Navigon 2200
"NAVI" geht´s in den Urlaub? - Navigon 2200 Navigationssystem

Produkttyp: Navigon Navigationssysteme

Neuester Testbericht: ... muss sagen ich bin hin und hergerissen zwischen Begeisterung und Missfallen. Anfangs war alles super gut mit dem Navi. Es hat mich sicher a... mehr

"NAVI" geht´s in den Urlaub?
Navigon 2200

Eckido66

Name des Mitglieds: Eckido66

Produkt:

Navigon 2200

Datum: 15.06.09, geändert am 06.03.10 (872 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Sehr gute Verarbeitung, tolle und umfangreiche Ausstattung, angemessener Preis...

Nachteile: nur 30 Tage Karten-Updates, Geschwindigkeitsangaben ungenau, einige Streckenfehler, lange Sat-Suche

Einen Tag bevor wir in den Urlaub fuhren, was nun knapp 2 Wochen her ist, traf ich etwa 1 Stunde vor Ladenschluss die Entscheidung, uns ein Navigationsgerät zu gönnen. Zugegeben, für einen ausgiebigen Preisvergleich war das etwas kurzfristig. Da ich innerhalb der 1 Stunde die Fahrzeit, das Beratungsgespräch und den Kauf vollziehen musste, blieb nur ein Navi-führendes-Geschäft übrig. Bei diesem handelt es sich um den Saturn-Markt. Zu diesem fuhr ich nun. Dass ich ein Navi brauchte, war klar. Nur welches es wird, das wollte ich dem Berater überlassen. Diesem nannte ich nur die Eckdaten:

-es sollte maximal 150 Euro kosten

-es sollte TMC beherrschen

-und ich wollte ein Markengerät erwerben


Mehr musste ein Navi meiner Meinung nach nicht haben. Sollte für den Preis mehr Ausstattung möglich sein, würde ich das natürlich gern hinnehmen :-). Mir war klar, dass mehrere Geräte diese Kriterien erfüllen werden. Dass aber jedes für sich Vor- und Nachteile hatte, hat mir der Saturn-Mitarbeiter freundlicherweise erklärt und vorgeführt. Eines lag zwar in der Preisklasse, hatte aber kein TMC. Ein anderes war mit TMC, aber zu teuer. Dann gab es auch noch Unterschiede beim TMC an sich, im Bezug auf die Antenne. Diese war bei manchen Geräten separat vorhanden, sodass man zwei Kabel im Auto "hängen" hat. Da gefiel mir die Lösung von Navigon schon besser, denn bei diesem Gerät ist die TMC-Antenne in das Ladekabel integriert worden. Nachdem ich dann ein Gerät von TomTom und eines von Navigon in die engere Auswahl genommen hatte, galt es zu entscheiden, welches Kartenmaterial nötig ist. Mit der Karte mehrerer europäischer Länder kosteten beide Navis mehr als die geplanten 150 Euro. Letztendlich entschied ich mich für das Navigon, was wohl daran lag, dass das TomTom noch mit einer separaten TMC-Antenne arbeitete. Und ich nahm das Navigon, in dem lediglich die Karten für Österreich, Deutschland, Lichtenstein und die Schweiz enthalten sind. Dafür sparte ich knapp 40 Euro und lag somit unter meinem selbst gesetzten Preislimit. Ich muss dazu sagen, dass ich in den nächsten Jahren wohl auch in kein anderes Land fahren werde, weshalb ich auf die Karten dieser Länder verzichten kann.

Nun wollt ihr sicher wissen, welches Navigationsgerät ich gekauft habe: ich entschied mich für das...


...NAVIGON 2200.


Kurz und knapp kommt der Name daher und dieser bürgt für Qualität, so meinte es jedenfalls der Saturn-Mitarbeiter.

Und nun möchte ich euch die Möglichkeiten aufzeigen, wie man den Hersteller erreichen kann:


DER HERSTELLER


Produziert wird dieses Navigationsgerät von NAVIGON. Die Firma wurde im Jahre 1991 unter dem Namen "Gesellschaft für digitale Kartographie CIS GmbH in Würzburg gegründet. Erst 1998 erhielt die Firma den Namen "Navigon", der meines Erachtens nach besser klingt. Auch passt er wohl eher auf die kleinen Displays der Navis (grins). Navigon ist eines der führenden Unternehmen in der mobilen Navigationsbranche. Aber wie erreicht man den Hersteller?


PER E-MAIL

Hierzu nutzt man einfach das Kontaktformular der Homepage auf www.navigon.com. Man findet es unter "Kontakt".


PER TELEFON

-aus Deutschland: 0180-5-628 44 66 (0,14 EUR/Min. Festnetz, ggf. andere Preise Mobilfunk).

-aus Österreich: 0820-240437 (0,145 EUR/Min. Festnetz, ggf. andere Preise Mobilfunk)

-aus der Schweiz: 0848-662544 (max. 0,11sFr./Min. Festnetz, ggf. andere Preise Mobilfunk)


Der Kundenservice ist in jedem der angegebenen Länder montags bis samstags in der Zeit 8:00 bis 20:00 Uhr (außer den gesetzlichen Feiertagen) erreichbar.


Nun möchte ich euch einen Überblick über die Funktionen geben, die dieses Gerätes aufweist bzw. beherrscht:


DIE AUSSTATTUNG


Dieses Navi verfügt über folgende Ausstattungsmerkmale:

-TMC (mit im Ladekabel integrierter Antenne)
-Reality View Pro
-Text-to-Speech
-Fahrspurassistent
-Pro Radar Info
-Latest Map Guarantee
-Notfall-Hilfe
-Geschwindigkeitsassistent
-erweiterbarer Speicher über microSD- Karte
-3,5'' Touchscreen-Display
-Regionale Karte
-Intelligente Adresseingabe
-Intuitive Benutzeroberfläche
-Mehr als 2 Millionen Sonderziele (POI)


Das ist nicht wenig, wenn man bedenkt, dass das Gerätchen sehr klein ist. Aber was verbirgt sich hinter den Bezeichnungen?


TMC...

...bedeutet TRAFFIC MESSAGE CHANNEL. Man könnte dieses System als Weiterentwicklung des bekannten RDS bezeichnen. RDS dient dazu, Sendernamen und Informationen auf dem Display des Radios oder anderer Geräte anzeigen zu lassen. TMC hilft dem Fahrer, schneller auf Verkehrsmeldungen zu reagieren. Die TMC-Infos werden nämlich von einigen Radiosendern übertragen und können von manchen Navigationsgeräten verarbeitet werden. Das ist hilfreich, um dem Fahrer eine Route vorschlagen zu können, die keine oder weniger Verkehrsbehinderungen aufweist. Mir hat das auf der Urlaubsreise genützt, denn ich konnte nicht nur die schnellste Strecke finden sondern die aktuellsten Staumeldungen auch auf dem Display ansehen. Übrigens werden die Daten durch die Verkehrsbehörden der Länder und den ADAC in das System eingespeist. Als Quellen dienen dabei Verkehrskameras, Schleifen usw. TMC funktioniert in Europa, in Teilen der USA und in China.

Ein Vorteil dieses Gerätes ist, dass die TMC-Antenne bereits in das Ladekabel integriert worden ist. Somit hängt ein Kabel weniger im Auto herum :-) .


REALITY VIEW PRO...

...auch dies ist eine nette "Spielerei". Straßen werdennicht, wie üblich als Linien angezeigt, sondern realistisch. Man kann z.B. den Asphalt, die Mittelstreifen, die Verkehrszeichen und die Leitplanken erkennen. Dies hilft, an Autobahnkreuzen und Ausfahrten leichter den Überblick zu behalten. Ich finde diese Lösung sehr gut, denn übersichtlicher kann man sich wohl kaum navigieren lassen (jedenfalls in der heutigen zeit nicht).


TEXT-TO-SPEECH...

...der Name sagt es: das Navi kann vorlesen, nämlich Entfernungen, Straßennamen und Ausfahrten. Das ist sehr hilfreich, denn man muss nicht ständig auf das Display des Navi schauen und kann sich dadurch besser auf die Straße konzentrieren. Text-To-Speech ist nur in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Schwedisch und Spanisch möglich. Das sollte aber ausreichen.


FAHRSPURASSISTENT

Mit dessen Hilfe findet man sich auch auf breiten Straßen mit vielen Abfahrten gut zurecht, denn das Navi sagt und zeigt dem Nutzer (und den interessierten Insassen), welche Fahrspur er benutzen soll. Cool, oder? Mir hat es häufig geholfen. Zum Beispiel an Autobahnkreuzen, wenn es mehrere Spuren gab, die in unterschiedlichste Richtungen führten.


PRO RADAR INFO

Ich habe es genossen, diese Funktion auszuprobieren. Auf der Insel Rügen sind nämlich mehrere feste "Starenkästen" angebracht. Alle hat das Navi rechtzeitig vor Erreichen der Stelle mit dem netten Spruch "Achtung Gefahrenstelle" angesagt und es hat zudem den genauen Standort angezeigt. Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass das Navi auch Geschwindigkeitsbeschränkungen anzeigen kann. Man sieht womit im oberen linken Displaybereich gleich, wie schnell man fahren darf. Mehr dazu werdet ihr später erfahren. Ich habe das Testangebot von Navigon genutzt und teste nun Pro Radar Info 3 Monate kostenfei (Aktion gilt bis 31.12.2009) Nach Ablauf der 3 Monate kostet dieser Service natürlich Geld. Mehr Infos gibt´s auf www.navigon.de und in dem im Lieferumfang enthaltenen Unterlagen.


LATEST MAP GUARANTEE

Diese Garantie finde ich nicht sonderlich hilfreich. Der Hersteller garantiert, dass der Nutzer innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Benutzung des Gerätes das aktuellste Kartenmaterial für das Gerät kostenlos herunter laden kann. Was ist danach? Dann kostet es, und das nicht wenig. Die Straße in der ich wohne, ist im Navi noch nicht erfasst und ich denke, diese wird in den nächsten 2 Wochen wohl auch nicht nachgetragen werden. Somit werde ich wohl ohne Extra-Kosten meine Adresse nicht mehr in dieses Navi integrieren können. Das ist nicht toll, denn so muss ich immer eine Nebenstraße angeben. Klar, damit kann man klar kommen, doch würde ich trotzdem gern meine Adresse eingeben können. :-)

Will man für einen Zeitraum von 24 Monaten alle Kartenaktualisierungen downloaden, so kostet das, je nach Navi und Karte einmalig zwischen 69 und 129 Euro. Der Service nennt sich Navigon Fresh Maps und man findet ihn auf der Homepage www.navigon.de. Beim Navigon 2200 liegen die Preise wie folgt:

-FreshMaps Europe inklusive Reality View Pro (Q1/2009) - 99,00 Euro
-Europakarte Release Q1/2009 - 69,00 Euro
-Nordamerikakarte (Q4/2008) - 129,00 Euro

Ich finde das schon etwas heftig. Andererseits muss man das ja nicht buchen und kann diese Kosten so umgehen. Wer aber viel unterwegs ist und immer die neueste Karte benötigt, der sollte sich durchrechnen, ob nicht der Preis für ein anderes Navi günstiger ist, denn bei einigen sind Kartenaktualisierungen im Kaufpreis enthalten. :-) .


NOTFALL-HILFE

Dieses Gerätchen kann auf Wunsch innerhalb von wenigen Sekunden wichtige Stationen wie Polizei, Krankenhäuser usw. anzeigen. Das nenne ich doch mal eine gute Sache! Trotzdem bleibt zu hoffen, dass man das nie brauchen wird!


GESCHWINDIGKEITSASSISTENT

Der Name verrät es bereits: das Navigon kann auch Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen, die auf einer Strecke gelten. Dies tut es, indem das entsprechende Verkehrszeichen in der linken oberen Display-Ecke angezeigt wird. Leider funktioniert das eher selten wirklich genau. Auf der Insel Rügen, aber auch auf der Hin- und Rückfahrt habe ich häufig feststellen müssen, dass es besser ist, auf die Verkehrszeichen zu achten, die an der Straße stehen. Viele Baustellen (die seit Monaten bestehen) wurden vom Gerät nicht erkannt - es zeigt als Geschwindigkeit 130 an, obwohl tatsächlich 60 erlaubt waren. Weiterhin gibt es auf Rügen meist die Begrenzung auf 80 Km/h. Trotzdem zeigte das Navi manchmal "70" an, dann wieder "100". Die tatsächlich erlaubte Geschwindigkeit von 80 Km/h sah ich auf dem Display jedoch nur in einem Fall und das nur für eine kurze Zeit. Mit der Aktualität hat es Navigon also nicht so sehr, das finde ich ärgerlich, denn der Grundgedanke dieser Funktion ist wirklich super!


ERWEITERBARER SPEICHER

Man kann den Speicher erweitern. Hierzu schiebt man einfach eine microSD-Karte in das Gerät und schon hat man Platz für weitere Karten. Der entsprechende Kartenslot befindet sich auf der linken Seite des Gerätes. Er ist mit nicht einmal aufgefallen. Jetzt, wo ich den Bericht schreibe, erfuhr ich von dessen Vorhandensein. Auch dafür ist das Schreiben von Berichten gut! (lach)


3,5'' TOUCHSCREEN DISPLAY

Ja, was gibt´s dazu zu sagen?! Ich finde, dass es ein recht gutes Bild aufweist. Die Kontraste passen und auch die dargestellten Farben sehen satt aus. Man kann die Helligkeit einstellen, indem man unter "Optionen" - "Einstellungen" - "Allgemein" die entsprechende Helligkeit (es gibt 8 Stufen) "bei Nacht" und "bei Tag" auswählt. Wenn man nun zwischen Tag- und Nachtmodus wechselt, schaltet das Display auf die vorgegebene Helligkeit. Die dunkelste Einstellung wäre mir schon zu dunkel, aber das ist Ansichtssache. Ich habe für die Nacht eine mittlere Helligkeit gewählt und für den Tag das volle Programm, denn wenn die Sonne ins Auto schein, sieht man sonst zu wenig.

Noch eine Sache finde ich interessant: man kann bei der Helligkeit die Auswahl "automatisch" treffen. Das Navi aktiviert dann anhand des Zeitpunktes des Sonnenauf- und -unterganges, ob der Tag- oder der Nachtmodus aktiviert wird. Das gefällt mir sehr gut, denn so muss ich mich nicht mehr darum kümmern, wenn ich im Hellen los fahren und im Dunkeln ankomme oder umgedreht.

Weiterhin kann man wählen, ob ein Bildschirmschoner angezeigt werden soll, wenn keine Navigation durchgeführt wird. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich das Navi ausschalte, wenn ich es nicht benötige.

Das Batteriesymbol, ein Satellitenzeichen und ein Ausrufezeichen im Dreieck (ich habe noch keine Erklärung dafür gefunden) wird in der rechten oberen Ecke angezeigt. Man hat also die Symbole im Blick und sieht, wann der Akku fast leer ist. Das ist nötig, wenn man das Gerät im Fußgänger-Modus verwendet, denn dann ist es ja meist nicht an eine stromquelle angeschlossen.


REGIONALE KARTE


Das Gerätchen zeigt regionale Karten an. Das ist gut, anders hätte ich es aber auch nicht erwartet. :-)


INTELLIGENTE ADRESSEINGABE

Dies ist eine ganz wichtige Funktion, denn sie kann dabei helfen, durch Schreibfehler alles noch einmal eingeben zu müssen. Das funktioniert folgendermaßen: zuerst wählt man den Ort. Gibt man z.B. ein A ein, weil der Ort mit diesem Buchstaben beginnt, werden alle Buchstaben, die nicht auf A folgen, weil es keinen Ort mit dieser Kombination gibt, grau hinterlegt und können nicht mehr gewählt werden. Beim folgenden Buchstaben ist das genau so und beim nächsten und beim... na ihr wisst schon.

Gleiches gilt bei der Eingabe der gewünschten Straße. Ich finde die Lösung richtig gut, denn so ist der Ort schnell eingegeben. Das Nvai zeigt weiterhin Vorschläge an. Man kann dann durch Druck auf den gewünschten Namen die Sache abkürzen. Tolle Sache!


INTUITIVE BENUTZEROBERFLÄCHE

Gut, hier wisst ihr sicher auch, was sich dahinter verbirgt. Ich kam mit dem Navi zurecht, obwohl ich nie zuvor eines besessen hatte. Wer natürlich zuvor mit dem Gerät eines anderen Herstellers gearbeitet hat, wird sich möglicherweise etwas umstellen müssen. Das sollte aber jeder selbst herausfinden. Man kann das Gerät ja vor dem Kauf in einem Geschäft durchprobieren.


MEHR ALS 2 MILLIONEN SONDERZIELE (POI)

Auch das finde ich toll, denn so findet man in einem Ort schnell Einkaufszentren, die Polizei, ein Krankenhaus, ein Restaurant, einen Parkplatz usw. Ich werde nun alle möglichen Sonderziele nennen:

-Tankstelle
-Parken
-Restaurant
-Übernachtung
-Geldautomat
-Bank
-Einkauf
-Bahnhof
-Autohändler
-Autovermietung
-Tourismus/Natur
-Kultur
-Sport
-Schule & Bildung
-Behörde & Polizei
-Gesundheitswesen
-Messe
-Post
-Religiöse Stätte

Schön ist, dass man z.B. beim Restaurant nach seinen Vorlieben suchen kann bzw. Eher die Suche seinen Vorlieben anpassen kann. Es gibt z.B. die Wahlmöglichkeiten (falls in dem Ort vorhanden): Mc Café, FastFood, Mc Donalkd´s, Fisch, Deutsch, Griechisch, International, Italienisch, Mexikanisch und Andere. Klickt man auf das gewünschte Objekt, so bekommt man auf der folgenden Seite die Namen der möglichen Restaurants angezeigt und klickt dann wiederum das passende an. Nun erscheint die Adresse und meist auch die Telefonnummer. Das finde ich richtig gut, denn so kann ich auch zuvor anrufen und einen Tisch bestellen. Schade, dass das Navi noch keine Speisekarte der Restaurants und die Preise kennt (lach). Apropos Preise: diese werden bei dem einen oder anderen Parkplatz (ebenfalls ein Sonderziel) im Navi angezeigt. Auch das ist nicht verkehrt, denn so kann man sich den preiswertesten Plast zuvor aussuchen (wenn man das möchte).


DAS NAVIGATIONSGERÄT


Und nun möchte ich euch dieses tolle teil näher beschreiben und einige Funktionen erklären, die es besitzt, denn alle waren oben nicht dabei :-) .

Das Navigon 2200 ist schwarz. Es hat Display im 4:3 Format (3,5 "). Dabei handelt es sich um ein Touch-Display. Die Vorderseite des Navi ist glänzend (Klavierlack). Umgeben ist sie von einem silbernen Streifen, der ebenfalls dazu beiträgt, dass das Gerät edel wirkt. Im unteren Bereich ist der Name "Navigon" und das Firmenlogo, in weißer Schrift, zu erkennen.

Die Rückseite ist ebenfalls schwarz, aber matt. Dort befindet sich der Lautsprecher und man sieht ebenfalls den Namen des Herstellers und dessen Logo. Der Lautsprecher ist recht klein, aber er reicht wirklich aus, um auch beim stärkeren Geräuschen im Auto die Stimme der Navi-Dame zu hören. Ich habe nicht die lauteste Einstellung gewählt, weil auf unserer Tour ja die Mitfahrer auch geschlafen haben :-) . Trotzdem habe ich die Dame gut verstanden.

Auf der linken Seite befindet sich der microSD-Slot. In diesen kommt, wer hätte es gedacht, eine micro-SD-Karte. Mit dieser kann man den internen Speicher, der lediglich 512 MB klein ist, erweitern. Mehr technische Daten gibt´s gleich.

Auf der rechten Seite ist ein Reset-Knopfchen eingearbeitet. Bisher habe ich diesen nicht benötigt, weil das Gerät sich nicht "aufgehangen" hat.

Die Unterseite trägt den Aufkleber, der Angaben zum Gerät enthält, wie die Seriennummer usw. Diese sollte man sich notieren, damit man im Falle eines Diebstahles der Polizei und der Versicherung diese Nummer nennen kann (ob das was nützt, ist eine andere Sache) :-) .

Daneben gibt´s den USB-Anschluss. An diesen kommt das USB-Kabel, welches ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist. Das Kabel ist lang genug, um vom Gerät zum Zigarettenanzünder und zurück und wieder bis hin erlegt zu werden. Ich habe keine Ahnung, an welchen Fahrzeugen der Zigarettenanzünder so weit weg ist. Das eine oder andere Wohnmobil dürfte vielleicht ein solch langes Kabel benötigen.

Das war´s zur Beschreibung. Ich komme nun zur...


...MENÜFÜHRUNG.


Diese finde ich sehr gut, denn alles wird in der eigenen Sprache-, sehr übersichtlich- und eigentlich idiotensicher angezeigt. Hat man sich vertippt, klickt man mit dem Finger oder einem Stift auf den "Zurück-Pfeil" und kann es erneut versuchen. Apropos Stift: ich empfehle euch, einen solchen zu verwenden, denn Buttons, die sich in den Ecken befinden, sind mit dem Finger nicht immer leicht zu treffen.

Schaltet man das Navigationsgerät zum ersten Mal ein, so konfiguriert man es nach seinen Wünschen. Das klappt gut und geht schnell. Man sollte auch die aktuelle Karte laden. Diese findet man auf der Navigon-Homepage und auch das klappt gut und ist schnell erledigt.

Wenn man das geschafft hat und das Navi erneut einschaltet, so sieht man als erstes die Buttons "Neues Ziel", "Meine Ziele", "Nach Hause", "Karte anzeigen", das Symbol für "Ausschalten" und "Optionen". Wenn man seine Adresse eingegeben hat, gelangt man durch Klick auf "nach Hause" auch dahin zurück. Das Navi errechnet dann vom derzeitigen Standort die Route dahin. Es zeigt übrigens auch an, wann man voraussichtlich das Ziel erreichen wird und wie viele Kilometer es noch sind. Dies kann man aber individuell einstellen.

Auf Wunsch werden dem Nutzer Geschwindigkeiten angezeigt und es wird auch vor feststehenden Radarfallen gewarnt, so man das wünscht. Achtung: das ist nicht überall erlaubt! :-)

Der derzeitige Standort wird ebenfalls auf dem Display angezeigt, ebenso wie Parkplätze, die sich in unmittelbarer Nähe befinden und Tankstellen. Auch das kann man nach seinen Wünschen einstellen.

Ich finde, dass die Menüführung wirklich intuitiv ist, da hat der Hersteller nicht zu viel versprochen. Auch reagiert das Display gut auf Berührungen. Eines gefällt mir nicht so gut, nämlich dass man manche Buttons recht weit in die Ecken gesetzt hat, was dazu führt, dass man sie mit dem Finger kaum erreichen kann (z.B. "Optionen"). Ein Stift schafft hier aber Abhilfe.


Das soll es erst einmal zum Gerät an sich gewesen sein. Nun komme ich zu den...


Technischen Daten.

Diese sind schnell genannt:


-Bildschirm: 3,5"-Touchscreen im 4:3 Format
-GPS: SiRF Atlas III + Instant Fix II
-Betriebssystem: Windows CE
-Speicher: 512 MB ROM / 2 GB ROM / 64 MB RAM
-Prozessor: Atlas III (375 MHz)
-Akku: 740 mAh Lithium-Batterie
-Gewicht: 121 g
-Abmessungen: 95 mm x 72 mm x 17 mm

SPRACHEN: Sprachen: B, CZ, D, DK, E, F, FIN, GR , H, I, N, NL, P, PL, RUS , S, TR, UK und USA.


Da dürfte wohl für jeden die passende Sprache dabei sein. Mir persönlich reicht deutsch völlig aus. :-)


DER KAUFORT UND DER PREIS


Gekauft habe ich dieses Gerät, ihr wisst es, bei Saturn. Dort kostete es 139 Euro. Dafür gibt´s ein sehr gutes Navi mit den Karten für Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Wer eine Europakarte benötigt, zahlt für dieses Gerät 179 Euro. Man kann auch später die Karte erwerben, dann ist es aber teurer. Man sollte sich also vor dem kauf im Klaren sein, was man wirklich braucht.


DER LIEFERUMFANG


In dem kleinen Pappkarton befanden sich, gut verpackt, folgende Elemente:


-1 Navigon 2200

-1 Halterung für die Frontscheibe (zum selbst zusammen basteln)

-1 Ladekabel für den Zigarettenanzünder

-1 USB-Kabel

-1 Broschüre

-1 "Quick Installation Guide"


Mehr war da nicht drin. Eine Bedienungsanleitung kann man sich aus dem Internet ziehen. Auf www.navigon.de gibt´s den passenden Link. Ich habe keine Anleitung gebraucht und kam mit dem Gerät trotzdem schnell zurecht - man kann also durchaus auf eine Anleitung in Buch- oder Heftform verzichten...

DIE STIMME


Ich finde beide Navi-Stimmen gar nicht so verkehrt. Mich hat das Geschnattere der Damen nicht genervt. Wieso ich DAMEN schreibe? Weil keine Männerstimme mit dabei ist. Es gibt lediglich Sabine oder Petra. Und beide Stimmen klingen recht ähnlich.


DIE HALTERUNG


Ehe man die Halterung anbringen kann, muss man sie zusammenbauen. Das ist einfach und geht schnell. Die entsprechende Anleitung ist im Lieferumfang enthalten. Man muss nur zwei Plastikteile ineinander schieben, die schraube hinein schieben und eine Mutter darauf drehen - fertig.

Die Halterung ist von guter Qualität. Sie kann sowohl horizontal als auch vertikal verstellt werden. Somit kann man sich das Display des Navi so einstellen, dass man es von seiner Sitzposition aus gut sehen kann.

Um die Halterung an die Scheibe zu bringen, muss man den Hebel öffnen, den Halter an die gewünschte Stelle der Scheibe drücken und dann den Hebel wieder schließen. Schon sitzt das Teil fest an der Scheibe. Nun muss man nur noch das Navi in die Halterung klicken. Auch das ist sehr einfach und hält gut.

Und an dieser Stelle möchte ich euch einige unerfreuliche Begebenheiten mitteilen. Die Überschrift lässt erahnen, was geschah... (lach).


VÖLLIG IRRE?!


Unsere Fahr auf die Insel Rügen, die knapp 7 Stunden dauerte, verlief hervorragend. Das Gerät hat uns sehr gut dahin navigiert, unterwegs die Tankstellen und die Parkplätze sowie die Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt und auch der Fahrspurassistent und TMC halfen dabei, dass die Fahrt nicht zum Chaos wurde. Alles hat aber nicht wirklich immer geklappt. Ob das bei den Geräten der anderen Hersteller auch so ist, weiß ich nicht. Ich werde euch nun alle Situationen aufführen, in denen die Angaben nicht immer gestimmt haben.

Geschwindigkeitsangaben

FALL 1: Das Navi zeigt die aktuell geltende Geschwindigkeitsbegrenzung an und weist auf Wunsch auch akustisch darauf hin, wenn man diese Grenze überschreitet. Man kann die Toleranz seinen Bedürfnissen anpassen. Wenn man bei der geltenden Geschwindigkeit erinnert werden möchte, so redet die Dame ständig, da sie mitteilen möchte, dass man zu schnell ist. Das nervt auf Dauer. Ich habe mich deshalb dafür entschieden, erinnert zu werden, wenn ich die aktuell geltende Geschwindigkeit um 10 Km/h überschreite. Man fährt so entspannter.

Aber nun zu den negativen Seiten:

Das Navi kannte zwar den überwiegenden Teil der Geschwindigkeitsbegrenzungen und zeigte diese auch im Display an, jedoch stimmten auch eine ganze Reihe der angezeigten Schilder nicht mit der Realität überein. So kannte es zum Beispiel mehrere Baustellen (die es schon seit mehreren Monaten gibt) nicht. Es zeigte statt der 60 Km/h und der 80 Km/h die übliche Geschwindigkeit an. Wäre ich 120 oder 130 gefahren, wäre das wohl eine teure Fahrt geworden. Klar, man darf sich nicht nur nach dem Navi richten sondern muss den Angaben und den Gegebenheiten der Straße folgen. Allerdings meine ich, dass so ein Service besser funktionieren muss und die Software auch in Bezug auf solche Angaben häufiger aktualisiert werden sollte. Der Grundgedanke ist nämlich gar nicht verkehrt, denn wie oft übersieht man eine Begrenzung und fährt dadurch zu schnell?!

FALL 2: Als wir dann die Rügenbrücke überquert hatten, befand sich vor uns eine Baustelle, die schon längere Zeit vorhanden ist. Nun gab es zwei Möglichkeiten. Die erste war, man biegt nach links ab und die zweite war, dass man rechts herum fährt. Die Beschilderung meinte, dass ich mich für die erste Variante entscheiden soll, das Navi fand die nach rechts führende Strecke besser. Ich folgte dem Navigationsgerät (schließlich führen ja viele Straßen nach Rom...) und musste schnell feststellen, dass es die falsche Entscheidung war. Ich fuhr nämlich wieder auf die Rügenbrücke auf und demnach zurück in Richtung Stralsund. Eine Wendemöglichkeit gab es nicht und so musste ich bis zur Abfahrt "Stralsund" fahren und konnte erst dort wenden. Ich finde es ärgerlich, dass man Langzeitbaustellen nicht in die Kartenaktualisierungen aufnimmt!

FALL 3: Der überwiegende Teil der Straßen der Insel Rügen ist mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung versehen. 80 Km/h zeigen hier die meisten Schilder. Fast immer hast das Navigon 2200 die falsche Geschwindigkeit angezeigt. Mal meinte es, es wären 70, dann zeigte es wieder 100 Km/h an. Dem Aussehen her zu urteilen stehen diese Schilder nicht erst seit 3 Monaten dort. Man kann ja wohl erwarten, dass solche Angaben aktualisiert werden.

FALL 4: Wir planten einen Ausflug zur Pirateninsel in Putbus. Vor Fahrtantritt gab ich die Adresse dieses Kinderspielparadieses ins Navi ein. Die Adresse lautet: Lauterbacher Straße 10 in 18581 Putbus. Das Navi führte mich bis nach Putbus und auch in die Lauterbacher Straße. Ich sah bereits die Pirateninsel, welche sich auf der rechten Straßenseite befindet. Just in dem Moment meinte die nette Stimme, dass ich mich dem Ziel nähere und ergänzte, dass das Ziel "LINKS" liegt. Nun war ich platt. Ich ging davon aus, dass ich mich verhört habe. Um das zu überprüfen fuhr ich einfach weiter und folgte den Anweisungen des Gerätes. Als ich dann an der Einfahrt des Spielparks vorbei gefahren war, meinte das Stimmchen, ich solle nun links fahren. Das tat ich und stand vor einem geschlossenen Tor. Dahinter befindet sich eine Firma (oder befand sich mal). Gut, ich wendete nun und fuhr zur eigentlichen Einfahrt. Die Dame erklärte, ich solle wenden. Ich sagte ihr deutlich, dass ich das nicht tun werde! :-) Als ich dann auf das Gelände des Spielparks gefahren war, sah ich deutlich am Objekt die Hausnummer 10. Nun war ich mir ganz sicher, dass nicht ich sondern das Navi sich irrte.

FALL 5: Und noch etwas ist nicht so toll: nach dem Einschalten des Gerätes und der Wahl des Zieles dauert es häufig 5-10 Minuten, ehe das Navi den Satelliten gefunden hat und somit mit der Navigation beginnen kann. Das ist mir etwas zu lang. Die Geräte der Freunde, Verwandten, Kollegen und Bekannten können das schneller.

Ich habe das Gerät nun erst 2 Wochen in Benutzung, meine aber, ein ganz gutes Urteil darüber bilden zu können. Sollte ich weitere Fehlerchen feststellen, so werde ich diese später in einem Update nachreichen.


EIGENE ERFAHRUNGEN


Ich habe meine eigenen Erfahrungen im Verlauf meines Berichtes ausführlich zum Besten gegeben. Aus diesem Grunde gibt´s hier nur eine kurze Zusammenfassung.

Im Allgemeinen bin ich mit dem Gerätchen sehr zufrieden. Ich finde das Display sehr gut gelungen, weil es sowohl farblich als auch kontrastlich überzeugte. Auch die Verarbeitung des Navis ist gut und es sieht aufgrund seiner Klavierlackoptik und der silbernen Umrandung edel aus.

Der Lautsprecher ist laut genug, um auch bei hohem Tempo, eingeschaltetem Autoradio und Kindergeschrei gehört zu werden. Ich habe das selbstverständlich getestet (grins).

Gut gefällt mir auch die Möglichkeit, den Speicher mittels microSD-Karte erweitern zu können. So kann man später Karten nachrüsten.

Weiterhin muss ich lobend erwähnen, dass die TMC-Antenne im Ladekabel untergebracht ist, was den Vorteil hat, dass auf ein separates Kabel verzichtet werden kann.

Die Halterung, mit der das Gerät an der Scheibe befestigt wird, ist stabil und hält sehr gut. Auch das Navi lässt sich leicht in die Halterung stecken und von dieser auch wieder lösen.

Die Helligkeit des Displays kann eingestellt werden und es gibt einen Tag- und einen Nachtmodus. Wählt man den Automatikmodus, schaltet das Teil automatisch um - genau so muss das sein.

Die Menüführung hat mich überzeugt. Ich habe keine Bedienungsanleitung gebraucht und kam trotzdem schnell damit zurecht. Das hat Navigon gut gelöst.

Die Streckenführung gefällt mir ebenfalls sehr gut. Besonders erwähnen muss ich den integrierten Fahrspurassistenten, der mir anzeigte, welche der vielen Fahrspuren ich z.B. an Autobahndreiecken nutzen soll. So wusste ich rechtzeitig Bescheid und konnte daher zeitig genug die richtige Spur wählen. Weiterhin hat mir die Anzeige der Fahrbahn, der Leitplanken und der Schilder, die Reality View Pro ermöglicht, sehr geholfen. Das macht die Sache nämlich übersichtlicher.

Zwei Dinge gefallen mir besonders gut, nämlich dass das Teil feststehende Radaranlagen anzeigt und auch ansagt, wann ich zu schnell unterwegs bin (wenn es denn funktioniert), was man nach seinen Bedürfnissen konfigurieren kann (in Bezug auf die Toleranz).

Fast hätte ich dem Navigon 5 Sterne verliehen, wären da nicht die negativen Erfahrungen. Zum einen passte mir nicht, dass viele LANGZEIT-Baustellen nicht eingezeichnet sind. Das meine ich im Zusammenhang mit der Geschwindigkeitsbegrenzung und auch in Bezug auf die geänderte Streckenführung. Auch dass oftmals die falsche Geschwindigkeit angezeigt wurde, gefiel mir nicht sonderlich. Das kann MAL passieren, aber nicht so oft. Wenn man so eine Funktion einbaut, sollte man die Software auch regelmäßig um Änderungen erweitern, sonst ist die Sache eher sinnlos.

Ebenfalls bemängeln muss ich die lange Suche nach dem/den Satelliten. Zwischen 5 und 10 Minuten muss man einplanen, ehe man starten kann.

Ich verleihe dem Navigon 2200 rasante 4 Sterne, wenn auch nur gerade so. Eine Kaufempfehlung gebe ich ebenfalls ab, denn ich meine dass man für den Preis ein gut ausgestattetes Navigationssystem bekommt, das obendrein gut verarbeitet ist.


UPDATE: Seit nunmehr 9 Monaten nutze ich dieses Navigationsgerät und ich bleibe bei meiner Meinung: knappe 4 Sterne, mehr gibt´s nicht! ;-)

Mittlerweile bereue ich, dass ich keine Software-Updates mehr bekomme (es sei denn, ich zahle 99 Euro). Den einen oder anderen Fehler, bezüglich der angezeigten Beschilderungen, habe ich feststellen müssen. Dies betrifft insbesondere die Geschwindigkeitsangaben. Des Weiteren dauert es mit entschieden zu lange, bis das Navi bereit ist, mit der Navigation zu beginnen. Anfangs vermutete ich, es läge an meiner beschichteten Frontscheibe und habe das Gerät daher außerhalb des Fahrzeuges gestartet. Die Dauer der Suche nach dem Satelliten verkürzte sich nicht wesentlich.

Fazit: Ich habe den Kauf nicht bereut.

Verarbeitung:    
Ausstattung:    
Installation:    
Bedienkomfort: