Giacomo Puccini - Turandot - Zubin Mehta, Luciano Pavarotti, Joan Sutherland
Turandot - männermordender Vamp... - Giacomo Puccini - Turandot - Zubin Mehta, Luciano Pavarotti, Joan Sutherland Musik Album

Neuester Testbericht: ... habe ich den Eindruck, dass Sutherland sich hier an die Grenzen ihres Faches gewagt hat. Doch das stört die Aufnahme keinesfalls... mehr

Turandot - männermordender Vamp...
Giacomo Puccini - Turandot - Zubin Mehta, Luciano Pavarotti, Joan Sutherland

mimaus40

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Giacomo Puccini - Turandot - Zubin Mehta, Luciano Pavarotti, Joan Sutherland

Datum: 17.02.11

Bewertung:

Vorteile: tolle Besetzung

Nachteile: keine

Turandot ist eine Oper in drei Akten des italienischen
Komponisten Giacomo Puccini, der 1858 in Lucca geboren
wurde.

Der Text der Oper wurde Giuseppe Adami und Renato Simoni
nach dem Märchenspiel von Carlo Gozzi und dem Drama von
Friedrich Schiller.
Die Uraufführung fand am 25.04.1926 in Mailand statt.

Die mitwirkenden Personen und ihre Besetzung auf voeligendem CD-Album:

Turandot - eine chinesische Prinzessin - Sopran --- Joan Sutherland
Altoum - Kaiser von China - Tenor --- Piero de Palma
Timur - entthronter König der Tataren - Bass --- Nicolai Ghiaurov
Kalaf - sein Sohn, der unbekannte Prinz - Tenor --- Luciano Pavarotti
Liu - Sklavin - Sopran --- Montserrat Caballé
Ping, Pang und Pong - kaiserliche Minister - Bariton, Tenor, Tenor
ein Mandarin - Bariton
der Prinz von Persien
Wachen, Volk, Hofstaat

Ort und Zeit der Handlung: China in märchenhafter Zeit.

Schauplätze: vor den Mauern der Kaiserstadt Peking,
Pavillon, Kaiserpalast, kaiserlicher Garten;

Die Handlung:

Die Schönheit der Prinzessin Turandot lockt viele Freier an den
chinesischen Kaiserhof. Doch sie will von einer Hochzeit nichts
wissen und entzieht sich jeder Bindung, indem sie alle Freier,
die ihre Rätsel nicht lösen, köpfen lässt. Das letzte Opfer ihres
Männerhasses ist der Prinz von Persien, der seiner Hinrichtung
entgegengeht. Da kommt ein Fremder nach Peking, der in Wirk-
lichkeit der Tatarenprinz Kalaf ist. Im Gewimmel der Menschen
findet er seinen totgeglaubten Vater, den verbannten Tataren-
könig Timur. Der inzwischen erblindete alte Mann wird begleitet
von der Sklavin Liu, die den Prinzen liebt. Als Kalaf die Prinzessin
Turandot erblickt, ist auch er von ihrer Schönheit geblendet und
meldet sich als Freier an. Was niemandem zuvor gelang, ihm glückt
es, die drei Rätsel der Prinzessin zu lösen. Doch trotzdem weigert
sich Turandot, ihrem zukünftigen Mann ihre Liebe zu schenken. Da
gibt ihr der Prinz seinerseits ein Rätsel auf : wenn sie bis zum nächsten
Morgen seinen Namen errät, dann will er gern sterben. Mit allen Mitteln
bemüht sich Turandot verzweifelt, den Namen des unbekannten
Prinzen herauszubekommen. Schließlich führt man seinen Vater
und die Sklavin Liu, die zusammen mit dem Prinzen gesehen wurden,
vor die Prinzessin. Der greise König soll gefoltert werden. Um ihn
zu schützen , versichert Liu, daß nur sie allein den Namen des fremdem
Prinzen kennt. Man versucht, ihr das Geheimnis mit Gewalt zu entreissen,
doch aus Liebe zu Kalaf verrät sie seinen Namen nicht und gibt sich
selbst den Tod. Die aufopfernde Liebe der Sklavin Liu macht auf die
Prinzessin einen so tiefen Eindruck, daß ihre Gefühlskälte zu schwinden
beginnt und sie sich schließlich von der Leidenschaft und Liebe des
Prinzen mitreißen läßt und sie seine Gemahlin wird.

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Puccini ist wohl der größte Lyriker der neueren italienischen Opernbühne.
Er schafft seinen Helden der Phantasiewelt eine Atmosphäre von großem
poetischen Zauber mit fordernden melodischen Aussagen.
Es gibt kaum Rhetorik und keine Umschweife und seine Opern spiegeln
auf kleinstem Raum und verhältnismäßig kurzer Spieldauer Geschehnisse
mit dramatischer Tragweite wieder. Dazu kommt der glanzvolle instrumen-
tale Einfallsreichtum seiner Orchestersprache, zu der er sich vom französischem
Impressionismus hatte inspirieren lassen.

Turandot war Puccinis letzte große Oper - dieses lyrische Drama blieb unvoll-
endet und wurde später von dem italienischen Komponisten Franco Alfano
nach hinterlassenen Partiturskizzen aufführungsreif gemacht.

Die bekannteste Arie der Oper ist NESSUN DORMA(Keiner schlafe), mit deren
Interpretation zuletzt Paul Potts weltberühmt wurde.

Die Musik dieser Oper ist sehr kraftvoll und emotional zu gleich und besitzt
eine überwältigende Intensität, die einem Schauer über den Rücken jagt.
Sehr facettenreich in den Klangfarben und eine mitreißende Dramaturgie
lassen diese Oper zu etwas Besonderem werden.

Diese Einspielung gehört zu den Bestbewertetsten überhaupt und genießt
unter Klassik-Fans einen ausgezeichneten Ruf.
Sie ist aus dem Jahr 1974 mit o.g. Besetzung in Begleitung des Londoner
Philhamonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta.
Die Besetzung hält, was sie verspricht und wer diese Oper zu Hause hören
möchte, dem empfehle ich unbedingt und uneingeschränkt diese Version.

Fazit: beste Aufnahme, die es gibt!