlichen, atmosphärischen Zwischengeräuschen und Liedpassagen kommt auch die Räumlichkeit akustisch gut zur Geltung. Auch bei rhythmischerer Musik, die nicht zu viele Klänge durcheinander vereint und nicht zu starke Bässe beinhaltet, wird der Ton noch gut wiedergegeben. Problematisch wird es allerdings bei schrilleren und eher bassgeprägten Songs, aber auch bei e-gitarren-lastigen Liedern. Dabei klingt es oft blechern und kommt einer Beleidigung für die Künstler gleich! Bei der Lautstärke gibt es unabhängig von der gemachten Einstellung Unterschiede je nach Art der Musik. Rein Instrumentales mit niedriger Frequenz kommt beispielsweise meist deutlicher leiser aus dem Lautsprecher als höhere und nuanciertere Frequenzen sowie Rockmusik. Letztere kann mit ihren vielen Bässen und je nach etwaiger Singstimme mit den Lautsprechern grausig klingen, weshalb ich für solche Fälle das Anhören mit Kopfhörern oder aber den Anschluss von guten externen Lautsprecherboxen empfehle. Manche ruhige Musik hingegen kommt durch die integrierten Lautsprecher auch mit maximaler Lautstärke zu leise rüber.

Während beispielsweise die Musik von Schiller als eine der wenigen noch eine als optimal zu bezeichnende und sehr dreidimensionale Klangqualität entwickelt, hört sich der Avatarsoundtrack teilweise zu leise an und kommt in seiner gesamten Bandbreite erst mit Kopfhörern richtig herüber. Werke von Nightwish hingegen werden zwar in ausreichender Lautstärke wiedergegeben (wäre auch sehr verwunderlich, wenn nicht), dafür aber wiederum in einer schrecklichen Tonqualität, so dass hierfür wiederum andere technische Höroptionen anzuraten sind. Auch manche Stimmen können sich - etwa bei Popmusik - durch die Lautsprecher fitzelig anhören. So vertragen sich rauchige oder sehr schrille Stimmen nicht so ganz gut mit den Lautsprechern. Für Jazz scheinen sie demnach auch nicht so geeignet zu sein. Zum Radiohören hingegen reicht's allemal.

So viel zur schlechten Nachricht. Es gibt aber auch eine gute: Aus den Kopfhörern ist der Sound optimal, so dass es offenbar nicht an der Soundkarte, sondern "nur" an den Lautsprechern liegen kann. Filme gucke ich übrigens hiermit grundsätzlich mit Kopfhörern.

=== Energie ===

Die angegebene Akkulaufzeit kann ich nicht ganz bestätigen. Allenfalls 2,7 bis 3 Stunden hält er vor, je nachdem, was im Akkubetrieb gemacht wird. Mit 100%iger Sicherheit lässt sich das jedoch nicht feststellen, da die Anzeige der verbleibenden Stunden und Minuten ziemlich ungenau ist. Zu Beginn, wenn der Akku noch fast voll ist, zeigt er manchmal viel zu viel an, bevor die Anzeige dann ein paar Prozent weiter unten einen Riesensprung macht und der tatsächlichen Zeit dann näher kommt.

Im Strombetrieb stehen die Energieoptionen "Energy Star" und "Beste Energieeinsparung" zur Verfügung. Ich habe letzteres ausgewählt und kann sagen, dass er offenbar nicht an den falschen Enden spart - denn damit lief bis jetzt immer alles reibungslos und ohne Zeitverzögerung. Zudem kann ich einstellen, nach wie vielen Minuten der Energiesparmodus mit einer Verdunklung des Bildschirms eintritt.

=== Lüfter ===

Dieser ist meistens leise; nur, wenn der Rechner "hart arbeitet" oder zum Beispiel gerade eine DVD oder CD lädt, hört man dies durch ein typisches Rauschen. Eine Wärmeentwicklung entsteht bei längerer Nutzung durchaus, jedoch nicht in einem bedenklichen Ausmaß. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Belüftungsschlitze stets frei sind, damit sich die Wärme nicht zu sehr staut.

== Fazit ==

Insgesamt kann ich diesen Laptop nur empfehlen. Eventuelle Schwächen sind eher bei Dingen zu finden, die für mich eher "nebensächlich" sind bzw. sich durch Alternativen kompensieren lassen.

Diesen Testbericht habe ich auch auf anderen Plattformen veröffentlicht und nun durch ein paar Aktualitäten ergänzt.

Fazit: Ein sehr guter Laptop für alle Arbeitszwecke inklusive Drucken und Internet.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Laufgeräusche:    
Akkulaufzeit:    
Ausstattung: