Sandisk Sansa Clip 8 GB
Ein Nachruf. - Sandisk Sansa Clip 8 GB MP3 Player

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Produkttyp: Sandisk MP3-Player

Neuester Testbericht: ... PC angeschlossen ist auch so als Laufwerk erkannt wird. Am "Arbeitsplatz" erscheint er mit Bild und "Sansa Clip 8 GB... mehr

Ein Nachruf.
Sandisk Sansa Clip 8 GB

BulmaZ

Name des Mitglieds: BulmaZ

Produkt:

Sandisk Sansa Clip 8 GB

Datum: 19.06.10

Bewertung:

Vorteile: [damals] preislich okay ~ guter Klang ~ intuitive Bedienung ~ schlichte Optik

Nachteile: unausgereifter Shufflemode ~ inzwischen ist er kaputt

Aus aktuellem Anlass gibt es heuer mal einen Bericht aus einer Kategorie, um die ich sonst eher einen Bogen mache - Elektronik. Genau genommen soll es nachfolgend um meinen mp3 - Player gehen, der mit 1 ½ Jahre lang täglich begleitet und mir tagtäglich das nervige Kindergeschrei und das Handygedudel anderer Leute in Bus und Bahn vom Leib gehalten hat.

>> Sandisk Sansa Clip 8 GB <<

+++ Bezugsquelle & Preis +++

Gekauft habe ich das gute Stück seinerzeit bei amazon.
Bezahlt habe ich dort ca. 40 Euro, was ein unschlagbarer Preis ist, wie ich finde. Inzwischen kostet er laut Recherche knappe 60 Euro.

+++ Eckdaten +++

...digitaler SanDisk Player für MP3, WMA, Secure WMA und FM Radio
...kleines, kompaktes Design, kaum größer als eine Streichholzschachtel
...FM-Radio mit 40 Stationsspeicherplätzen
...wie z.B. Künstler, Album, Genre, u.a. bis zu 15-h-Wiedergabe mittels internem, wiederaufladbarem Akku
...inkl. abnehmbarem Trageclip, Ohrhörer, USB 2.0 Kabel, Installations-CD mit Bedienungsanleitung unterstützt Win 2000 / XP / Vista

+++ Lieferumfang +++

Der Lieferumfang des Players ist nicht unbedingt umfangreich. Die Blistervepackung enthält das Nötigste: Kopfhörer, das USB Kabel, ein Manual, eine Software CD und -das Wichtigste- den Player an sich. Hinzu kommt ein Haufen Plastik- und Pappmüll, aber der bleibt ja nun mal nicht aus. Außerdem möchte die BSR ja auch weiterhin etwas zutun haben. (:

+++ Den Player mit dem Rechner bekannt machen +++

Jeder, der nur einen winzigen Funken Ahnung vom der Materie USB hat, weiß, was jetzt kommt. Genau - das in diesem Fall extrem kurze Kabel (mit Steckern ca. 20 cm) landet mit dem breiten Teil im USB - Anschluss des Rechners, das schmale Ende im entsprechenden Anschluss im Player. Arbeitet man mit einem Betriebssystem, das neuer ist als Windows 98, muss man nun nichts mehr weiter tun. Im besten Fall taucht der Player als Wechsellaufwerk unter dem Arbeitsplatz auf, wo man ihn anwählen kann. Arbeitet man allerdings noch mit Windows 98 benötigt man die beigelegte Software. Wie genau es mit der vonstatten geht, kann ich allerdings nicht sagen, da mein Betriebssystem schon in der Neuzeit angekommen ist.

Soweit klingt das in der Theorie ja ganz gut und simpel - im Prinzip ist es nichts weiter als wenn man einen normalen USB Stick benutzt. Bei mir ergab sich hier allerdings das erste Problem. Denn der Player tauchte nicht, wie er sollte, im Explorer bzw. unter dem Arbeitsplatz auf. Erst nach einem aus- und wieder einstecken, haben sich beide Geräte kennengelernt. Das Ganze ist mir danach nie wieder passiert, somit kann ich nicht sagen, woran es lag. Ärgerlich war es angesichts meiner Euphorie über die Neuerrungenschaft im ersten Moment aber doch.

+++ Den Player mit ganz legal heruntergeladener Musik befeuern +++

Auch das Laden von Musikdateien gestaltete sich im ersten Moment als etwas nervig. Denn im Manual steht kein Wort darüber, dass man die Daten einfach per Drag & Drop bzw. per Copy & Paste auf den Player in einen entsprechend zuvor angelegten Ordner ziehen kann. Dort wollte man unbedingt, dass der Benutzer den Player mit der Medienbibliothek des Mediaplayers von Windows synchronisierte. Wer sich damit schon mal rumgeschlagen hat, weiß, was ich meine. Die ganze Prozedur ist super langwierig und vor allem vollkommen unnötig verkompliziert. Diesen ganzen Salm kann man sich also tatsächlich sparen. Es geht nach dieser Erkenntnis dann ganz einfach: Musikordner öffnen, aus dem man eine Datei kopieren möchte, Zielordner auf dem Player in einem weiteren Fenster öffnen und ab dafür. Mehr als Copy & Paste ist hier nicht nötig.

Wie weiter oben in den Eckdaten aufgeführt, unterstützt der Sansa Sandisk Player die zwei gängigsten Formate: mp3 [natürlich] und wma. Letzteres Format verwende ich nur selten. Wenn ich Alben konvertiere, dann gleich ins mp3 Format. Dennoch macht es letztlich keinen Unterschied, welches Format man auf den Player zieht. Beide werden problemlos abgespielt - so, wie es sein sollte.

+++ Das Handling +++

Sonderlich viel Patz für überflüssige Knöpfe und Tasten ist auf dem winzigen Ding ja nicht. Trotzdem wurde alles Wichtige gut untergebracht, was eine durchaus intuitive Bedienung gewährleistet. Wer also über ein wenig logisches Denkvermögen verfügt, kann sich das Studieren der Bedienungsanleitung getrost sparen.

Einzuschalten geht der Player auf der linken Seite mittels Schieberegler. Schiebt man ihn nach oben und hält ein paar Sekunden, geht der Player an. Das Ausschalten funktioniert genauso. Derselbe Schieberegler ist dann auch dafür zuständig, die Tastensperre einzuschalten. Dafür zieht man ihn einfach nur in die entgegengesetzte Richtung, nämlich nach unten. Der Player ist nun gesichert und kann nicht versehentlich verstellt, ein- oder ausgeschaltet werden. Die Lautstärkeregler befinden sich auf der rechten Seite des Player. Hier gibt es nun einen länglichen Schalter - oben wird's laut, unten wieder leise.

Das Auswählen der Lieder und Menüpunkte geschieht dann über den runden flachen Knopf in der Mitte der Oberseite. Angenehm ist hier, dass nicht viel Druck nötig ist, um den recht tief eingelassenen Knopf zu betätigen. Rundherum befinden sich die Scrolltasten, die Play-/ Pausetaste sowie eine Taste, die ich nie benutzt habe und daher auch gerade nicht weiß, wozu sie gut ist.
Ansonsten gibt es noch die Home - Taste [gut zu erkennen am kleinen Häuschen - Piktogramm], mit der von aus jedem Untermenü sofort wieder heraus kommt.

Alles in allem ist die Bedienung also wirklich sehr simpel, leicht zu verstehen und schnell erlernbar. Einzig Leute mit Wurstfingern haben vielleicht so ihre Problemchen, da besonders die runde Taste in der Mitte gleich vier Tasten in sich vereint. Gut gefällt mir übrigens das Ansprechverhalten der Tasten. Auch nach langer und intensiver Nutzungsdauer juckelt hier nichts aus, sodass man nicht fünfmal auf Play drücken muss, ehe der Befehl mal im Innern des Gerätes ankommt. Genauso verhält es sich übrigens mit den Schiebereglern. Auch nach 1 ½ Jahren in Hand- und Hosentasche hat sich hier noch nichts ausgeleiert und auch der eine oder andere Tabakkrümel, der ganz sicher am und im Player gelandet ist, konnte dem guten Stück nichts anhaben.

Wie weiter oben erwähnt, besitzt dieser Player eine Diktierfunktion. Nun, die habe ich bis zum heutigen Tage nie genutzt und kann daher kein Feedback darüber geben. Für mich war dieser Punkt beim Kauf nebensächlich - dann hat der Player es eben. Mein aktueller Player hat so etwas auch und auch da werde ich die Funktion wohl nie an Anspruch nehmen. Genauso wenig habe ich das integrierte Radio benutzt. Radio hören kann ich ja auch zu Hause. (: Das Einspeichern der Sender geht aber [soviel habe ich dann doch ausprobiert] sehr gut und einfach. Die Frequenzen werden von 87,5 - 108 MHz abgedeckt, sodass man eigentlich alle regionalen Sender problemlos hereinbekommt. Erstaunt war ich während meines kurzen Tests auch über die erstaunlich gute Empfangsqualität. Ich hatte mehr mit einem badezimmerradiomäßigen Geschnarre gerechnet - aber nichts da. Der Empfang ist klasse und absolut störfrei. Die vermutlich winzige Antenne im Innern des Gerätes leistet also offenbar Großes.

Etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem in Anbetracht der Speicherkapazität, ist es vielleicht, dass man keine Unterordner auf dem Gerät direkt anwählen kann. Heißt, man kann seine Lieder zwar auf dem Rechner feinsäuberlich nach Interpret, Album usw. in Ordner kategorisieren, aber auf dem Player selbst findet man ausschließlich die Songtitel in alphabetischer Reihenfolge. Das Durchscrollen geht zwar sehr schnell, aber wenn man wirklich die kompletten 8 GB ausgereizt hat, steht man schnell mit blutigem Daumen da, wenn man ein bestimmtes Lied hören möchte. Mich allerdings hat das nie gestört, da ich sowieso immer den Shufflemode benutzt habe. Der ist übrigens nicht ganz ausgereift, wie ich im Laufe der Zeit festgestellt habe. Denn so manches Lied habe ich innerhalb einer Stunde zweimal gehört und ein anderes Lied irgendwie nie. Offenbar mischt der Player die Lieder also nicht so richtig durch. Aber dasselbe Problem hatte ich mit dem Vorgänger des Sansa (Pooths Pleiteplayer von Maxfield) auch. Dazu sagen muss ich aber auch, dass ich selten die kompletten 8 GB ausgereizt habe. Dennoch finde ich, dass, wenn schon der Shufflemode eingestellt ist, das Gerät auch dementsprechend die Lieder abspielen sollte.

+++ Der Klang +++

Wie wir sicher alle wissen, hängt bei einem mp3 - Player vieles, wenn auch nicht alles, in Sachen Klang von den Kopfhörern ab. Dementsprechend habe ich die mitgelieferten Ranzteile auch nur mal kurz eingestöpselt und danach sofort meine separat Gekauften benutzt. Es ist auch hier so, dass die mitgelieferten Kopfhörer Mist sind. Zum einen sind es keine In - Ear - Kopfhörer, was schon mal einiges an Klangqualität verlieren lässt. Zum anderen sind sie in der Regel eben Billigbeiwerk. Diese Erfahrung habe ich bisher mit allen meinen inzwischen vier Playern gemacht. Daher kaufe ich alle Jubeljahre auch immer selbst Kopfhörer, die mindestens in der Preisklasse ab 30 Euro mitspielen.

Benutzt man solche Kopfhörer, stellt sich auch die gesamte Klangqualität ein, die der Player hergibt. Denn die ist nicht eben gering. Der Klang ist glasklar in den Höhen und ordentlich tief in den Bässen. Dennoch ist beides ordentlich ausbalanciert, sodass keine der beiden Varianten dominiert und einem nicht das Blech wegfliegt angesichts zu extremer Bässe. Natürlich kann man bis zu einem gewissen Punkt noch selbst Einfluss auf den Klang nehmen, indem man einen entsprechenden Modus am Gerät selbst einstellt. Dazu hat man die üblichen Verdächtigen zur Auswahl wie z.B. Jazz, Rock, Pop usw.
Das Meiste davon ist überflüssig. Ich glaube, ich hatte mich meistens für Rock entschieden, weil die Balance zwischen Höhen und Tiefen am besten war. So konnte ich an Musik eigentlich alles ohne Ohrenbluten hören, was mein Musikordner so hergab.

+++ Sinnlose & -volle Features +++

Natürlich kann man mit diesem Player nicht nur Musik hören und auch noch unanständige Sachen drauf diktieren. Nein, Sansa hat noch so unwichtige Gimmicks eingebaut, wie die Möglichkeit, Lieder zu bewerten. Braucht kein Mensch, macht aber vielleicht dann Sinn, wenn man wirklich 8 GB Musik auf dem Player hat und zwischendurch etwas Ausschuss dabei ist. So werden die Lieder, die man gut bewertet hat, auch öfter gespielt. Ich selbst habe das nur wenige Male aus Jux ausprobiert, fand die Umsetzung aber wirklich gut.

Das winzig kleine Display verfügt über einige Anzeigen - so natürlich über die typische Akkuanzeige, die mehr oder weniger genau zeigt, wie viel Saft das gute Stück noch hat. So richtig aussagekräftig ist das meiner Meinung nach nicht. Denn die Anzeige besteht nicht aus einzelnen Balken, sondern aus einem großen Balken, der eben mit Laufdauer immer schmaler wird. Einzelne Balken hätte ich besser gefunden, aber sei es drum.

+++ Fazit +++

Alles in allem hat mir der Player 1 ½ Jahre lang gut Dienste geleistet und mir nervige Bus- und Bahnfahrten versüßt. So richtig genervt hat mich an dem Player nichts - mal abgesehen davon, dass er sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr laden ließ und auch einfach nicht mehr eingeschaltet werden wollte. Aber so hatte ich immerhin die Gelegenheit, mir einen neuen Player zuzulegen, dem sicher auch irgendwann mal ein Bericht gewidmet wird. (:

Mit Klang und Bedienbarkeit war ich stets zufrieden. Auch die Akkulaufzeit hat gehalten, was der Hersteller versprochen hat. Summa summarum kam ich auf gute 10 - 12 Stunden, ehe ich das Teil wieder aufladen musste. Das Aufladen des Akkus funktioniert übrigens nur über den USB - Anschluss des PCs. Allerdings gibt es in jedem Elektronikfachmarkt entsprechende Netzteile, die es möglich machen, den Player auch über die Steckdose zu laden. Das hat auf jeden Fall seine Vorteile, weswegen ich es nicht schlimm finde, dass so etwas nicht von Hause aus mitgeliefert wird. Teuer sind solche Netzteile ja nicht unbedingt.

Langer Rede kurzer Sinn ist an dieser Stelle also - ich vergebe vier Sterne, aber allerdings eine eingeschränkte Empfehlung. Denn laut amazon kostet der Player derzeit knappe 60 Euro, was ich einfach zu teuer finde. Mein neuer Player hat 55 Euro gekostet, ist aber etwas größer, hat ein TFT - Farbdisplay und kann deutlich mehr. Von daher lohnt es sich, Preise zu vergleichen. Nichtsdestotrotz ist dieser Player ein gutes Gerät, das vor allem auch durch seine winzige Größe überzeugt, da er dadurch auch in die kleinste Hosentasche passt. Das kleine Display ist übrigens trotz seiner Winzigkeit absolut gut zu erkennen. Die Schrift ist klar und deutlich und auch ist das Display nicht mit Informationen überladen. Es gibt lediglich Titel, Interpret, Fortschrittsbalken und Akkuanzeige. Aber mehr braucht man wohl auch nicht.

Fazit: siehe Bericht

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Klangqualität:    
Downloadgeschw.: