Die Prophezeiung - E Nomine
Die Prophezeihung wird Wahrheit werden... - Die Prophezeiung - E Nomine Musik Album

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Die Prophezeihung wird Wahrheit werden...
Die Prophezeiung - E Nomine

Mystific

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Die Prophezeiung - E Nomine

Datum: 28.08.03, geändert am 28.08.03 (3647 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Hebt sich von der Masse ab, Interessante Texte, Super Betonung

Nachteile: Nicht jedermanns Sache, Etwas schlechter als das Voralbum

Dunkel oder hell? Mystisch-verborgen oder Erleuchtend-offen? Erschreckendes Grauen oder verheißende Hoffnung? Pechschwarz wie die Nacht oder strahlend weiß wie der Tag? Bei gleich zwei Albumversionen kann der Hörer nun selbst entscheiden, auf welche Seite er sich schlagen will...

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Das Projekt
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Für E Nomine ist dies mittlerweile bereits das dritte Album. Nachdem das erste, "Das Testament", sich stark mit der guten Seite bzw. Bibelworten und ähnlichem beschäftigte, handelte das zweite, "Finsternis", von den Mächten des Bösen. Nun fagte man sich lange Zeit, was als nächstes kommen würde - die Antwort wurde in Form eines Zusammenschlusses gegeben (Was machen die jetzt dann als viertes Album?), "Die Prophezeiung" handelt von Vorhersehung und Weissagung und vereint "weiße" Lieder (Anderwelt) mit "schwarzen" (Runen von Asgard). Was genau aber ist E Nomine? Das Projekt besteht aus den hauptverantwortlichen Produzenten Fritz Graner & Chris Tentum und einem, der die Lieder dann in Shows und Videos präsentiert: Senad Giccic. Richtig, präsentiert, nicht singt oder spricht. Warum? Das liegt an dem Projekt selbst. Bei den Liedern werden für die gesprochenen deutschen Verse berühmte Synchronsprecher z.B. von Robert De Niro, Brad Pitt, Harrison Ford & anderen genommen, der lateinische Refrain wird entweder von einer Solistin (oder einem Solisten) oder von einem Chor, der aus dem eigenen E Nomine Chor und dem Chor der deutschen Staatsoper besteht, gesungen. Das Ganze wird mit einer Musik unterlegt, die ein wenig etwas von Techno hat (bei manchen Liedern mehr, bei anderen weniger) und nennt sich dann laut den Produzenten "Monumental Dance".

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Das Album
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Und es kommt tatsächlich noch...das dritte Album erschien mal wieder mit einiger Verspätung, runde drei Monate diesmal, nachdem der ursprüngliche Erscheinungstermin für An
fang Februar geplant war. Dies geschah vor allem aus taktischer Überlegung heraus, da sich die erste Single, "Deine Welt", in den Charts nicht wie erhofft gut platzieren konnte, sondern floppte. Man entschied sich also, als zweite Veröffentlichung wieder etwas düsteres zu nehmen und warf das Album erst nach Erscheinen der zweiten Single, "Das Omen (Im Kreis des Bösen)", auf den Markt.
Das dritte Album nennt sich diesmal "Die Prophezeiung" und ist überraschender Weise gleich zweimal erschienen. Nicht, weil die Nachfrage so groß war, sondern weil es die Produzenten, Fritz Graner und Chris Weller in zwei verschiedenen Versionen herausbringen wollten. Bereits letztesmal erschienen ja zwei Versionen von "Finsternis", eine limited Edition mit DVD mit vier Videos und eine normale, in der nur die CD mit den Liedern enthalten war. Dieses Mal entschied man sich jedoch dafür, lieber eine extra DVD (und eine extra SACD) zu machen, die bereits sechs Mal (!) verschoben wurde und nun tatsächlich noch erschienen ist. März war ursprünglich angesetzt, gegen Ende Juli ist sie dann wirklich herausgekommen. Auch zu ihr gibt es nachher noch einen kurzen Kommentar.
Aber zurück zum Album, wie bereits geschrieben, erscheint es zweimal und zwar einmal als "normale" Version, die musikalisch im Stil des Vorgängers gehalten ist und einmal als Klassik-Version, bei der alle Lieder mit dem Symphonie-Orchester eingespielt wurden und ohne Techno-ähnliche Effekte auskommen müssen. Weiterhin sind nicht alle Lieder auf beiden Alben vorhanden, da die Klassik-Version das "gute" und die normale das "böse" Album ist, sind bestimmte Lieder nicht auf beiden CD's drauf. So finden sich z.B. "Der Weg des Schicksals", "Morgane Le Fay", "Friedenshymne", "Espiritu Del Aire" & "Ein neuer Tag" (allesamt "weiße" Lieder) nur auf der Klassik-Version, "Seit Anbeginn der Zeit&
quot;, "Mondengel", "Der Prophet", "Die Runen von Asgard" & "Jetzt ist es still" (allesamt "schwarze" Lieder) dagegen nur auf dem normalen Album. (**Ausführliche Titelbeschreibung siehe unter "Tracks"**).
Nachdem man sich die Lieder dann das erste Mal angehört hat - und die Texte mitgelesen hat, stellt man sich unweigerlich die Frage "Ist es denn wirklich so schwer, ein Booklet herauszubringen, dessen Texte mit denen in den Lieder verarbeiteten übereinstimmen?" Bei nahezu jedem Lied ist entweder mal der deutsche Text weg, mal der lateinische falsch (und wenn das sogar ich, der nie Latein hatte, merkt...) oder mal die Anordnung der Texte etwas...naja...konfus. Daher werde ich bei der Beschreibung der Tracks dieses Mal auch angeben, was im Booklet falsch steht bzw. weggelassen wurde - für die, die die Texte interessieren, oder einfach nur wissen wollen, was man bei einem Booklet so alles verbocken kann...
Ansonsten ist das Album in einer gewohnten Form aufgebaut, jedem Lied (bis auf das erste) geht ein sogenanntes "Interlude", eine Einleitung in das Lied voraus. Das mag gut gedacht sein und ist auch recht toll, wenn man die CD zum ersten und zweiten Mal hört, ab dem dritten mal nerven diese 20-30 sekündigen Abschnitte jedoch, da sie nur einen - meist recht monoton gesprochenen - kurzen Text enthalten und die Hintergrundmusik oft nur auffällt, wenn man explizit nach ihr sucht.
Noch ein kleines technisches Detail, das vielen diese CD sehr vermiesen kann: Montezumas Rache oder der Universal Kopierschutz. Natürlich ist er eigentlich so gedacht, daß eine CD nicht brennbar ist, aber dennoch abspielbar sein sollte. Nun, das hat Universal im Übereifer etwas verbockt, bei vielen geht die CD am PC gar nicht abzuspielen. Bei mir ist es so, daß sie auf dem Computer wohl, nicht aber im Discman abzuspielen geht. Jedesmal bei 9 Sek. stoppt das Lied. Das hat zur Folge, daß ich mir die CD eben
doch brennen musste, mit Clone CD ging das reibungslos (Gut, jeweils bei 9 Sek. kommt ein winziger Klangfehler, ist aber nicht stark auffällig) und ein Exemplar für den Eigengebrauch ist ja sogar erlaubt! Also, liebe Leute bei Universal: Ziel total verfehlt!

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Die Klassik-Version
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Mir persönlich ist die Klassik-Version etwas zu langweilig geraten, daher werde ich bei den Liedern allgemein nur auf die normale Version eingehen, lediglich die auf der normalen Version nicht vorhandenen Titel werden ausführlich beschrieben. Sollte eine Klassik-Version eines Liedes sich besonders herausheben, wird dies aber auf jeden Fall erwähnt.
In der Klassik-Version fehlen sämtliche Synthesizer-Effekte, dafür werden dann Geigen und andere "harmonische" Instrumente eingesetzt. Dies hat zur Folge, daß die Lieder auf mich etwas einschläfernd wirken, da sie eher etwas "daherdümpeln". Auch kommt der Chor wesentlich schlechter zur Geltung wenn die untermalende Musik nicht so ausdrucksstark ist, wie auf der normalen Edition.
Was ebenfalls auffällt, ist, daß der Synchronsprecher von Max von Sydow auf der Klassik-Version durch Elisabeth Günther, die Synchronstimme von Liv Tyler ersetzt wurde, womit dann erstmals bei E Nomine eine weibliche Synchronstimme zu Wort kommt. D.h. sie spricht wie er sowohl die Interludes, die jeweils den selben Text haben, als auch zwei Lieder. Im Gegensatz zu dem Synchronsprecher von Max von Sydow betont sie sehr abwechslungsreich und leiert den Text nicht einfach nur herunter (wie in "Der Prophet"). Außerdem passt ihre Stimme einfach nur wahnsinnig gut auf das Album und zu den Texten, da ist wirklich jedes Wort ein Volltreffer.
Im Booklet sind bei auf beiden Alben vorhandenen Liedern die Texte übrigends identisch übernommen worden, d.h. die Fehler der normalen Edition gelten auf für die Klassik-Version.

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Veränderungen der Lieder zum Voralbum
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Wenn man sich beide Alben, "Finsternis" & "Die Prophezeihung" einmal anhört, wird man schnell feststellen, daß E Nomine sich musikalisch verändert hat. Ob zum Guten oder Schlechten sei vorerst einmal dahin gestellt. Es fällt zunächst einmal auf, daß dieses mal mehr mit "Techno-Effekten" gearbeitet wird, als bei dem Vorgänger, was vielleicht auch der Grund war, daß eine Version ohne diese Effekt, die Klassik-Version, erschien.
Auch ist vielen Liedern eine völlig andere Grundstimmung vorhanden, E Nomine hat es tatsächlich auch allein durch die Musik geschafft, einige Lieder "prophetisch" wirken zu lassen, wohingegen die Stimmung auf "Finsternis" logischerweise durchweg düster und bedrohlich war. Doch nicht allein prophetisch, es sind auch solche dabei mit einer dunklen (z.B. "Das Omen") und solche mit einer hellen (z.B. "Laetitia") Grundstimmung. Von der musikalischen Seite her gesehen ist das Album somit auf jeden Fall abwechslungsreicher geworden, meiner Meinung nach leiden jedoch einige Lieder darunter.
Weiterhin fällt auf, daß diesesmal deutlich öfter eine Solistin eingesetzt wurde, als davor, was leider den Chor etwas weiter zurückdrängt. Auch wird nicht mehr nur noch Johanna von Orleans als Solistin eingesetzt, diesesmal sind es gleich fünf Solistinnen (Johanna von Orleans, Alexandra Ziem, Sarah Baldeweg, Celina Bostic & Sue Z.) sowie ein Solist (Sirfritz). Nachdem Marten Rosenbaum, der kleine Junge, der letztes Album als Solist bei "Wolfen (Das Tier in mir)" mitgewirkt hat, mittlerweile in den Stimmbruch gekommen zu sein scheint, wurde er gegen Sirfritz ausgetauscht. Sirfritz heißt übrigends mit vollem Namen Fritz Graner - richtig gelesen, und ist einer der beiden Produzenten von E Nomine. Er singt auch keinesfalls Bass, falls ihr das jetzt gedacht habt, in &qu
ot;Mysteria" könnt ihr ihn in einer recht hohen Tonlage bewundern...was etwas überrascht, wenn man seine Stimme von Fernsehinterviews kennt. Bei Sue Z. fragt man sich allerdings, ob das nur wieder ein für E Nomine typisches Wortspiel ist, da der Name umgedreht gerade "Zeus" ergeben würde...
Was ebenfalls auffällt, ist, daß man sich offenbar nicht so recht damit anfreunden konnte, ein Interlude (s.o.) als Operer für ein Album zu nehmen. Mit dem Track "Am Anfang war die Finsternis" geschah dies bei dem Voralbum, wobei dies so ziemlich das einzige Interlude war, das mir etwas gefallen hat. Dieses Mal dagegen nannte man den ersten Track "Seit Anbeginn der Zeit", was das Problem, ob man nun Interlude oder richtiges Lied nehmen soll, allerdings nicht vereinfacht. E Nomine haben sich für einen besonderen Weg entschieden...sie haben einfach beides kombiniert. (**Beschreibung siehe unter "Tracks"**)
Eine deutliche Verschlechterung ist jedoch der Synchronsprecher, der für die Interludes und zwei weitere Tracks ausgewählt wurde, der Synchronsprecher von Max von Sydow, Jürgen Thormann. Es mag ja sein, daß seine Stimme etwas unbarmherzig prophetisches hat - und er von daher gut auf das Album passt - aber der Mensch kann einfach nicht betonen. Gut, das ist sicherlich etwas zu hart geurteilt, aber manche Sätze wirken einfach nur lieblos heruntergeleiert und sind nicht wirklich schön anzuhören.
Eine weitere Sache, die ich sehr schade finde, ist, daß nicht mehr so sehr auf eingängige Refrain-Melodien gesetzt wurde, wie bei dem Voralbum. Der Chor bei den Liedern "Der Exorzist", "Die schwarzen Reiter" oder "Herr der Schatten" hatte einfach eine sagenhaft eingängige Melodie mit vielen phantastischen Tonlagen. Dies ist bei der "Prophezeihung" leider nur sehr selten der Fall, man hat manchmal den Eindruck, daß der Chor zwar singt, aber keine Melodie bekommen hat. Zugegeben, das ist auch wirkl
ich selten, aber zumindest ist die Melodie nicht so einprägsam, daß man, wie bei dem Voralbum bei dem Titel eines Lieses sofort die Melodie des Chores im Kopf hat. Leider. Ein so hoher, etwas "schriller" Chor wie z.B. bei "Der Exorzist" oder "Die schwarzen Reiter" findet sich übrigends auch nur recht selten - zwar singt desöfteren ein Frauenchor, allerdings nicht in einer so hohen Tonlage bei so schnellem Tempo.
Ein deutlicher Pluspunkt dagegen sind bei diesem Album die Synchronsprecher - sie sind abwechslungsreich wie nie zuvor. Nachdem sich bei "Finsternis" viele Stimmen doch sehr ähnelten, fallen hier sagenhaft gute - und interessante - Stimmen wie die des Synchronsprechers von James Bond: Pierce Brosnan, Rutger Hauer, Leonardo Di Caprio oder Brad Pitt auf, die darüberhinaus auch sehr interessant betonen!
Ebenfalls positiv fallen mir ab und an die Texte auf, es scheint, als wurde dieses Mal mehr Arbeit in die deutschen Verse denn in den lateinischen Refrain bzw. die Melodie gesteckt - den Versen jedenfalls nützt es sehr. Sowohl abwechslungsreicher Rhthmus, als auch sehr interessante Texte, die durch die oben angesprochenen vielfältigen Synchronsprecher sehr gut zur Geltung kommen.

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Die DVD
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...bietet nicht wirklich viel wenn man das Album bereits hat. Sie lohnt sich eigentlich nur dann richtig, wenn man eine sehr gute Anlage mit Digital Surround Sound hat und die Musik dadurch richtig spüren kann. Was ist nun genau auf der DVD drauf? Zuerst einmal das komplette "Prophezeihung"-Album (die normale Version) + vier Lieder der Klassik-Version: "Der Weg des Schicksals", "Friedenshymne", "Espiritu del Aire" & "Ein neuer Tag". Wer sich jetzt fragt, warum da eigentlich "Morgane Le Fay" fehlt, der dragt sich exakt das gleiche wie ich. Aber in der DVD gibt's leider kein Booklet, das man verbocken kann, also muß eben die
DVD herhalten. Die ganzen Tracks (wie die Interludes) sind übrigens mit Filmmaterial unterlegt, das man bisher noch nicht verwenden konnte.
Der einzige wirkliche Pluspunkt, den die DVD sonst noch bietet, sind die ganzen Videos. Ihr findet sowohl sämtliche Videos von Single-Auskopplungen, als auch drei Making Of's ("Mitternacht", "Deine Welt" und "Das Omen") und zwei Auftritte bei The Dome. Ansonsten hat die DVD noch einen absoluten Knaller zu bieten, weswegen ihr sie euch unbedingt holen müsst: Eine komplette Diskographie von allen Alben und allen Singles in Form von JEWEILS EINEM BILD! Da ist wirklich voller Mühe das Cover von jeder CD eingescannt und dann auf die DVD gepackt worden! Wenn DAS kein Kaufgrund ist! Sensationell!


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Die Tracks
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Im Folgenden findet ihr jeweils die Einzelbewertungen zu den Tracks. Im Anschluß an die Bewertung findet ihr dieses Mal auch noch eine Übersetzung des lateinischen Textes - zur Info für diejenigen, die schon immer mal wissen wollten, ob der lateinische Part auch einen Sinn hat. Für die Übersetzungen geht ein großer Dank an das E Nomine Forum, in dem sich jemand die Mühe gemacht hat und alles übersetzt hat! Damit sich das Ganze etwas flüssiger liest, hab ich die Übersetzung teilweise etwas umgeschachtelt, wodurch es insgesamt etwas "frei" geworden ist, der Sinn aber ist gleich geblieben.

01: Seit Anbeginn der Zeit... - Synchronstimme von Max von Sydow: Jürgen Thormann
Einer der seltsamsten Tracks, da er eine Mischung aus Interlude und Track ist. Er fängt an mit einem Text nahezu ohne Hintergrundmusik, also recht Interlude-Typisch. Nach dem diesem ersten Vers kommt dann ein recht hoher Chor mit einer Art Zwischenspiel, bevor dann ein kurzer Text mit einem darauffolgenden, sich langsam steigernden Chor kommt. Der sich langsam steigernde Chor klingt durchaus recht gut, allerdings ist das Lied sowohl von der Musik, als
auch vom Sprecher her sehr langweilig. Recht uninteressant betont.
Fazit: 2,5 Sterne.

***Übersetzung***
#Chorvers 1: Profeticum est / Oraculum / Vates fatum denuntiat
Übersetzung: Es ist Prophezeit. Ein Orakel... Ein Seher verkündet das Schicksal!
#Chorvers 2: Illuminatio auxilium est / Et rectaratio auxilium est / Perspicientia auxilium est / Et sapinentia auxilium est
Übersetzung: Die Erleuchtung ist eine Hilfe. Und die wahre Vernunft ist eine Hilfe. Die Erkenntnis ist eine Hilfe. Und die Weisheit ist eine Hilfe.
#Chorvers 3: At imprudentia exitium est / Et pertinacia exitium est / Insipientia exitium est / Et improbitias exitium est
Übersetzung: Aber Unvorsichtigkeit bedeutet den Tod. Und Starrsinn bedeutet den Tod. Dummheit bedeutet den Tod. Und Falschheit bedeutet den Tod.

***Text / Fehler im Booklet***
1.) Leider fehlt im Booklet der Text des lateinischen Chores völlig.
Der Text der ersten Chorstrophe lautet:
~Profeticum est
~Oraculum
~Vates fatum denuntiat
Der Text der zweiten Chorstrophe (wird 2 x wiederholt) lautet:
~Illuminatio auxilium est
~Et rectaratio auxilium est
~Perspicientia auxilium est
~Et sapinentia auxilium est
Der Text der dritten Chorstrophe lautet:
~At imprudentia exitium est
~Et pertinacia exitium est
~Insipientia exitium est
~Et improbitias exitium est
2.) Es war wohl geplant, den Zwischentext ("Höret die Worte des Propheten...") refrainartig zu bringen, da er zum Schluß ein weiteres Mal aufgeführt ist. Das wurde aber anscheinend verworfen, der Text wird zum Schluß nicht mehr gesprochen.
3.) Die Unterteilung in Verse, wie sonst üblich, fehlt. Insgesamt sind es drei Verse (Wobei der mittlere der refrainartige Zwischenvers ist.)

02: Interlude - Die Verheissung

03: Deine Welt - Synchronstimme von Robert De Niro: Christian Brückner
Die erste Singleauskopplung, die leider floppte. Man wollte experim
entieren und das erste mal statt einem lateinischen Chor-Refrain einen mit deutschem Text nehmen. ( Das Lied selbst ist nicht schlecht, an Mitternacht, die letzte erste Singleauskopplung, kommt es jedoch bei weitem nicht heran. Zwar betont Christian Brückner, der wohl standartmäßig für die erste Single zuständig ist, perfekt, er ist zweifelsohne einer der Besten, allerdings kann das die schwache Melodie nicht wirklich retten. Das Solo, gesungen von Sarah Baldeweg, ist zwar sehr schön, allerdings von der Melodie her auch wieder recht eintönig. Übrigens ist es nicht, wie vielleicht vermutet wird, lateinisch, sondern mal italienisch.
Fazit: 3,5 Sterne

***Übersetzung***
#Solo: Questo mundo mio amore / Dove stai mio dios
Übersetzung: Diese Welt, in der Du Dich befindest, mein Gott, ist meine Liebe.
#Chorus: Terra mortua / Signum sempiternum / Terra mortua / In eternum
Übersetzung: Die tote Erde ist ein ewiges Zeichen. Die Erde ist tot...für immer!

***Text / Fehler im Booklet***
Erstaunlicherweise keine, es ist nur recht witzig, daß bei all den Fehlern und der konsequenten Kleinschreibung doch daran gedacht wurde, das Wort "Armageddon" in Anführungszeichen zu setzen. Falsch geschrieben (nur ein "d") wurde es dennoch...

04: Interlude - Schwarzer Traum

05: Mondengel - Synchronstimme von Brad Pitt: Tobias Meister
Das bisher erste Lied, das mir wieder richtig gut gefiel. Erstens hat der Song eine extrem gute Refrainmelodie, die man irgendwie irgendwoher kennt, zweitens ist der Chor mit seiner eigenen Musik auch nicht schlecht gelungen (auch wenn er nur fünf Wörter hat...), drittens passt die Stimme von Tobias Meister sagenhaft gut, speziell zu dem geflüsterten deutschen Chorus. Das einzige, was ein wenig stört, ist, daß die Musik bei den Versen ein wenig...naja...wenig ist.
Fazit: 4,5 Sterne

***Übersetzung***
#Chorus: Angelus oro te / Angelus / Salva me
Übersetzung: Engel
, ich bitte dich...Engel - Rette mich!

***Text / Fehler im Booklet***
1.) Bei Vers 2 wurde die Hälfte vergessen, alle drei Verse haben jeweils 4 Strophen - bei Vers 2 sind es jedoch 8. Folgende 4 fehlen:
~Von den großen Göttern auserkoren
~Mächtig mit Dir im Universum thronen.
~Herrscher über die weiten Dimensionen
~Auf ewig als Engel der Nacht geboren.
2.) Bei dem Chorus fehlt ein Vers. Statt vier sind nur drei genannt - der Chorus heißt komplett:
~Engel der Nacht
~Aus Träumen gemacht
~Aus dem Schlafe erwacht
~Das Feuer entfacht.

06: Interlude - Der Lockruf

07: Das Omen (Im Kreis des Bösen) - Synchronstimme von Robert De Niro: Christian Brückner
Die zweite Singleauskopplung, die meiner Meinung nach auch besser gelungen ist, als die erste. Endlich wieder eines der schnelleren Lieder, was ebenfalls auffällt, ist, daß hier sehr stark mit Techno ähnlichen Effekten gearbeitet wird. Erneut Christian Brückner, der wie gewohnt perfekt betont, allerdings ist hier auch der Chor mit Hintergrundmusik sehr gut gelungen. Speziell die Abwechslung des Chores von langsamem zu schnellem Tempo passt klasse in das Lied. Insgesamt eine sehr düstere Atmosphäre, wie ja auch im Video zu sehen war, wurde hier wieder sehr stark auf das Spiel mit dem Teufel gesetzt, was auch ohne weiteres zu den in Weltuntergangsstimmung gesprochenen Versen passt. Wobei Christian Brückner wohl sogar aus einem Liebeslied ein nahendes Armageddon machen könnte...
Fazit: 4 Sterne

Klassik-Edition: Hier löst man sich stark von der Melodie der normalen Edition, was zwischendurch auch sehr gut wirkt, allerdings sollte einem doch klar sein, daß harmonische Streicher definitiv nicht zur Stimme von Christian Brückner passen. Darüberhinaus hört es sich einmal so an, als hätte Fritz bei der Aufnahme sein Handy klingeln lassen und das gleich in die Hintergrundmusik gepackt. Auf Deuer nervt dann auch das ewige "Dedlülütdetdüt" als
"effektvolle Steigerungsmusik"...

***Übersetzung***
#Chorus 1: Nigrae legiones / Ferus imperator / Sinus occultus / Fatum terminatum
Übersetzung: Schwarze Legionen und ein grausamer Feldherr - verborgene Zuflucht vor dem endgültigen Schicksal.
#Chorus 2: Imperio...Imperio - inferna - fortuna - crudelitas
Übersetzung: Für das Imperium ist das Schicksal eine teuflische Grausamkeit.
#Chorus 3: Vivano - crudelis - exitus
Übersetzung: Der Lebendige wird grausam sterben!

***Text / Fehler im Booklet***
1.) Mal wieder fehlt der lateinische Chor völlig, da die Worte allerdings recht deutlich gesprochen sind, sind sie relativ leicht raushörbar.
Chorus 1:
~Nigrae legiones
~Ferus imperator
~Sinus occultus
~Fatum terminatum
Chorus 2:
~Imperio...Imperio - inferna - fortuna - crudelitas
Chorus 3:
~Vivano - crudelis - exitus
2.) Das Layout ist mal wieder total konfus, es fehlt die Unterteilung in Verse, außerdem wurde an Stellen ein Versumbruch eingefügt, wo er absolut nichts zu suchen hat (Bsp.: "Schliesse den / Kreis des Bösen das Omen")
3.) Anscheinend wollte man aus "Öffne das Tor den schwarzen Legionen (...)" einen Refrain machen, da der Text zusammen mit einer weiteren Strophe noch zwei weitere Male im Booklet steht, hat es aber dann im Lied letztendlich doch gelassen.

08: Interlude - Lauf der Zeit

09: Das Rad des Schicksals - Synchronstimme von Pierce Brosnan: Frank Glaubrecht
Ein weiteres sehr gutes Lied, es beginnt mit ein paar sanften Klängen und der beschwörenden Stimme von Frank Glaubrecht, passend zum Text "Rad des Schicksals, bleib nicht stehn" gerät die Musik ins "Eiern", quietscht also etwas herum (das ist jetzt schlecht beschrieben, denn es klingt wirklich gut!). Nach dem Schlußsatz der letzten Strophe des ersten (und leider einzigen) Verses setzt der wunderschöne Gesang einer Solistin ein, die gleich mi
t zwei verschiedenen Strophen zum Zuge kommt. Dazwischen kommt Frank Glaubrecht immer noch mit einem einzelnen Wort, das wie "Gesetz" klingt, aber wohl irgendwas in der Art von "Qui set" heißt, was man sich vielleicht nicht sonderlich gut vorstellen kann, aber dafür einfach perfekt in das gesamte Lied hinein passt. Zusätzlich zur Solistin untermalt den Gesang noch ein kleiner Chor im Hintergrund, der passend zur Melodieänderung wieder aussetzt.
Fazit: 4,5 Sterne

***Übersetzung***
#Solo: Tu via es in mundo magico / Et il lumino / Il lumino torqueo inveni / Et il lumino
Übersetzung: Du bist der Weg in einer magischen Welt. Ich leuchte. Ich leuchte, ich quäle mich, um ihn zu finden...Und ich leuchte!

***Text / Fehler im Booklet***
1.)Nachdem Frank Glaubrecht ohnehin nur einen Vers bekommen hat, wurde ihm der im Booklet auch noch gekürzt. Anstatt vier sind es sechs Strophen, die fehlenden lauten:
~Der ewige Lauf der Zeit
~Sind die acht Speichen der Unendlichkeit
2.) Die Strophen des Chorus wurden vertauscht, es heißt richtig:
~Tu via es in mundo magico
~Et il lumino
~Il lumino torqueo inveni
~Et il lumino

10: Interlude - Das Orakel

11: Dein Blaubeermund - Synchronstimme von Michael Douglas: Volker Brandt
Hmmm...kommt einem dieser Titel nicht irgendwoher bekannt vor? Richtig, gab's da nicht letztes Mal ein Lied genannt "Die Nachtwache", dessen Refrain von "Dein Blaubeermund im Neonlicht" handelte? Tja, anscheinend hat dieses Lied die Macher von E Nomine nicht mehr losgelassen, "Dein Blaubeermund" ist tatsächlich ein Remake dieses Lieses mit bedingt verändertem Text (s.u.), zusätzlicher Solistin und neuer Melodie. Während die alte Melodie während der Strophen recht wenig war, ist die neue kraftvoller, was aber nicht wirklich zum Lied passt. Sehr schön dagegen wirkt die Abwechslung bzw. Überschneidung der Solistin mit dem Chor (der übrig
ends exakt die alte Melodie & den alten Text hat). Die Melodie für den deutschen Chorus ("Dein Blaubeermund im Neonlicht") jedoch hat mir früher deutlich besser gefallen. Den Sprecher würde ich bei beiden Liedern etwa gleichauf setzen, er fällt einfach nicht besonders aus der Reihe. Was dagegen schöner geworden ist, ist daß sich nun der lateinische Chor und das Solo überlagern, was einen wirklich wunderschönen Effekt erzielt.
Erwänenswert außerdem: Obwohl einiges im Text gleich geblieben ist, bekam das ursprünglich von Nekrophilie handelnde Lied eine völlig neue Bedeutung.
Fazit: 3 Sterne

Klassik-Edition: Die Musik ist hier irgendwie total konfus und passt überhaupt nicht rein - weder zum Text, noch zum Rythmus. Sie wirkt irgendwie unentschlossen und ist bei den Stellen, an denen man versucht hat, die normale Version etwas zu kopieren, erstens viel zu sanft und zweitens deutlich zu wenig, da man einfach die Techno-Effekte weggelassen und durch nichts ersetzt hat.

***Vergleich der Texte beiden Versionen***
Ursprungstext in "Nachtwache" aus "Finsternis":

Vers 1:
~Ich arbeite im Haus der Verschiedenen
~Sie liegen in Reih und Glied
~Ob schön, hässlich, jung oder alt
~Manchmal vielleicht auch verletzt
~Sie sind meine Freunde
~Und werden schon bald
~Vom Werk der Würmer zersetzt.
~Seit deiner Ankunft hab ich gespürt
~Die Nähe zu dir ist so fern
~Deine Aura, sie hat mich berührt und verführt
~Ich habe deinen Geruch so gern
~In deinen wunderschönen Augen
~Schimmert kaltes Neonlicht
~Wie die Sterne am Firmament
~So kühl, so fahl, so schlicht

Vers 2:
~Dein leerer Blick im Neonlicht
~Durchbohrt mein hohles Hirn
~Heißer Schweiß der Begierde
~Steht auf meiner Stirn
~Deine kalten Hände
~Sind fahl wie das grau der Wände
~In deiner Schönheit aus Eis
~Dein erstarrtes Antlitz so schneeweiß
~Deine Konturen scheinen
so fest und rund
~Ich liebe deinen Blaubeermund

Vers 3:
~Ich liebe diesen Duft der Süße
~Weiße Schilder an kalten Füssen
~Regungslos im Totenhaus
~Siehst du von allen am schönsten aus
~Diesen Drang in deiner Nähe, dich zu entblößen
~Ich gestehe...verzeih mir...
~Ich streif das Tuch von dir...

Chorus:
~Dein Blaubeermund im Neonlicht
~Dein Blaubeermund so viel verspricht
~Dein Blaubeermund so kühl, so zart
~Mein Herz steht still an diesem Tag

Chor:
~Te amo bella inanitas
~Stella te amo vanitas

Neufassung des Textes in "Dein Blaubeermund" aus "Die Prophezeihung":

Vers 1:
~Ein Sommernachtstraum hat mich zu dir geführt
~Deine Stimme mein Feuer entfacht
~Deine Aura, sie hat mich berührt und verführt
~Wahrhaftig bist Du, oh Göttin der Nacht
~Kalt schimmern Deine Augen in des Mondes Licht
~Silbern glänzt Dein weißer Leib so kühl, so fahl, so schlicht
~Dieses Verlangen in deiner Nähe zu weilen
~Deine Konturen so fest und rund
~Das Schicksal nur du kannst offenbaren
~Sprich zu mir, mein Blaubeermund

Vers 2:
~Als Wächterin des Schicksals beherrscht Du Leben, beherrscht Du Tod
~Dein Wort bestimmt die Fügung noch vor dem Morgenrot
~Dein Zauber bannt mich, lockt mich an
~Die Ungewissheit lässt mich nicht los
~Der Preis der Wahrheit jedoch ist wie ein Todesstoß

Chorus:
~Dein Blaubeermund im Sternenlicht
~Dein Blaubeermund so viel verspricht
~Dein Blaubeermund so kühl, so zart
~Des Schicksals Fügung offenbart

Chor:
~Te amo bella inanitas
~Stella te amo vanitas

Solo:
~Te amo te amo stella bella mea
~Te amo te amo te stella mea

***Übersetzung***
#Solo: Te amo te amo stella bella mea / Te amo te amo te stella mea
Übersetzung: Ich liebe Dich, mein schöner Stern. Ich liebe Dich, mein Stern!
#Chorus: Te amo bella inanitas
/ Stella te amo vanitas
Übersetzung: Ich liebe Dich, schöner, so leerer Stern. Ich liebe Dich, Eitelkeit.

***Text / Fehler im Booklet***
Der Chorus wurde falsch angegeben, im Booklet steht:
~Dein Blaubeermund im Sternenlicht
~Dein Blaubeermund die Wahrheit spricht
~Dein Blaubeermund so kühl, so zart
~Die Prophezeihung offenbart
Wie er richtig heißt, siehe oben.

12: Interlude - Sternensturm

13: Im Zeichen des Zodiak - Synchronstimme von Rutger Hauer: Thomas Danneberg
Eines meiner Lieblingslieder auf diesem Album, da hier wirklich fast alles stimmt. Erstens ist die Synchronstimme von Rutger Hauer (Wer ist das eigentlich? - Die Stimme kenn ich irgendwoher, allerdings fällt mir dazu kein Flim ein...) sehr interessant und passt super in das düstere Ambiente des Tracks, zweitens ist der Chor mit dem ersten Teil der Männerstimmen und dem darauffolgenden zweiten Teil der Frauenstimmen recht gut - und abwechslungsreich - gelungen. Was ich nur ein wenig schade finde, ist, daß der weibliche Chor nicht höher singt. Das Lied enthält außerdem noch den meiner Meinung nach besten deutschen Chorus-Vers: "Die Galaxie / Im schwarzen Dampf. / Die Dynastie / Im Daseinskampf. / Folge mir durch die Nacht in den Tag / Folge mir im Zeichen des Zodiak". Die ersten vier Verse sind übrigends interessant bearbeitet worden, man hört, daß die "Luftholpausen" zwischen ihnen herausgeschnitten wurden, was ja für gewöhnlich nicht der Fall sein sollte, allerdings haben sie gerade dadurch einen super Effekt.
Fazit: 4,5 Sterne

Klassik-Edition: Hier gibt es tatsächlich mal einen Part des Liedes, der mir von der Idee her auf der Klassik Version besser gefällt, als auf der normalen: Die Melodie des Chors. Während er auf der normalen Version mit fortlaufenden, melodisch gleichen Trommelschlägen untermalt ist, ist er auf der Klassik Version mehr herausgehoben, da hier an bestimmten Stellen sowohl die Musik gesteigert
wird, als auch zusätzlich zur weiteren Steigerung Trommelschläge eingesetzt werden.

***Übersetzung***
#Chorus: scorpio gemini / leo capricornus / virgo aquarius / pisces saggittarius / taurus aries / libra crudus cancer / tempus deorum / vivet in signo zodiac
Übersetzung: Skorpion, Zwillinge, Löwe, Steinbock, Jungfrau, Wassermann, Fische, Schütze, Stier, Widder, Waage, der rohe Krebs -
die Zeit der Götter ist im Zeichen des Tierkreises.

***Text / Fehler im Booklet***
Der Chor wurde falsch angegeben, es fehlen hier die erste und letzte zwei Strophe.
Strophe 1 (vor dem abgedruckten Vers):
~Scorpio gemini
Strophe 2 (nach dem abgedruckten Vers):
~Vivet in signo zodiac

14: Interlude - Die Brücke in's Licht

15: Laetitia - Synchronstimme von Leonardo Di Caprio: Gerrit Schmidt Voss
Oha, mal schon fast ein Liebeslied...und wen nehmen wir da als Synchronsprecher? Richtig, natürlich Leonardo Di Caprio. So offensichtlich das ist, so gut passt es aber auch in das Lied hinein. Ein leise gehauchter Anfang mit einem wirklich extrem gut betonen Leatitia zu ein paar leichten, langsamen Musikklängen klingt absolut nicht schlecht. Passend zu der hellen Grundstimmung singt dieses Mal auch kein Chor mit, sondern "nur" eine Solistin, was dem Lied hier aber nicht schadet, im Gegenteil: Hier wirkt das Weglassen des Chores sogar sehr gut. Obwohl das Solo keine so eingängige Melodie bekommen, ist es trotzdem sehr gut geworden, da unglaublich viele Zwischentöne und leicht angesungene Halbtöne hineingepackt wurden. Zwischendrin versucht Gerrit Schmidt Voss übrigends auch mal ein bisschen "kräftiger" zu betonen - was zwar nicht völlig fehlschlägt, aber auch nicht wirklich gut klingt ("Und...meine Sehnsucht tötet mich"). Mit persönlich insgesamt etwas zu ruhig.
Fazit: 3,5 Sterne

Klassik-Edition: Wer ist bloß auf die saublöde Idee gekommen, an das Ende vom Solo ein paar Trompete
nstöße zu setzen? Das klingt in etwa, als käme gleich ein Heer Soldaten anmarschiert und passt weder zum Solo, noch zur Musik, noch überhaupt. Außerdem frage ich mich, was damit erreicht werden soll, daß zwei Sekunden vor Schluß, wo die Melodie schon fast aufgehört hat, noch eine extreme Steigerung kommt, die dann aprupt abbricht...

***Übersetzung***
#Solo 1: Laetitia iucunditas animarum / Terra sacra alimenta corem meum / Nuntius angelorum mea anima
Übersetzung: Freude ist der Seelen Fröhlichkeit, heilige Erde meines Herzen Nahrung. Meine Seele ist ein Bote der Engel.
#Solo 3: Viam mea illumina lux aeterna / De sententia dolorosa me libera / Nuntius angelorum mea anima
Übersetzung: Ewiges Licht, erleuchte meinen Weg und befreie mich vom schmerzhaften Unheil. Meine Seele ist ein Bote der Engel.
(Für Solovers 2 fehlt mir leider bislang die Übersetzung.)

***Text / Fehler im Booklet***
Dieses Mal fehlt der deutsche Text völlig. Folgende Strophen wurden weggelassen:

Vers:
~Ich bin berauscht von deiner Quelle der Gier
~Und...meine Sehnsucht tötet mich...
~Laetitia!

Chorus:
~Blind wie die Liebe
~So folge ihr selbst in's Nirvana
~Wir werden zusammen sein
~Wenn die weißen Flügel des Todes uns scheiden
~Laetitia!

16: Interlude - Das Rätsel

17: Der Prophet - Synchronstimme von Max von Sydow: Jürgen Thormann
Das zweite Lied des Wortbetoners...der Track selbst ist sehr gut gelungen, das einzige, das ihn nach unten drückt, ist die miese Betonung von Jürgen Thormann. Wenn man den Track zu Anfang hört, fällt leider gleich mal der enorm schlechte Zusammenschnitt auf, denn im Track ist noch das "r" des letzten Satzes aus dem Interlude zu hören. Muß sowas wirklich sein? Ich meine, es kann doch wirklich nicht so schwer sein, so etwas zu bemerken und dann rauszuschneiden. Naja - wenden wir uns erfreulicherem zu: dem Chor, der immer mit einem kraftvollen "
aenigma" und ein paar Trommelschlägen einsetzt, was absolut prophetisch wirkt - und somit perfekt passt. Auch das Lied mit der Musik wirkt insgesamt sehr gut. Der einzige Nachteil ist, daß der an sich schöne Chorus ("Ich bin der Prophet / Der, der die Zeichen versteht / Ich bin der Prophet / Der, der den Schrecken sät") wirklich einfach nur heruntergeleiert ist. Ich wüsste schon gerne warum, da der Mensch an sich ja anscheinend durchaus recht gut betonen kann. Kann.
Fazit: 4 Sterne

***Übersetzung***
#Chorus: Aenigma depravatio est / Aenigma crudelitas est / Conspiratio obscura est / Conspiratio letifera
Übersetzung: Das Rätsel ist eine Unzier. Das Rätsel ist eine Grausamkeit. Die Verschwörung ist verborgen. Die Verschwörung bringt Freude

***Text / Fehler im Booklet***
Recht wenig diesesmal, nur wurde bei dem Vers 2 ("Erde, Wasser, Luft und Feuer / Angst und Schrecken / Stellen sich mir in den Weg") hinter "Angst und Schrecken" komischerweise noch ein "Fegefeuer" eingefügt, daß aber weder vom Sinn noch vom Rythmus her reinpassen würde.

18: Interlude - Land der Hoffnung

19: Anderwelt (Laterna Magica) - Synchronstimme von Harrison Ford: Wolfgang Pampel
Ein wunderschönes Lied, meiner Meinung nach das schönste "ruhige" Lied, das E Nomine bislang gemacht hat. Einerseits ist die Stimme der Solistin für so ein Lied natürlich mal wieder perfekt geeignet, andererseits betont Wolfgang Pampel dermaßen gut, bei ihm könnte sich sicherlich auch "Morgen werdet ihr alle sterben" hoffnungsvoll und kraftspendend anhören. Drittens darf natürlich auch die Musik nicht vergessen werden, die sich hier perfekt einfügt und mit den vielen Streichern einfach harmonisch wirkt.
Fazit: 5 Sterne

***Übersetzung***
#Solo: Mea laterna magica / Indagatio eterna / Mea laterna magica / Vivere per l'eternita
Übersetung: Meine Zauberlampe - nach ihr suche ich sc
hon ewig. Meine Zauberlampe soll für immer leben!

***Text / Fehler im Booklet***
Schon wieder fast nichts - lediglich im Solo-Text wurde mea statt meo geschrieben.

20: Interlude - In den Fängen von...

21: Mysteria - Synchronstimme von Robert de Niro: Christian Brückner
Bereits das dritte Lied mit der Sensationsstimme von Christian Brückner - und auch das beste! Was erstmal positiv auffällt, ist, daß der Sologesang - diesmal von Fritz Graner himself, zumindest scheint es so, da er als einziger männlicher Solosänger aufgeführt ist - perfekt sitzt und da er statt Bass hoch singt, passt es auch super zum später einsetzenden Chor und wirkt gegenüber der tiefen Stimme von Christian Brückner als schöner Gegenpart. In diesem Lied zeigt Christian Brückner übrigends auch mal eine Betonung, die nicht sofort an Armageddon erinnert (obwohl das ja fantasitisch klingt) - passend zum Text ("Es ist Nacht...in meiner Welt / Wo ist das Licht...das mich erhellt? / Laute Stille...um mich herum / Macht mir Angst...weiß nicht warum") spricht er die Verse ratlos-depressiv, was einfach super rüberkommt.
Fazit: 4,5 Sterne

Klassik-Edition: Irgendwie schafft E Nomine es konsequent, die Lieder mit Christian Brückner auf der Klassik-Edition zu verhunzen...vorhin hat man die deutschen Verse mit harmonischen Streichern unterlegt, jetzt hat man sich für eine weitere "spannungsgeladene" Melodie entschieden. Es klingt halt extrem seltsam, wenn das Lied dann so geht: "Es ist Nacht" demdedem "In meiner Welt" demdedem "wo ist das Licht" demdedem "Das mich erhellt" demdedem...zerstört einfach die ganze Atmosphäre, da es einen langweilig-monotonen Rythmus schafft.

***Übersetzung***
#Solo: Divini sacri / Occultum habet / Arcanus obscurus / Divini sacri
Übersetzung: Göttliche Opfer - Das Dunkle, das Geheime hat etwas Verborgenes - Göttliche Opfer!
#Chorus: Terrarum in nomine / Ter
rarum in nomine / Divinum oraculum / Magicum
Übersetzung: Im Namen der Welten, Du göttliches, magisches Orakel.

***Text / Fehler im Booklet***
Die Strophen
~Mysteria -
~Die Wiederkehr
~Die Zeit ist nah....
~Befiehl dein Heer
~Mysteria!
sind dem zweiten Vers zugeschrieben, dabei sind sie der deutsche Chorus, der wiederholt vorkommt. Außerdem fehlt das erste Mysteria.

22: Interlude - Friedhof der Engel

23: Die Runen von Asgard - Synchronstimme von Mel Gibson: Elmar Wepper
Leute, warum habt ihr dieses Lied nicht als erste Single rausgebracht? Das hätte eingeschlagen wie eine Bombe, definitiv das Beste überhaupt auf diesem Album und eines der wenigen, das problemlos mit alten Lieder mithalten kann. Das Beste ist hier eindeutig die Musik und der deutsche Chorus - langsam steigt die Musik an, wird immer schneller bis sie durch "Dunkelwind und Zwillingslicht / Der Legenden Fesseln bricht / Wagst Du die blutigen Runen zu deuten / Hörst Du die Glocken von Asgard läuten" unterbrochen wird, das mit Hilfe eines Verzerrers grauenhaft-düster gesprochen wurde. Anschließend kommt eine sehr schnelle Techno-Nummer, die einfach nur fantastisch klingt und wovon es unbedingt eine Disco-Version geben sollte. Ein weiterer Pluspunkt ist, daß das Lied recht lange geht (5:49) und man somit viel Zeit hat, das Ganze ausgiebig zu genießen. Vielleicht ein bisschen schade, daß der Chor etwas kurz kommt (Bis auf zwei Worte, die wiederholt werden, kommt er nur ganz zum Schluß zum Einsatz), wird aber durch alles andere mehr als wett gemacht. Tip: Diesen Track unbedingt auf volle Lautstärke drehen!
Fazit: 5,5 Sterne (Das ist einfach besser, als die Skala erlaubt ;-) )

***Übersetzung***
#Chorus: Tempus corruptiones vicinus est / Tempus reconditae litterae / Tempus tristis / Sempiternus interrogatio tectus est
Übersetzung: Die Zeit ist der Gehilfe der Verwesung. Die Zeit der entlegenen Schriften. Die traurige
Zeit. Das ewige Gespräch lässt sich nicht festlegen.

***Text / Fehler im Booklet***
Nachdem der Chor ohnehin schon recht wenig zu sagen hat, wurden ihm auch noch die einzigen zwei Wörter, die er wiederholt, geklaut:
~Tempus diviri

24: Interlude - Das Erwachen

25: Schwarze Sonne - Synchronstimme von Samuel L. Jackson: Helmut Krauss
Dieses Mal wird's zum Ende hin richtig gut: Schon wieder ein Track, der mehr als gelungen ist. Die Stimme von Helmut Krauss passt gut zu dem dunklen Text (Kein Wunder, er war auch schon bei "Finsternis" dabei...), auch wenn sie keine besonders herausstechenden Merkmale hat. Der Refrain ist hier vielseitig wie nie, es gibt sowohl einen Sologesang, als auch ein Bridge mit einem Männerchor sowie einen Chorus mit Frauenstimmen, wobei letzter besonders gut rüberkommt, da er sowohl hoch, als auch schnell gesungen wird.
Fazit: 5 Sterne

***Übersetzung***
#Solo: Ugio sine fine / Daemone parce mihi / Furiosus occulos timeo
/ Frigeo cor fit petra / Vita mea fracta est et demissa / Et perdita
Übersetzung: Ich brenne pausenlos. Daemon, verschone mich! Schauernd fürchte ich die Augen...ich friere, mein Herz wird zu Stein! Mein Leben ist zerbrochen...fallengelassen - und verloren!
#Chor: Predator cerberus / Qui vit infernus / Fames ardens / Carme hominis / Mortalis
Übersetzung: Das Raubtier Zeberus, das in der Unterwelt lebt, brennt vor Hunger nach Menschenfleisch
#Chorus: Semper sequindo odorem sanguis / Ferox currendo ex infernalis / Semper sequindo odorem sanguis / Est cerberus
Übersetzung: Immer begierig, dem Blutgeruch zu folgen, befindet er sich im wilden Lauf aus der Hölle. Immer begierig, dem Blutgeruch zu folgen - ja, das ist Zeberus!
[Anm.: Zeberus ist ein dreiköpfiges, hundeähnliches Raubtier, das den Zugang zur Unterwelt bewacht.]

***Text / Fehler im Booklet***
1.) Aus zwei mach eins und spar dabei (Platz): Anscheinend hatte man Prob
leme, das ganze Lied auf eine Seite zu bringen und hat daher im Booklet aus eigentlich zwei Versen einen riesigen gemacht.
2.) Aus vielleicht dem selben Grund fehlt mal wieder Text, hier wieder etwas lateinischer - obwohl bereits drei Strophen angegeben sind... Das zweite Solo musste dran glauben.

26: Interlude - Endzeit

27: Jetzt ist es still - Synchronstimme von Oliver Reed: Micheal Chevalier
Bei dem letzten Track fällt wieder einmal die Musik und speziell der Chor sehr postitiv auf, der besonders bei der später schneller werdenden Musik gut herauskommt. Schade finde ich nur, daß hier Micheal Chevalier als als Synchronsprecher ausgewählt wurde - er betont zweifelsohne handwerklich sehr gut, allerdings passt seine Stimme meiner Meinung nach nicht so sehr zu dem Track.
Fazit: 4 Sterne

***Übersetzung***
#Chorus: Nunc est silentium / Fatum terminatus est / Transit humanitas / Tacet rota temporis
Übersetzung: Jetzt ist es still. Das Schicksal ist besiegelt. Die Menschheit vergeht. Und das Rad der Zeit...schweigt!

***Text / Fehler im Booklet***
Das erste und einzige Lied, bei dem im Booklet mal wirklich alles stimmt und nichtmal Schreibfehler drin sind (eines von 14, alle Achtung!). Vielleicht war das so als krönender Abschluß gedacht...

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Die zusätzlichen Tracks auf der Klassik-Edition
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01: Der Weg des Schicksals...Veni Vidi Fatum - Synchronstimme von Liv Tyler: Elisabeth Günther
Von der Idee her recht interessant: Der Text ist exakt der selbe, wie bei "Seit Anbeginn der Zeit..." von der normalen Version. Der Chor allerdings wurde geändert, was allerdings im Endeffekt auf das Selbe herauskommt, wie bei der anderen Version, da die Melodie noch weniger einprägsam ist. Obwohl mir die Musik der Klassik-Edition normalerweise nicht so gefällt, finde ich sie hi
er nicht einmal schlecht. Toll wirkt auch die sanfte Stimme von Elisabeth Günther, die das Ganze etwas melancholisch-traurig betont und einfach wahnsinnig gut wirkt.
Fazit: 2,5 Sterne

***Übersetzung***
#Chorus 1: Veni vidi / Fatum mundi
Übersetzung: Ich kam und ich sah das Schicksal der Welt.
#Chorus 2: In obscura nox / Vidi luminem / Dux oraculum / Mundi vates sum
Übersetzung: In dunkler Nacht habe ich das Licht gesehen. Ich bin Führer, Orakel und Seher der Welt.

***Text / Fehler im Booklet***
Da der Text identisch mit dem ersten Lied des "normalen" Albums ist, sind auch die Fehler im Booklet nahezu identisch. Hier wurde allerdings der oben in Punkt 2 angesprochene Text "Höret die Worte des Propheten..." zum Schluß tatsächlich noch einmal wiederholt.
1.) Der Text des lateinischen Chores fehlt völlig.
Der Text der ersten Chorstrophe lautet:
~Veni vidi
~Fatum mundi
Der Text der zweiten Chorstrophe lautet:
~In obscura nox
~Vidi luminem
~Dux oraculum
~Mundi vates sum
2.) Die Unterteilung in Verse, wie sonst üblich, fehlt. Insgesamt sind es drei Verse (Wobei der mittlere der refrainartige Zwischenvers ist.)

08: Interlude - Schwarze Göttin

09: Morgane Le Fay - Synchronstimme von Liv Tyler: Elisabeth Günther
Das schönste an diesem Track ist die Solostimme und die Stimme von Elisabeth Günther. Die Musik hält sich eher im Hintergrund auf, da das Lied an sich aber sehr ruhig ist, fällt dies nicht einmal schlimm auf. Leider aber ist die Melodie des Solos nicht sehr einprägsam, was bei der Stimme der Sängerin sehr schade ist. Sollte vielleicht eine Anknüpfung an "Anderwelt" werden, kann diese aber leider bei weitem nicht erreichen...
Fazit: 3 Sterne

***Übersetzung***
#Solo: Morgane le fay / Os tua venera / Sapientiae fons est / At potestas tua / Qua saevit ingenter / Mortifera sit veneno mentis
Übersetzung: Morgane, die Fee
- Ihr Mund ist ein vertrauenswürdiger Quell der Weisheit. Aber ihre gewaltig wütende Macht soll für den Verstand so todbringend sein, wie Gift.

***Text / Fehler im Booklet***
1.) Die Unterteilung in Strophe/Solo fehlt völlig, alles ist inklusive dem lateinischen Text hintereinander geschrieben.
2.) Bei dem nicht unterteilten Vers 1 fehlt das abschließende
~Morgane Le Fay
~Sagt euch die Wahrheit.
3.) Der zweite Vers fehlt komplett. Er lautet:
~Morgane Le Fay -
~Ich bin die Königin der Nacht
~Morgane Le Fay -
~Die Macht der dunklen Kreaturen
~Ich bin Schwester, Priesterin und weise Frau
~Morgane Le Fay
~Sagt euch die Wahrheit

14: Interlude - Die Befreiten

15: Friedenshymne - Synchronstimme von John Malkovic: Joachim Tennstedt
Endlich mal ein Lied mit der Synchronstimme von John Malkovic...kommt besonders gut, wenn man gerade zwei Wochen zuvor "Johnny English" gesehen hat ;-) Seine Stimme passt wirklich wahnsinnig gut zu den Track und hat einen hohen Wiedererkennungswert - nicht so, wie auf dem letzten Album, wo er bereits "Exitus" gesprochen hat, denn wer sich das mal vergleichsweise anhört, wird sich wundern, wie viel anders seine Stimme klingt, wenn er depressiv betont (was er aber auch perfekt hinbnekommt). Das Lied selber ist etwas langweilig geraten, etwas Klavier und ein paar Streicher untermalen einen nicht sonderlich aufregenden Solo-Text, erst zum Schluß hin, als der Chor einsetzt, kann sich die Musik erbarmen, kraftvoller zu spielen - was dafür dann aber wirklich gut geworden ist, wäre das ganze Lied so, wie die letzten eineinhalb Minuten, wäre es für die Klassik-Edition richtig gelungen gewesen...
Fazit: 3 Sterne

***Übersetzung***
#Solo 1: Excedunt daemones / Anima mea / Umbrae noctis sunt / Vicatae de laetitia / Sentio amorem / Sentio libertas / Core mea salva / Fortis est felicitias
Übersetzung: Die Dämonen, die Schatten der Nacht weic
hen meiner Seele aus. Vor Freude besiegt fühle ich Liebe, fühle Freiheit. Rette mein Herz, denn das Glück ist stark.
#Solo 2: Deponerunt armas / Qui gerunt bellum / Spe pacis vera / Tanto inspirata sum / Mentes sunt serenae / Mundi hominum / Agendo gratias / Con spiritu infusa sum
Übersetzung: Die, die Krieg führen, legen die Waffen nieder. Ich bin beseelt von wahrer Hoffnung auf Frieden. Die Gemüter aller Menschen sind heiter und um Dank zu bringen, bin ich mit dem Geist erfüllt.
#Chorus: Liberati sunt / Belli daemonis / Liberati sunt / Lenes homines / Liberati sunt / Noti salutem / Et salvati sunt / Pacata aeternitas
Übersetzung: Befreit sind die Kriegsdämonen. Befreit sind die zarten Menschen. Befreit sind die, die richtig gewählt haben. Sie sind gerettet und die Ewigkeit ist befriedet.

***Text / Fehler im Booklet***
Der deutsche Text fehlt hier mal wieder komplett. Auch wenn es (leider) nur ein Vers ist...
~Ihr seid die Befreiten!
~Friede sei mit euch!
~Denn ihr habt begriffen
~Das zu ernten
~Das man sät!

18: Interlude - Der Geist der Luft

19: Espiritu Del Aire - Synchronstimme von Nicolas Cage: Martin Kessler
Eines der interessantesten Lieder, da es in spanisch geschrieben ist und auch von der Musik her einen deutlichen spanischen Flair hat. Speziell die Solistin (die hier verdammt viel zu singen hat) ist herausragend, beispielsweise ist "Como Espiritu en el Aire que viaja Buscando un lugar" extrem gut (und interessant!) betont. Was auch auffällt, ist, daß das Lied, obwohl von einer Solistin gesungen, eher schnell ist, statt daß wenige Verse lange gezogen werden (was je E Nomine-Typisch ist), wird hier schneller gesungen. Außergewöhnlich und wirklich interessant. Dennoch - so schön es ist, das zu hören, ist ein Lied dieser Art genau die richtige Anzahl, mir persönlich gefallen die Lieder im alten Schema etwas besser.
Fazit: 4 Sterne

***Übersetzung***
Derzeit keine
verfügbar, da es sich bei dem Lied hier um einen spanischen Text handelt.

***Text / Fehler im Booklet***
Hier ist eigentlich alles falsch...fangen wir mal vorne an...
1.) Die deutschen Verse, obwohl immerhin zwei, fehlen komplett:
Vers 1:
~Fliege, Espiritu, fliege!
~Du bist der Feengeist der Luft
~Höre dein Flüstern der Winde...
~Bekleide mich mit deinem Duft
Vers 2:
~Träume, Espiritu, schwebe!
~Oft in deinen Armen einschlafe...
~Auch, wenn ich dich nicht sehe
~Bis du der Geist, den ich rief
2.) Der deutsche Chorus fehlt ebenfalls:
~Espiritu...
~Oh du Feengeist der Lüfte!
3.) Der Solotext ist ohne Untergliederung einfach hintereinander weggeschrieben, die mindestens drei Verse sind zu einem geworden.
4.) Der Chrotext ist in dem riesen Vers ohne Untergliederung mal aufgeführt, mal aufgeführt, wo er nicht reingehört und mal ganz weggelassen:
~libera su alma
~liberame
5.) Zwischen den Versen (d.h. zwischen dem riesen Vers) fehlt öfter mal ein kurzes Stück Solotext, z.B. "larai larai"
6.) Zwischendrin ist refrainartig "Como Espiritu en el Aire que viaja Buscando un lugar" aufgeführt, das wurde anscheinend wieder verworfen, zumindest kommt diese schöne Zeile leider nur einmal.
7.) Ebenfalls wiederholt werden sollte zum Schluß noch einmal der zweite Solovers, allerdings wird er nur zur letzten Hälfte gesungen.

26: Interlude - Die Rückkehr der Ewigkeit

27: Ein neuer Tag - Synchronstimme von George Clooney: Detlef Bierstedt
Ein eher unspektakulärer Track...zuerst kommt ein Solovers, anschließend ein recht interessant gemachtes Bridge, bei dem zwei Verse von der ersten Solosängerin gesungen werden und für die letzten zwei eine zweite, höhere Solostimme hinzukommt und zum Schluß ein längerer Chorvers. Was ich bei dem Chrovers recht gut gelungen finde, ist, daß er von einer deutlich schnelleren Hintergrundmusik begleitet wird, als zuvor das
Solo. Der deutsche Text ist zwar gut, kommt aber recht langweilig rüber, was allerdings weniger am Sprecher als an der Musik zu liegen scheint, die sich irgendwo im Hintergrund versteckt hält.
Fazit: 2,5 Sterne

***Übersetzung***
#Solo 1: Reditus aeternitatis est / Et malitia erat nominus avidus / Victoria ardua erat / In terra sapientia regnat terra mea
Übersetzung: Dies ist die Rückkehr der Ewigkeit. Zwar war der gierige Genannte ein Übel und der Sieg hart, doch nun regiert auf Erden die Weisheit - auf meiner Erde!
#Solo 2: Propheta praenuntiavit / Reditum imperiorum / Victoriam boni / Sanguis avidus deletus est
Übersetzung: Die Kaiserreiche sind zurückgekehrt. Das Gute hat gesiegt. Das gierige Blut ist zerstört - wie es der Prophet vorhergesagt hat!
#Chorus 1: Divinatio magica / Conservatio ardua / Beneficio deorum / Desperatio sempiterna
Übersetzung: Magische Weissagung, dauerhafte Beständigkeit - die Wohltat der Götter und die ewige Verzweiflung
#Chorus 2: Potentia / Imperium / Victoria / In vita mea
Übersetzung: Ein Kaiserreich voll Macht - Ein Sieg in meinem Leben!

***Text / Fehler im Booklet***
Der zweite Vers ist nicht angegeben:
~Es ist ein raum- und zeitloser Zustand
~Eine leere Weite
~Voller Energie
~Und Kraft

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Schlußwort
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Was ich relativ interessant fand, war der unterschiedliche Aufbau der normalen und der Klassik-Edition: Beide fangen mit exakt dem selben Text an, entwickeln sich aber völlig unterschiedlich (von der textlichen Seite her gesehen). Während die normale Ausgabe mit "Endzeit" und danach "Jetzt ist es still" endet, also sozusagen in pessimistische Weltuntergangsstimmung versetzt, schließt die Klassik-Edition mit "Die Rückkehr der Ewigkeit" und dem darauffolgenden "Ein neuer Tag bricht an" - signalisiert also Hoffnung und Friede. Von der Idee her finde ich das ultimativ genial, a
uch, da zur Klassik-Edition nicht wirklich eine Weltuntergangsstimmung passt. Die Lieder der Klassik-Edition dagegen sind nicht so mein Fall, sie sind größtenteils einfach zu ruhig, was weder zu den Texten noch zu den meisten Synchronstimmen passt.
Die Texte (mit den ganzen Fehlern) sollten demnächst vielleicht mal wieder auf www.enomine-germany.de zu finden sein, die fehlenden Texte könnt ihr hier nachlesen. Die Seite selbst bietet immer noch recht wenig Infos, allerdings mittlerweile eine "Member-Area", zu der man das Passwort bekommt, wenn man sich in der Mailingliste einträgt, und sich dort dann das Video zu "Das Omen", das Making-Of zu "Deine Welt" oder die Interludes zu "Das Testament", dem ersten Album, anschauen kann.
Daß nach dem Floppen der ersten Single einiges am Album geändert wurde, sieht man übrigens nicht zuletzt daran, daß sich einige der Titel umbenannt wurden, so hieß auf dem Klassik Album der erste Track eigentlich "Veni Vidi (Der Weg)", was dann doch in "Der Weg des Schicksals...Veni Vidi Fatum" geändert wurde. Die "Friedenshymne" war ursprünglich Felicitatem - gewechselt wurde hier vielleicht sogar aus aktuellem Anlass... Auf der normalen Version traf es hauptsächlich das Lied "Der Prophet" - ursprünglich war der Name für das vorige Interlude ("Das Rätsel") vorgesehen, das eigentliche Lied sollte dem Albumtitel entsprechend "Die Prophezeiung" heißen. Ansonsten wurden bei beiden Versionen noch einige der Namen der Interludes gewechselt...
Falls ihr die jetzigen Lieder zu denen des Voralbums vergleichen wollt, findet ihr übrigends von mir hier auch eine Meinung zu "Finsternis" ("Düstere Legenden").

Euer Mystific

Fazit: