Yellowstone Nationalpark
Auch im Winter wunderschöner Park! - Yellowstone Nationalpark Nationalparks international

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Auch im Winter wunderschöner Park!
Yellowstone Nationalpark

vulcano82

Name des Mitglieds: vulcano82

Produkt:

Yellowstone Nationalpark

Datum: 24.02.07

Bewertung:

Vorteile: Bisons, Coyoten, Bären & Co. in freier Wildbahn, Geysire, schroffe Landschaften, heiße Quellen

Nachteile: Im Winter zum Teil heftige Abzocke!

Im Rahmen meiner USA Reise im Januar 2007 war ich auch im Yellowstone Nationalpark. Ich betone nocheinmal im Januar, anders gesagt tiefster Winter! Landschaftlich, Geologisch und Aussicht der Tiere und Pflanzen hält er genau das, was man von ihm im Kopf hat. Yellowstone ist der älteste und einer der größten (größter?) Nationalpark in den USA. Er liegt mit wenigen "Quadratmetern" im Süden von Montana, im Osten von Idaho und zu 95% auf dem Gebiet von Wyoming. Was viele nicht wissen (mir war es auch nicht mehr bewusst), liegt dieser Park auf einer Höhe von mind. 2000m! Aufgrund dieser Lage und das auch noch mitten auf dem Kontinent gibt es im Winter erhebliche Schneemengen. Welche wir am eigenen Leibe zu spüren bekommen haben. :-) Im Winter ist der Park witterungsbedingt für den normalen Autoverkehr weitgehend gesperrt. Wir hatten wenigstens das Glück, dass die Straße vom Nordeingang bis knapp vor den Nordosteingang geräumt wurde. Dies ermöglichte uns den Zugang zu Mammoth Hot Springs dort liegen die Kalk - Sinter - Terrassen gespeist von warmen und Mineralstoffreichen Quellen. Sie bilden Baumwollähnliche Gebilde und Bassin aus. Der eine oder andere war vielleicht schonmal in Pammukkale in der Türkei. Genau diese beiden Stellen sind die einzigen auf der Welt wo man dieses Phänomen beobachten kann. In Verbindung von weißem Schnee (gefroren bei -10°C) und den heißen dampfenden Quellen ergaben sich faszinierende Fotokulissen. Außerdem gibt es im Nordteil des Parkes eine Artenreiche Tierwelt. Wir haben aus dem Auto heraus Herden-/Rudel-/Gruppenweise die Bisons (Büffel), Kojoten, Schneehühner und massenhaft anderes Wild beobachten können. Auf dem Weg zum Eingang gab es auch häufiger die Gelegenheit Weisskopf- und Steinadler in freier Wildbahn zu beobachten. Was ich als negativ empfunden habe sind die Massen an Touristen speziell die amerikanischen Touristen. An sich bin ich mit den Amerikanern in meinem Urlaub sehr sehr gut klar gekommen, werden sie aber zu Touristen im eigenen Land sind sie fast immer abscheulich. Das klingt hart beruht aber auf meinen Erfahrungen in einigen Parks der USA. Schon jetzt im Winter empfand ich als eine Menge von Touristen, möchte lieber nicht wissen wie es im Sommer ist. Nun ist es natürlich so, dass da wo sehr viele Touristen sind, man auch gut abkassieren kann. In Yellowstone ist dies nicht anders. Was das genau bedeutet wurde mir schon am nächsten Tag vor Augen geführt. Es folgte eine Nacht im Auto bei minus 35°C!!!!! Nur mit einem Versprechen gegenüber dem Police Officer, die ganze Nacht den Motor laufen zu lassen, ließ mich dieser dort im Auto übernachten. (Im Übrigen das machen dort alle so Lkw Fahrer etc.). Am nächsten Tag wollten wir zu den Hauptattraktionen den Geysiren! Da ich Student für Geophysik bin, interessierte mich das besonders. Leider war die Straße von Westyellowstone in Richtung der Geysire nicht geräumt. Ein Hinkommen wäre nur über so genannte Snow coaches (Schneebusse mit Kettenantrieb) möglich gewesen. Die Kosten beliefen sich pro Person und Richtung (!!!) auf $ 50. Also Hin- und Rück auf $ 100 pro Person. Bei zwei Personen sind das schon $ 200. Leider ist es so, dass dieses Gefährt dorthinfährt und kurze Zeit später (nach ca. 30 - 60 Minuten) wieder zurück fährt. Das ist die einzige Verbindung pro Tag. Will also was sehen muss man sich für ca. $ 100 ein Zimmer in der Snow Lodge mieten. Sicherlich reizvoll, denn man blickt direkt auf den OldFaithful Geysir, allerdings waren uns $ 300 für 24h zu teuer. In meinen Augen reine Abzocke! Außerdem bin ich mir sicher, dass rein technisch auch diese Strasse ohne weiteres hätte geräumt werden können! (Anhand dem Räummaterial was wir gesehen haben). Bedenkt man das noch Eintritt von mind. $ 25 pro Fahrzeug hinzukommt und das die Außentemperaturen auch um 9 Uhr morgens noch bei minus 30°C lagen, kann man vielleicht verstehen warum wir uns gegen diesen Besuch entschieden haben. Auch wenn ich bei dem gedanken daran ein wenig Bauchweh bekomme, war es doch ein so großer Traum von mir. So dicht dran und nach knapp 2500 Meilen Fahrt und dann doch gescheitert. Aber werde mir das ganze sicher nochmal im Sommer anschauen. Dann allerdings mit noch mehr Touristen. Vielleicht noch ein Hinweis: Es gibt einen Nationalparkpass dieser berechtigt für ein Jahr dem Passholder und seinem Fahrzeug inkl. aller Insassen den Eintritt in alle Nationalparks der USA! Auf dem Pass können zwei Namen eingetragen werden! Die Namen werden mittels Reisepass überprüft. Das Fahrzeug wird nicht registriert. Umfangreiche und aktuelle Informationen gibt es wie in den meisten US-Parks bei der Einfahrt in den Park, direkt kostenlos vom Ranger. Von Seiten der Naturaspekte einmalig und unbedingt weiter zu empfehlen. Der Weite Weg lohnt, auch und gerade für Familien mit Kindern.

Fazit: Sehr zu empfehlen auch im Winter.