Brother Innov-ís 750E
Purer Luxus - Brother Innov-ís 750E Nähmaschine

Produkttyp: Brother Nähmaschinen

Purer Luxus
Brother Innov-ís 750E

jasmin0815

Name des Mitglieds: jasmin0815

Produkt:

Brother Innov-ís 750E

Datum: 26.05.12, geändert am 28.05.12 (1882 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: schafft Unikate

Nachteile: kein billiger Spass

Langsam könnt ich wohl eine Selbsthilfegruppe gründen zum Thema Nähen, denn einmal damit angefangen, kann ich nicht mehr damit aufhören.
Es macht mir unheimlichen Spass mir und meinen Kindern Einzelstücke zu fertigen in meiner kleinen Kammer.
Doch das Nähen unserer Oma´s und Mama´s ( traumatische Kindheitserinnerungen von weiten Kartoffelsäcken die uns da angezogen wurden) , hat mit dem Nähen heutzutage nicht mehr viel zu tun.
Das "Selbermachen" oder selbgemachtes zu kaufen , mittlerweile Trend ist, zeigen schon allein die neuen Verkaufsportale wie Dawanda oder Etsy, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Mein Maschinenpark umfasst nun schon den Wert eines Kleinwagens, aber man gönnt sich ja sonst nichts und ich denk mir immer das ich ja im Grunde "spare" weil ich ja nicht soooooooviel Kleidung kaufen muß;)
Soviel zum Vorwort für alle die sich beim Preis gleich mal ordentlich erschrecken;)

Preis
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Brother Innovis 750II USB gekauft um 1290 Euro bei Nähpark Diermeier

Hersteller
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Brother
http://www.brothersewing.at/de/;jsessionid=C3E517 1B0F0EF9BD5284F0659AFE6476

Eckdaten Quelle Brother HP
* NEU Schnittstelle für USB-Stick
* Große Stickfläche von 180 x 130 mm
* Vielfältige Auswahl an einprogrammierten Stickmotiven
* Tip-on Display
* Bearbeitung am Display
* 6 einprogrammierte Schriften in 3 Größen
* Auswahl von Garntabellen
* Nadeleinfädler
* Automatischer Fadenabschneider
* Automatische Oberfadenspannung
* Unterfaden-Schnellautomatik
* Aufspulautomatik
* Einschub für Brother-Stickmuster-Karten


Was kann sie?
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Bei der Innovis 750 handelt es sich um eine reine Stickmaschine, d.h. man kann Stoffe besticken.
Als Motive dafür gibt es im www eine reichliche Auswahl an allen möglichen Motiven von Bildern oder Schriften.
Einen Überblick bieten z.b. Seiten wie smartneedle.com ,embliblary.com oder zaubermasche.de um nur ganz wenige zu nenen. Die Möglichkeiten sind schier endlos und man kriegt zu fast jedem Thema auch ein passendes Stickbild.
Dazu kann man sich mittels verschiedener Software , auch sein eigenes Stickbild gestalten. Brother bietet hierfür die Software PE Lite an, zum Testen kann man sich auf der Brothersewing HP auch eine Demoversion downloaden.
Diese Demoversion ist jedem Besitzer der 750 zu empfehlen, weil man mit ihr seine Stickbilder am PC betrachten und sortieren kann.

Die 750 selber hat verschiedene Schriften direkt einprogrammiert , welche man über das Touch Bedienfeld einfach aufrufen kann und sich so selber einen Text "schreiben" kann.
Dazu hat sie auch 136 fertige Stickbilder im Sortiment, aber davon hab ich nur zu Beginn mal eines ausgewählt und zur Probe gestickt, richtig Alltags tauglich sind die für mich nicht. Ein anderer kann aber durchaus seine Freude damit haben.

Sie stickt maximal bis zu einer Größe von 12,5x17,5, nicht wie angegeben 13x18 cm. Hier rechnet der Hersteller einfach ein wenig großzügiger;)


Man bekommt
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Im Lieferumfang ist nicht sonderlich viel.
Die Maschine mit dem Stickrahmen 13x18, 4 Unterfadenspulen, ein Raster zum justieren und die Anleitung.
Stickvlies zum testen habe ich leider vergebens gesucht. Eine Spule Unerfadengarn , sowie 2 Sticknadeln konnte ich aber noch finden.
Fußpedal wie bei einer üblichen Nähmaschine gibts übrigens nicht, man startet über eine Start/Stop Taste.
Ich bekam als extra noch einen USB Stick mit unzählig vielen Motiven als Give Away dazu.


Was braucht man zwingend um Starten zu können?
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Also man braucht wirklich unbedingt Stickvlies, hier habe ich schon meine Favoriten passend zur Stoffart. Für den Anfang empfiehlt es sich auf jeden Fall eine Packung mit verschiedenen Vliesen zu kaufen und sich das passende zu wählen.
Meine Favoriten sind Stickvlies 3000 für ganz feste Stoffarten wie z.b. Taschenklappen oder Jeans.
Ausreissbares Stickvlies für Sweat oder Nicky und wasserlösliches für Jersey oder Baumwolle.
Dazu kann man sich noch Stickfolie für hochflorige Stoffe wie Fleece oder Frottee gönnen , dieses macht das Stickbild gleichmässiger, ist aber nicht zwingend notwendig.
Um die Vliese mit dem Stoff zu verbinden nutze ich Sprühzeitkleber, man kann aber auch Bügelvliese verwenden, dann braucht man den Kleber natürlich nicht. Ist halt alles eine Sache der Vorliebe und wie man besser damit zurecht kommt.
Dazu Stickgarn, auch hier muß man die für sich passenden Farben und Hersteller selber finden. Mein Favorit sind Madeira und Brildor, diese verwende ich seit rund 3 Jahren und noch kein Stickbild hat sich bisher farblich verändert durch auswaschen oder Sonne. Madeira bietet ein 10 Garne Starterset an um rund 25 Euro , Brildor lässt sich einen dann gleich die großen Köfferchen ab 75 Garnen gönnen. Diese kosten eine Stange Geld, aber man kommt ewig aus.
Dann braucht man noch Unterfadengarn und Sticknadeln.
Wenn geht noch eine Stickschere um schick abzuschneiden und zur Pflege dann Druckluftspray.


Jetzt aber
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Mal im Ernst 1300 Euro für ein bissel Spass beim Nähen? Ists das wirklich wert?
Nunja , wenn man sich ein wenig im Netz umsieht, dann findet man auch schnell Anbieter von fertigen Stickbildern und wenn man sich die auf den Preis der Maschine hochrechnet, dann kann man schon sehr viele fertige kaufen , ehe man den Anschaffungspreis dagegen gestellt hat.
Doch ich habe sie ja trotzdem, sie ist mein eigener Luxus und mein Sahnehäubchen. Durch sie und ihre Stickbilder, werden meine Stücke zu Unikaten der besonderen Art.
Das Maschinchen ist recht groß, da sie einmal aussieht wie eine Standard Nähmaschine und dazu noch den Stickaufsatz hat, ein wenig kann man es ja am Bild erahnen.
Dazu braucht man auch ausreichend Platz fürs Zubehör drumrum.


Das Sticken selber
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Ich sag euch jetzt mal wie so ein Stickvorgang bei mir aussieht.

Zuerst wähle ich am PC ganz gemütlich und in Ruhe meine mir zu meinem Kleidungsstück passenden Stickbilder, diese werden dann einfach auf einen beliebigen USB Stick übertragen und dieser wird dann an die bereits eingeschaltete Maschine gesteckt.
Am Touch Bedienfeld nun als Quelle USB auswählen und die Motive werden in einer kleinen Schwarz Weiss Auswahl angezeigt. Allerdings muß man das Motiv schon kennen um es hier auch zu erkennen;)
Wenn dies erstmal ausgewählt ist, kann man es an der Maschine noch drehen, spiegeln, positionieren oder um ca 1 cm verkleinern bzw. wenn im Rahmen noch Platz ist dann auch vergößeren.

Stoffstück vorbereiten, also mit Sprühkleber auf Stickvlies befestigen und faltenfrei in den Rahmen einspannen. Diesen Rahmen nun an der Maschine einrasten lassen und nun noch die erste Farbe wählen.

Die Stickmotive geben vorprogrammierte Farben vor, ob ich die aber nun nutze ist meine Sache. Die Maschine selber ist farbenblind und wenn ich nun einen blauen Vogel sticken will , welche im Original rosa wäre, dann mach ich das einfach.

Jetzt heisst es dabei bleiben, denn die Maschine will immerzu etwas. Einmal eine neue Farbe einspannen, dann Stickfäden abschneiden vom Farbwechsel oder aber der Unterfaden geht zu Ende und man muß nachlegen. Also nix mit Starten und Kaffee trinken;)

Hat man all dies aber erstmal hinter sich, dann ist das Ergebnis echt schick;)


Die Bedienung
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Sie bietet schon ein paar putzige Nettigkeiten die 750er. So hat sie einen autmatischen Fadenabschneider, dafür drückt man einfach die Schere Taste und schwupp wird der Oberfaden abgeschnitten. Dann gibt es noch einen Fadeneinfädler!! herrlich , wirklich herrlich! und sie hat eine Bedienungsanleitung direkt in der Maschine abgespeichert und man kann im Notfall am kleinen Touch Bedienfeld auch ein wenig nachlesen , wobei es sich hier eher um eine Art Tutorial mit Fehlersuche handelt und natürlich keine 200 Seiten Papieranleitung ersetzt. Doch als schnelles Nachschlagewerk ist es auf jeden Fall zu Nutzen.

Ansonsten bietet die Oberfläche noch die Auswahl für Schriften, fertige Motive in der Maschine, Auswahl des USB Sticks und Auswahl von selber ( bis zu 10 Motive ) abgespeicherten Motiven in der Maschine.
Man hat vor und zurück Tasten und kommt wo auch notwendig noch in kleine Untermenüs, alles recht klar strukturiert und logisch aufgebaut.
Wer will kann sich neben Deutsch auch Englisch, Französich oder Spanisch durch die Maschine zappen.


Reinigung
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So ein Maschinchen ist schon Pflegeintensiv und man darf hier wirklich immer wieder die Fadenwege mit Druckluft reinigen auch im Unterfadenspulenbereich.
Dazu habe ich auch noch Kleberestereiniger in Sprühform mit dem ich immer den Rahmen und die Aussenteile der Maschine abwische.


Meine Erfahrung
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Ja nun endlich meine Erfahrung nach sovielen Worten, aber das Thema ist so komplex das es nicht einfach ist wirklich alles zu erfassen.
Ich hatte zuvor die Brother 900, welche ja eine Stick und Nähmaschine war. Auf Dauer erschien es mir aber praktischer 2 voneinander unabhängige Geräte zu haben und vor allen Dingen wollte ich den größeren Stickbereich nutzen.
In der Praxis erweist sich die 750 als solider Partner mit ein paar kleinen Zickereien. Doch liest man sich durch einschlägige Foren, dann sind wohl alle Stickmaschinen kleine Diven;)
Wenn man um ihre Schwächen weis, dann kann man ihre Stärken besser nutzen.
Sie stickt also wirklich grundsolide , wenn man das richtige Garn zum richtigen Vlies mit dem richtigen Stoff gefunden hat. Hat man dies nicht dann kostet es Nadeln und Nerven. Die Maschine schützt sich selber vor Nadelstangenschäden indem sie sie abprubt bremst und dann leicht ruckelt , ganz egal ob die Nadel im Stoff ist oder nicht und wenn die im Stoff ist, dann bricht sie.
Anfangs kostetet das Nerven , daher wirklich erstmal die Anleitung gut lesen und klein anfangen, mit Probestücken und kleinen Stickbildern. Dann hat man schnell den Dreh raus.

Sehr gut gestaltet ist die Bedienoberfläche weil sie sehr intuitiv ist und auch die Untermenüs logisch aufgebaut sind, die Taster reagieren zeitnah und vor allen Dingen auch nur der, der gedrückt wird.
Dazu hat sie ja Nadeleinfädler und Abschneider, 2 sehr praktische Dinge am Maschinchen.
Dies schützt sie vor Fehlbedienungen beim Sticken, aber auch beim Einfädeln.

Von mir wird vieles bestickt, sofern man es flach in den Rahmen einspannen kann. Ob nun die Kindergartentaschen der Zwerge oder gekaufte T Shirts die dann noch etwas Pfiff erhalten.
Dazu dann eben die selbstgemachten Sachen die dann noch aufgepeppt werden oder aber auch einfach mal ein Stickbild auf Filz um damit dann Löche auf Hosenbeinen der Buben zu verdecken.
Irgendwas findet sich immer, wenn man will.


Sie ist dennoch purer Luxus und man braucht sie keineswegs. Ich habe aber meinen Spass mit ihr, wenn das Sticken auch viel Zeit frisst, die Maschine natürlich auch laut ist ( d.h. kein Sticken Abends weil die Kinder ja schlafen)und viel Geld kostet , den zum Kaufpreis gesellen sich ja auch noch viele Verbrauchsmaterialien.
Aber hier zählt einfach das Ergebnis und das kann sich sehen lassen.

Fazit: wirklich nicht notwendig, aber Spass machts:)

Verarbeitung:    
Bedienkomfort:    
Zuverlässigkeit:    
Ausstattung:    
Sicherheit: