Yellowstone Nationalpark
Paradies oder Hölle? - Yellowstone Nationalpark Nationalparks international

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Neuester Testbericht: ... Gebilde und Bassin aus. Der eine oder andere war vielleicht schonmal in Pammukkale in der Türkei. Genau diese beiden Stellen sind die e... mehr

Paradies oder Hölle?
Yellowstone Nationalpark

Mountain_King

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Yellowstone Nationalpark

Datum: 27.12.01, geändert am 28.12.01 (1598 Lesungen)

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Vorteile: Natur, Natur , Natur

Nachteile: keine

Und wieder einmal möchte ich über einen Nationalpark der USA berichten, und zwar dem weltbekannten Yellowstone Park, einer der wohl schönsten Parks auf der ganzen Welt. Der vor allem durch seine heißen Quellen und Geysire bekannt ist, aber durchaus auch andere Attraktionen zu bieten hat.

Ich hatte die Chance diesen Park bisher schon zweimal zu besuchen, und hoffe das ich den einen oder anderen dazu überreden kann sich diese Gegend der USA mal genauer anzusehen. Denn sie zählt mit Sicherheit zu den schönsten. Aber der Reihe nach:

I : Die Geschichte des Parks.

Vor etwa 600.000 Jahren kam es zu einer gewaltigen Explosion im Gebiet des heutigen Nationalparks, als sich zwei unter der Erde liegende Magmakammern unter großer Spannung entleerten, und riesige Mengen von Gestein und Asche über das Land verteilten. Die Gesteinsschichten über den Magmakammern brachen in die entstandenen Hohlräume ein, und es entstand ein ca. 1 Kilometer großes ovalförmiges Becken, eine sogenannte Caldera, in welche sich im Laufe der Zeit große Lavaströme ergossen. Und dies erklärt die vielen heißen Quellen und Geysire innerhalb des Parks.


Es wird vermutet, das die ersten Menschen vor ca. 8000 Jahren durch das Gebiet des Yellowstone Rivers streiften. Jedenfalls weisen Spuren, die von Archäologen an den Mammoth Hot Springs gefunden wurden, darauf hin.

Dann verliert sich die Spur von menschlichen Leben in diesem Teil des Kontinents. In den letzten Jahrhunderten waren es dann die Indianer die diese Region bewohnten.

Der „weiße“ Mann kam erst relativ spät in diese Gegend. Erst zu Anfang des 19 Jahrhunderts war dies.
Im Jahre 1803 kaufte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Thomas Jefferson für 15 Millionen Dollar das sogenannte "Louisiana Territory“ von Napoleon Bonaparte ab. Dieses Gebiet erstreckte sich von New Orleans bis weit in den Nordwesten hoch. Welcher in der damaligen Zeit noch so gut w
ie unerforscht war.

Und diese Gegend zu erforschen galt es nun, deshalb wurde schnellstmöglich eine Gruppe zusammengestellt, die diese Gegend erforschen sollte. Die Leitung dieser Gruppe übernahmen Meriwether Lewis und William Clark. Diese führten die wohl bedeutendste Expedition auf dem Nordamerikanischen Kontinent durch. Noch heute ist in den USA der Lewis & Clark Trail jedem ein Begriff.

Für diese Expedition wurden vierzig Leute, darunter viele Trapper, weil diese die Gegend kannten, ausgewählt. Die sich dann im Jahre 1804 auf die schwere und lange Reise machten.

Unter ihnen war auch der Pelzjäger John Colter, ein Trapper, der sich schließlich im Jahre 1807 von der Gruppe trennte, um eigene Wege zu gehen, bzw. die Gegend rund um den Yellowstone Fluss zu erforschen. Und so gehörte er, neben den Indianern, zu den ersten Menschen, welche die Geheimnisse vom Yellowstone und seinen heißen Quellen entdeckte.

Drei Jahre später kehrte er nach St Louis zurück um von seinen Entdeckungen zu erzählen. Aber die Leute wollten seine Berichte von heißen Quellen, brodelnden Schlammkratern und Geysiren nicht glauben und bezeichneten sie als Humbug. Und die Gegend bekam den Namen Colter`s Hell.
Aber trotz des Sagenimages nahm William Clark, Colter`s Reise als „Colter`s Route in 1807 in seine Expeditionskarte auf.

Auch späteren Besuchern wie den Trapper Jim Bridger wurde kein Glauben geschenkt. Viel zu unglaubwürdig galten die Geschichten von den heißen Quellen.

Durch den Goldrausch, der 1849 in Kalifornien losbrach, lies das Interesse an der Gegend immer mehr nach, bis sogar die Trapper gen Westen zogen, und das Tal nun wieder, bis auf die Indianer, verlassen war.

Erst im Jahre 1869 gab es eine weitere Expedition in diese Gegend, die Cook-Folson-Peterson-Party, welche viele heiße Quellen und Geysire entdeckte, aber immer noch wollten die Leute die Geschichten aus dem Norden ihres Landes nicht glauben.
Aber zumindest wurden wieder die Erinnerungen an Colter`s Geschichten wach, mit dem Ergebnis das nun endlich, im Jahre 1870 eine erste offizielle Expedition gestartet wurde. Und zwar die Langford-Doane-Expedition. Wobei Nathaniel P. Langford, sogar später der erste Verwalter des Yellowstone Parks werden sollte.

Mitsamt, einer aus fünf Mann bestehenden Militäreskorte, stieß man nach weniger als vier Wochen auf die meisten Stellen, die von Colter und Bridger schon 60 Jahre vorher beschrieben wurden.
Aber es kam zu einem Unglück, ein Mitglied der Forschungsreise, Truman C. Everts ging verloren, und konnte erst nach 37 Tagen von einer anderen Gruppe wiedergefunden werden. Dabei aber stieß man auf der Suche nach ihm auf das Gebiet, welches heute als Upper Geysir Basin bekannt ist, und gab dem Old Fatihful seinen Namen.

Ein Jahr später gab es eine weitere wissenschaftliche Expedition unter Leitung von Dr. Ferdinand V. Hayden, welche die Funde des Vorjahres noch einmal bestätigte.

Und auf einmal stand das Gebiet im Mittelpunkt des nationalen Interesse. Und dies führte schließlich zu einer Gesetzesvorlage, welche die Gründung eines Nationalparks auf einer Größe von 810 000 Hektar vorsah. Diese Vorlage wurde 1872 angenommen und von Präsident Ulysses S. Grant besiegelt. Der erste Nationalpark der USA, ja sogar der Welt war gegründet.

Aber die Verwaltung war alles andere als einfach. Vor allen der Missbrauch von den privaten Verwaltern war ein großes Problem. Deshalb wurde im Jahre 1886 der Armee die Verwaltung übertragen, und erst im Jahre 1916 wurde ein erneuter Versuch unternommen die Leitung wieder zu privatisieren.

Aus diesem Grunde wurde der National Park Service gegründet welcher seitdem die National Parks, Monumente, Historic Sites usw. verwaltet. Inzwischen gibt es in den USA über 360 Schutzgebiete, und über 300 Millionen Besucher aus aller Welt strömen in die Parks.

II Die Umgebung

Der Yello
wstone Park liegt geographisch gesehen in drei verschiedenen Staaten, und zwar teilen sich Idaho, Montana und Wyoming dieses Naturwunder. Wobei auf der Seite von Idaho nur ein kleiner Teil des Parks verläuft.

Im groben gesehen, liegt der Park ziemlich isoliert. Es gibt in der Umgebung keine größeren Städte oder Flughäfen. Einzig das Örtchen Jackson verfügt über einen kleinen Flugplatz.

Die einzig große Stadt in der weiteren Umgebung ist Salt Lake City, von der aus man auch die Reise aus antreten sollte. Via Chicago ist Salt Lake City sehr gut von Europa aus zu erreichen. Und wird täglich mehrmals von United angeflogen.
Von hier aus sollte man die reise entweder per Bus, Auto oder Wohnmobil antreten. Über die Interstates kommt man recht zügig bis in die Umgebung des Parks. Ein erster Stopp sollte in Jackson Hole eingelegt werden. Dieses schöne Örtchen liegt direkt am Grand Teton National Park, welcher direkt in den Yellowstone Park übergeht. Und dieser Park sollte auf jeden Fall besucht werden. (Wer mehr wissen möchte, kann sich gerne meine Meinung über den Grand Teton N.P. durchlesen.)Er ist sein Eintrittsgeld wert.
Am sinnvollsten ist es wohl sich direkt hier am Eingang einen Jahrespass zu kaufen, der dazu ermächtigt alle (bis auf wenige Ausnahmen) Nationalparks der USA zu besuchen. Dieser Pass kostet 50 Dollar und rentiert sich besonders bei Rundreisen sehr schnell.

Eine andere gute Idee ist es von Kanada kommend einen Abstecher in den Yellowstone Park zu machen. Hierbei sollte man über Montana kommend, zunächst einen Stopp in Helena einlegen. Der Hauptstadt von Montana. Auch wenn diese Stadt noch ein paar Stunden entfernt vom Park liegt, und mit zu dem langweiligsten zählt was die USA zu bieten haben. Gibt es hier die letzten Möglichkeiten auf eine preiswerte Übernachtung. Ist man erst im Einzugsgebiet des Parks, werden die Preise immer horrender. In Helena bekommt man im Motel 6 schon ab 40 Dollar ein Doppelzimmer. Und das
Motel war wirklich top.

III Der Park

In den Park selber führen fünf Eingänge. Je nach Richtung aus der man sich nähert. Falls man die Route von Salt Lake City aus, durch den Grand Teton Park wählen sollte, die ich auch empfehle, betritt man den Park durch den Südeingang. Und von dieser Strecke ausgehend will ich zumindest ein paar Highlights des Parks aufzählen, denn vollständig ist es eigentlich unmöglich.

Bei den Moose Falls betritt man das Gelände des ehrwürdigen Nationalparks, und bekommt zunächst einmal einen etwas desolaten Eindruck. Wohin das Auge reicht sieht man abgebrannte und abgestorbene Bäume. Dies sind noch die Auswirkungen des großen Feuers von 1988. In jenen Sommer bedrohten ca. 25 Feuer gleichzeitig für insgesamt 3 Monate den Park und richteten verheerenden Schaden an. Insgesamt 25.000 Feuerwehrleute, Soldaten und freiwillige Helfer bekämpften die Feuer. Erst als die ersten Schneefälle kamen, bekam man auch endlich das Feuer in Griff.

Ursache dieses Brandes waren Blitzeinschläge im Mai des Jahres, die aufgrund der betriebenen „Let it burn policy“ nicht bekämpft wurden. Diese Politik besagt das Feuer erst gelöscht werden, wenn Gefahr für Menschenleben besteht. Da ein Waldbrand zu den natürlichen Erneuerungsprozessen der Vegetation zählt, lässt man das Feuer unter genauer Beobachtung ausbrennen.
Mit dem Ergebnis, das sich die Zapfen auf der Asche öffnen, und die Samen für neues Leben sorgen. Da nun mehr Sonnenlicht auf das Gebiet fällt können andere Pflanzen gedeihen, und so erhöht sich die Artenvielfalt.

Aber leider wurde das Feuer unterschätzt und konnte sich aufgrund günstiger Winde sehr schnell ausbreiten. Und hat weite Teile des Parks zerstört. Aber langsam aber sicher ist die Natur dabei sich wieder zu erholen, aber Forscher gehen davon aus das es noch mindestens 100 Jahre dauern wird bis sich die Wälder wieder vollständig erholt haben werden.

Und immer wieder stößt man
im Park auf Regionen, die nur noch aus abgestorbenem Geäst zu bestehen scheint.

Vorbei an den Moose Falls kommt man zum kleineren Lewis Canyon und Lewis Lake und die Lewis Falls, und bekommt schon direkt eine Vorstellung davon was einem im Park noch alles erwartet. Die Lewis Falls gehen 37 Fuß (11 Meter) in die Tiefe, und sind wirklich wunderschön.

Folgt man der Strasse in Richtung Yellowstone Lake, kommt man automatisch zum West Thumb Geysir Basin. Hier hat man nun die erste Möglichkeit die heißen Quellen zu sehen. Und das mit dem schönen See und den dahinter liegenden Bergen. Wirklich klasse. Und auch die Quellen sind immer wieder interessant. Überall brodelt es hier aus dem Boden und es fällt einem schwer die Augen davon zu lassen. Aber da ja weite Teile des Parks auf vulkanischen Boden bzw. Gestein liegen, findet man überall in Park solche Quellen. Aber Vorsicht, der Schwefelgeruch ist nichts für empfindliche Nasen. Lieber mal öfters die Nase zuhalten, denn so gesund sind die Schwefelgerüche auch nicht.

Direkt hinter den Quellen findet man den riesigen Yellowstone Lake, übrigens neben dem Titicaca-Sees in Peru, der größte See auf einer Höhe von 2350 Metern. Besonders Angler findet man an diesem See, aber vorsichtig, ohne Erlaubnis darf man nicht angeln.

Entlang des Sees findet man auch die ersten Übernachtungsmöglichkeiten, mehrere Zeltplätze und Hütten stehen den Urlaubern zur Verfügung. Aber besonders im Sommer sollte man vorher reservieren. Sonst steht man ohne Übernachtungsmöglichkeit da. Besonders das Camping ist zu empfehlen in dieser Gegend. Da man eine tolle Sicht auf den See hat, und der Campingplatz inmitten eines kleinen Waldgebietes liegt. Allerdings wird es nachts recht frisch, also einen warmen Schlafsack einpacken. Und sich nicht von den Schreien der Wölfe und Kojoten, die im nahen Hayden Valley umherziehen, nervös machen lassen.

Am See gabelt sich die Strasse und es gibt nun zwei Möglichkeiten. E
s empfiehlt sich die Strasse in Richtung des Old Faithful Village zu machen. Denn hier findet man die nächsten Höhepunkte des Parks.

Im Village findet man genügend Übernachtungsmöglichkeiten, und neben dem altehrwürdigen Old Faithful In, einen beeindruckenden Holzbau mit riesigen Balken (unbedingt mal durchlaufen), gibt es genügend Lodges (kleine Hütten) die sich recht billig anmieten lassen und natürlich auch wieder einen Camping Platz. Und mehrere Möglichkeiten zum Einkaufen und Essen. Allerdings nicht gerade preiswert.

Und frisch gestärkt sollte man sich dann die Naturwunder ansehen die sich einem hier auf kürzester Umgebung bieten. Zum einen wäre da der altbekannte Old Faithful Geysir, der wohl bekannteste des Parks, wenn nicht sogar der Welt. Dessen Ausbrüche man am genauesten vorhersagen kann, daher auch der Name, der alte Treue. Alle 45 – 110 Minuten bricht dieser Geysir auch, und vor den Augen Hunderter Schaulustiger, welche sich am Rand niedergelassen haben, schießen die Fontänen bis zu 50 Meter in die Höhe. Wirklich enorm beeindruckend.

Direkt hinter dem Old Fatihful beginnt ein Wanderweg zum Upper Geysir Basin, welchen man unbedingt gegangen sein muss!!!! Hier reihen sich Geysire, heiße Quellen, farbige Schlammtöpfe und Pools aneinander. Wirklich fantastisch. Und wenn man Glück hat, bekommt man mehrere Ausbrüche mit. Vor allem aber kann man die bizarren Formen der Geysire betrachten. Höhepunkt ist der bekannte Morning glory Pool welcher in verschiedensten Farben glänzt. Aber leider verblassen die Farben dieses Pools, wie die der anderen immer mehr, weil es immer ein paar Idioten gibt die unbedingt Münzen oder Unrat in die Öffnungen werfen müssen und damit die Öffnungen verstopfen, bis die Temperatur in den Pools sinkt und sich damit Bakterien ansammeln können. Daher die Bitte im Namen aller Naturfreunde, bitte nichts hineinwerfen!

Vorbei an anderen Basins fährt man nun durch wunderbare Natur, in Richtung West Y
ellowstone, wo vor allem das Museum of Yellowstone, einen Besuch wert ist, weil man hier sehr viel über die Geschichte und Geographie des Parks erfahren kann.

Und unterwegs kann es schon mal passieren das einem eine Herde Büffel entgegen kommt. Oder sich zum Verschnaufen auf die Strasse legt und somit den Verkehr zum erliegen bringt. Die Tierwelt des Yellowstones ist sowieso eine Pracht, neben Büffeln sieht man besonders oft Wapitis (Hirsche) und mit etwas Glück auch ein paar Elche, aber natürlich auch Bären, besonders die Schwarzbären, aber auch mal einen Grizzly. Fast gar nicht sieht man dagegen die Berglöwen oder die Wölfe, die sich eher im Hinterland, also abseits der Touristen aufhalten.

Am Norris Junction findet man dann den Steamboat Geysir, der gewaltigste Geysir des Parks. Seine Ausbrüche dauern ca. 30 Minuten und seine Wassermassen erreichen dann Höhen von bis zu 100 Metern. Leider brach er zuletzt 1990 + 1991 aus. Aber auch hier gibt es noch andere Geysire, die auch ein bisschen zuverlässiger sind.

Dieses Gebiet ist übrigens auch das heißeste Gebiet des Parks, in einer Tiefe von 326 Metern wird hier eine Temperatur von 237 Grad Celsius erreicht.

Kommen wir nun zu einem der schönsten Gebiete des Parks, den Yellowstone Canyon. Eine ca. 20 Meilen lange Schlucht, in der sich der Yellowstone River entlang schlängelt. Die gelbgefärbte Schlucht erreicht eine Höhe von bis zu 400 Metern. Und es ist wirklich richtig beeindruckend was sich einen hier von den verschiedensten Aussichtspunkten bietet. Der bekannteste ist der Artist Point, von dem man eine wunderbare Sicht auf die Lower Falls hat. Welche aus über 100Metern in die Tiefe fallen.

Fährt man auf die andere Seite der Schlucht zu den Wasserfällen, hat man die Möglichkeit den Uncle Tom`s Trail zu den Lower Falls zu nehmen. Aber Vorsicht! Bei diesem Weg führen 300 Stufen die in den Fels gehauen wurden zu den Fällen. Der Weg ist recht steil und schwindelfrei sollte
man auch sein. Denn durch die Eisenstufen sieht man bis zum Ende der Schlucht hinunter.

Als letztes Ausflugsziel möchte ich die Mammoth Hot Springs empfehlen. Eine Ansammlung von heißen Quellen, die im Laufe der Jahre Kalksteinterrassen (Travertin) gebildet haben. Hier löst heißes Kohlensäurehaltiges Wasser die Kalksteinsedimente des Untergrunds, es kühlt sich nach dem Austritt an die Oberfläche stark ab, wobei Kalziumkarbonat ausfällt und dadurch Terrassen verschiedenster Formen bildet. Und da es jeden Tag zu neuen Ablagerungen von Travertin kommt (ca. 2 t pro Tag) verändert sich die Form der Terrassen ständig.
Die Terrassen sind der Lebensplatz für verschiedenste Bakterien, die den Stufen auch die verschiedenen Farben verleihen.
Wirklich ein lohnenswertes Ausflugsziel, welches man nicht verpassen sollte. Allerdings sollte man schauen recht früh dort aufzutauchen, denn muss man auf den schmalen Wege erst einmal hinter einer Touristengruppe hinterher, hat man schon verloren.

IV Fazit

So damit endet die kleine Rundreise durch den Yellowstone Park. Ich hoffe ich konnte euch den Park ein wenig näher bringen. Eine vollständige Darstellung der Attraktionen ist fast nicht möglich und würde alle Rahmen sprenge. Allerdings gibt es neben den erwähnten noch einige andere Attraktionen die man aufsuchen kann, und je nach Zeit und Laune auch sollte. Viele Wanderwege ziehen sich durch den Park, und laden dazu ein, die Natur etwas besser zu erforschen. Denn neben all den heißen Quellen, die mit Sicherheit die Attraktion des Parks sind, hat der Park auch noch eine tolle Natur zu bieten, die Flächen die von den Waldbränden verschont worden sind, bieten immer noch dichten Wald wie man ihn sich nur wünschen kann. Unzählige Wasserfälle und Seen gibt es, die einen in ihren Bann ziehen kann. Oder man streift einfach durchs Hayden Valley und genießt die Aussicht über die weiten Felder auf die Wälder und sieht den Büffeln beim Grasen zu. Naturfans komm
en auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Ich war bislang zweimal im Park und würde sofort wieder hinfahren. Zu verlockend ist die Gegend. Allerdings sollte man nicht vergessen das man sich eigentlich in der Wildnis befindet. D.h. Vorsicht vor den Tieren, denn auch wenn die Bären zum streicheln einladen, sind es keine Schoßhündchen, und auch die anderen Tiere sollten nach Möglichkeit in Ruhe gelassen werden. Und bitte auch nicht füttern, auch wenn man denkt das man den Tieren etwas gutes tut, so führt das füttern doch zum Tod der Tiere, denn dadurch verlassen sich die Tiere auf ihre neue Futterquelle und vergessen sich Nahrung für den Winter zu suchen, und wenn dann die Touristen wegbleiben, verhungern die Tiere. Und ich denke das will keiner.

Auf den Campingplätzen gilt, möglichst alle Nahrungsmittel und Waschzeug im Auto zu lassen. Denn diese ziehen die Tiere an. Und ich denke keiner möchte mitten in der Nacht von einem Bären geweckt werden.

Aber ansonsten viel Spaß in diesem Paradies, und vielleicht trifft man sich ja dort.



Fazit: