8701 - Usher
Naja, geht so.  - 8701 - Usher Musik Album

Neuester Testbericht: ... sondern auch noch super singen. Einen „mortz“ Körper hat er auch noch. Seine 6-packs können mit jedem mithalten. Wenn es ein Vorbild für m... mehr

Naja, geht so.
8701 - Usher

mary-p

Name des Mitglieds: mary-p

Produkt:

8701 - Usher

Datum: 22.05.02, geändert am 22.05.02 (90 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ein paar gute songs

Nachteile: Deja-Vue-Erlebniss, zu viele Produzentenwechsel

An und für sich bin ich ja nicht so der Usherfan, aber als ich auf ner Geburtstagparty mal das Album gehört hatte, hab ich mir gedacht, hm, ist ja doch nicht so übel! Also lieh ich mir die CD mal aus, um zu hören, ob es den Standards der Mary P standhalten kann!
Leider war die CD nur gebrannt und so kann ich mich nur auf Infos von einer Internetseite beziehen. Die meisten Texte hat Usher demnach selber oder mitgeschrieben. Wie?s mit dem Produzieren ist, weiß ich nicht, allerdings kann ich deutlich heraushören, dass die Neptunes und Jermaine Dupri am Werk waren.
Betrachten wir die Songs mal nüchtern!

1. INTRO-LUDE 8701: Ein Intro! Hilfe! Ein paar Klavierklänge, irgendein anderes Geräusch, ein bisschen (sehr wenig) Gesang und viel Gelaber im Vordergrund. Nicht sehr prickelnd, eigentlich ganz schön langweilig. Intro halt!

2. U REMIND ME: Dürfte bekannt sein, aber trotzdem nochmal ein bisschen was zu diesem eingängigen Ohrwurm. Das Ganze fängt mit Streichern an, ein bisschen Gelaber, ein Flötenton, der ab und zu auftritt und charakteristisch ist für den Song, das Schlagzeug und Ushers wohlklingende, smoothe Stimme Irgendwann taucht auch noch so ein ?Jipjipjip?-Geräusch auf, dass mir verdammt aus ?Girlfriend? von Alicia Keys bekannt vorkommt. Bei näheren Erkundigungen kommt heraus, dass es ?nur? ähnlich klingt. Ich kann mir nicht helfen, aber das ist das dritte Lied auf der Platte, dass Ähnlichkeit mit nem anderen aufweist von der Mucke her (Zu den anderen komm ich später noch!). Naja, vergessen wir das, denn der Song ist echt cool eigentlich. Sehr smoother, eingängiger Refrain. Sehr gesangsstarke Bridge. Allerdings wird?s am Ende etwas lang, weil der Refrain noch tausendmal wiederholt wird, wenn auch abgewechselt wird, aber weniger hätte es wohl auch getan!

3. I DON?T KNOW feat. P Diddy (den Namensmutanten): Neptunesbeats, sehr kelis-like, mit Streichern und einem rappenden P Diddy an Anfang. Es passt sogar einigermaßen dazu! Dann sing
t Usher, die Streicher sind immer noch im Einsatz, bestechen aber nicht, weil sie so normal klingen, wie sie schon 1000 Mal dagewesen waren. Der Refrain ist sehr sehr cool, finde ich. Man hört ihn im Video von ?U remind me? am Schluss. Nächste Strophe singt Usher ein bisschen hoch, bis der Refrain dann wieder einsetzt. Sehr mitreißend. Dann kommt ein lalalala-Chor und unser lieber Namensmutant rappt ein bisschen. Passt auch einigermaßen. Jedenfalls klingt es nicht billig zusammengeschnipselt, wenn Sie wissen, was ich meine! Alles in allem ein schneller Partysong, der wirklich ok ist.

4. TWORK IT OUT: Naja, nicht so mein Favorit. Mir zu langsam, wenn auch nur Midtempo. Spanische Gitarre und sonst normale Instrumentierung, erst viel Gelaber am Anfang, dann singt er. Ich find den Refrain nicht sehr prickelnd, aber so schlecht ist er auch nicht. Das Lied hat irgendwas schnulzenartiges an sich! Bei der Bridge holt er sogar mal stimmlich ein bisschen aus, aber um ehrlich zu sein, haben seine Female-R?n?B-Kolleginnen einfach bessere Karten bei mir! Liegt vielleicht daran, dass ich zu emanzipiert bin oder sowas!

