Acer Aspire One A110-AB
Mein Laptop - Acer Aspire One A110-AB Netbook

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Acer Netbook

Neuester Testbericht: ... verschiedenen Programme eingeteilt sind: Verbinden, Arbeit, Spaß und Dateien. Das finde ich schon einmal sehr übersichtlich. Auf der Sta... mehr

Mein Laptop
Acer Aspire One A110-AB

mit_koepfchen

Name des Mitglieds: mit_koepfchen

Produkt:

Acer Aspire One A110-AB

Datum: 21.01.09

Bewertung:

Vorteile: Preis, Vielseitigkeit, Funktionalität, Bildqualität, Touchpad, 3 USB - Anschlüsse, Handhabung

Nachteile: Qualität der Webcam, teilweise der Lautsprechersound (aber immer noch OK), evtl . made in China

Eines Tages vor einiger Zeit konnte ich der Versuchung nicht länger widerstehen und habe mir etwas ganz Besonderes geleistet: Das Acer Aspire One A 110 AB Notebook á 8,5 Zoll mit allem drum und dran.
Da war ich also im Saturn, noch nicht ahnend, was mich dort erwartete, und landete bald wie magisch angezogen in der Notebook-Abteilung. Die "Großen" waren noch immer so teuer, dass es mir nicht im Traum eingefallen wäre, dafür so viel Geld auszugeben. Aber dann waren da ja noch, im hintersten Winkel des Regals zwar nicht verborgen, jedoch nicht nur von der Größe her nicht viel Raum einnehmend, die Mini-Notebooks. Das Angebot hierfür ist nach wie vor sehr eingeschränkt, was ich für meinen Teil gar nicht verstehen kann, wo diese Dinger meiner Ansicht nach - und jetzt, wo ich bereits einige erste Erfahrungen mit diesem gemacht habe - so viel Potential haben!
In diesem Winkel erblickte ich jedenfalls sage und schreibe drei oder vier verschiedene Notebooks von der kleineren Sorte. Die anderen erschienen mir im Preis immer noch etwas überzogen; bei den 299 Euro, die dieses hier kostete, wurde ich jedoch hellsichtig. Und als ich mir die Möglichkeiten an dem eingeschalteten und gerade in dem Moment freigeschalteten Ausstellungsstück näher anschaute, begann ich zu überlegen - wenn ich nicht schon da bereits ein bisschen schwach wurde. Bei dem freundlichen und sachlich kompetenten Saturn-Mitarbeiter erkundigte ich mich dann noch nach verschiedenen Einzelaspekten. Das alles bestätigte meinen guten Eindruck von diesem Gerät und trug zu maßgeblich zu meiner Entscheidungsfindung bei. Bis ich es aber letztendlich kaufte, dauerte es noch eine Weile. Erstens, weil ich lange hin- und her überlegt habe, und zweitens, weil ich zwischenzeitlich noch das Geld abheben gehen musste, um das Teil zu bezahlen.
Doch am Ende war es soweit. Mir wurde auf meine Anfrage dieses Notebook in seiner Verpackung überreicht. Es war nur noch in Blau vorrätig, sieht man einmal von dem weißen Vorführgerät ab, aber das konnten sie ja schlecht schon verkaufen. Von der weißen Version war ich zunächst noch mehr angetan, doch die blaue fand ich letztendlich auch noch ganz schick. Und als ich es schließlich zu Hause auspackte, änderte ich schlagartig meine ursprüngliche Meinung: Die blaue Optik übertraf all meine Vorstellungen! Es schimmert sogar leicht metallisch, was diesem Teil ein sehr edles Äußeres verleiht und meiner Freude bei der Nutzung ganz sicher nicht abträglich ist.
Noch im Laden wurde ich über die einjährige Herstellergarantie informiert, welche ich für einen Aufpreis von knapp 50 Euro auf eine Schutzgarantie von 4 Jahren erhöhen könnte. Dies lehnte ich jedoch ab, zumal mir ein Jahr hierfür ausreichend erschien und zum anderen mir der Aufpreis viel zu hoch war. Das Gerät an sich kostete schon genug. Hätte ich das also gemacht, wäre meine Ersparnis im Vergleich zu anderen Notebooks dieses Formats deutlich geringer gewesen. Und wenn nicht einmal ein Garantiefall eintreten würde (was ja zu hoffen ist! Umso besser, wenn nie ein solcher Fall eintritt), hätte sich das überhaupt nicht gelohnt. Schließlich erhielt ich den ausgefüllten Lieferschein, den ich natürlich auch unterschreiben musste, zur Vorlage an der Kasse und für meine Akten für den hoffentlich niemals eintretenden Fall der Fälle.
Nachdem ich an der Kasse den Kaufpreis entrichtet hatte, war ich fortan stolze Besitzerin meines neuen Notebooks.

Beim Auspacken kamen nach und nach folgende Dinge zum Vorschein:

Lieferumfang
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- das Notebook an sich
- das Handbuch und dünnere Kurzanleitung für die ersten Schritte
- Garantieheft + Infoheft zur eingeschränkten Garantie für Reisende
- Recovery DVD Instruction Sheet (Warum fügt man so etwas bei, wenn das Gerät über keinerlei entsprechendes Laufwerk verfügt?)
- der Lithium-Akku
- das Stromkabel (bestehend aus zwei Teilen)
Erleichtert stellte ich fest, dass bis jetzt schon mal nichts fehlte.

Und auch am Gerät war alles dran, was dazugehört:

Hardware und Anschlüsse
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Prozessor: Intel Atom Prozessor N270 (1,6 GHz)
LCD-Display: 8,5 Zoll CrystalBrite WSVGA
Arbeitsspeicher: 512 MB DDR2
Festplattenspeicher: 8 GB SSD
Kartenleser: Multi in 1 (für SD, MMC, MemoryStick, MemoryStick Pro, xD Picture Card)
LAN: 10/100 base T (Realtec 8102E PCI Express Fast Ethernet Controller)
WiFi: Atheros AR5006EG 802.11 b/g Wireless PCI Adapter
Betriebssystem: Linux v.1.0.6.E
VGA: Intel 945GME Express Integrated Graphics Controller
Audio: Realtec ALC662G/268
Webcam: Acer Crystal Eye
Das Notebook verfügt über folgende Anschlüsse:

rechte Seite:
Mikrofon-Eingangsbuchse
Kopfhörerbuchse
2 USB-Anschlüsse
besagter Kartenleser
daneben ein Steckplatz für ein Kensington-Schloss

linke Seite:
DC-Eingangsbuchse für die Stromversorgung
Anschluss für externe Anzeige (VGA), falls man das Notebook an ein externes Anzeigegerät (z.B. Projektor) anschließen möchte
Ethernet RJ-45 Anschluss für Netzwerke
noch ein USB-Anschluss
noch ein Einschubschlitz für SD-Karten

Links befinden sich außerdem die Belüftungsschlitze.
Am Akkuteil, also oberhalb der Tastatur, gibt es vier Lämpchen: Eines für die Akkuanzeige (bzw. Strom), eines, dass aufleuchtet, wenn irgendetwas geladen wird (erkennbar durch ein Stapelsymbol), eines, das beim Betätigen der Umschalttaste aktiviert wird, und eines, das anzeigt, ob die numerische Tastatur aktiviert ist.
Unten rechts an der Seite ist der WLAN-Schalter angebracht, mit dem die WLAN-Verbindung ein- oder ausgestellt werden kann. Wenn man das Notebook hochfährt, wird sonst normalerweise auch gleich die WLAN-Verbindung mit hergestellt. Betätigt man diesen Schalter, wird sehr kurz der derzeitige Status angezeigt, also ob die Verbindung an oder aus ist.
Das Notebook wird über die selbstverständlich integrierte Tastatur sowie in der Regel mit Hilfe des unterhalb dieser befindlichen Touchpads inklusive deren Maustasten bedient. Wer damit nicht zufrieden sein sollte, den kann ich beruhigen: Es besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit, eine externe USB-Maus dranzuhängen.

Weitere Anschlussmöglichkeit (zum Beispiel):
Um Dokumente direkt und ohne Umwege über einen anderen PC von diesem Notebook ausdrucken zu können, könnt Ihr über einen der USB-Anschlüsse auch einen USB-Drucker anschließen.

Software:

Open Office Programme von Linux.
Dabei finde ich es besonders toll, dass die Programme im Wesentlichen sehr ähnlich aufgebaut sind wie die äquivalenten Microsoft-Produkte. Das erleichtert den Einstieg ungemein.
Zu den einzelnen Programmen werde ich später noch etwas erzählen.

Inbetriebnahme
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Um das Notebook benutzen zu können, musste ich natürlich zunächst einmal den Akku einlegen. Ohne den geht nämlich gar nichts. Dies ging übrigens ganz leicht - man kann hier praktisch gar nichts falsch machen. Verkehrt herum einlegen oder dergleichen geht überhaupt nicht. ;-) Worauf man achten sollte, ist auf jeden Fall, dass er wirklich fest drin ist. Herausfallen kann er dann eigentlich nicht, er wird richtig gut am Gerät festgehalten. Dennoch fällt auch das wieder Entnehmen leicht - einfach kräftig ziehen. Damit der Finger beim Herausziehen nicht abrutscht, befinden sich an der Unterseite ein paar Lamellen, die die Griffsicherheit gewährleisten sollen. Wie insgesamt ist das Notebook einschließlich seiner Bestandteile also auch hier sehr gut verarbeitet, und es wurde mitgedacht.
Beim Einschalten über den Knopf oben rechts auf dem zweiten Hauptbestandteil neben dem Bildschirm (der mit der Tastatur) stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass der Akku geladen war. Vielleicht hatte er sich während der Lagerung ganz minimal entladen, aber nicht viel.
Seit dem Kauf habe ich übrigens erst zwei Mal den Akkubetrieb genutzt. Denn wenn ich zu Hause daran sitze, kann ich das Notebook genauso gut mit Strom laufen lassen, was den Akku denke ich auch schont. Ich habe ihn nur zwei Mal vollständig gebraucht, um zu sehen, wie lange er hält, bzw. ob er wirklich so lange hält, wie es angezeigt wird. Zur Akkulaufzeit und -leistung schreibe ich gleich noch etwas. Doch nun zurück zur Inbetriebnahme.
Wenn ich das Notebook an den Stromkreislauf anschließen will, muss ich erstmal die beiden dazu gehörigen Teile ineinander stecken. Auch das geht überaus flink vonstatten und einfach von der Hand. Dann stecke ich das eine Ende in den entsprechenden Anschluss links am Notebook, und den Stecker am anderen Ende in die Steckdose. Fertig.
Als ich das Notebook das erste Mal einschaltete (der Vorgang des Hochfahrens geht erstaunlich schnell - schwupps! schon ist man auf der Startseite), wurde ich zunächst einmal dazu aufgefordert, die Sprache auszuwählen. Nachdem ich auf "Weiter" geklickt hatte, konnte ich mir ein Passwort anlegen. Zu Hause brauche ich das nicht, und wenn man den Computer später mit einem Passwort vor unbefugter Nutzung schützen will, dann muss man das eh bei Bedarf so einstellen. Doch auch, wenn man diese Möglichkeit zunächst nicht nutzt, wird man danach gefragt, ein solches anzulegen. Im nächsten Schritt habe ich dann das Datum und die Uhrzeit (inklusive Zeitzone) eingestellt - auch das kann man später noch ändern bzw. überprüfen.
Nun erscheint endlich die Startseite. Theoretisch hätte ich dann sofort loslegen können -es ist alles darauf installiert, was man für die Arbeit damit braucht. Eine kleine, zugegeben für mich nicht unwesentliche Einstellung musste ich allerdings noch vornehmen, um damit auch ins Internet zu kommen. Richtig: Die WLAN-Einstellungen! Dazu klickte ich erstmal auf den Link ganz unten links "Einstellungen" und wählte das Symbol für das so genannte "Netzwerk-Center" an. Mit einem Klick auf die Schaltfläche "Neu" bekam ich angezeigt, welche Netztypen für mich verfügbar sind. Aus dieser Liste wählte ich natürlich "WLAN" und klickte weiter. Jetzt war ich bei den eigentlichen WLAN-Einstellungen. Hier klickte ich auf "Auswählen" und wählte dort meine Fritz!Box SL WLAN aus, die er tatsächlich gefunden hatte. Deren Verschlüsselungstyp ist WEP, und diesen 13-stelligen Zahlenschlüssel gab ich dann, nachdem ich diesen unterhalb des Routers nachgeschaut hatte, in das dafür vorgesehene Feld ein. OK und "Fertigstellen". Vor dem Fertigstellen wurden noch einmal die wichtigsten Daten zusammengefasst, damit ich sehen konnte, dass auch alles seine Richtigkeit hat.
Das war's! Ab jetzt konnte ich mein Notebook in vollem Umfang inklusive Internet (dies zumindest zu Hause) nutzen. Bevor ich dazu übergehe, Euch die einzelnen Programme und Funktionen näher vorzustellen, muss ich noch einiges Grundlegende ansprechen.

Die Benutzeroberfläche - Aufbau
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Die Benutzeroberfläche gliedert sich grob in vier Kategorien, in die die verschiedenen Programme eingeteilt sind: Verbinden, Arbeit, Spaß und Dateien. Das finde ich schon einmal sehr übersichtlich. Auf der Startseite sind mangels Platz übrigens nur die jeweils ersten drei Symbole angezeigt. Zu den übrigen gelangt man mit einem Klick auf den jeweiligen Pfeil. Unten rechts haben wir noch den Link zu den Einstellungen, sowie zur Hilfe (ja, das gesamte Handbuch ist auch auf dem Notebook selber vertreten - es muss also nicht mitgeschleppt werden). Oben rechts gibt es noch eine Suchmaske, mit der man sofort eine Internetsuche starten kann. Das Browserfenster öffnet sich danach direkt mit den Suchergebnissen. Mitunter geht das ein wenig schneller. Aber normalerweise ist es ja auch kein viel größerer Zeitaufwand, erst den Browser zu öffnen und von dort aus zu suchen. Zumal die voreingestellte Startseite ohnehin eine Suchmaschine ist.
Tja, und zuunterst befindet sich die Taskleiste, die man übrigens auch problemlos mit einem Klick auf "<" aus- und wieder einblenden kann. Neben diesem Pfeilfeld ist das Symbol für "Home", das mich jederzeit wieder zum Ausgangspunkt, nämlich dieser Oberfläche, zurückbringen kann. In der Mitte der Taskleiste sieht man die verschiedenen Fenster, die man geöffnet hat, so, wie man es schon kennt. Rechts kommen schließlich noch einige weitere Symbole, die folgendes bezeichnen: Sprache (per Klick kann man sofort zwischen Deutsch und Englisch wechseln, für die anderen Sprachen muss man schon in die Einstellungen gehen), die Netzverbindung, Energieversorgung (beim Akkubetrieb kann man hier auch nachgucken, wie voll er ist und für wie lange er noch vorhält), Lautstärke (diese kann man mit einem Klick darauf einstellen - es geht aber auch noch umstandsloser über die Tastatur), Uhrzeit wie gewohnt und Herunterfahren.

Tastatur
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Die Tastatur lässt sich leicht bedienen, zumal ein leichtes Antippen genügt, um die gewünschten Tasten zu betätigen. Man muss da also nicht zu doll draufdrücken. Etwas gewöhnungsbedürftig als Desktop-PC-Routinierte fand ich es anfangs, dass die Tasten so flach sind. Mittlerweile gewöhne ich mich aber immer mehr daran, und das Schreiben geht auch flüssiger von der Hand, ohne aus Versehen an die falsche Taste in der Nachbarschaft zu geraten, weil sie eben direkt nebeneinander stehen. Da ich schlanke Finger habe, bereitet mir das Schreiben damit generell keine Probleme. Ob die Tastatur auch für Menschen mit Wurstfingern oder großen Händen optimal ist, müssen diese ggf. selbst ausprobieren. So viel zur Ergonomie. Dann fällt mir noch positiv auf, wie leise die Tastatur ist. Beim Tippen hört man nur ein dezentes Klicken anstatt eines lauten Hämmerns, wie man es bei den Desktop-Tastaturen kennt. Eine Wohltat für die Ohren! So lässt es sich wirklich entspannt und ohne negative äußere Störfaktoren schreiben.
Neben den Standards gibt es auf dieser Tastatur natürlich auch Sondertasten, und einige Tasten sind mit bestimmten Funktionen belegt, die man durch gleichzeitiges Drücken der Taste "Fn" betätigen kann. Die numerische Tastatur aktiviert man übrigens auch auf diese Weise: Indem man zusätzlich zur bekannten Num-Taste "Fn" drückt. Gleich neben der Num-Taste befindet sich die Rol-Taste (Aktivierung auf dieselbe Weise wie eben beschrieben). Mit dieser kann man, etwa wenn man kurz abwesend ist, aber nicht möchte, dass jemand Fremdes am Notebook herumhantiert, ganz schnell das Passwort aktivieren. Um danach weiterzumachen, gibt man einfach das Passwort ein. Daten gehen bei dieser Unterbrechung keine verloren - nach der Eingabe des Passwortes landet man wieder haargenau da, wo man zuvor aufgehört hat. Auch die Pfeiltasten für die Steuerung haben eine Zweitfunktion. Hiermit kann man am schnellsten die Lautstärke und die Helligkeit des Bildschirms regeln. Die F4 bis F8 Tasten sind schließlich mit folgenden Funktionen belegt (ebenfalls bei gleichzeitigem Drücken von "Fn"):
F4: Damit schaltet man den Computer in den Standbymodus und wieder zurück.
F5: So wechselt man zwischen verschiedenen Bildschirmen, sofern man noch einen externen Display angeschlossen hat.
F6: Hintergrundbeleuchtung abschalten, zum Beispiel wenn man kurz weg ist - spart Energie.
F7: Touchpad ausschalten (macht natürlich nur dann Sinn, wenn man eine externe Maus angeschlossen hat) und wieder einschalten.
F8: Lautsprecher an- und ausmachen.
Damit man sich nicht merken muss, welche Funktionstasten nun über die Fn"-Taste funktionieren, stehen die entsprechenden Zeichen in blau dort und heben sich so von den weißen Zeichen auf schwarzem Grund ab.
Was man noch wissen sollte: Die Euro, @, µ Zeichen sowie die beiden hochgestellten Zahlen ² und ³ erzielt man hier NICHT wie üblich mit Strg und Alt, sondern mit der "Alt Gr"-Taste! Selbiges gilt für ~. Aber das stellt meiner Ansicht nach sogar eine Vereinfachung zur Desktop-Fingerakrobatik dar.

Touchpad
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Auch dieser war am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber wenn man einmal das Gefühl dafür hat, kann man recht zügig damit arbeiten. Ich persönlich hatte diese Methode ziemlich rasch drauf. So manches Mal ist man natürlich gezwungen, beide Hände zu verwenden: Z.B. eine zum Scrollen und eine, um dabei die rechte Maustaste festzuhalten. Manche Leute werden deshalb eine externe Maus bevorzugen, bei der alles mit der Arbeitshand erledigt wird. Ich für meinen Teil finde es so jedoch auf lange Sicht keinesfalls viel umständlicher. Klar arbeitet man auf diese Weise vielleicht ein kleines Bisschen langsamer, ich könnte auch sagen: Geruhsamer. Zudem muss man sich so etwas stärker konzentrieren. Dennoch werde ich auch weiterhin auf eine externe Maus verzichten, zumal ich keine Lust habe, zu meinem Notebook noch zig weitere Geräte mit mir herumzutragen (wenn ich etwa unterwegs bin und es dabei habe).
Und der Touchpad macht seine Sache wirklich gut. Er überträgt selbst eine leichte Berührung des Zeigefingers (es steht Euch natürlich frei, jeden anderen Eurer zehn Finger zu nehmen, oder von mir aus könnte Ihr den Pad auch mit den Fußzehen bedienen - allerdings ist die Fläche des Pads ziemlich klein) zuverlässig und eins zu eins in der Geschwindigkeit auf den Bildschirm. Das heißt ziemlich flink. Sollte die Maus einmal nicht so laufen, wie Ihr es wollt, könnt Ihr das in den Einstellungen unter der Rubrik "Touchpad" ändern. Ich empfehle, die Sensibilität des Pads ungefähr auf mittel stellen; so funktioniert es bei mir optimal. Wenn ich die maximale Sensibilität einstelle, springt die Maus auf dem Bildschirm häufig sehr.
Um die Maustasten zu betätigen, muss man einmal kurz kräftig darauf drücken. Da es eines kräftigeren Fingerdrucks bedarf, besteht praktisch keinerlei Gefahr, dass man sie aus Versehen betätigt und irgendwann klickt, ohne es zu wollen. Dennoch drücken sie sich keineswegs zu schwer.
Wenn man scrollt, kann es passieren, dass unwillkürlich noch weiter gescrollt wird, obwohl man eigentlich will, dass das Scrollen an einer bestimmten Stelle aufhört. Dann klickt man am besten an einer leere Stelle, damit die Maus wieder in den normalen Modus zurückkehrt.

Akku
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Der Akku hält, wenn er voll geladen ist, in der Regel ca. drei Stunden. Sicher hängt es bis zu einem gewissen Grad auch davon ab, was man in der Zeit macht. So kann ich mir vorstellen, dass, wenn man mehrere Dutzend Videos anschaut oder nebenbei noch Musik hört, das etwas mehr am Akku zehrt, als wenn man einfach nur im Textverarbeitungsprogramm schreibt. Bis jetzt habe ich jedoch nicht feststellen können, dass so etwas, oder auch die Spiele, extrem viel Strom im Vergleich zum Rest fressen würde. Wenn überhaupt, verringerte sich die Akkulaufzeit dadurch nicht sehr viel. Woraus ich schließe, dass dieser Computer nicht mehr Strom verbraucht als unbedingt nötig, ja vielleicht sogar zu den Energie sparenden Exemplaren gehört. Allein der kleine Bildschirm, und die Tatsache, dass dieser ein LCD-Bildschirm ist, lassen darauf schließen. Kein Vergleich zu meiner alten Desktop-Krücke, die immer noch mit einem Röhrenbildschirm läuft. ;-)
Zum Laden benötigt der Akku ungefähr halb so viel Zeit wie zum Entladen bei der Nutzung. Pi mal Daumen, denn auf die Uhr geguckt habe ich dabei nicht. Der Akku lädt übrigens auch parallel zur Nutzung mit Strom, und zwar genauso schnell. Und wenn das Notebook an das Stromnetz angeschlossen ist, spart das logischerweise die Akkuleistung.
Ist der Akku voll, leuchtet das Akkulämpchen rechts grün. Hat er sich bedenklich geleert und/oder lädt sich gerade auf, leuchtet dieses Lämpchen rot-orange.

Bildqualität
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Klasse finde ich, dass alles gestochen scharf erkennbar ist. Auch werden Bilder meist in originalgetreuer Farbgebung dargestellt. Wenn ich mir jedoch einige Internetseiten anschaue, stelle ich fest, dass gelegentlich einige hellere Farben auf diesem Bildschirm schwächer erscheinen, oder in Ausnahmefällen auch mal eine Farbe anders daherkommt. Das ist jetzt aber nicht dramatisch. Dafür ist der Kontrast wiederum sehr gut.
Die Pixelauflösung beträgt 1024X600, was in der Regel also ausreicht, um meine Bilder originalgetreu darstellen zu können.
Gegen die naturgemäß kleinere Schrift, die mitunter etwas anstrengend zu lesen ist, gibt es ein tolles Mittel: Man kann sie in der Anzeige vergrößern. Diese Möglichkeit besteht sowohl im Browser als auch im Textverarbeitungsprogramm (in diesem unter "Ansicht").

Sound
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Mit diesem bin ich grundsätzlich auch zufrieden. Wenngleich der Sound aus dem integrierten Lautsprecher sich mitunter eine Idee mechanisch anhören kann. Um den Sound richtig genießen zu können (etwa bei Musik), bevorzuge ich daher Kopfhörer. Das hat außerdem den Vorteil, dass man auf diese Weise deutlich "dreidimensionaler" und volltönender hört.
Auch bei der Sprache erweisen sich die Kopfhörer meist als die bessere Alternative. Aus dem integrierten Lautsprecher kann sie einerseits krächzender (wenn etwas lauter gesprochen wird), andererseits aber auch leiser (wenn jemand eine leise Stimme hat) rüberkommen.
Das Gerät an sich hat eine sehr niedrige Geräuschentwicklung. Lediglich ein leises, gleichmäßiges Surren ist bei genauem Hinhören zu vernehmen (und beim Laden braust er einmalkurz - ebenfalls leise - auf). Bei entsprechenden Hintergrundgeräuschen (z.B.Autos von der Straße oder - um ein weitaus schöneres Beispiel zu nennen - Musik) nimmt man nicht einmal dieses wahr. Dagegen ist meine Desktop-Krücke richtig ohrenbetäubend (und das ist sie mir den Jahren tatsächlich immer mehr geworden). Mit meinem Notebook hingegen lässt es sich also wunderbar angenehm ohne störende Nebeneffekte arbeiten.

Handlichkeit und Bildschirmeinstellung
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Mit einem Gewicht von ca. 378 g und einem Format, das im zugeklappten Zustand nur etwas größer als ein gebundenes Buch ist (24,5X16,5 cm), ist dieses Notebook wirklich sehr handlich und passt in jede größere Handtasche.
Dass sich der Bildschirm stufenlos schwenken lässt und zudem dessen Halt sehr stabil ist, erlaubt je nach Sitzposition eine optimale Einstellung des Bildschirms zum Auge, so dass man das Bild klar und deutlich sieht und alles gut lesen kann. Auch Spiegelungen können so minimiert, wenn auch natürlich nicht immer ausgeschlossen werden. Ich empfehle, den Bildschirm stets ca. 90 ° zur Blickrichtung aufzustellen.
Ebenfalls wichtig ist es in meinen Augen, dass die Helligkeit der Bildschirmanzeige weder zu grell noch zu niedrig ist. Es sollte angenehm für die Augen sein und diese nicht zu sehr anstrengen.
Die schwarzen Füßchen aus weichem Kunststoff gewährleisten einen perfekten Halt des Notebooks auf einer glatten Tischfläche, so dass dieses nicht während der Arbeit damit verrutschen kann.

Wärmeentwicklung
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Wenn ich längere Zeit mit diesen Notebook arbeite, werden seine Oberfläche sowie die Unterseite ein wenig warm, aber keineswegs bedenklich viel. Zum langfristigen Fingeraufwärmen in der kalten Jahreszeit reicht es auf keinen Fall! ;-)) Also muss die Belüftung wohl ihre Aufgabe gut machen. Trotzdem kann es nicht schaden, dem Computer nach einigen Stunden Nutzung einmal eine Pause zu gönnen, bis er sich wieder ganz abgekühlt hat.
Der Bildschirm wärmt sich übrigens überhaupt nicht auf. Das ist nun mal der große Vorteil bei LCD-Bildschirmen.

Bedienungsanleitung und Hilfefunktionen
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In der Bedienungsanleitung werden alle Schritte zu den verschiedenen Funktionen leicht verständlich und anschaulich beschrieben. Dazu gibt es auch Bilder sowie Tabellen (z.B. wo die verschiedenen Tastenkombinationen erklärt werden). Die Inhaltsangabe ist sehr übersichtlich gehalten, so dass man bei Bedarf recht schnell das Gesuchte findet.
Am Ende gibt es zwar die FAQs, jedoch fallen diese etwas dürftig aus. Es werden nicht alle Probleme, die auftauchen könnten, angesprochen. Das ist aber schon das einzige Manko der Bedienungsanleitung.
Auf dem Notebook selbst ist das Handbuch ebenfalls in einer Datei hinterlegt, so dass man die Papierversion getrost verlegen, verbrennen oder wegschmeißen könnte. Zudem hat jedes Programm eine sehr, sehr umfangreiche Hilfefunktion, falls einmal zwischendurch während der Anwendung eine Frage auftaucht oder man nicht weiterkommt.
Ein weiterer Punkt, wo ich nur sagen kann: Hier wurde offensichtlich an den Verbraucher gedacht!

So, und nun bin ich an einem ebenfalls nicht unwichtigen Punkt angelangt:

Was kann man mit dem Notebook alles machen?
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KATEGORIE ARBEIT

Textverarbeitung

Mit dem Textverarbeitungsprogramm kann man all das machen, was man aus Word auch kennt. Dazu aber noch ein bisschen mehr. So kann man beispielsweise hier noch Filme und Musik in die Datei einfügen und kann eine Literaturdatenbank anlegen. Ein weiterer kleiner Unterschied ist, dass die Schriftarten hier alle anders heißen. Liberation Sans etwa entspricht der Schriftart Arial (=ist identisch damit). Dass es das Gleiche ist, erkenne ich daran, dass, wenn ich diese Schriftart auswähle, hinter dem Semikolon "Arial" dort steht.

Tabellenkalkulation

Auch dies ist ähnlich aufgebaut wie Excel, und sämtliche Funktionen, die man hiervon kennt, sind hier drin ebenfalls vertreten. Darüber hinaus will mir auch hier scheinen, dass es noch etwas umfassender in den Möglichkeiten ist. Zusätzlich kann man sich beispielsweise aus der Gallery einen Hintergrund, Begrenzungen oder Bullets (besondere Aufzählungszeichen) aussuchen. Auch hier kann man Filme und Klänge einfügen (wenngleich sich die Frage stellt, inwiefern das in einer Zahlen- oder Datentabelle Sinn macht und nicht einfach nur eine nette Spielerei ist). Die Formeln funktionieren in der Regel so wie bei Excel auch, man muss also nicht "umlernen". Die Zahl der möglichen Rechenoperationen und Funktionen ist sehr hoch - ich vermute, dass sogar Wissenschaftler mit diesem Programm sehr weit kommen können... ;-) Darüber hinaus kann man hier auch eigene, komplexe Formeln erstellen.

Präsentationen

Wenn man dieses Programm öffnet, muss man zunächst einmal den Assistenten durchlaufen. Zuerst wird man gefragt, ob man eine leere (neue) Präsentation starten, an einer bereits vorhandenen weiterarbeiten oder eine bereits vorhandene Vorlage verwenden will. Im nächsten Schritt wählt man aus, ob man einen Präsentationshintergrund oder eine Präsentation erstellen will sowie das Ausgabemedium. Danach kann man bestimmte Effekte aussuchen und deren Geschwindigkeit (langsam, mittel oder schnell) vorherbestimmen. Klickt man dann auf "Fertigstellen", landet man direkt und ohne Umschweife im Programm.
Es bietet sich folgendes Bild: Die linke Spalte zeigt die Folien an, die man mit einem Klick ganz schnell und einfach anwählen kann. In der Mitte befindet sich ein großes Feld, in dem man die jeweils aktuelle Folie bearbeiten kann. In der rechten Spalte kann man schließlich das Layout aussuchen. Ebenfalls in der Mitte, uns zwar oberhalb der Folie, kann man zwischen der Normalansicht, der Gliederungsansicht, den Notizen, dem Handout sowie der Foliensortierung wechseln.
Sowohl vom Funktionsumfang als auch vom Aufbau her ist dieses Programm also durchaus mit Powerpoint vergleichbar, wenn nicht sogar eine Idee besser.

Kalender, Kontakte, Email, RSS Feeds:

Wenn man in den Kalender hineingeht, kann man auch direkt zwischen den anderen drei Dingen wechseln, weshalb ich sie unter einem Punkt zusammenfasse.
Im Kalender kann man - wie sollte es anders sein - neue Termine anlegen und verwalten.
Unter Kontakte kann man seine Kontakte mit Namen, Emailadresse, Telefonnummer und Geburtstag eintragen. Folgende Unterkategorien stehen zur Verfügung, in die man diese jeweils einordnen kann: Allgemein, Familie, Freunde, Büro, Schule und VIP.
Um die Emailfunktion nutzen zu können, muss man zuerst das Emailkonto einrichten bzw. einstellen, von welchem Email-Account er die Emails abholen soll. Natürlich kann man seine Emails vom selben Account nicht von zwei verschiedenen Emailprogrammen abholen lassen. ;-) Und wenn sie abgeholt wurden, befinden sie sich nur noch auf dem Emailprogramm - online im Account wird man sie also dann vergeblich suchen. Grundsätzlich beinhaltet dieses Emailprogramm sämtliche erforderlichen Standardfunktionen; zudem ist es auch möglich, die Mails nach bestimmten Kriterien zu filtern.
Des Weiteren kann man RSS Feeds hinzufügen und verwalten. Man bekommt dann immer Bescheid, wenn etwas Neues auf einer Seite geschrieben würde. Ehrlich gesagt habe ich diese Funktion noch nie benutzt - auch nicht auf meinem Desktop-PC - weil ich immer alle Seiten, die mich interessieren, manuell besuche. Ich möchte keine ellenlangen Feedlisten haben. ;-) Über "Feed hinzufügen" kann man einen neuen Feed hinzufügen. Dazu gibt man den betreffenden Link ein und folgt dann den weiteren Schritten. Wie für dieses Feature üblich, dürfte es eigentlich recht schnell gehen.

Rechner

Für den Taschenrechner gibt es zwei wählbare Modi: 1. der Standardmodus mit den Grundrechenarten, und 2. der wissenschaftliche Modus, mit dem man auch Logarhythmen, Sinus, Cosinus und Tangens, und noch einiges mehr berechnen kann.
Zudem kann man den ausgerechneten Display-Wert ausschneiden, kopieren oder einfügen.
Falls einem beispielsweise das Layout des Taschenrechners nicht gefällt, so kann man dieses in den Einstellungen gewissermaßen ändern (Schriftarten und Farbe des Displays, Tastenbreite und -höhe). Weitere Einstellungen,die man theoretisch modifizieren bzw. hinzufügen kann, sind: Konstanten, Funktionen, die Zahlenbasis (Dezimal, Hexadezimal, Oktal und Binär).
Somit dürfte dieser Taschenrechner auch den Ansprüchen von Profis gerecht werden. Mir persönlich reicht es aber, dass er mit den grundlegenden Funktionen inklusive Prozentrechnung rechnen kann.

Notizen

Hier kann man kurze Notizen hineinschreiben, um diese Zettelwirtschaft zu Hause zu vermeiden und obendrein sich das Papier vollständig zu sparen.

KATEGORIE DATEIEN
Hier kann man all seine Dateien, die man gespeichert hat, verwalten, ausschneiden, kopieren und an anderer Stelle wieder einfügen, oder auch löschen. Man kann auch neue Ordner anlegen und von der Symbol- in die Detailansicht (Liste) und zurück wechseln.
Es stehen fünf verschiedene Überordner zur Verfügung, in die man seine Dateien und Unterordner einordnen kann:
- Dokumente
- Musik
- Bilder
- Videos
- Downloads (Dort kommen alle heruntergeladenen Dateien zunächst hinein. Ich persönlich lösche diese immer sofort dann, wenn ich sie nicht mehr brauche oder ggf. an eine andere Stelle kopiert habe. Sonst würde die Liste zu lang, und vermutlich würde das auf Dauer auch zu viel Speicherplatz wegnehmen).

KATEGORIE VERBINDEN

Browser

Vorinstalliert ist Mozilla Firefox -> Super! Mir kommt das sehr gelegen. So habe ich auch hier keinerlei Umstellung und obendrein einen Browser, von dem ich schon seit langem überzeugt bin. Ehrlich gesagt hätte ich es schade gefunden, wenn ich auf den hier verzichten müsste.
Och nöö... Ich werde jetzt nicht sämtliche Möglichkeiten des Firefoxes an sich oder seinen Aufbau vorstellen. Wer ihn kennt, braucht keine Infos mehr dazu. Wer ihn noch nicht kennt, der ist entweder selber Schuld oder kann sich darüber in entsprechenden, eigens ihm gewidmeten Berichten vorab über ihn und seine eventuellen Unterschiede zu anderen Browsern schlau machen. Ich für meinen Teil bin jedenfalls so sehr mit ihm zufrieden, dass andere Browser höchstens nur noch im Notfall für mich in Betracht kommen.

Instant Messaging

Wenn man ein Konto bei einem der hier möglichen Instant Messaging Anbietern hat, oder ggf. nachdem man ein solches dort angelegt hat, kann man nach wenigen Konfigurationsschritten, die praktisch selbsterklärend sind, mit seinen Kontakten - zumindest denen, die ebenfalls über diese Möglichkeit verfügen - chatten.
Unterstützte Messenger-Konten sind:
- MSN
- Yahoo
- GoogleTalk
- AIM
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, beim Chatten Dateien (z.B. Bilder) hochzuladen.

Direkte Links:

zu Wikipedia
zu Google Map
und zu Hotmail (letzteres ist uninteressant, wenn man dort gar keinen Emailaccount hat)

KATEGORIE SPAß

Medien-Player

Hier kann man seine Videos abspielen. Dazu muss man zunächst einmal eine entsprechende Datei öffnen (über das Aktensymbol unten links). Die Play-, Stop-, Vor- und Zurücktasten, die man anklicken kann, sind praktisch selbsterklärend. Und natürlich hat man auch die Möglichkeit, den Verlauf über den Verlaufsbalken zu verfolgen sowie die Lautstärke zu ändern. Alles in allem beschränkt sich dieser Mediaplayer auf das Wesentliche, ist schlicht und einfach gehalten, enthält keinen unnötigen Schnickschnack und nur das, was man wirklich in dem Zusammenhang braucht.

Foto-Manager

Öffnet man diesen, erscheint zunächst einmal eine Liste. Wenn man noch zusätzlich ein anderes Medium an das Notebook angeschlossen hat (z.B. eine Speicherkarte oder einen Hosentaschenspeicher), dann wird das auch dort angezeigt, und man kommt mit einem Klick dort hinein.
Indem Ihr auf ein Bild klickt, gelangt Ihr ganz automatisch in die Ansicht (sieht so ähnlich aus wie der Mediaplayer). Dort könnt Ihr entweder eine Diashow starten oder durch die Vor- und Zurücktasten in dem Programm manuell von einem Bild zum nächsten navigieren.
Was ich hierbei ebenfalls toll finde, ist, dass Hochkanbilder in diesem Ansichtsprogramm automatisch herumgedreht werden.

Spiele

Bei den Spielen sollte man natürlich nichts Herausragendes erwarten; diese sind eher als kleine Zerstreuung zwischendurch gedacht. 11 Spielchen werden hier geboten, in denen man sein logisches Denken, seine Konzentrations- und teilweise Reaktionsfähigkeit auf relativ spaßige Weise trainieren kann.
Tetris: Wer kennt das nicht? Diese hier gefällt mir allerdings überhaupt nicht, weil hier die Steine viel zu schnell herunterkommen.
Blasen: Hier muss man verschiedenfarbige Kugeln mit dem Abschussteil so treffen, dass sie herunterfallen. Ziel des Spiels ist, dass am Ende keine Kugeln mehr übrig bleiben. Der Sound ist irgendwie witzig, kann aber auf Dauer (aber wer spielt so etwas schon länger als 5 Minuten?) nerven. Bedient wird dieses Spiel über die Pfeiltasten.
Puck: Vor Beginn des Spiels wählt man einen der zwei Computergegner, gegen die man antreten möchte. Hier wird ein Puck hin- und hergeschoben, und zwar manchmal ziemlich schnell. Es kommt auch vor, dass der Gegner versucht, einen als Spieler zu verwirren, indem er den Puck ganz schnell hin-und her wirft, bevor er ihn dann in eine unerwartete Richtung schleudert. Wenn man den Puck nicht trifft, landet er hinten mit einem lauten Klirren in der Fensterscheibe. Gesteuert wird hier mittels der Maus.
LLK Game: Hier geht es darum, gleiche Tiersymbole zu finden - allerdings nur nach einem bestimmten Muster. Vor dem Spielen sollte man diese verinnerlicht haben, um seine Freude daran zu haben. Einsehen kann man diese unter dem Punkt "Rules".
SuperTux: Ein einfaches Jump'n'Run-Spiel, bei dem man in die Rolle eines niedlichen Pinguins schlüpft und sich nach und nach durch die Levels läuft. Bevor es losgeht, bekommt man eine kurze Vorgeschichte zu lesen. Das ist ganz nett, aber an sich nichts Besonderes. Man hat übrigens die Möglichkeit, die Belegung der Tasten für dieses Spiel nach Belieben und ganz einfach zu ändern. Im Test habe ich das ein Mal gemacht, weil mir die voreingestellte Belegung fürs Springen vollkommen unlogisch erschien.
Blasenschießen: Ähnliches Prinzip wie das Spiel "Blasen".
Schmetterling: Hier geht es darum, mindestens drei Schmetterlinge einer Farbe in eine Reihe zu bekommen. Man klickt einfach auf den Schmetterling, der seinen Platz mit einem benachbarten wechseln soll, um dies zu erreichen. Das geht aber nicht immer (warum, weiß ich auch nicht, weil ich noch keine Regeln dazu habe finden können). Hat man eine solche Reihe erreicht, verschwinden diese Schmetterlinge und werden durch andere ersetzt. In regelmäßigen Abständen flattern ein paar Schmetterlinge auch mit den Flügeln. Ob das etwas bedeutet oder nur ein toller Effekt ist, habe ich auch noch nicht herausgefunden. Es bedeutet aber bestimmt nicht, dass man genau die jetzt nehmen soll, denn wenn ich das tue, klappt der Platztausch auch nicht immer. Außerdem habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, wie man es etwa steuern könnte, mit welchem der benachbarten Schmetterlinge der eine den Platz tauschen soll. Das geht ganz automatisch.
Blasenbillard: Das ist kein richtiges Billard, sondern folgt demselben Prinzip wie die anderen beiden Blasenspiele. Nur sind die weg zu schießenden Kugeln hier in der dreieckigen Form einer Billardaufstellung aufgestellt.
Dame: Dazu muss ich wohl nichts erklären. Man spielt Dame gegen den Computer, und Punkt.
Mahjong: Ich glaube, das kennt auch jeder. Ziel ist es hier, zwei gleiche Steine zu finden. Das geht dann so weiter, bis das Spielfeld wie leergefegt ist. Dann hat man gewonnen. Wie die Steine in diesem Fall aussehen, zeigt eines meiner beigefügten Bilder.
Volleyball: Auch hier spielt man gegen den Computer und steuert seine Bewegungen über die Pfeiltasten. Die Figur bewegt sich dabei etwas zu träge; dafür vermittelt die Grafik fast eine Art Urlaubsfeeling. Beachvolleyball eben!

Webcam

Beim Öffnen des Webcam-Programms erblickt man sofort das bewegte Bild, das von dieser übertragen wird (die Webcam selbst ist wohl dieser kleine Punkt über dem Bildschirm in der Mitte). In der Regel schaut man dabei zunächst mal sich selbst ins Gesicht, der Person, die davor sitzt. Sehr gewöhnungsbedürftig ist schon mal die Tatsache, dass das Bild genau spiegelverkehrt übertragen wird. Also, wenn ich den linken Arm hebe, sehe ich auf der Anzeige diesen Arm rechts hochgehen.
In den Einstellungen kann ich schließlich noch bestimmen, wo hiermit aufgenommene Videos abgespeichert werden sollen. Außerdem habe ich die Wahl zwischen drei verschiedenen Qualitätsstufen (klein, mittel, groß), wobei eine höhere Qualität selbstredend auch mehr Speicherplatz beansprucht.
Um eine Aufnahme zu starten, klicke ich mit der Touchpad-Maus ganz einfach auf "Video aufnehmen". Die Aufnahme wird sofort gestartet. Drücke ich erneut auf dieses Feld, wird die Aufnahme unverzüglich beendet. Die Aufnahmequalität hat sich im Test eher als mittelmäßig erwiesen. Bei der Bildqualität kann man zwar einiges nachjustieren, bevor man die Aufnahme startet. Generell ist diese auch in Ordnung. Doch allzu schnelle Bewegungen werden mit dieser Webcam sehr verwischt. OK, unter Umständen hat dieser Effekt auch was. ;-) Wer aber erwartet, mit dieser Webcam professionelle Filme drehen zu können, der wird zwangsläufig enttäuscht sein (mal ganz davon abgesehen, dass diese Cam naturgemäß statisch ist). Wie lang die maximale Aufnahmezeit ist, habe ich nicht ausprobiert. Möglicherweise gibt es gar keine Beschränkung außer der, dass es den Speicherplatz dieses Notebooks nicht überschreiten darf. Für einen gähnend langweiligen Monumentalfilm über das eigene Lebensumfeld wäre das also sicherlich, selbst wenn die gegebenen filmerischen Einschränkungen nicht wären, viel zu wenig. ;-)
Am besten ist es natürlich, wenn man die Webcam in Kombination mit einem Mikro benutzt, da man sonst nur das Bild sieht und keinen Ton dazu hat / aufnehmen kann.
Ist man mit der Bildqualität nicht zufrieden, kann man diese sehr bedingt über den Punkt "Kamerasteuerung" regulieren. Dabei hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten: Farbton, Gamma, und wenn man auf "Default" klickt, zusätzlich noch die Helligkeit, den Kontrast und die Sättigung.
Neben der Aufnahme von Videos kann man mit dieser Webcam auch Fotos schießen.

Painter

Dieses Bildbearbeitungs- und Zeichnungsprogramm (2 in 1) geht eindeutig weit über die Grundfunktionen wie Helligkeit und Kontrast ändern, Zuschneiden, Bild drehen und Weich- oder Scharfzeichnen hinaus. Man kann damit auch Texte und geometrische Figuren einfügen, Freihandzeichnen oder Kurven, Linien usw., Farbfüllungen verwenden, eine begrenzte Anzahl von Effekten verwenden (Abgleich, Relief, Einfärben, Invertieren und Farben reduzieren) und noch einiges mehr. Natürlich ist dieses Programm noch lange nicht so umfangreich wie etwa der Adobe Photoshop. Wenn man mit z.B.mit Ebenen arbeiten will, muss man schon auf diesen zurückgreifen. Aber für die normale Fotobearbeitung (oder auch zum spaßigen Experimentieren mit dem Freihandzeichnen, das in dem Fall, wenn man das Touchpad benutzt, wirklich im wahrsten Sinne des Wortes ein solches ist) reicht dieses KolourPaint allemal aus.

WICHTIGER HINWEIS ZUM SPEICHERN

Beim Speichern sollte man unbedingt bedenken - zumindest, wenn man die Datei verschicken oder aber an einem anderen Computer z.B. mit Windows-Betriebssystem öffnen will - dass die Open Office-Dateien auf anderen Betriebssystemen oft nicht unterstützt werden, bei Microsoft-PCs z.B. überhaupt nicht! Deshalb tut man gut daran, die Datei gleich im richtigen Format zu speichern. Also MS Word, MS Excel bzw. MS Powerpoint (je nach Programm) und z.B. JPEG für Bilddateien. Hat man mal etwas im "falschen" Format gespeichert, ist das aber auch nicht schlimm. Über "Speichern unter" kann man es dann immer noch jederzeit im gewünschten Format abspeichern.
Grundsätzlich unterstützen die Linux-Programme alle möglichen Dateiformate - es würde den Rahmen sprengen, hier alle aufzulisten. Es sind auf jeden Fall deutlich mehr als der größte Konkurrent Microsoft (!). Sollte irgendjemand sich fragen, ob ein ganz bestimmtes Dateiformat hier bei Linux unterstützt wird, dann fragt mich einfach. Ich werde dann nachsehen und Antwort darauf geben.

Fazit
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Ein super vielseitiges Notebook und ein Qualitätsprodukt obendrein! Lediglich die Webcam, eventuell die Laufzeit des Akkus und teilweise der Sound könnten besser sein. Und wer sehr viele Dateien speichern muss, für den könnte der Arbeitsspeicher zu wenig sein (das muss der Einzelne dann selbst entscheiden). Für meine Zwecke als Privatperson reicht es aber völlig aus. Ich kann nur hoffen, dass es sich auch als langlebig erweisen wird. Doch schon jetzt kann ich sagen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis gestimmt hat.
Schlussendlich bleibt mir also nichts anderes übrig, als dieses Notebook zu empfehlen!

Erstveröffentlichung am 14.11.2008 bei Ciao.

Fazit: siehe Bericht