

Erhältlich in: 7 Shops
Produkttyp: Bandai Nintendo 3DS Spiele
Neuester Testbericht: ... in Tales of the Abyss kommt bereits nach kurzer Zeit in die Gänge und fesselt den Spieler mit der ein oder anderen Enthüllung, die man so... mehr
Geschichten in einer Neuauflage
Tales of the Abyss (3DS)

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Tales of the Abyss (3DS)
Datum: 24.01.12
Bewertung:
Vorteile: ...Gameplay, Umfang, Abwechslung, Spieltiefe, überzeugende Sprecher...
Nachteile: ...technisch keine Meisterleistung, nur englische Sprachausgabe, nicht alle Dialoge vertont...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Heute gibt es mal wieder einen neuen Bericht aus dem Bereich der Videospiele. Ausgesucht habe ich mir dafür den Titel "Tales of the Abyss" für den Nintendo 3DS. Was der Titel taugt und für wen er vielleicht geeignet ist, lest ihr am besten selbst...
|
| ° Tales of the Abyss
|
Bereits vor gut sechs Jahren erschien mit Tales of the Abyss ein Ableger der bis dato vor allem in Japan beliebten Serie auf der Playstation 2, der von Kritikern und Fans gleichermaßen begeistert aufgenommen wurde. Allerdings gilt das nur für Japan und die USA, denn in unseren Breitengraden ist der Titel niemals erschienen. Dies ändert Bandai Namco nun mit der Neuauflage des Spiels auf dem Nintendo 3DS. Ich verrate euch in den folgenden Zeilen, ob sich der Kauf auch sechs Jahre nach dem ursprünglichen Release heute noch lohnt...
|
| ° Irrungen, Wirrungen...
|
Im Königreich Kimlasca schlüpfen wir in die Rolle des verzogenen Burschen mit dem Namen Luke von Fabre. Er stammt aus reichem Hause, nachdem er allerdings in seiner Kindheit entführt wurde, darf er dieses nicht mehr verlassen und lebt dort wie in einem goldenem Käfig. Da er sich an die frühere Entführung nicht mehr erinnern kann und er auch sonst in seinem Leben nicht viel Abwechslung hat, sind die seltenen Trainingsstunden mit seinem Lehrmeister immer ein echtes Highlight. Während einer dieser Trainungsstunden kommt es allerdings zu einem unerwarteten Zwischenfall. Sein Lehrmeister wird von einer Unbekannten angegriffen, die in das Anwesen der Familie von Fabre eingedrungen ist. Nach einem mysteriösen Lichtblitz findet sich Luke zusammen mit eben jener Unbekannte auf einer einsamen Lichtung mitten im Wald wieder. Aus der Not muss er nun eine Tugend machen und mit ihr zusammen einen Weg zurück in seine Heimat finden. Dabei gerät er recht schnell mitten in einen Konflikt der verschiedenen Interessensgruppen im Land und er muss feststellen, dass nicht alles im Reich so ist, wie er es immer vermutet, bzw. erzählt bekommen hat.
Die Geschichte in Tales of the Abyss kommt bereits nach kurzer Zeit in die Gänge und fesselt den Spieler mit der ein oder anderen Enthüllung, die man so nicht wirklich, bzw. nur bedingt vermutet hätte. Dennoch gibt es auch immer wieder Momente, in denen man sich etwas von der Story löst und einfach nur frei die Welt erkunden möchte. Das liegt am Gameplay des Titels, welches dem Spieler viele Freiheiten lässt. Natürlich liegt Tales of the Abyss dabei das Konzept eines traditionellen JRPGs zugrunde. Dennoch kann man sich auch mit den Nebenquests und anderen Aufgaben Stunden lang, ohne in der Geschichte selbst auch nur einen einzigen Schritt weiterzukommen. Dass das nicht unbedingt schlecht sein muss, sondern dem Titel Tiefgang und Leben verleiht, ist daher positiv zu werten. Es macht einfach Spaß, wenn man die Umgebund erkundet, sich mit Passanten unterhält, versteckte Areale sucht und dergleichen mehr. Tales of the Abyss bietet dem Spieler dabei so viel, dass man selbst mit 50 Stunden Spielzeit noch lange nicht alles gesehen hat, was einem das Spiel so bieten kann. Alleine um beispielsweise alle verfügbaren Rezepte zu erlernen und zu kochen geht eine ganze Weile ins Land. Und doch sind dies alles Zusatzaufgaben, die man zwar erledigen kann, aber nicht muss. Wer sich mit solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten möchte, kann sich auch auf die Geschichte konzentrieren und relativ straight vorankommen.
Das Gameplay selbst ist als gut funktionierende Mixtur aus verschiedenen Elementen anzusehen. Teils bewegt man sich über eine Landkarte, wo einem hin und wieder Monster auflauern, die den Spieler bei einer Berührung in einen Kampf verwickeln. Teils ist man aber auch in detaillierter gestalteten Arealen unterwegs, wo es ebenfalls auf Monsterjagd geht. Kommt man in Kontakt mit einem Monster, wird in den Kampfbildschirm umgeschaltet. Hier finden die Konflikte mit den Widersachern in Echtzeit statt. Man steuert dabei den Protagonisten Luke direkt und geht in den offenen Kontakt mit den Feinden. Neben den Angriffen mit euren Waffen könnt ihr euch auf die "Artes" genannten Attacken verlassen. Diese Spezialkräfte werden per Tastenkombination oder per Shortcut auf dem Touchscreen ausgelöst. Sie richten dabei weitaus mehr Schaden als direkte Angriffe an und sind vor allem in den späteren Inkarnationen teils eine richtige Augenweide. Bis zu drei Gefährten stehen euch übrigens in den Gefechten zur Seite. Deren Verhalten im Kampf könnt ihr entweder von vornherein festlegen, alternativ aber auch im Kampf selbst noch verändern und somit den Anforderungen an verschiedene Gegner anpassen. Da es im Verlauf der Geschichte immer wieder mal vorkommen kann, dass man bei einem Boss an seine Grenzen stößt, gilt es hier und da ein wenig zu leveln. Auch in dieser Beziehung zeigt sich Tales of the Abyss von seiner traditionellen Seite. Das freut vor allen Fans des klassischen japanischen Rollenspiels. Wer mit dieser Unterkategorie des Genres nicht viel anfangen kann, wird selbstverständlich auch in der Neuauflage von Tales of the Abyss für den 3DS nicht gerade die Offenbarung sehen.
|
| ° Grafik & Sound
|
Rein technisch merkt man dem Spiel dabei sein Alter in gewisser Weise an. Dennoch macht der Titel eine recht solide Figur. Die Kulissen wurden recht abwechslungsreich gestaltet und mit einigen netten Details versehen. Die Außenareale sind weitläufig und bringen den Spieler in die unterschiedlichsten Terrains. Die Charaktere im typischen Japan-Style sind hier und da zwar etwas mit Klischees beladen, aber dennoch meist sehr sympathisch. Dies gilt sogar für den anfangs sehr versnobt wirkenden Protagonisten Luke, der aufgrund seiner Vergangenheit eben doch nachvollziehbar handelt. Zwar könnten die Effekte teils noch etwas intensiver ausfallen, gemessen am Alter der ursprünglichen Version ist der Titel technisch gesehen aber dennoch in Ordnung. Allerdings ist offensichtlich, dass der Titel ursprünglich nicht für den 3D-Effekt konzipiert wurde. Vor allem zu Beginn wundert man sich immer wieder mal, ob den Effekt überhaupt am Gerät eingeschaltet hat. Kaum wahrnehmbar ist hier die dritte Dimension. Erst mit dem Erreichen der Weltkarte und der freien Bewegung in der Spielwelt kann der 3D-Effekt hin und wieder punkten und dem Titel eine gewisse Tiefe verleihen. Dennoch wäre hier sicherlich mehr drin gewesen.
Kritik muss man sich auch in Sachen Sound gefallen lassen. Der Soundtrack an sich ist gelungen und überzeugt mit abwechslungsreichen Melodien, die das Spielgeschehen passend untermalen. Doch bei der Sprachausgabe hat man nur mit halber Kraft gearbeitet. Denn nur die wichtigsten Sequenzen in der Geschichte wurde auch mit einer Sprachausgabe versehen. Immer wieder reden eure Helden erst noch miteinander, nur um in der folgenden Szene in stummen Textblöcken zu kommunizieren. Die Sprachausgabe selbst ist dabei komplett auf Englisch gehalten. Da die Dialoge und die Story teils ein wenig komplexer werden, sollte man zumindest gute Englischkenntnisse besitzen, um den Feinheiten der Geschichte folgen zu können. Jüngere Spieler werden spätestens hier teils ihre Probleme bekommen. Die Sprecher geben sich dabei viel Mühe und hauchen ihren Charakteren wirklich Leben ein. Das verdient eigentlich ein Lob. Ohne deutsche Sprachausgabe muss jedoch ein Teil der Zielgruppe hier auf einen Teil der Spielerfahrung verzichten, was einfach schade ist.
|
| ° Fazit
|
Alles in allem ist Tales of the Abyss auch in seiner Reinkarnation auf dem 3DS ein gelungenen JRPG, welches sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten. Die umfangreiche Story, das actionreiche Gameplay sowie der riesige Umfang sprechen hier eine eindeutige Sprache. Wer sich nicht daran stört, dass man technisch den 3DS nicht ausreizt und wer mit der englischen Sprachausgabe leben kann, kommt im bisher einzigen klassischen Rollenspiel für Nintendos aktuellen Handheld jedenfalls voll auf seine Kosten. Und wer den Titel auf der Playstation 2 damals verpasst hat, bekommt nun endlich die Chance einen der besten Teile der Tales-Serie endlich nachzuholen.
In diesem Sinne...
Stay dark!
The-Master-of-the-Abyss
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen in die Tiefe stürzen... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit erzählt eine Geschichte.


25.01.12
Ein Krönchen fürs Königreich Kimlasca