5. U GOT IT BAD: Bekannt. Das Lied ist sogar ganz ok, obwohl langsam. Es hat allerdings auch nichts schnulzenartiges! Sehr schöner Anfang, der etwas sphärisch klingt, gewürzt mit Gitarren (glaub ich en tout cas). Dann setzt seine Stimme wirklich imposant ein, bevor dann die Strophe beginnt und dieses sphärische Windgeräusch verschwindet. Im Refrain wird er von einem Backgroundchor (eigentlich von sich selber! Der Technik sei dank!) unterstützt. Der Refrain ist recht eingängig. Der Beat hat etwas hiphopmäßiges, das man teilweise dazu verleitet wird, mit dem Kopf zu nicken. Das bei der zweiten Strophe die Gitarren teilweise aussetzen bringt Abwechslung rein. Dann setzt im Mittelteil die Sologitarre ein, die dazupasst, auch wenn sie eigentlich überraschend kommt, da vorher noch nicht dagewesen (es ist eine andere als am Anfang). Sie begleitet den Song
bis zum Schluss.

6. POP YA COLLAR: Erste Singleauskopplung gewesen. Sehr flottes R?n?B-Liedchen, wieder mal mit Gelaber am Anfang. Man hört, dass der Computer tüchtig an der Mucke beteiligt war. Das Lied entfaltet allerdings erst nach ein paar mal hören seinen ganzen Flair. Früher konnte ich es nicht leiden, aber jetzt mag ich es. Der Refrain ist eingängig, aber ich habe das Gefühl, dass der Gesang in den Strophen diesmal nicht so gut klingt, ab und zu hat man ein bisschen das Gefühl, dass er ein bisschen danebengegriffen hat. Die hohen Töne sollte er vielleicht lieber den Frauen überlassen!

7. IF I WANT TO: Ein sehr energiereiches Lied. Unser guter Freund, der Jermaine, hat produziert. Am Anfang im Hintergrund so ein Chor, der an Pinks ?Most girls? erinnert. Da war auch sowas! JD labert ein bisschen rum, sehr mitreißende Mucke. Da kann man nichts sagen, der Anfang ist ok. Aber dann setzt seine Stimme ein und man wird fast ein bisschen entäuscht, den im Gegensatz zu dem imposanten Anfang klingt er etwas flach. Im Refrain wird er teilweise von röhrenden Gitarren unterstützt, die das ganze etwas rausreißen, eine Frauenstimme singt auch einen Part, was aber nicht viel ausmacht. In der nächsten Strophe bessert sich sein Gesang so gut wie gar nicht, er klingt immer noch gelangweilt. Bei der Bridge setzt im Hintergrund wieder der Chor ein, der ihn aber fast überdeckt, obwohl nur im Background. Der darauffolgende Refrain klingt dank zweiter Gesangsspur etwas besser. Danach setzt wieder der Chor auf, in Kooperation mit der Gitarre. JD sagt noch ein bisschen was, dann nochmal der Refrain, diesmal sogar ganz ok, obwohl er immer noch recht lustlos klingt. Dieses Lied besticht mehr durch alles andere als durch seine Stimme. Ein bisschen mehr Drive hätte echt nicht schaden können.

8. I CAN?T LET U GO: Am Anfang auffällige Percussion, seine verrauschte Stimme, die rumschimpft. Der Song ist wieder ein etwas flotterer, energiereicher und erinnert an den
vorherigen von der Art her. Sein Gesang klingt diesmal ok, er wird begleitet von einem Instrumentenmischmasch. Im sehr ernergisch gesungenen Refrain, tritt wieder eine Gitarre auf und das Geschrei vom Anfang. Nüchtern gesehen, hat seine Stimme im Refrain aber wieder nicht überzeugt, wieder zu wenig Power. Die Gitarre macht?s. Als dann beim nächsten Refrain, wo die zweite Gesangspur auftritt, wird es etwas besser. JD hat wieder einen Rappart (ist das eigentlich bei jedem Lied notwendig? Reviermarkierung??). Der Part wirkt etwas zu lang, dann setzt der Refrain wieder ein. Irgendwie klingt er lieblos und flott aus dem Ärmel gezaubert. Näher betrachtet ist das Lied als Partylied nicht so übel, hat echt Power, aber sein Gesang überzeugt doch wieder nicht so. Mich en tout cas.

9. U DON?T HAVE TO CALL: Fängt ziemlich abgefahren an, neptunes-like, die hatten hier auch die Pfoten drin. Er labert am Anfang rum. Dies ist der zweite Song, der Deja-Vue-Erlebnisse bei mir hervorruft! Da ist im Hintergrund nämlich die Kelis-Sirene aus ?Caught out there?! Hmpf... Der Beat an und für sich ist sparsam, bis auf die Sirene. Allerdings passt Usher smoother Gesang kein bisschen zur Mucke! Bei der Strophe geht?s noch einigermaßen! Aber als er dann vor dem Refrain hohe Töne anschlägt, bekommt man schon Schmerzen im Ohr und dann kommt der Refrain. Recht gut gesungen eigentlich, aber die Mucke passt kein bisschen dazu. Sie ist viel zu schräg und abgefahren für Ushers smoothen Gesang! Das ganze klingt echt nur noch daneben! Mit ner anderen Sänger oder nem anderen Sänger mit ner anderen Stimme hätte es vielleicht geklappt, aber das hier ?ich kann nur in einer uralt-machenden Geste mit dem Kopf schütteln. Wie kann man so einen Song eigentlich als Single auskoppeln, wie es in Amerika passiert ist? Sein Gesang im Refrain ist echt ok diesmal, aber diese Sirene stört dann einfach. Es stellt sich die Frage, ob der viele Erfolg den Neppies schadet, dass sie so nen Mist abliefern.

10
. WITHOUT U (Interlude): Mit Klavier und Gelaber und hoher Gesang. Mein Magen gründet mit einem Schilderaufmarsch eine bevorstehende Revolte an. Das ist mir echt zu schnulzig! Am Ende wird?s dann besser, aber naja.

11. CAN U HELP ME: Wieder sehr schnulzenartig am Anfang, Klavier und Glöckchen. Als er anfängt zu singen, kommt ein Fingerschnipsen dazu und der Gesang, naja, so einigermaßen. Etwas hoch und teilweise unsicher, finde ich. Der Refrain ist naja, aber es geht noch. Mir missfallen die hochgesungenen Töne absolut. Ich muss an Kastraten denken, obwohl solche Töne ja nicht unbedingt so schlimm sein müssen. Siehe Babyfaces ?...?, muss gestehen, dass ich vergessen hab, wie das Lied heißt! Die letzte Auskopplung vom neuesten Album. Sorry! Am Schluss legt Usher gesanglich bei diesem Lied richtig gut zu! Am Schluss kommen so richtig schnieke Töne dabei raus, aber leider ist es nur ein kurzer Höhepunkt. Bei dem krönenden Abschluss ist das Lied richtig ok! So übel ist es gar nicht, wenn man die Schwächen am Anfang überhört!

12. HOW DO I SAY: Auffällige spanische Gitarre, Kastratengesang am Anfang, allerdings nicht sehr gewagt. Das Lied hat etwas ziemlich gänsehautverursachendes an sich. Diesmal passt sein smoother Gesang auch. Das Lied ist Midtempo und echt ok! Diesmal überzeugt er, trotz des Tempos. Die Mucke ist auch ok, nicht sehr auffällig, bleibt im Hintergrund, abgesehen von Akzenten in Form von spanischen Gitarrenklängen und ein bisschen Percussion.

13. HOTTEST THING: Midtempo, aber an der Grenze zum Fasttempo (Heißt das so?). Am Anfang so xylophonartige Töne, bis der trockene Beat ohne Verzierungen auftritt und seine Stimme, die sich diesmal nicht in die höheren Gefielde wagt (gut!), sondern echt ok klingt. Beim Refrain kommt etwas mehr Beat rein und sein Gesang ist immer noch ok. Der Refrain hat etwas eingängiges, was durch seine Stimme noch verbessert wird. Es treten Streicher in kleinem Maße auf und nur im Hintergrund. Echt ok! Die
ser Song ist wie zugeschnitten auf ihn. Das Vocalarrangement passt!

14. GOOD OL? GHETTO: Dieser Midtemposong erzählt eine kleine Geschichte. Die Mucke wieder mit irgendwelchen Gitarren, bevor der eigentlich Beat einsetzt. Die Strophen sind ok gesungen, keine unnötigen Höhen. Die Bridge schlägt einmal so nen Ton an, bleibt aber ansonst auf dem Boden und echt ok. Der Refrain klingt sehr cool wegen dem ?ayo-ayo?, wirkt mit der Zeit allerdings etwas eintönig. Dieser Song ist wirklich in Ordnung. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Mucke wieder recht sparsam ist. Die zweite Gesangsspur beim zweiten Refrain überzeugt auch, obwohl recht hoch (Hej!). Die Strophe, die dann folgt, und wohl von ihm gerappt sein soll, stört mich persönlich allerdings etwas. Er sollte lieber beim Singen bleiben, aber wenn?s nur ne Ausnahme ist, schaun wir mal drüber weg! Der Song geht nahtlos über in

15. U-TURN: Singleauskopplung in Europa. Bei näherem Hinhören bekam ich wieder einen Deja-Vue-Schub. Dank der Streicher hat das ganze Lied einen ?All in my grill?-Touch von Missy Elliott. Am Anfang hebt unser lieber Usher die Stimme und klingt wie ein Redner oder Volksaufhetzer. Die Streicher setzen gleich am Anfang fett ein und beehren uns das ganze Lied durch. Der Gesang ist ok, ehrlich, die Mucke ist auch ok, da sie nicht überladen wirkt, sondern perfekt abgestimmt. Der Refrain ist sehr eingängig. Die teilweise in den Strophen soloauftretenden Scratches bringen Abwechslung rein, nur die Bridge, bei der spanische Gitarren auftauchen (Nicht die schon wieder!), würde ohne die zweite Gesangsspur langweilig klingen. Anstatt des nächsten Refrains wird der Text von unserem alten Bekannten JD gerappt, was auch Abwechslung reinbringt. Dann singt Smoothy Usher den Refrain noch mal und bringt das Lied dadurch zu einem guten Abschluss. Der Song ist wirklich in Ordnung! Warum nicht gleich so?

16. T.T.P.: Fängt mit Gescratche und ein paar gesungenen Tönen, die sehr cool klingen,
an. Dann setzt der hiphopmäßige Beat ein und nicht wenig Computerschnickschnack kommt vor. Die Stimme ist ok, irgendein Saiteninstrument, ähnlich einer spanischen Gitarre, tritt auf. Der Beat ist recht flott, allerdings hat man im Refrain das Gefühl, als ob Usher mit dem Gesang hinterherhastet. Ich weiß bis jetzt noch nicht, was TTP heißt! Mitwisser bitte melden! Der Refrain ist recht eingängig. Die Bridge passt allerdings irgendwie nicht dazu! Zu smoothe Mucke. Der Refrain wird am Ende aber ein bisschen langweilig.

17. SEPARATED: Sehr langsames Lied mit Klavier und Fingerschnipsen. Seine Stimme klingt mal wieder ein bisschen zu seicht, aber vielleicht sollte das zum Song passen. Der Refrain ist überraschend eingängig und ok, in der zweiten Strophe bringt eine spanische Gitarre Frische rein. Der Gesang wird besser. War vielleicht nur gewöhnungsbedürftig. Am Schluss kommt dann der ?krönende Abschluss?, charakteristisch für die meisten langsamen Lieder. Die Instrumente fahren noch mal richtig auf und er stimmlich auch, ohne zu hohe Töne anzustimmen. Der Song wird zum Schluss richtig imposant. Um ehrlich zu sein, gefällt mir diese Steigerung! Der Song ist richtig in Ordnung! Ich bin überrascht!

So übel wie?s rüberkommt, ist das Album gar nicht. Leider überzeugt sein Gesang nicht so oft, aber das reißt dann die Musik meistens wieder raus. Ich denke, wenn er ab und zu einfach mit ein bisschen mehr Mut gesungen hätte, hätte es gepasst. Es fällt auf, dass die Songs, die mit wenig (technischem) Pomp eingespielt wurden, am meisten überzeugen. Leider ist zu bemängeln, dass die Produzentenwechsel Unruhe reinbringen. Man hat nicht das Gefühl, dass Usher einen eigenen Stil hat. Das kann man aber nicht unbedingt ihm vorwerfen, sondern man sollte es den Produzenten vorwerfen, weil sie irgendwie versuchen, ihm ihren eigenen Stil aufzudrängen. Das fällt besonders bei den flotteren Songs auf, bei denen sein Gesang auf der Strecke zu bleiben scheint. Dabei zeigt er
im hinteren Teil des Albums, dass er es viel besser kann!
Aber ?hej!-, der Mann ist noch jung! Da kann noch was kommen! Bleiben wir gespannt!

Fazit: