Tomtom VIA 135
Yannick bringt mich ans gewünschte Ziel - Tomtom VIA 135 Navigationssystem

Produkttyp: TomTom Navigationssysteme

Neuester Testbericht: ... Computer blockiert wird weil bei jedem Einschalten desselben das zwangsläufig installierte TomTom-Programm versucht weiter downzuloaden. Ge... mehr

Yannick bringt mich ans gewünschte Ziel
Tomtom VIA 135

antjemue

Name des Mitglieds: antjemue

Produkt:

Tomtom VIA 135

Datum: 20.07.12, geändert am 24.10.13 (858 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Intiutive Bedienbarkeit, Fahrspurassitent, tägliche kostenlose Map Share Aktualisierungen

Nachteile: keine gefunden

Sommer 2011, im Auto und laut Navi nur noch 3 Minuten vom eingegebenen Ziel entfernt:
Das Navi spricht: "'Demnächst rechts halten"', wir befinden uns auf der rechten Fahrspur einer mehrspurigen Straße, auf der wir sowohl geradeaus fahren, als auch rechts abbiegen dürften. Kaum sind wir an der Stelle, an der wir abbiegen hätten können (und müssen) vorbei, vermeldet das Navi: "'Wenn möglich, bitte wenden!"'. Das Wenden war leider nicht möglich und kurze Zeit später hatte sich das Navi auch scheinbar wieder gefangen und schickte uns auf eine von ihm vermeintlich neu berechnete Strecke. Für uns wurde es eine fast einstündige Odyssee durch eine uns bis dahin unbekannte Stadt, die mit den kurz auf einander folgenden, von jeder Logik befreiten Anweisungen "In 100 Metern rechts halten" und "Jetzt links abbiegen" vor einem Parkhaus, weit von unserem Ziel entfernt, endete.

Wenn nicht noch ein freundlicher, ortskundiger Fahrradfahrer für uns den Scout gespielt hätte, wir hielten alles auf, indem wir ihm hinterher tuckerten, wären wir doch tatsächlich zum Ligaspieltag unseres Pétanqueverbandes zu spät gekommen.

Unser erstes Navigationssystem kauften wir uns, weil der Modellvorgänger meines großen Sohnes tadellos funktionierte und auch noch immer funktioniert. Leider war die soeben kurz geschilderte Situation nicht die Einzige, bei der uns unser Modell schmählich im Stich ließ, aber definitiv die Letzte.

Obwohl wir gern wieder ein neues Navigationssystem haben wollten, konnten wir uns bislang noch nicht wieder zu einem Kauf entscheiden. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Bei größeren Fahrten borgten wir uns ' wenn möglich ' das Gerät meines Großen oder verließen uns ganz altmodisch auf Routenplaner und Autoatlas. Als mir nun kürzlich im Amazon Vine Newsletter das

TomTom Via 135 Europe Traffic Navigationssystem

zum Testen angeboten wurde und das Gerät sogar noch bestellbar war, nachdem ich mir die Produktinformationen durchgelesen hatte, griff ich zu.

Neben dem Gerät mit dem 13 cm großen Touchscreen Display mit automatischer Ausrichtung und der integrierten Halterung, wurden noch ein USB Ladekabel für zu Hause und ein Kabel mit Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto geliefert. In der beiliegenden ausfaltbaren Bedienanleitung waren die ersten Schritte in für Jeden verständlichen Bildern erklärt.

Das Display empfinde ich als ausreichend groß. Die Bedienung mittels Touchscreen ist kinderleicht. Während der Fahrt bekomme ich auf neben dem Streckenverlauf noch Infos zur gerade zulässigen Höchstgeschwindigkeit, meiner derzeitigen Geschwindigkeit, Ankunftszeit und Entfernung zum Ziel.

Die integrierte Halterung ist für uns optimal, da wir manchmal auch mit dem Auto meines Sohnes (das auf mich zugelassen ist) oder mit dem Betriebsauto meines Guten unterwegs sind. Hin und wieder ist es früher passiert, dass sich die Halterung des Navis noch in genau dem Auto befand, welches gerade nicht verfügbar war. Hat man das An- und Abmontieren der integrierten Halterung mit Saugknopf und Schraubrädchen erst mal raus, geht es problemlos. Bislang scheint sie mir auch sehr stabil.

Mit der ungewohnten Lage der Buchse am Gerät für die Stecker von USB Ladekabel und Autokabel hatte ich erst kleine Schwierigkeiten. Hat jedoch man das "Wie" erst einmal intus, klappt es perfekt und hat meiner Meinung nach den Vorteil, dass man den Stecker nicht unbemerkt durch eine unbedachte Bewegung ziehen kann. Ist mir kürzlich im Auto eines Bekannten passiert und sein Navi hatte dann auf einmal keinen Saft mehr.

Software und Support

Als großes Plus für TomTom Navigationsgeräte empfinde ich die 90-tägige Garantie für den Start mit der aktuellsten Kartenversion und die täglich kostenlos zur Verfügung gestellten Kartenaktualisierungen.

So schloss ich mein neues TomTom Navigationssystem auch als erstes an meinen Laptop an. Die Gerätesoftware installierte sich automatisch und ich rief im Netz den in der Bedienungsanleitung angegebenen Link der Herstellerseite auf und registrierte mich. Danach lud ich mir die Supportanwendung runter und installierte diese auf meinem Rechner. Mein Gerät wurde sofort erkannt und ich bekam den Vorschlag für ein Update auf die aktuellste Kartenversion für mein Via 135 und ein weiteres Update für Kartenaktualisierungen.

Dann schluckte ich erst mal ganz schwer. Zu Beginn des Downloads, zeigte es mir eine geschätzte Dauer des Vorgangs von mehr als 5 Stunden an. Solange wollte ich eigentlich nicht am Rechner sitzen. Aber gut, letztendlich kann der die Daten auch ohne mich herunterladen. So ließ ich das Ganze laufen und erledigte in der Zwischenzeit ein paar lästige, aber nötige Hausarbeiten. Außerdem war die doch sehr große Datenmenge dann doch schon nach ca. 45 Minuten heruntergeladen und installiert.

Wenn ich meinen Laptop anschalte, öffnet es mir automatisch meinen TomTom Account. Dort sehe ich, auch wenn mein Navi nicht angeschlossen ist, ob es Aktualisierungen gibt. Täglich wird mir seitdem eine neue Kartenaktualisierung angeboten. Wenn ich die Datei nicht downloade, ist sie am nächsten Tag ein bisschen größer. Diese "kleinen" Downloads und Installationen dauern jetzt nur noch 12 ' 15 Sekunden. Einmal wurde der Download abgebrochen, das lag aber nicht an MyTomTom oder dem Navi, sondern an einer plötzlichen Unterbrechung der Internetverbindung, wahrscheinlich durch meinen Anbieter verursacht. Kurze Zeit später, als die Internetverbindung wieder stand, wiederholte ich den Vorgang und es funktionierte wieder tadellos.

Spielerische Tests

Da wir uns mit dem Navi etwas vertraut machen wollten, probierten wir zu Hause gleich mal ein paar Sachen aus. Dabei stellten wir übereinstimmend fest, dass das TomTom Via 135 tatsächlich, wie vom Hersteller versprochen, ganz intuitiv bedienbar ist. Den größten Spaß hatten wir, als wir unserem Navi seine Stimme gaben. Neben den tatsächlich hochdeutsch sprechenden Stimmen von Yannick, Lisa und Werner und diversen anderen die englisch, türkisch oder polnisch reden und die man alle per Test erst mal anhören kann, gibt es noch die von Agata. Diese spricht deutsch mit polnischem Akzent. Die Stimme von Agata gefiel uns eigentlich am besten, sie klingt echt niedlich. Trotzdem votierte ich dagegen, dass sie dauerhaft im Auto mit uns spricht. Da sie bei den Entfernungsangaben die Zahlen polnisch sagt, ist mir das während der Fahrt ein zu großer Ablenkungsfaktor. Und da es sich hier um mein Testgerät handelt, entschied ich dann, dass es erst mal Yannick ist, der uns zukünftig durch den Verkehr leiten darf.

Spracherkennung

Dann testeten wir die Eingabe der Ziele mittels Spracherkennung Speak & Go. Unser Navi kennt über 1000 Befehle, die auch auf dem Navi zum Nachlesen abgespeichert sind. Da der Hauptverwendungszweck bei uns schon die Navigation sein wird, legten wir den Schwerpunkt vor allem auf Ziele, sprich Adressen. Dabei waren einfache Straßennamen, aber auch verzwickte. Es klappte bei den langen und verzwickten in Verbindung mit Hausnummer und Stadt nicht immer, dass es die Straßennamen auf Anhieb richtig erkannte, die Trefferquote war aber mit ca. 95% doch schon recht gut.

Sagte ich dann nur Straßenname und Ort, war eine 100%ige Trefferquote zu verzeichnen und die Hausnummer wurde im Nachhinein abgefragt und auch 100%ig richtig erkannt. Irgendwie habe ich aber für mich das Gefühl, dass ich beim Eintippen von Zielen wesentlich schneller bin. Die männlichen Mitglieder meines Haushaltes, die das Navi mitbenutzen dürfen, sehen das für sich allerdings anders. Meine Männer sind von der Spracherkennung regelrecht begeistert und wissen gar nicht, was ich habe. Sie tippen halt nicht so gern wie ich.

Wenn ich mein Handy per Bluetooth mit dem Navi verbinde, fungiert mein TomTom Via 135 als Freisprecheinrichtung. Sprach- und Empfangsqualität haben mich sehr positiv überrascht. Aber auch hier habe ich für mich festgestellt, dass ich, wieder gegensätzlich zu den Ansichten meiner Männer, den Vorgang des Anrufens mittels Tippen aufs Display wesentlich schneller hinbekomme, als mit den Sprachbefehlen. Liegt vielleicht daran, dass ich lieber mit Menschen spreche, als mit Geräten.

GPS-Empfang

In unserer Wohnung findet das Via 135 kein GPS-Signal, auf dem Balkon oder im Auto dauerte es aber bislang max. eine Minute bis das Signal da war. Dabei ist mir jedoch aufgefallen, dass das Navi länger braucht das Signal zu finden, wenn ich vorher in der Wohnung damit rumgespielt habe. Habe ich die Spielereien in Bereichen mit GPS-Empfang durchgeführt, ist das Signal fast umgehend da.

Navigation

Die erste große Fahrt war eine uns bekannte Strecke, für die wir eigentlich kein Navigationsgerät gebraucht hätten. Seit mittlerweile 13 Jahren fahren wir jedes Jahr auf ein Festival. Allerdings schien sie mir zum Testen, gerade weil wir sie kennen, sehr geeignet. Als ich das Ziel eingegeben hatte(hier übrigens keine direkte Adresse mit Hausnummer sondern eine Straßenkreuzung), wollte mir das Navi die mittels IQ-Routes berechnete, kürzeste Strecke anbieten. Diese funktioniert sicher auch an allen anderen Tagen des Jahres als die Schnellste, nicht jedoch am Anreisetag zum Festival. Seit vier Jahren fahren wir daher eine um einige Kilometer weitere, aber wesentlich entspanntere Strecke, an der wir auch gleich an der richtigen Seite der Stadt in der Nähe unseres Zeltplatzes rauskommen und damit den Stau vor und in der Stadt umgehen.

So gab ich das Ziel noch mal neu ein, unter der Maßgabe, dass ich über einen bestimmten Ort fahren möchte und die Route war in Windeseile berechnet. Da ich das aber schon vor unserem Haus tat, wir dann erst noch zur Bank mussten und uns mit 4 weiteren Fahrzeugen, mit denen wir in Kolonne fuhren, an einem Treffpunkt verabredet hatten, der nicht direkt auf der Route lag, gaben wir Yannick noch vor dem Fahrtantritt ordentlich Arbeit. Sicher hätten wir die Bank und den Treffpunkt auch als Ziele über die wir fahren wollen eingeben können, aber für mich war es wesentlich interessanter, wie schnell unser neues Navi bei so außerplanmäßigen Aktionen reagiert. Das Ergebnis gefiel mir gut. Innerhalb von Sekunden hatte es jeweils nach dem Falsch-Abbiegen die Route neu berechnet. Und als wir dann endlich auf dem richtigen Kurs waren, führte es uns ohne unvorhergesehene Zwischenfälle ans Ziel.

Unsere zweite große Fahrt ging 14 Tage später an eine uns bislang unbekannte Adresse in Berlin. Hier nutzten wir die mittels IQ-Routes vorgeschlagene Strecke und kamen dank des Navis problemlos bis vor die Haustür. Auf der Rückfahrt, die ebenso problemlos verlief, stellte ich dann erfreut fest, dass sich das Display während der Dämmerung automatisch auf Nachtfarben umstellte.

Bei einigen kleinen Fahrten innerhalb der Stadt nutzte ich das Navi auch, konnte aber als Ortskundige nur feststellen, dass es mich genauso lotste, wie ich sowieso gefahren wäre. Im Normalfall nutzen wir das Navi aber nur auf längeren Strecken in andere Städte. Im Moment auch nur innerhalb Deutschlands, obwohl wir jetzt über das Kartenmaterial von 45 europäischen Ländern verfügen.

Wie der im Autokabel integrierte TMC-Verkehrsinfo-Empfänger funktioniert, habe ich noch nicht ganz begriffen. Bislang hatten wir aber auf unseren Fahrten mit dem Navi auch das große Glück, auf keinerlei unvorhergesehene Behinderungen zu treffen.

Fahrspurassistent

Der Fahrspurassistent meines neuen TomTom Via 135 begeistert mich regelrecht. In meiner Heimatstadt weiß ich ja, in welche Spur ich mich einordnen muss, um die gewünschte Strecke zu nehmen. Aber fremden Städten oder auch auf der Autobahn ist es mir schon häufig passiert (auch noch mit dem wieder abgelegten ersten Navi), dass ich nicht rechtzeitig auf die richtige Spur gefahren bin und dadurch entweder auf die Gunst anderer Autofahrer beim kurzfristigen Spurwechsel angewiesen war oder lange Umwege in Kauf nehmen musste. Vom Via 135 werde ich sowohl akustisch, als auch grafisch auf die richtige Spur hingewiesen.

Der Parkassistent wies uns am Ziel der ersten großen Fahrt auf freie Parkplätze hin, ansonsten habe ich mich noch nicht weiter damit befasst. Den in Deutschland verbotenen Radarwarndienst, den ich auf Wunsch installieren lassen könnte, lasse ich vorsichtshalber unangetastet.

Resümee

Alles in allem bin ich mit dem TomTom Via 135 Europe Traffic Navigationssystem sehr zufrieden. Bislang hat es mich nicht in die Irre geleitet, die getesteten Funktionen laufen einwandfrei und dass ich persönlich mich mit der Sprachsteuerung nicht so anfreunden kann, liegt definitiv nur an mir. Die kinderleichte Bedienbarkeit, die kostenlosen Kartenaktualisierungen und den Fahrspurassistenten finde ich richtig Klasse. Hätte ich mir das Gerät selbst gekauft, hätte ich in etwa die Preiskategorie gewählt, wie es derzeit bei Amazon angeboten wird. Da ich für das Navi, mit dem wir vorher so viel Ärger hatten, nicht weniger bezahlt habe, finde ich hier das Preis-Leistungs-Verhältnis natürlich richtig gut. Von mir daher 5 Sterne und eine Kaufempfehlung.

Fazit: Für mich ein perfektes Gerät

Verarbeitung:    
Ausstattung:    
Installation:    
Bedienkomfort: