Rio PMP300 32 MB
Der Kleine haut es mir nett um die Ohren! - Rio PMP300 32 MB MP3 Player

Produkttyp: Rio MP3-Player

Neuester Testbericht: ... nicht so verspielt wie die RIO-Software, aber schnell und eineinfach. Upload aus dem Rio geht auch. Findet man unter http://www.drilsej.c... mehr

Der Kleine haut es mir nett um die Ohren!
Rio PMP300 32 MB

robert

Name des Mitglieds: robert

Produkt:

Rio PMP300 32 MB

Datum: 14.07.01, geändert am 14.07.01 (382 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Klein, handlich, sehr gesprächig.

Nachteile: Wahrscheinlich nicht mehr im Fachhandel zu bekommen, schon 2 Jahre alt.

Was'n das ? 70 Gramm leicht und passt locker in eine Zigarettenschachtel, hat keine Kalorien und macht seinem Besitzer jederzeit große Freude ?! Der Rio. So nenne ich meinen kleinen Freund, eigentlich hat er auch einen Nachnamen, der Rio PMP300 von Diamond. Ein richtiger kleiner Diamant ist er. Ein portabler Zeitvertreib, der seinem Benutzer dennoch genügend Bewegungsfreiheit lässt, doch mal langsam:

Was ist ein Rio Player ?!
Mit diesem Fliegengewicht darf, ähnlich einem Walkmen oder Diskman, fernab der Steckdose überall die Lieblingsmusik gehört werden, ähnlich deshalb, weil er zwar Musik abspielt, aber die nicht jederzeit gewechselt werden kann, von wegen CD rein, CD raus, MusiCassette rein, raus, umdrehen.

MP3, das speicherplatzschonende Komprimierungsverfahren für Musikdateien dürfte mittlerweile eine so große Bekanntheit haben, kennt jeder oder zumindest schon einmal davon gehört.

MP3's sind also Musikdateien, die im Gegensatz zu anderen Speichermedien, z. B. einer CD (*.wav-File bzw. Datei) erheblich kleinere Datenmengen zur Wiedergabe benötigen, bei einer ebenso erheblichen Ähnlichkeit der Klangqualität. Das Herzstück dieses kleinen Kraftprotzes ist nämlich ein 32 MB Speicher (Flash-Memory), der diese verkleinerten Datenberge beherbergt und sie willig jederzeit wiedergibt, zu gut deutsch: Musik, Musik, Musik...

MP3-Files, in diesem Fall also die Dateninformation, sprich Deine Lieblingssongs, finden sich im Internet aber auch mit wenigen Handgriffen, wird mit Hilfe eines der einschlägigen Encoder-Programme (z. B. Easy CD-DA Extractor) aus jedem CD-Song ein MP3 File generiert, umgewandelt, encoded, komprimiert - also ein MP3 hergestellt, das dann auf MP3-Playern abspielbar ist. Das kann der Rio - und zwar so gut, dass er gar nicht aus dem Takt kommen will, man kann Kopfstand machen oder gegen den Strom rennen, nichts unterbricht die Musikfreude, weil eben auch nichts wackeln kann, es gibt nicht eine CD die Er
schütterungen mit Dfguirhgfhfqweporhing-Geräuschen quittiert und auch keinen Bandsalat. Keine beweglichen Teile, sieht man mal von der Batterie ab, die hat der Rio-Player aber so fest im Griff, die bleibt da, wo sie hingehört, unter rechts im kleinen Batteriefach, Klappe auf, Batterie einlegen und Musik.

Im Lieferumfang:
des Rio befindet sich ausser dem Player selbst ne' ganze Menge: Halbwegs taugliche Kopfhörer, allerdings am Bügel, zum Quer über den Kopf schnallen und Frisur ruinieren, ich habe da lieber die etwas teureren Sony-Knöpfe im Ohr, Ein Datentransferkabel, weil der Rio muss an sein Mutterschiff, sprich den Computer angedockt werden, nur diese Commandostation versorgt ihn mit neuen / anderen Daten, wenn man sich sattgehört hat und ein Wechsel mal wieder nötig ist, dazu gleich mehr. Desweiteren die obligatorische Software, die gleich auf 2 CD-Römern Platzfinden musste und ein Parallel Port Adapter.

Anschluß an den Rechner:
geht selbsterklärend einfach bzw. beängstigend, da wo z. B. der Drucker angeschlossen wird, oder wenn es noch einen freien Anschlussplatz gibt, eben dort, den Parallel-Port festklemmen / anschrauben und mittels Datenkabel am Player einerseits, am Computer andererseits verbinden. Voilà, Dann die Installations-Software-CD in das CD-Rom Laufwerk einlegen und der Installationsprozess kann beginnen.
Noch nie habe ich eine einfachere / nicht mehr zu unterbrechende Installation erlebt; ich habe 'Yes' auf der ersten Seite angeklickt - (Jaaa,.. all in english, not good isn't it!) - und es ratterte, ratterte und ich hatte keine Idee, was da eigentlich passiert, bis mich Windows aufforderte, mal einmal eben den Rechner neu hochzufahren, um die Installation abschliessen zu können.
Das ist wenig gelungen umgesetzt. Nach dem Reboot sah ich dann, das auch ganz viele furchtbare MP3's auch auf meinen Rechner übertragen wurden, die sehr schnell aber dahin befördert werden können, wo sie hingehöre
n, in den Papierkorb.
Lizenzfreie Songs, die auch genau nur danach klingen, eben Lizenzfrei.

Irgendwo, entweder auf dem Desktop oder unter dem Menu / Explorer Deines Rechners 'Programme', findet sich ein sehr unscheinbarer, neuer Eintrag namens RIO, ein kleiner, scheußlicher, blauer Button.
Mal draufklicken und ein sehr sehr kleines Fenster springt auf - Was ist das ?! Wir lernen den RIO MANAGER kennen - Aha, Unterpunkte PLAYLIST / CD / MENU. Nochmals Aha. Das ist ja graphisch nicht so gelungen, wie winzisch... Das gibt Punktabzug. Ich habe es bis heute noch nicht geschafft, dieses Fensterchen auch nur einen Pixel größer auf den Monitor zu zaubern. Ärgerlich, so benötigt man doch etwas Feingefühl mit der Maus, um nicht mit einem Klick gleich drei Buttons zu treffen, die sind nämlich alle so eng beieinander, für Kurzsichtige wie mich ohne Brille ist das ein Button.

Öffne ich also mal das Menu: Internal Memory genannt, etwas übersichtlicher schon, hier gibt es eins-zu-eins einen Ist-Zustand der Datenbestände auf dem Player. Per Drag and Drop, zu gut neudeutsch: mittels 'rüberziehen', können nun die Lieblingssongs, von denen jeder Dutzende (Hunderte) auf der Festplatte schlummern hat, in dieses kleine handy-display-grüne und kaum größere Fenster transportiert werden. Es empfiehlt sich gleich mehrere Files zu überspielen, während des etwas langsamen Datenverkehrs geht nämlich nix anderes beim Rio, es gibt keine Warteschleife, entweder, ein Song nach dem anderen (bitte warten) oder mehrere gleich.

Irgendwann sind dann die Tracks überspielt und der RIO präsentiert Zusatzinformation, er zeigt nun sowohl auf dem Monitor des Rechners, aber auch auf dem Display des Players an, welche Titel auf der Memory-Flash-Speicherkarte ein neues Zuhause gefunden haben. Neben so wichtigen Informationen wie Titelname besonders auch die Angabe darüber, mit welchem Komptressionsverfahren der MP3 Titel encodiert wurde.
Hier gilt, je
höher desto speicherintensiver und weniger Musik gibt es. Einen 5 Minuten Titel also mit bis zu 320 kbps und der Speicher ist halb voll - hier gilt dann wieder einmal die (unlogische Weissheit) WENIGER IST MEHR: 124 kbps sind absolut ausreichend, klingt allemal besser als MusiCasstte und auch bei 96 kbps wird das Geniessen der Musik noch nicht zum Verdruß. Je kleiner die Komprimierung also, desto mehr Titel lassen sich auf 32 MB unterbringen.

Ne' gute halbe Stunde schafft er schon, ist aber im Vergleich zur MusiCassette und zur CD ein klarer Nachteil, die Kollegen haben da mehr Ausdauer.

Die Bedienung des Players:
geschieht über einen Runde Sensortaste, die wie bei einem Cursor in alle 4 Richtungen Funktionen bereithält. Nach oben PLAY und PAUSE, nach unten STOP, nochmals nach unten OFF, nach rechts FAST FORWARD also vergleichbar dem 'vorspulen' und nach links BACK 'rückspulen'. Dann gibt es noch einen zweiten Funktionsberich, ein äußerer Ring, der die Lautstärke stufenlos regelt von 1 (man hört nix) bis zum VOLUME 20 (man hört alles, ist aber nicht sehr laut). Das heißt MegaBass verwöhnte / geschädigte Ohren werden von der maximalen Laustärke enttäuscht se
in. Des weiteren die Funktion RANDOM, bedeutet: die Titel werden in zufälliger Reihenfolge abgespielt, was bei der geringen Speicherkapazität, bei 4 oder 5 Titeln schon beinahe ein schlechter Scherz ist.
Ebenso die Funktion A <-> B, bei der mir nie klar wurde, wofür man die braucht, der Player spielt beliebige Ausschnitte endlos (LOOP), immer und immer wieder, letzte Funktion hier die REPEAT Taste, entweder wird der aktuelle Titel solange gespielt, bis die Batterie den Geist aufgibt oder alle Titel laufen non-stop.

Apropos Batterie:
Was mich ja bei meinen vielen verschlissenen Walkmännern immer ärgerte, der immense Stromverbrauch: Der Rio ist so genügsam. Nur EINE Batterie (1.5 Mignon) braucht er, um dann im Dauertest bis zu 12 Stunden Musi
berieselung anzubieten. Das ist ein PLUS ! Ein Riesiges.

Oben am Gehäuse finden sich noch drei Druckknöpfe: MENU, gibt Infos über die Titel, also Länge, Songname, kbps

EQ, will ein Equalizer sein, der NORMAL / CLASSIC / JAZZ / ROCK ankündigt, ich habe da bisher keine akustischen Unterschiede feststellen können, und:

INTRO, auch wenig nützlich, hier werden die ersten 10 Sekunden der Songs angespielt, wie gesagt, bei der begrenzten Spieldauer von 30 bis 40 Minuten hat man auf jedem halbwegs wichtigem Weg von A nach B und zurück einmal die gesamten Titel durchgehört.

Praktisch ist aber, dass er eben soooooo klein ist und das er mein ist. Ich gebe ihn nicht mehr her, morgens, wenn ich mich auf meinen Arbeitstag vorbereite hängt er an der Verkabelung zum Rechner und ich speise ihn mit neuen Bits um dann immer wieder mit viel Spass nichts anderes als Musik, Musik, Musik zu hören. Und nichts rauscht, und nichts quietscht und nichts als, äh ihr wisst jetzt schon, was Robbi meint.

Ach so, der Titel da ganz oben, ja, der 'Kleine Grosse' haut mir meine Lieblingssongs solange ich will um / auf die Ohren, so zuverlässig tut es das; und er ist ja nicht von gestern, sondern schon seit vielen Monaten in meiner Obhut, pflichtbewusstes Kerlchen, nie waren (Takt-)schläge so angenehm... Aua.

Das Letzte, die Software unterstützt nur Windows 95 und 98, im Internet habe ich bisher vergeblich nach Treibern für Win 2000 gesucht, da bin ich für Tipps sehr empfänglich.

Technische Daten:

Größe: 92 mm x 18 mm x 66 mm
Gewicht: ca. 70 Gramm
Speicher: 32 MB Flash Memory
Zusatz-Speicher (optional): 16MB & 32MB Flash Memory Card
Batterie: (Mignon 1.5 bzw. Typ AA)
Störspannungsabstand: 95 dB
Frequenzbereich: 20 Hz ~ 20 KHz
Klirrfaktor: 0.01 ~ 0.1%, Max. Ausgangsleistung Kopfhörer: 5 mW bei 5 Ohm
Mega Bass Enable (MMB): 24 dB (125 Hz)
Steckplatz: 3,3V Flash-Memory-Karte

Anschlus für 1 Kopfhörer
Datenkabel: für die Verbindung zum PC

Fazit: