


Erhältlich in: 1 Shop
Produkttyp: Garmin Navigationssysteme
Neuester Testbericht: ... kann den reibungslosen Empfang bestätigen. Hatte noch keine Ausfälle!!! Habe die Garmin Uhr einmal beim Radfahren getragen um zu sehen, in ... mehr
Der perfekte Laufpartner
Garmin Forerunner 305

Name des Mitglieds: diku
Produkt:
Garmin Forerunner 305
Datum: 04.07.07, geändert am 10.05.08 (3522 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: jederzeit auf nicht vermessenen Strecken trainieren, Analyse und Traingssteuerung, Lauftagebuch
Nachteile: bislang keine
Liebe Läufer,
über dieses Gerät, das m.W. im Frühjahr 2006 auf den Markt gekommen ist, wurde bereits viel diskutiert. Gegenstand der Diskussionen waren der respektable Preis und die Zuverlässigkeit bzw. Genauigkeit. Anfänglich nervte es viele Benutzer (sollte man besser "user" sagen...?) mit erratischen Anzeigen, Ausfällen in Waldgebieten und Häuserschluchten, Totalabstürzen ohne Recoverymöglichkeit und dergleichen. Der große Schritt der Verbesserung kam dann im Herbst/Winter 2006/2007 mit der Software-Version 2.6; mit diesem Update waren die meisten bugs eliminiert worden. Daher bezieht sich dieser Testbericht auf mein Gerät mit der Version 2.60 (kann von der Homepage von garmin.com runtergeladen werden, mittlerweile sind wir bei 2.70. ABER: Never change a running system...).
Ausstattung bzw. Features: Ich möchte hier nur auf die Hauptmerkmale bzw. meine persönlichen Erfahrungen eingehen, da sich jeder Interessierte wohl selbst eingehend auf der Homepage des Herstellers über die mannigfaltigen Möglichkeiten, die einem dieses Hightech-Gerät bietet, kundig machen kann. Mit dem Forerunner 305 hat das Lauftraining für mich und viele andere eine völlig neue Dimension erhalten. Es gibt einem die Möglichkeit, auf nicht vermessenen Strecken (und viele interessante Strecken sind nicht (zu) vermessen...) ein kontrolliertes Training durchzuführen, da es mittels GPS-Empfänger jederzeit die aktuelle Position mitloggt. Daneben zeigt es vielerlei Daten an: Puls in bpm oder %der max. HF, HF-Stufen, Momentangeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit des Laufs oder der letzten Runde (wobei man eine "Runde" frei definieren kann, etwa als den letzten km, einen Streckenabschnitt, etc.), Momentangeschwindkeit (hier muss man Abstriche an die Genauigkeit machen, da der Wert schwankt), die zurückgelegte Distanz (Gesamt-, Rundendistanz etc.), Trainingszeit, etc. etc. Diese Werte können auf drei verschiedenen Datenbildschirmen angezeigt werden, die man durchscrollen und selbst frei konfigurieren kann. Es können immer max. vier Datenfelder auf einem Bildschirm angezeigt werden, also maximal 12 Infofelder. Hier meine erprobten drei Bildschirme: 1. Einen Überblick über die Gesamtstrecke (Gesamtzeit, -distanz, Durchschnittsgeschwindigkeit des Laufs und momentane %max.HF (die man ja immer im Blick haben sollte)), 2. einen für die momentane Trainingsrunde (die stets präsente %max.HF, verstrichene Rundenzeit und Durchschnittsgeschwindigkeit der aktuellen Runde) und 3. einen allgemeinen (%max.HF, Uhrzeit, Genauigkeit (in Meter - gemeint ist die Positionsbestimmung) und Rundenzahl (falls man auf z.B. um einen See läuft und sich nicht die Runden merken will/kann)).
Desweiteren können mit der Garmin-Software ("TrainingCenter" -- kann kostenlos heruntergeladen werden) Trainingsprogramme erstellt und hinterher ausgewertet werden. Ein Papier-Trainingstagebuch entfällt somit, da alle Daten vom Gerät über USB-Kabel in den PC übernommen und gespeichert werden. Besser als Tagebuch und für die Auswertung jedoch ist die Software "SportTracks", die ebenfalls frei erhältlich ist und mehr Einstellungen und Analysemöglichkeiten bietet. So kann man hinterher den Lauf genauestens auswerten (Wie schnell war ich auf der Brücke? Wo bin ich am langsamsten gelaufen? Wo erfolgte der Einbruch? Wie war mein Pulsniveau/meine Durchschnittsgeschwindigkeit/meine Zeit, verglichen mit dem Lauf auf derselben Strecke vor drei Monaten?). Außerdem kann man Daten über sich selbst speichern, vom Gewicht, dem Maximalpuls, der Ausrüstung (zeigt z.B. Gesamtkilometer der verschiedenen Laufschuh-Paare an) bis hin zu Personen-Vergleichsbildern (um zu sehen, wie der Bauchumfang abgenommen hat in den letzten Monaten...). Dazu lassen sich Eindrücke des Laufs festhalten, bis hin zu der Anzahl Schlafstunden der letzten Nacht oder Krankheitstagen, die einem das Training nicht erlaubten. Die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig. Mit am wichtigsten ist hier, daß eben kein Lauftagebuch mehr geführt werden muss. Die Software erledigt das automatisch, inkl. Wetter, Karte und/oder Satellitenbild der Laufstrecke, HF-Verlauf, Tempo etc. Einzig und allein die Kalorienanzeige des Geräts selbst ist wenig hilfreich, zeigt sie doch stets zu viel verbrauchte Kalorien an, aber das erledigt die Software, die den Wert auf ein realistisches Maß nach unten korrigiert.
Man sieht, es handelt sich bei diesem für die meisten Leute recht kostspieligen Gerät um ein komplexes System, das aber, und das möchte ich sehr deutlich sagen, äußerst einfach zu bedienen ist. Einen PC muss man jedoch haben, da ansonsten weder Analyse, noch Lauftagebuch oder Software-Updatefunktion genutzt werden können.
Zur Genauigkeit: Mein Gerät ist auf den bereits absolvierten (ca.) 100 Läufen kein einziges Mal ausgestiegen. Stets wurde die Position korrekt geloggt und hinterher im PC korrekt dargestellt. Auch die km-Angaben sind (bis auf eine systemimmanente Toleranz von - nach meiner Erfahrungen - 0,3 bis 0,5%%!) äußerst korrekt. Auch im Laubwald mit dichtem Blätterdach war stets eine exakte Positionsbestimmung möglich. Man darf sich jedoch nicht wundern, wenn man hinterher am Bildschirm feststellt, daß man ein paar Meter übers Wasser gelaufen ist, so z.B. erfahren bei der Umrundung eines Sees in Moskau. Die Darstellung auf den Satellitenbildern/Karten steht und fällt eben mit dem zugrundeliegenden Material und dessen Anpassung ans Raster. Dies ist jedoch für die Trainingssteuerung/-auswertung ohne Bedeutung.
Das Gerät ist am Handgelenk sehr angenehm zu tragen, das Gewicht spürt man kaum. Der Brustgurt ist bequem und verfügt über eine auswechselbare Batterie, die jedoch zwei oder drei Jahre halten sollte. Das Gerät selbst verfügt über einen Lithium-Ionen-Akku, der an der USB-Steckdose aufgeladen wird und dessen Akkuladung für ca. 10 - 12 Stunden Betrieb reicht.
Ich habe die "Uhr" hier in Moskau (und im Urlaub in Holland, Belgien und Deutschland) seit Oktober 2006 bis jetzt (Juli 2007) in Betrieb gehabt, momentan ca. 30 km/3,5 Stunden pro Woche. Unter allen Witterungsbedingungen bis hin zu schauerartigem Regen oder Temperaturen von bis zu -15°C (darunter lauf ich aus Gesundheitsgründen nicht) oder +35°C hat es seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Bei sehr tiefen Temperaturen reagiert das LCD-Display ein wenig träge, wenn man zu einem anderen Anzeigebildschirm scrollt, aber das ist wohl systembedingt und bedeutet keine Einschränkung des Nutzwertes.
So bleibt mir nicht viel mehr, als jedem, der mit dem Erwerb dieses wundervollen Geräts liebäugelt, den Ratschlag zu geben, sich dieses zuzulegen. Das Laufen wird interessanter (wem es an sich nicht interessant genug erscheint...), vor allem jedoch die Analyse und Trainingssteuerung sind hier hervorzuheben. Vergessen habe ich die Funktion des virtuellen Laufpartners: Man kann einen virtuellen Laufpartner programmieren, der mit einer zuvor bestimmten Geschwindigkeit läuft. Auf dem Display kann man sehen, wie weit man vor oder eben hinter dem "Konkurrenten" liegt. Diese Funktion habe ich allerdings noch nicht getestet und kann dazu nichts sagen. Aber das wird schon noch...
Viele Grüße und guten Lauf wünscht Euch
Diku
Update Mai 2008:
Weiterhin benutze ich dieses wunderbare Gerät bei allen meinen Läufen. Mittlerweile habe ich rund 1.600 km mit diesem Gerät am Handgelenk zurückgelegt, in rund 200 Läufen, kann also ein aussagekräftiges Urteil abgeben. Nicht ein einziges Mal ist der FR305 ausgestiegen! Wie schon oben beschrieben, wird er bei allen denkbaren Witterungsbedingungen betrieben, bislang ohne Beanstandung. Er ist aus meinem Trainingsalltag nicht mehr wegzudenken. -- 100% Kaufempfehlung.
Fazit: Der technikaffine, ambitionierte Läufer sollte den Forerunner haben

