Memoirs - Rox
Das groovt - Memoirs - Rox Musik Album

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Das groovt
Memoirs - Rox

atrachte

Name des Mitglieds: atrachte

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Memoirs - Rox

Datum: 08.01.11

Bewertung:

Vorteile: siehe Bericht,

Nachteile: siehe Bericht,

Noch vor der Veröffentlichung ihrer Debüt-Platte "Memoirs" bewies die gerade einmal 22-jaehrige Roxanne Tataei ein ziemlich großes Selbstbewusstsein als sie in einem Interview verlauten ließ das sie den großen Erfolg verdient habe und sich auch ziemlich sicher sei das dieser mit der Zeit kommen werde. Von ganz ungefähr kommen diese selbstsicheren, aber nicht arrogant wirkenden Worte der jungen Soul-Sängerin nicht, denn immerhin erhob die altehrwürdige BBC die Tochter jamaikanisch-iranischer Eltern Anfang 2010 in des Status als eine der talentiertesten Newcomerinnen des Jahres. Und spätestens nach einigen Durchlaufen ihres ersten Albums will man der Britin, die ihr Handwerk schon in jungen Jahren im Kirchen-Chor gelernt hat, den wirklich berechtigten Erfolg am liebsten Eimerweise über den Kopf schütten, bei der Freude die sie mit ihrer Mischung aus alten Soul-Klaengen, jazzigen Pop-Arrangements und moderner RnB Stilistik verbreitet.

Schon ihre erste Single "My Baby Left Me" beweist, das die vielen Vorschusslorbeeren fuer die unter dem Kürzel Rox auftretende Sängerin vollends berechtigt waren und es auch noch immer sind. Trotz Trennungsthematik sorgt das Stück dank vom Jazz geschwängertem Piano Geklimper und beschwingten Basslines für ein leichtflüssiges Soul-Feeling, welches nicht zuletzt von Rox' leicht rauchiger und stets sehr warmer Stimme abgerundet wird. Und Rund erstrahlen auch die anderen elf Songs auf "Memoirs", wie beispielsweise der Fingerschnips-Opener "No Going Back", welcher gleich zu Beginn das voluminöse Gesangsorgan von Rox in seiner vollen Bandbreite präsentiert, oder aber auch "Rocksteady", das sich mit seiner munteren Reggae-Instrumentalisierung auf jamaikanischen Spurensuche befindet und darüber hinaus zeigt das die Verbindung aus klassischer Soul-Stimme und Genre fremden Soundteppich sehr gut miteinander harmonieren kann.

Solche Ausflüge in andere Gefilde sind aber eher die Ausnahme, denn insgesamt betrachtet sind Rox und ihre Produzenten, zu denen auch Al Shux (Jay-Z, Alicia Keys) gehört, keine allzu großen Experimente eingegangen, und verlassen sich dafür lieber auf bewährte Zutaten. Das dies keinesfalls schlecht sein muss und man trotzdem ein abwechslungsreiches Album vorgelegt bekommt beweisen Songs wie das mit seicht-melancholischen Klängen unterlegte "Do As I Say", welches wie kaum ein anderer Song auf "Memoirs" die wunderschöne Stimme von Rox betont, oder auch das aufreizende "I Don't Believe", in dem sich Die Britin von einer lasziven Seite zeigt. Wenn hingegen auf "Forever Always Wishing" die Akustikgitarre aus dem Koffer geholt wird und man ohne viel Tamtam den Gesang von Rox in den Vordergrund stellt, dann nimmt das ganze dank klugem Songwriting mitunter fast Singer/Songwriter Mentalität an. Und dann wäre da noch das in zwei Teile aufgeteilte "Sad Eyes", welches zuerst mit hypnotischen Piano-Arrangements gelingt eine traurig-Schiene Stimmung hervor zu rufen, um nach einem kurzen Break wie Phoenix aus der Asche zu steigen und das Album mit ruhigen Klängen zum Abschluss führt.

Zugegeben: allzu wagemutig ist Rox´ Debüt, das sich irgendwo zwischen einer Lauryn Hill und Sade bewegt, nicht geworden, dafür bekommt man aber ein von Anfang bis Ende durchdachtes und sehr harmonisches Stück Musik geboten, das ohne Durchhänger für schöne Minuten mit lupenreinem Soul-Jazz sorgt.

7/10

Tracklist:
01. No Going Back
02. Do As I Say
03. Page Unfolds
04. I Don't Believe
05. My Baby Left Me
06. Forever Always Wishing
07. Heart Ran Dry
08. Breakfast In Bed
09. Precious Moments
10. Rocksteady
11. Oh My
12. Sad Eyes

Anspieltipps:
Do As I Say
My Baby Left Me
Forever Always Wishing
No Going Back
Rocksteady

Fazit: Gut