Asus Eee PC 1000H
Ultrapraktisches Netbook, im Vergleich wohl das Beste! - Asus Eee PC 1000H Netbook

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Asus Netbook

Neuester Testbericht: ... Ein Dozent von mir meinte mal er wäre sicher schneller auf seinem Tabletpc mit der touchtastatur, da hatte er leider unrecht. ... mehr

Ultrapraktisches Netbook, im Vergleich wohl das Beste!
Asus Eee PC 1000H

carmaxx

Name des Mitglieds: carmaxx

Produkt:

Asus Eee PC 1000H

Datum: 21.04.09

Bewertung:

Vorteile: Absolut robustes und hochwertiges Netbook, tolle Ausstattung, guter Preis, lange Akkulaufzeit.

Nachteile: W - LAN Modul nicht besonders empfangsstark, Touchpad zwar gut, aber nicht perfekt.

Nachdem mein alter Laptop mit seiner Bildschirmdiagonale von 15 Zoll so langsam ein bisschen in die Jahre gekommen ist, verfolge ich schon seit längerer Zeit recht intensiv die Entwicklungen auf dem Markt der Netbooks. Netbooks sind kleine Laptops, mit Bildschrimdiagonalen zwischen 7 und 10,2 Zoll, die mit dem nötigsten ausgestattet und bisher meist mit dem noch relativ neuen Intel Atom Prozessor, welcher deutlich schwächer getaktet ist als andere aktuelle Prozessorgenerationen, bestückt sind. Nichtsdestotrotz bieten diese Geräte für die große Mehrzahl der Privatanwender genügend Leistung, um alltägliche Aufgaben zu erfüllen, z.B. um Mails abzurufen, zu surfen oder mit Office-Programmen zu arbeiten. Aber auch so gut wie alle anderen Anwendungen (ausgenommen aktuelle 3D-Spiele) lassen sich mit den kleinen Rechnern mit geringen Abstrichen bei der Geschwindigkeit ausführen. Das beste jedoch an den Netbooks ist ihr Preis. Dieser liegt in der Regel zwischen 250 und 400 Euro, was den Netbooks in der jüngeren Vergangenheit große Verkaufserfolge und viel Medienaufmerksamkeit gebracht hat. Zurecht, wie ich finde, denn die Entwicklung der Netbooks könnte man durchaus als kleine Revolution in der Computerindustrie betrachten.
Ursprünglich waren Netbooks als günstige Rechner für die Märkte der Entwicklungsländer geacht, doch nicht nur die Finanz- und Weltwirtschaftskrise hat letztlich dazu beigetragen, dass diese Geräte mittlerweile vor Allem in den Industriestaaten dieser Welt riesigen Erfolg haben. Viele Menschen, die zuvor ein "normales Notebook" hatten, überlegen sich bei einem allfälligen Neukauf vielleicht dreimail, ob ihnen nicht doch ein einfaches Netbook auch genügt - in den meisten Fällen dürfte dies so sein und daher prognostiziere ich auch für die Zukunft ein großes Wachstum in diesem Marktsegment - selbstverständlich teilweise auch auf Kosten anderer Sparten, wie eben z.B. der Notebook- oder Desktopcomputersparte. Aber kommen wir zum eigentlichen Bericht über meinen Asus EeePC 1000H, ein Modell mit 10,2 Zoll Bildschirm, also eines der größeren Exemplare.


::: Design :::

Ich habe mich für den EeePC in der Farbe weiß entschieden, weil er mir besser gefiel als das schwarze Modell. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine anderen Farben, möglich dass es inzwischen weitere gibt, ich habe aber selbst noch keine gesehen. Der Lack ist sehr schön glänzend, ähnlich Klavierlack. Leider ist er ein wenig anfällig für Fingertabdrücke, beim schwarzen Modell fällt das aber noch viel mehr auf, habe ich getestet. Das Gerät misst schlanke 192 Milimeter (Länge) x 266 Milimeter (Breite) x 38 Milimeter (Höhe). Es bringt mit dem Akku gerade mal 1400 Gramm auf die Waage, was zwar etwas mehr ist als manche vergleichbaren Modelle (z.B. das Samsung NC10), im Alltag merkt man aber kaum einen Unterschied, beim hochheben fühlen sich beide genannten Modelle fast gleich schwer an. Auch ist das Asus Netbook geringfügig größer als der Konkurrent von Samsung, aber wirklich nur minimal. Das Design an sich ist leider nicht ganz so "optisch hochwertig", oftmals wurde schon bemängelt, dass der Asus EeePC 1000H ein bisschen wie Spielzeug aussieht. Und zugegeben, andere Netbooks sehen meist etwas mehr "geschäftsmäßig" oder auch "seriöser" aus.
Aber alles in allem Gefällt mir der EeePC mit seinen teils runden, teils eckigen Formen doch recht gut. Leider etwas zu klein Geraten sind die Knöpfe zum Einschalten, der Knopf zum ändern der Bildschirmauflösung und die beiden frei belegbaren Knöpfe direkt unterhalb des Displays. Es ist mir unverständlich, warum man hier so winzige Leistenknöpfe gewählt hat, statt ein bisschen größerer Buttons. Die LEDs am Netbook zeigen den Power-Zustand (blau, oben), den Batterieladezustand (je nach Stand rot blinkend oder leuchtend), die Festplattenaktivität, den Status des W-LAN Moduls (grün) und ob das Netbook an eine externe Stromquelle angeschlossen ist (grün). Sieht alles in allem ganz nett aus und vor allem ist es nicht zu aufdringlich, es stört z.B. nicht im Dunkeln. Klappt man das Netbook zu, so ist auf der Oberseite das Logo der Eee-Familie zu sehen, der Herstellername Asus taucht hingegen gar nicht erst auf, wahrscheinlich wollte man es möglichst einfach und einprägsam halten. Im Inneren prangt unter dem Display ebenfalls nochmal der Eee-Schriftzug. Die Webcam ist direkt über dem Display angebracht und etwas in silber hervorgehoben. Besonders positiv fällt darüber hinaus beim Design noch die Stabilität des Gehäuses und insbesondere des Monitorscharniers auf, hier wackelt absolut nichts und man hat einen sehr guten Eindruck beim Öffnen des Netbooks.


::: Ausstattung :::

Der Asus EeePC 1000H ist wie schon angedeutet mit dem Intel Atom Prozessor der ersten Generation mit 1,6 GHz Taktfrequenz ausgestattet. Das große Plus dieses Prozessors ist die geringe Stromaufnahme von nur vier Watt. Überlegt man sich einmal, wieviel moderne Desktop-PC Prozessoren sich so genehmigen - das geht schnell mal in den dreistelligen Watt-Bereich - dann ist der Atom schon ein kleines Spartalent. Sehr wichtig im mobilen Bereich! Standardmäßig kommt das Netbook mit einem Riegel 1024MB DDR2 RAM, in meinem Fall ist es ein Riegel von ASint mit 667 MHz Takt. Die Festplatte hat eine Speicherkapazität von cicra 160 Gigabyte und ist vom Hersteller Seagate, mit dem ich schon desöfteren sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Und bisher läuft die Platte auch echt einwandfrei und ist dabei auch recht flott.
Ein optisches Laufwerk gibt es bei Netbooks generell nicht, aber das brauche ich ehrlichgesagt im Zeitalter des Internets auch gar nicht mehr. Der Grafikchipsatz ist direkt mit auf dem Board verbaut, es handelt sich um einen mäßig schnellen Intel Chip, der jedoch für alltägliche Anwendungen genügt. Das 10,2 Zoll Display ist mittels LED-Technik hintergrundbeleuchtet, was extrem gute Kontraste selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bietet. Die gebotene Auflösung ist mit 1024x600 Pixeln Netbook-Standard, wenn auch manchmal etwas nervig, wegen der etwas geringeren Höhe als beim verbreiteteren 1024x768-Pixel Standard. Auch bei den Farben ist das Non-Glare Display erstaunlich brilliant, sattes rot und schwarz findet man sonst nicht bei allen Netbook-Displays - insgesamt ein echt tolles Bildschirmerlebnis. Der Screen lässt sich übrigens sogar per Hardware-Button eigens ausschalten.
An Schnittstellen gibt es folgendes:
- 3x USB 2.0
- LAN (100 MBit)
- WLAN 802.11n mit dem schnellen Draft-N Standard
- Bluetooth
- VGA
- Mikrophone-In
- Kopfhörerausgang
Zudem findet man an den Seiten eine Vorrichtung für das Kensington-Lock System sowie einen SD/MMC-Kartenleser Slot, in dem die Karten im Gegensatz zum Samsung NC10 vollständig verschwinden. Dieser Slot ist SDHC-kompatibel. Der Akku besitzt 6 Zellen und hält damit bis zu 5-6 Stunden am Stück durch, je nach Intensität der Nutzung des Gerätes, wie ich finde ein Spitzenwert. Asus gibt zwar noch höhere Werte in der Werbung an, diese habe ich jedoch nie erreicht und halte sie daher auch nicht für realistisch.
Die eingebaute Webcam hat 1,3 Megapixel und ist qualitativ einigermaßen okay, wenn auch nicht wirklich spitze. Umso besser ist jedoch der Sound aus den kleinen Boxen an der Unterseite, der ist wirklich deutlich besser als alles andere was ich bisher so von Notebooks gewöhnt war. Ebenso das Stereo-Mikrofon, damit sind echt gute Aufnahmen möglich, bzw. superklare Telefonie mit Skype. Das Asus EeePC 1000H kommt Standardmäßig mit Windows XP Home daher, läuft aber auch mit Ubuntu Linux sehr gut. Ich persönlich habe beide Systeme parallel im Einsatz.
Folgendes gehört zum Lieferumfang des 1000H:
- Das Netbook
- Der dazugehörige 6-Zellen Akku
- Das wirklich sehr kompate und transportable Netzteil
- Eine sehr gute Schutzhülle aus Neopren-ähnlichem Stoff
- Bedienungsanleitungen


::: Aufrüstmöglichkeiten :::

Der EeePC 1000H ist im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenzmodelle so konstruiert, dass man sehr einfach und ohne großen Werkzeugaufwand die typischen Nachrüstkomponenten ersetzen kann. An der Unterseite des Gehäuses ist erfreulicherweise ein Deckel angebracht, welcher mit vier Schräubchen befestigt ist. Löst man diesen ab, so hat man sehr leichten Zugriff auf die Festplatte und den Arbeitsspeicher. Erstere lässt sich mit wiederum vier Schräubchen schnell gegen ein größeres Modell austauschen. Den ein Gigabyte große RAM-Riegel vom Typ SO-Dimm DDR2 667 steckt in einem einzelnen Slot, lässt sich aber austauschen mit einem maximal zwei Gigabyte großen Ersatz. Mehr ist leider nicht drin. Ein größerer RAM bringt in der Regel einen kleinen Performanceschub, jedoch nichts weltbewegendes.


::: Test im Alltag :::

Ich muss sagen, den Alltagstest hat mein neues kleines Netbook mit Bravour gemeistert. Durch die kompakte Bauform habe ich viel öfter auch überhaupt erst Lust dazu, das Gerät mitzunehmen. Meinen alten 15 Zoll Laptop habe ich selten mitgeschleppt, weil er so unhandlich und schwer war. Aber das kleine Netbook nehme ich gerne in der Tasche und im Rucksack überall mit hin, zur Arbeit, ins Café, zu Freunden. Und immer wieder muss ich Neugierigen fragen zu dem PC beantworten, denn viele Leute kennen diese Form von PCs noch nicht und die meisten sind davon sofort begeistert.
Sämtliche Aufgaben, die ich bisher mit meinem alten PC oder dem Laptop erledigt habe, mache ich heute auch auf dem Netbook, ich habe kaum Abstriche zu machen, nur das Display ist eben ein bisschen kleiner und die Tastatur eben auch nicht ganz so groß wie eine Normale. Dafür lässt es sich aber auch mit ziemlich großen Händen wie meinen auf der Tastatur recht gut und flott tippen, auch über einen längeren Zeitraum.
Zwei kleine Wehrmutstropfen gibt es dennoch: das W-LAN Modul und das nicht immer akkurate Touchpad. Das W-LAN hat oft Probleme sich in bestimmte Netze einzuloggen, deren Signal nicht so stark ist, mein alter Laptop kommt aber problemlos rein. Hier hat Asus wohl ein wenig geschlampt oder gespart. Das zweite ist das Touchpad der Marke Elantech. Dieses ist zwar im Verlgleich zur Netbook-Konkurrenz hervorragend, verglichen mit dem eines Macbook hingegen doch ein wenig unsensibel, vor allem bei den Multitouch-Gesten (Zwei-Finger Scrollen, Zoomen etc.). Hier sollte dringend noch weiter am Treiber gearbeitet werden, damit das Gefühl beim Bedienen weniger "haklig" wird. Einige Male wurde der Touchpad-Treiber bereits geupdated, aber die großen Verbesserungen stehen meines Erachtens noch aus. Die Ladegeschwindigkeit bei größeren Programmen ist verglichen mit schnelleren CPUs meistens auch ein wenig langsam, aber ganz ehrlich: bei dem Preis bin ich gerne auch mal bereit, ein oder zwei Sekunden länger zu warten. Und allzu oft benutzen die meisten Menschen wirklich komplexe Programme auch nicht. Office & Co. jedenfalls öffnen genauso schnell wie auf anderen PCs auch und auch Youtube-Videos lassen sich ruckelfrei abspielen.
Mit der von Asus mitgelieferten Super Hybrid Engine, einem Programm zum Über- und Untertakten, lässt sich zudem Rechenleistung und damit auch Batterieleistung sparen, da sich bedarfsgerechter eingesetzt wird. Und dieses Programm funktioniert wirklich recht gut. Eine weitere gute Technologie die es soweit ich weiß nur bei Asus gibt ist ein sogenanntes Quickboot, welches beim Booten das Bios überspringt und damit eine Windows-XP Startzeit von circa 35 Sekunden ermöglicht. Im Lieferumfang ist übrigens noch Staroffice dabei, ein gratis-Officeprogramm auf Open-Source Basis, welches sich nicht hinter dem Microsoft-Pendant verstecken muss, es lässt sich im Großen und Ganzen genauso intuitiv und einfach bedienen.
Als letzes sei noch die sehr geringe Gesamtstromaufnahme des Systems genannt. Ich habe das Netbook an ein Haushalts-Strommessgerät angeschlossen und so je nach Last Werte zwischen 15 und 25 Watt Stromaufnahme ermittelt, ein wirklich hervorragender Wert für ein Netbook und deutlicher weniger als herkömmliche Notebooks oder gar Desktop-PCs verbrauchen (das kann schon mal über 250 Watt gehen, also das zehnfache). Dementsprechend erzeugt das System auch nur sehr wenig Abwärme, es bleibt jederzeit höchstens handwarm und ist somit bequem auch auf dem Schoß (Mann/Frau) zu verwenden. Der Lüfter des EeePC läuft meistens nicht auf vollen Touren, er ist leicht wahrnehmbar, aber in den allermeisten Fällen nicht störend laut.


::: Preis und Garantieleistungen :::

Erstanden habe ich mein heißgeliebtes Asus 1000H Netbook bei Mediamarkt in Freiburg im Breisgau im September 2008, dort war es eine Woche lang zum Angebotspreis von 379,00 Euro zu haben und ich habe sofort zugeschlagen. Am nächsten Tag war die weiße Version bereits ausverkauft, ein paar schwarze Modelle waren noch übrig. Heute ist dieses Netbook teilweise schon etwas günstiger zu haben, so etwa ab 345,00 Euro plus Versandkosten bei Internethändlern. Damals war es jedoch mit Abstand das günstigste Angebot und viel mehr hätte ich auch nicht bezahlen wollen, der Preis war meines Erachtens angemessen bis günstig. Besonders lobenswert ist die zweijährige Pick-up and Return Garantie, die Asus dem EeePC 1000H mit auf den Weg gibt, auch wenn ich sie zum Glück noch nicht nutzen musste dürfte das eine ganz nette Sache sein, wenn das Netbook bei Defekt abgeholt wird.


::: Fazit :::

Da ich mit meinem neuen Netbook, dem Asus EeePC 1000H bisher wirklich sehr zufrieden bin, kann ich für dieses Gerät mit sehr gutem Gewissen eine Empfehlung aussprechen. Die kleinen Mägel mit dem etwas empfangsschwachen WLAN-Modul und dem etwas unsensiblen Touchpad führen zu einer Abwertung von 0,5 Sternen, so dass ich 4,5 Sterne vergebe. Und da Asus Glück hat und es bei Ciao keine halben Sterne gibt, kommt das Netbook dank der Aufrundung doch noch auf 5 Sterne.
Eines sei noch gesagt: Asus ist kurz davor einen leicht verbesserten Nachfolger des EeePC 1000H auf den Markt zu bringen, den EeePC 1000HE mit verbessertem Keyboard, minimal schnellerem Prozessor (Atom N280) und neuem Chipsatz GN40 mit besserer Grafikleistung. Wer also noch ein bisschen warten kannn und wem ein wohl etwas höherer Preis nichts ausmacht, der sollte zum neuen Modell 1000HE greifen. Womöglich wird nach Marktstart aber auch der Preis des 1000H weiter fallen.

Ich freue mich über eure Lesungen, Bewertungen und natürlich Kommentare!

Fazit: Tolles Netbook mit nur sehr geringen Abstrichen.