König der Löwen
Stage Theater im Hafen - König der Löwen Attraktionen & Freizeitangebote

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Stage Theater im Hafen
König der Löwen

Love-Vegas

Name des Mitglieds: Love-Vegas

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König der Löwen

Datum: 28.01.16, geändert am 28.01.16 (271 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: siehe im Bericht

Nachteile: siehe im Bericht

Bei unserem Besuch in Hamburg haben wir auch das Musical im Hafen besucht.
Ich war vorher noch nie in einem Musical und war auch sehr skeptisch, da ich das Singen in Disneyfilmen eigentlich immer nervend finde und es nur wenige Filme gibt (u.a. König der Löwen) in dem mir die Lieder gefallen und ich nicht einfach nur nervend finde. Es war also eine Überraschung und stand 50:50 ob es mir gefällt oder eher nicht.


Tickets:
Wir haben die Tickets vor ab gekauft. Man kann sie im Internet bestellen und in verschiedenen Vorverkaufsstellen erwerben. So habe ich sie bei uns direkt vor Ort gekauft, etwa 450 km entfernt vom Hamburger Hafen.
Die Tickets sind Platzgebunden und man kann sich auf dem Saalplan gut einen passenden Sitz aussuchen. Es gibt Tickets in unterschiedlichen Preiskategorien. Wie nicht anders zu erwarten, sitzt man in den ersten Reihen am teuersten, aber nicht unbedingt am besten. Wir saßen recht weit weg von der ersten Reihe und hatten trotzdem einen tollen Platz und konnten alles sehen.
Je nachdem wann man die Vorstellung besucht, unterscheiden sich auch dann die Preise noch ein wenig. Samstagabends um 20 Uhr ist glaube ich die teuerste Zeit. In der Woche ist es etwas günstiger. Sowie auch samstags gegen 15 Uhr.
Von 80 Euro bis 160 Euro/Karte ist alles vorhanden.



Stage Theater:
Das Musical findet im Stage Theater im Hamburger Hafen statt. Man kann mit dem Auto anreisen, allerdings machen das sicherlich die wenigsten, denn man kommt nur von hinten zum Theater. Im Preis des Tickets mit inbegriffen ist die Schifffahrt zum Theater. An den Landungsbrücken geht es los. Das Schiff kann man nicht verfehlen, es ist gelb und auf der Seite befindet sich das Logo, der Löwenkopf. Davor stehen auch zwei Fahnen, so dass man es auch aus einiger Entfernung gut sehen kann.
An Bord geht's in wenigen Minuten auf die andere Seite der Elbe zum Theater.

"Das Theater im Hafen Hamburg ist ein Musical-Theater der Stage Entertainment Group auf der Hamburger Elbinsel Steinwerder gegenüber den St. Pauli-Landungsbrücken. Seit November 2001 wird dort acht Mal pro Woche das Musical Der König der Löwen gespielt." (Quelle: Wikipedia)

Von Außen blickt man zuerst auf ein gläsernes Gebäude. Direkt dahinter schließt sich ein gelbes Zeltähnliches Gebäude an. Die Eingangstüren wurden uns aufgehalten. Innen konnten wir dann unsere Jacken für 2 Euro/ Jacke abgeben. Das war angenehm, denn die ganze Zeit wollte ich die dicke Winterjacke nicht während der Vorführung auf mir liegen haben.

Es gibt einige Sitzplätze, auf verschiedenen Etagen, die komplett besetzt waren. Für alle Gäste sind hier viel zu wenige Plätze. Es ist nicht so schlimm, da man vor der Vorstellung auch noch ein wenig stehen kann, aber wenn man auf einen Sitzplatz angewiesen ist und nicht so lange stehen kann, sollte man schauen, dass man im ersten Schiff, das übersetzt, sitzt um dann einen Sitzplatz zu bekommen oder aber im letzten Schiff, so dass kurz darauf die Türen geöffnet werden und man seinen eigenen Sitzplatz einnehmen kann.

Es gibt die Möglichkeit noch etwas zu Trinken und auch Kleinigkeiten zu Essen. Es gab glaube ich Muffins und Brezeln. Getränke standen natürlich mehr zur Verfügung. Zu den Preisen kann ich hier nichts sagen, da wir kurz vorher noch im Hafen etwas getrunken hatten und nichts im Theater selber. Getränke und Speisen darf man nicht mit in den Saal nehmen.

Die Toiletten sind reichlich vorhanden und sauber gewesen. Ich ekel mich schnell vor Gerüchen und dem Aussehen von öffentlichen Toiletten, hier gab es aber kein Grund zu Ekel. Es war wirklich sauber und auch in der Pause, nachdem das gefühlte weibliche Publikum ebenfalls die Toilette aufsuchte, war es vom Geruch her überhaupt nicht unangenehm.



Der Saal:
"Der Saal ist in Bordeauxrot und Schwarz gehalten und bietet Platz für 2030 Besucher. Kein Platz ist mehr als 25 Metern von der Bühne entfernt.
Parkett: 1406 Sitzplätze
Sitzreihen Parkett: 33
Rang: 624 Sitzplätze
Sitzreihen Rang: 15
Rollstuhlplätze: 6
Eingänge Parkett: 4
Eingänge Rang: 2

Der Bühnenboden spiegelt die Serengeti wider und soll das Publikum optisch in die Welt Afrikas eintauchen lassen.
Bühnenfläche (inklusive Seitenbühnen): 883 m²
Unterbühnenfläche: 270 m²
Portalbreite: 14,5 m
Portalhöhe: 7 m
Eine Drehbühne
Drei Hubpodien
Bühnenturm: 25 m
1,2-Megawatt-Lichtanlage (850 Beleuchtungskörper, davon 70 Moving-Lights und 4 Verfolgerscheinwerfer)

Das Vorderhaus mit Foyer und Restaurants ist für die Besucher vor den Vorstellungen geöffnet.
Größe des Foyers: 2000 m² auf drei Ebenen
Anzahl der Bars: Sieben Foyer-Bars und zwei Bars im Restaurant
Skyline-Restaurant: 600 m² mit 220 Plätzen auf zwei Ebenen
Kunstsammlung mit über 50 Exponaten: Malereien und Plastiken internationaler und norddeutscher Künstler" (Quelle: Wikipedia)


Die Bilder hingen groß an den Wänden. Ich fand diese Malereien nett, aber auch nicht besonders ansprechend. Da bin ich wahrscheinlich zu sehr Kunstbanause, als würde mich das ansprechen.


Etwa 15 Minuten bevor es los ging, wurden die Türen geöffnet und wir konnten unsere Plätze einnehmen. Insgesamt ist es recht steil, so dass man auch keinen Kopf vom Vordermann im Blick hat. Wir hatten uns tolle Plätze ausgesucht und hatten niemanden vor uns sitzen und einen guten Blick auf die Bühne. Bevor es los ging, wurde die ganze Zeit Musik eingespielt in Form von Dschungelgeräuschen und Affen. Da konnte man sich gut auf das Kommende einstimmen.



Die Aufführung:
Ich kannte ja den Film und hatte ihn sicherlich mehrmals als Kind und auch später nochmal, als er im Fernsehen kam geschaut. Als Kind hatte ich auch die Kassette und kann demnach die Lieder mitsingen und viele Dialoge mitsprechen. So wusste ich also auch, worum es geht und die Geschichte war mir bekannt.

Es geht los, mit Musik und man kann sich sofort auf die Situation einstellen und ist gleich drin, obwohl noch gar nichts begonnen hat. Wenn sich das erste Mal etwas auf der Bühne tut, ist es direkt ein super Auftakt. Es geht sofort in die Vollen und richtig los. Es war beeindruckend und hat mich berührt. Genau wie im Film, wird zu Beginn das Löwenjunge Simba dem Tiervolk vorgestellt.
So wurde die Bühne direkt am Anfang immer voller und voller. Elefanten kamen zwischen den unteren Rängen zwischen den Zuschauern auf die Bühne gelaufen, Zebras und Gazellen versammelten sich und Giraffen waren dabei. Die Kostüme sind einfach grandios gewesen. Man hatte hier nicht unbedingt darauf Wert gelegt, dass es so realistisch wie möglich aussieht, aber man konnte eindeutig immer das Tier aber auch den Mensch darin erkennen. Die Kostüme haben mir sehr gefallen und am Anfang war es wirklich viel. So viel los auf der Bühne, so tolle Kostüme, tolle Musik und alles war in Bewegung. Inklusive mir, es hatte mich gleich so mitgerissen und hat mir unglaublich gut gefallen, dass ich fast ein Tränchen verdrücken musste.


Handlung:
Ich will nicht all zu viel zur Handlung schreiben, nur kurz ein kleiner Überblick, für all jene, die König der Löwen nicht kennen.
Simba ist der zukünftige König. Allerdings ist er noch jung und klein und sein Vater Mufasa zeigt ihm das Land. Mufasas böser Bruder Scar verrät Simba ein Geheimnis und weil dieser noch jung und unerfahren ist, schleicht er sich heimlich mit seiner Freundin Nala weg um das Geheimnis, einen Elefantenfriedhof zu erkunden. Dort werden sie fast die Opfer der Hyänen, die Scar auf die Löwenjungen gehetzt hat. Doch im letzten Augenblick kann Mufasa sie befreien. Doch Scar hat einen nächsten Plan um selber auf den Thron zu kommen und König zu werden. Er lockt Simba in die Schlucht und seine Verbündeten, die Hyänen, treiben die Gnuherde an. Wieder im letzten Augenblick kann Mufasa seinen Sohn retten, schafft es aber alleine nicht auf der Schlucht und bittet Scar um Hilfe, der ihn daraufhin jedoch in die Schlucht wird und Mufasa stirbt. Scar rät Simba weit wegzulaufen, damit niemand sieht, was er, Simba, angerichtet hat.
Simba läuft weg und wird im Dschungel von Timon und Pumbaa, einem Erdmännchen und einem Warzenschwein aufgenommen und wächst mit ihnen zusammen auf und wird zum erwachsenen Löwen.
Während dieser Zeit ist das schöne und blühende Land in dem einst Mufasa herrschte zerfallen. Das Wasserloch ausgetrocknet, die Löwinnen werden von Scar unterdrückt und müssen Hunger leiden. Nala macht sich auf den Weg um dem zu entfliehen und ein besseres Land zu finden. Dabei trifft sie durch Zufall auf Simba und beide verlieben sich auf Anhieb. Nala überredet Simba dazu zurück zu kehren und seinen wahren Platz als König einzunehmen und damit Scar vom Thron und die Löwinnen sowie das Land zu retten. Es kommt zum Showdown zwischen Scar und Simba.


Es gibt immer wieder neue Bühnenbilder, alles ist so passend und gerade weil ich den Film kenne, wusste ich immer, was gerade passiert, als nächstes gesagt wird usw. Ich fand das nicht schlimm, sondern durchaus von Vorteil. Von Vorteil deshalb, weil die Schauspieler keine Deutschen sind. Sie sprechen und singen deutsch, allerdings gab es immer mal wieder Szenen, die ich schlechter verstehen konnte. Vor allem bei manchen Lieder konnte ich nicht alles verstehen, was am Akzent lag. Das fand ich ein bisschen schade, aber nicht dramatisch, denn die Bilder dazu und ich wusste, worum es ging.
Obwohl es Situationen gab, in denen ich die Schauspieler nicht eindeutig verstehen konnte, heißt das nicht, dass es insgesamt schwer zu verstehen war. Dafür das die Schauspieler größtenteils aus Afrika stammen, konnte man sie doch gut verstehen.

Das Musical enthält einige Lieder, die im Film nicht vorkommen und auch einige Szenen, die es im film nicht gibt. Das fand ich gut und spannend, denn so wusste ich eben doch noch nicht alles und es gab auch einiges Neues. So fällt Timon z.B. in einen Fluss und wird von den Wassermassen mitgerissen. Diese Szene gibt es im Film überhaupt nicht.
Was mich am meisten gewundert hatte war, dass Rafiki, der Affe im Film für mich eigentlich immer männlich war, im Musical wird dieser aber von einer Frau dargestellt.

Auch die Dialoge sind nicht 1 zu 1 aus dem Film übernommen. Allerdings in einigen Fällen schon und diese habe ich sofort erkannt.



Dauer:
Insgesamt ging das Musical etwa 3 Stunden. Darin enthalten war allerdings auch eine pause von knapp 30 Minuten. So lange kam es mir nicht vor und vor allem als die erste Hälfte rum war, war ich überrascht, dass es doch schon so lange ging.



Fazit:
Mir hat es sehr gut gefallen. Alles hat gepasst. Vom Anfang an bereits gefiel es mir. Die kleine Bootsfahrt gehörte ebenso dazu, wie das Musical selber. Mich hats beeindruckt, mitgerissen und auch noch danach etwas länger beschäftigt. Eine tolle Aufführung, mit toller Musik und ebenso tollen Schauspielern. Da wurde etwas umgesetzt, was nicht ohne Grund seit vielen Jahren in Hamburg einen Welterfolg feiert! Jedem kann ich dieses Musical empfehlen und meine Zweifel vorher sind komplett beseitigt worden.

Fazit: Empfehlenswert