Glacier / Waterton Lakes Nationalpark
Going to the Sun - Glacier / Waterton Lakes Nationalpark Nationalparks international

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Going to the Sun
Glacier / Waterton Lakes Nationalpark

Radar

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Glacier / Waterton Lakes Nationalpark

Datum: 18.06.02, geändert am 18.06.02 (156 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Phantastische Natur

Nachteile: Kurze Saisonzeit

Hoch oben in den Bergen von Nordwest Montana liegt der Glacier Nationalpark, eine Gebirgslandschaft mit dunklen, immergrünen Wäldern und großen, unberührten Seen. Weiter im Norden liegt der kanadische Nationalpark Waterton Lakes. Beide zusammen bilden seit 1932 den ersten internationalen Peace Park und werden durch den kanadischen und US – amerikanischen National Park Service gemeinsam betrieben.

Mit dem Auto ist der schönste Teil des Parks über die Going to the Sun Road, die zum Logan Paß führt, zu erreichen. Die Serpentinenstraße mit dem vielversprechenden Namen verbindet über den Kamm der Berge hinweg die beiden schönsten Täler des Parks miteinander. Sie ist in beiden Richtungen befahrbar aber nur von Mitte Juni bis Oktober durchgängig geöffnet. Sinnvoll ist es, am frühen Morgen in St. Mary loszufahren, mit der Sonne im Rücken.

Die Straße führt am Ufer des St. Mary Lake entlang. Vom Sun Point am oberen Ende des Sees bietet sich ein umwerfend schöner Ausblick auf das Tal und die umliegenden Gipfel.

Bald darauf führt die Straße durch dichten Wald und beginnt den langen Aufstieg auf den Logan Paß. Von der Straße aus ist der Jackson Glacier zu sehen. Der Logan Paß liegt auf einer Höhe von 2026 Metern und wurde von zwei Gletschern geschaffen. Es ist ein phantastischer Platz. Bergkette hinter Bergkette, soweit das Auge reicht. Direkt über den Besuchern ragen drohend zackige Gipfel auf, ein paar hundert Meter vom Parkplatz entfernt stürzen Wasserfälle über die Felsen und überall wachsen Wildblumen. Vom hier liegenden Visitor Center werden in der Saison auf verschiedenen Routen Naturführungen angeboten.

Vom Logan Paß führt die Straße am Hang der Garden Wall, eines schmalen Grates abwärts. Auf dem Talboden folgt sie dem McDonald Creek, einem lieblichen Flüßchen, das sich zwischen alten Bäumen hindurchwindet. Am Red Rock Point wird der Wasserlauf von Felsbrocken eingezwängt und ergießt sich in ein tiefes, türkisleuchtendes Becken.


Ein Stück weiter führt der nicht allzulange Trail of Cedar durch eine Gruppe alter Zedern, Hemlocktannen und Fremontpappeln, die wie eine Kathedrale gen Himmel streben. Der bemooste Waldboden, die Farne, die Sonne, die den Dunst durchdringt – all das verleiht der Baumgruppe einen Hauch von Ursprünglichkeit.

Kurz darauf erreicht die Going to the Sun Road den Lake McDonald, den größten See des Parks. Von hier aus kann man den Park weiter über die 18 Kilometer lange Carnas Road erkunden oder über West Glacier verlassen.

Zurück in den Ostteil des Parks. In einer eindrucksvollen, hochgelegenen Senke liegt, umgeben von Bergen, Many Glacier. Es ist Zentrum eines ausgedehnten Netzes von Wanderwegen mit Routen für jeden Geschmack – vom Nachmittagsspaziergang bis zum mehrwöchigen Treck. Nur mit dem Auto allein lohnt ein Besuch allerdings nicht. Außerdem ist es ein hervorragendes Gebiet, um Bären, Dickhornschafe und Schneeziegen zu beobachten.

Many Glacier ist, ebenso wie die Going to the Sun Road ein Besuchermagnet. Viel ruhiger und fast genauso eindrucksvoll ist Two Medicine Lake zwischen East Glacier und St. Mary. Trails führen durch Regenwald unter anderem zu den Twin Falls oder den Running Eagle Falls.

Der Glacier National Park ist ein absolut sehenswerter Park, den ich bestimmt mit weit mehr Zeit noch einmal besuchen werde.

Der Eintritt in den Park kostet 10$ pro Auto und gilt für sieben Tage.

Informationen gibt es unter: www.nps.gov

Fazit: