Vespa LX 50

Vespa LX 50 Motorrad

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Vespa Motorräder

Kurzbeschreibung:Marke: Vespa / Fahrzeugtyp: Roller / Ein zeitloses, elegantes Design und ein kompaktes Chassis aus Stahl sind die ... mehr

Vespa LX 50 ... typischen Kennzeichen einer außergewöhnlich handlichen Vespa, die selbst im dichten Stadtverkehr eine gute Figur macht.

Neuester Testbericht: ... nicht im Stich gelassen hat. Aber das kann man für den Preis von knapp 2.500 EUR auch verlangen. Und genau aus diesem Grund ... mehr

 ... fiel damals die Wahl auf die LX 50. Die "sonstigen" Fahreigenschaften sind durchschnittlich. Auch auf kleinen Steigungen macht der Motor nicht schlapp und dreht kräftig durch. Erfreulich ist die Reservetankanzeige, die blinkt, wenn noch etwa 20 - 50 Km gefahren werden können, habe ich aber nicht ausprobiert. Nachteilig finde ich hierbei, dass diese Leuchte nicht beim Start, wie die für das Öl, probeweise aufleuchtet. Es wäre wichtig, da diese Lampen keine LEDs sondern normale Birnen sind, deren Fäden bei Ersch...mehr

Preisvergleich zu Vespa LX 50

 
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Steuersatz unten für Roller Vespa LX 50

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Steuersatz oben für Roller Vespa LX 50

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Dichtungssatz für Roller Piaggio Vespa LX 50

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Kurbelwelle für Roller Piaggio Vespa LX 50

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Membranblock für Roller Vespa LX 50

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Vespa LX 50 Testberichte

Testberichte zu Vespa LX 50

Ulrich+Stauf
Vespa LX 50: So toll ist die LX 50 nun wirklich nicht! (579 Wörter)
von Ulrich Stauf - geschrieben am 21.06.10
Bewertung:

Als ich den Roller im letzten Jahr gekauft hatte, war ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich für den doch überdurchschnittlichen Preis etwas Vernünftiges bekommen hätte. Dieser Ruf eilte der LX 50 jedenfalls voraus ... . Mein vprab positiver Eindruck änderte sich aber schlagartig, als sich meine Frau sozusagen als "Sozia" hinter mich setzen wollte. Da sie mit knapp 1,50m etwas kleiner ist, kam sie mit ihren Füßen nicht auf die im Trittbrett vorgesehenen Stellen, sodass wir eine Eigenkonstruktion mit Fußrasten zum Preis von rd. 200 EUR erwerben mussten! Mit dem vorherigen Roller von HONDA hatten wir damit nicht die geringsten Schwierigkeiten. Wenn wir schon mal beim Trittbrett sind: Wasser, dass sich dort regenbedingt sammelt, fließt nicht ab. Eine etwas andere Formung des Trittbretts würde Wunder bewirken. Nun scheinen die italienischen Konstrukteure keine Liebe zum Detail zu haben: Es war gerade während der Einfahrphase auffällig, dass, wenn die Tachonadel auf "12 Uhr" steht, die Kilometerangabe auf dem Tachometer wegen des "Gegengewichts" des Zeigers nicht abgelesen werden konnte. Ob das etwa auch "Retro" oder nur schlichte Schlamperei ist, sei hier dahingestellt. Ohne dieses "Gegengewicht" wären die Kilometer bei jeder Geschwindigkeit ablesbar. Weiter: Bei der Fahrt von einem Bordtsein auf die Straße kann es vorkommen, dass der Roller im Bereich des Ständers kurz aufsetzt. Und wenn man längere Strecken gefahren ist, hat der hintere Reifen eine solche Temperatur, dass er schon anfängt, nach Gummi zu stinken. Und es ist fast unmöglich, den Reifendruck zu messen, da man kaum an das Ventil herankommt. Auch diese ganz offensichtlichen konstruktiven Mängel kenne ich von dem - leider nicht mehr gebauten - Hondaroller nicht. Und andere kleinere Mängel erwähne ich hier nicht weiter, um nicht in den Ruf eines allzu pingeligen "Meckerers" zu gelangen, obwohl ich jede Beanstandung objektiv belegen kann.
Positiv ist, dass der Roller mich bzw. uns nach über 5000 Km noch nicht im Stich gelassen hat. Aber das kann man für den Preis von knapp 2.500 EUR auch verlangen. Und genau aus diesem Grund fiel damals die Wahl auf die LX 50. Die "sonstigen" Fahreigenschaften sind durchschnittlich. Auch auf kleinen Steigungen macht der Motor nicht schlapp und dreht kräftig durch. Erfreulich ist die Reservetankanzeige, die blinkt, wenn noch etwa 20 - 50 Km gefahren werden können, habe ich aber nicht ausprobiert. Nachteilig finde ich hierbei, dass diese Leuchte nicht beim Start, wie die für das Öl, probeweise aufleuchtet. Es wäre wichtig, da diese Lampen keine LEDs sondern normale Birnen sind, deren Fäden bei Erschütterungen reißen können. Gewöhnungsbedürftig ist der unter dem Sitz hervorschiebbare Haken für Tüten und Taschen. Er erfüllt seine Funktion, obwohl er alles andere als vertrauenserweckend fest mit dem Roller verankert zu sein scheint, s.o. Konstruktionsmängel.
FAZIT: Ob sich die Anschaffung des Rollers gelohnt hat, kann ich erst in vielleicht drei Jahren Sagen, wenn er dann über 20.000 Km auf dem Buckel haben dürfte und wir uns dazu entschließen sollten, ihn weitere 20.000 Km zu benutzen. Die HONDA hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen größeren Motorschaden, wobei zu erwähnen ist, dass auch dieses Gefährt, obwohl es einen japanischen Ursprung hat, in Italien gebaut wurde!
Von einer nochmaligen Anschaffung der LX 50 in der Konstruktion von 2009 würden wir mit Sicherheit Abstand nehmen und raten vom Kauf entschieden ab!

waldvogel01
Solide Eleganz (720 Wörter)
von - geschrieben am 04.06.09 (Sehr hilfreich, 5019 Lesungen)
Bewertung:

Im April 2009 habe ich mir eine dunkelblaue Vespa LX 50 gekauft. Nach gut 500 Kilometern im Kölner Stadtverkehr möchte ich meine ersten Eindrücke weitergeben. Beginnen wir mit dem Wichtigsten, dem Aussehen :-). Das Design ist einfach wunderbar. Mit der eleganten Blechkarosserie sticht die Vespa aus der Masser der Roller deutlich hervor. Es gibt ohne Zweifel viele Maschinen, die der Vespa technisch überlegen sind. Sie verbrauchen weniger, laufen leiser, bremsen und beschleunigen vielleicht auch besser. Aber die Mehrzahl der Roller sieht einfach ätzend aus: Die Form eines Fahrzeuges, das - ungetunt - gerade mal 50 Stundenkilometer schafft, muss weder an einen Rennwagen noch an eine Rakete erinnern. Wer also Wert auf einen stilvollen Roller legt, liegt mit einer Vespa LX richtig.

Drei weitere Punkte kamen bei der Kaufentscheidung hinzu: Erstens ist eine Vespa robust konstruiert. An dem soliden Fahrzeug wackelt und klappert wirklich nichts. Der Motor ist unkompliziert und - vom Fachmann -einfach zu reparieren. Zweitens gibt es viele Werkstätten, die sich auf Piaggio spezialisiert haben - die Marke ist einfach weit verbreitet. Und drittens ist der Wiederverkaufswert recht hoch. Das relativiert wiederum den hohen Einstiegspreis.

Als Autofahrer fiel mir die Umstellung auf den Roller nicht leicht. Das Fahren mit einem motorisierten Zweirad erfordert leider höchste Aufmerksamkeit, vor allem dann, wenn die Routine fehlt. Ich kann nur jedem empfehlen, eine Jacke mit Protektoren zu tragen und einen guten Integralhelm aufzusetzen. Das Visier hält einem auch Insekten und Pollen vom Leib. Für die Textil-Jacke habe ich übrigens rund 80 Euro gezahlt. Sie sollte wasserdicht sein und ein herausnehmbares Futter haben. Der Helm (Nolan) kostete rund 200 Euro - es gibt aber auch preiswertere Exemplare.

Im Stadtverkehr komme ich mit der Vespa gut voran. Auf Strecken bis - sagen wir mal 20 Kilometern - bin ich genauso schnell wie ein Autofahrer am Ziel. Poller und Baustellen lassen sich mit der Vespa locker umfahren und gerade in kleinen Straßen bietet ein wendiger Roller viele Vorteile. Und Parkplätze gibt es überall. Stark befahrene Landstraßen und mehrspurigen Ausfallstraßen machen mit einem 50er-Roller wirklich keinen Spaß. Natürlich werde ich im Stadtverkehr häufig überholt - zumal ich die ersten 1000 Kilometer nicht schneller als 40 Stundenkilometer fahren darf. Ich bin allerdings meist abends unterwegs, also nicht im Berufsverkehr. Wenn die Autofahrer vor den Fernsehern sitzen und der Verkehr abgenommen hat, ist die Vespa einfach das ideale Verkehrsmittel.

Der Fahrkomfort ist ausgezeichnet. Die gute Federung und die breiten Reifen stecken kleine Straßenschäden locker weg. Die Spurstabilität ist hervorragend - trotz der vergleichsweise kleinen Räder. Die Sitzbank ist bequem, die Sitzposition wirklich optimal. Unter der Sitzbank befindet sich das Helmfach, in das allerdings kein Helm passt. Wer etwas transportieren will, sollte sich ein Topcase zulegen oder einen Gepäckträger (Aufpreis rund 100 Euro). Letzterer ist in meinen Augen flexibler: Kunststoffkisten, Sporttaschen und Musikinstrumente lassen sich dort bequem festschnallen. In das Handschuhfach passen Brille, Handschuhe und Karte. Sehr praktisch ist der Haken direkt unter dem Sitz. Eine Einkaufstüte findet hier hervorragend Platz.

Die laufenden Kosten sind - im Vergleich zum Auto - sehr gering. Die Rechnung für die Teilkasko-Versicherung beläuft sich auf knapp 100 Euro im Jahr, das Volltanken kostet 6 bis 8 Euro. Alle 1000 Kilometer kommt Öl hinzu. Steuern fallen nicht an.

Nach den vielen lobenden Worten will ich auch auf die Nachteile zu sprechen kommen. Eine Vespa ist einfach teuer. Auch das Zubehör kostet recht viel. Hinzu kommt, dass der Benzinverbrauch recht hoch ist -besonders im Vergleich zu Rollern mit 4-Takt-Motoren. Honda bietet z.B. sehr viel sparsamere Modelle an (Zoomer, Giggle etc). Da ich noch in der Einfahrphase bin, kann ich noch keine genauen Werte angeben. Mit 4 Litern auf 100 Kilometer muss der LX-Freund allerdings rechnen. Deutlich weniger verbraucht die S 50 mit mit ihrem 4-T-Motor. Zudem ist der Motor recht laut - was auf der anderen Seite auch der Sicherheit dient (Aufmerksamkeit!).

Leider habe ich keinen direkten Vergleich zu anderen Roller. Aus diesem Grund kann ich zum Beispiel nichts über die Qualität der Bremsen oder die Beschleunigung sagen. Außerdem fehlt mir der technische Sachverstand. Hier kann ich die Tests in den einschlägigen Fachzeitschriften wie z.B. Motoretta empfehlen. Am Ende hat bei mir das Bauchgefühl und meine Liebe zu Italien entschieden.

Annabelle
Vespa LX 50: Mein knallroter Stadtflitzer (3096 Wörter)
von - geschrieben am 07.08.08, geändert am  26.07.10 (Sehr hilfreich, 6823 Lesungen)
Bewertung:

Bevor ich mich übermorgen in den wohlverdienten Urlaub verabschiede, möchte ich Euch meinen neuen besten Freund und Wegbegleiter vorstellen: Sie ist rot, sie ist schick, sie ist kultig und sie ist meine Vespa! Viel Spaß beim Lesen, auch wenns mal wieder etwas länger geworden ist!

Unsere Liaison und wie es dazu kam

Am Anfang sei gesagt: Schuld daran ist mein Mann! So das musste mal gesagt werden! Warum? Nun ja, er hat einen Großteil seiner Jugend und auch seines Lebens in Italien verbracht. Das allein zählt natürlich nicht wirklich, aber wie jeder weiß, sind die Italiener alle motorisiert und wenn sie nicht Auto fahren, dann auf jeden Fall "Motorino" und im besten Fall natürlich eine Vespa. So also auch mein Mann. Als er dann meinetwegen nach Deutschland gekommen ist, musste das gute Stück natürlich auch irgendwie mit hierher und mangels vernünftiger Alternativen, hat er seine Vespa selbstpersönlich über den Brenner und den Zirler Berg nach München gefahren. Das war ne Gaudi, das kann ich Euch sagen - ich bin im Auto hinterhergefahren!!! Diese Wahnsinnstour - es war nur eine 125ccm Maschine - hat die Vespa mehr schlecht als recht überstanden. Sie hat noch ein paar gute Dienste geleistet, aber unbeschadet hat sie das nicht überlebt. Den Todesstoß bekam sie allerdings von jemand Unbekanntem, der - wie auch immer es das getan hat - die arme alte Vespa einfach umgestoßen/umgefahren hat, als sie abends allein vor unserer Tür geparkt war. (Vorher hatte man ihr schon Mal die Spiegel abgebrochen etc.) Da war dann leider nichts mehr zu retten - wirtschaftlichen Totalschaden nennt man das wohl. Das Wort "verschrottet" kannte sogar unsere Tochter nach kurzer Zeit. Mein Mann weinte seiner guten Vespa nämlich einige Tränen hinterher...

Knapp 2 Jahre später konnte ich mir das Leiden und die sehnsüchtigen Blicke hinter quasi jedem 2rädrigem Gefährt nicht mehr länger mit anschauen und hab meinen lieben Ehemann dazu ermutigt, seine schon lange geschmiedeten Kaufpläne, endlich in die Tat umzusetzen. Von da an hat es weniger als einen Monat gedauert bis das neue Gefährt, diesmal mit 200ccm, vor der Tür stand. Das ganze hatte nur einen Nachteil: Ich hab keinen Motorradführerschein und kann somit auch nicht damit fahren. Da kam mein Mann auf die wundervolle Idee, dass er mir doch eine kleine Vespa zum Geburtstag schenken könnte.

Meine Reaktion war eher zurückhaltend, wenn nicht abweisend, denn wer soll das alles bezahlen? Wir sind doch nicht Familie Größenwahn, oder doch? Im Nachhinein muss ich sagen, sind wir doch ein wenig größenwahnsinnig, denn schon vor meinem Geburtstag stand der knallrote Flitzer vor der Tür und wartete auf seinen ersten Einsatz...



Technisches Geplänkel

Hier seien nur die wichtigsten Details aufgeführt, alles Nähere findet man hier:

http://www.de.vespa.com/de_DE/

Vespa LX 50 dragon red

Motor: 2-Takt
Hubraum: 49 ccm
Leistung: 3,2 kW bei 7.500 U/min
Drehmoment: 4,4 Nm bei 6.500 U/min
Kühlung: Luft
Getriebe: Automatik
Starter: Elektrisch
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Leergewicht: 104 kg
Tankinhalt: ca. 8 Liter
Kraftstoffart: Super Bleifrei
Abgasnorm: EURO2

Entscheidungshilfen

Grundsätzlich benötige ich ein Gefährt, um pünktlich im Büro zu sein, 8 Stunden zu arbeiten und dann auch noch pünktlich vor Schließung des Kindergartens, mein Kind abholen zu können. Grundsätzlich stehen auch öffentliche Verkehrsmittel in ausreichender Menge zur Verfügung, aber der Zeitrahmen ist mega eng und die Fahrpläne zu unzuverlässig. Auch würde ich eine Sondergenehmigung benötigen, die Kernarbeitszeit verletzen zu dürfen und zwar täglich! Alles in allem also würde das noch mehr Stress verursachen, als ich vertragen kann. Für mich heißt das, ich stehe jeden morgen zur schönsten Rushhour im Stau und verbrauche Unmengen von Dieselkraftstoff, der ja fast zu den Luxusgütern zählt...

Ich ärgere mich quasi täglich über Spritpreise, Autoschlangen und mein Zeitmanagement. Schließlich sind es nur knapp 6 km, die ich zurücklegen muss. Die mich aber je nach Tagesform in der Früh zwischen 15 und 45 Minuten kosten. Nachmittags ist man eindeutig schneller (auch als der ÖPNV) und das ist auch der einzige Vorteil an der ganzen Autofahrerei. Wenn es also etwas gäbe, bei dem man Sprit sparen könnte und auch noch Zeit gewinnen (zumindest im besten aller Fälle), dann sollte man doch die Chance nutzen, oder? Na ja, die Anschaffungskosten sollte man nicht außer Acht lassen, das gebe ich gerne zu, denn sonst wäre es eine Milchmädchenrechnung.

Warum aber nun eine Vespa?

1.Weil sie schick ist und das ist unbestreitbar!

2.Weil sie kaum einen Wertverlust hat, es gibt auch so gut wie keinen Gebrauchtmarkt für Vespas.

3.Weil sie quasi unverwüstlich ist.

4.Weil sie praktisch ist. Man kann mit ihr wahnsinnig viel transportieren!

5.Weil man für 5 EUR die ganze Woche lang mit ihr fahren kann!

6.Weil es einen Kindersitz gibt und ich mein Kind damit problemlos befördern kann!

7.Weil man keine Steuern zahlt.

8.Weil man nicht zum TÜV muss.

9.Weil der Versicherungsschutz im Jahr bei ca. 120 EUR liegt (inkl. Haftpflicht und Diebstahl, ohne Diebstahl: knapp EUR 60)!

10.Weil man an Autoschlangen vorbeifahren kann (nicht immer, auch nicht immer legal, aber es bieten sich Möglichkeiten)!

11.Weil man keinen Parkplatz suchen muß!

12.Weil man keinen extra Führerschein braucht!

13.Weil es ein Lächeln auf das Gesicht des Fahrers zaubert!

14.Weil es einfach Spaß macht!

15.Weil es Glückshormone freisetzt! Okay, langsam geraten wir in den spekulativen Bereich, aber trotzdem, es soll schließlich ein Erfahrungsbericht sein...

Der Objektivität halber muss ich erwähnen, dass die Punkte 5 -12 sicher auf jeden Roller zutreffen und sie nicht nur für die Vespa sprechen, aber sei es drum, der Rest ist fast noch wichtiger, wie ich finde.
Dagegen spricht eigentlich nur der hohe Anschaffungspreis von EUR 2.649. Es gibt allerdings oft auch sog. Tageszulassungen und auch ein paar Sonderangebote, man muss nur ein wenig suchen, kann dann aber bis zu 500 EUR sparen.

Meine Vespa war schon zugelassen, d. h. der Versicherungsbeitrag für ein Jahr war im Kaufpreis eingeschlossen und das entsprechende Versicherungskennzeichen, das als Nachweis gilt (deshalb gibt es jedes Jahr ein neues, sprich andersfarbiges), damit unsere Freunde und Helfer auf den ersten Blick sehen können, ob Versicherungsschutz besteht, oder nicht). Zusätzlich dazu wurde sie vorher an eine Filmproduktionsfirma für Aufnahmen verliehen - wenn also jemand in irgendeinem dt. Film/Serie/Schnulze/Soap eine knallrote Vespa entdeckt, ist die Chance groß, dass das meine ist! (naja so groß auch wieder nicht...). Durch den Transport hat sie 2 minimale Kratzer, die man uns erst zeigen musste, sonst hätten wir sie, trotz intensivsten Suchens, nicht gefunden. Außerdem wurde sie schon 100 km gefahren. Damit war dann aber auch klar, dass der Preis um EUR 300 gesenkt war. Mir machten die Kratzer nichts aus, aber die Farbe machte mich an, also legte ich das Geld auf den Verkaufstresen (aus dem angekündigten Geschenk ist ein Teilgeschenk geworden - tja auf Männer ist halt kein Verlaß ) und hätte sofort losdüsen können, denn sie war vollgetankt (was ja heutzutage schon fast ein zusätzlicher Rabatt ist) und Öl war auch drin ...

Praxistest

Genau so wars, ich hätte nach einer kurzen Unterweisung, der sehr übersichtlich angeordneten Bedienelemente, sofort losfahren dürfen. Hab mich aber nicht getraut. Ich hab zwar in grauer Vorzeit mal einen Mopedführerschein gemacht, aber seitdem bin ich nie wieder zweirädrig motorisiert unterwegs gewesen. Ich wollte niemanden in Angst und Schrecken versetzten und auch kein Hindernis im Straßenverkehr darstellen, obwohl die Farbe dafür sicher geeignet gewesen wäre. Ich wollte in Ruhe probieren und ein Gefühl dafür entwickeln können, bevor ich mich in den Stadtverkehr stürze. Mein Mann musste das gute Stück heimfahren und mich dann unterweisen, schließlich kenn ich keinen Lehrer mit mehr Erfahrung als ihn, zumindest was das Vespa fahren anbelangt. Für ihn war die Heimfahrt recht lustig, aber viel zu lahm, denn 45 km/h ist für ihn keine Geschwindigkeit. Er beschloss sofort, dass man da die Drosselungen (illegalerweise!) entfernen müsste - das fand bisher aber keine positive Resonanz bei mir!!! Aber dazu später mehr.

Todesmutig stieg ich auf, nachdem ich vorher versucht habe, sie ordnungsgemäß auf den Mittelständer zu stellen. Die Vespa ist zudem auch mit einem Seitenständer ausgestattet. Es wird aber empfohlen, den nur in Ausnahmefällen zu benutzen, denn die Standfestigkeit ist nicht die beste. Allerdings kenne ich auch jemanden, der den Seitenständer immer benutz und dem noch nie was passiert ist. Aber ich für meinen Teil will da nichts riskieren. Das Aufstellen gestaltete sich schwieriger, als es eigentlich sein sollte, denn da musste auch mein Ehemann dazu lernen, der da aus Macht der Gewohnheit rohe Kräfte walten ließ. Mit ein bisschen Übung allerdings und der richtigen Technik, kann das auch jede Frau ohne großen Kraftaufwand!

Also los: Helm aufsetzen, Zündschlüssel ins Schloss, leichte Drehung nach rechts, um das Lenkerschloss zu lösen, Draufsteigen, Körpergewicht nach vorne verlagern, so dass der Bauch gegen das Lenkrad drückt, dann löst sich der Mittelständer und man kann aufsitzen. Danach zieht man die linke Handbremse und dreht den Schlüssel im Zündschloss leicht nach rechts und drückt dann den elektrischen Startknopf. Ein wenig Gas geben - mit der rechten Hand (Griff zu sich drehen), Handbremse loslassen und auf geht's!

Ich sitze bequem, die Vespa fährt, die Füße sind lässig auf den Trittbrettern gelagert und ein breites Grinsen macht sich im Gesicht breit - das hab ich auch schon bei anderen gesehen, die mal Probefahren wollten, also Vorsicht, Vespafahren ist ansteckend!!! Ein wenig mulmig ist mir schon auch, denn es ist schon ein anderes Fahrgefühl, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Die ersten Runden sind gedreht, als ich dem ersten Auto begegne, aber auch die Bremsen funktionieren einwandfrei und man kippt auch nicht gleich um, wenn man scharf bremst - das nächste Hindernis/Zweifel ist also genommen, fehlen eigentlich bloß noch die Blinker, dann kann es richtig losgehen. Nach ein paar Trainingsrunden ist auch das Blinken kein Thema mehr, auch wenn man immer wieder dran denken muss den Blinker wieder abzuschalten, denn das funktioniert nicht so automatisch wie beim Auto. (Vergeß ich auch jetzt noch ab und zu, muss ich gestehen)

Nach 2 Tagen (auch bedingt durch nicht so tolles Wetter) hab ich mich getraut und bin damit zur Arbeit gefahren - was soll ich noch groß sagen? Man hat schon in der Früh bessere Laune, wenn man quasi stressfrei im Büro ankommt und einen Parkplatz direkt vor der Tür hat! Der Geschwindigkeitsrausch stellt sich hier allerdings nicht wirklich ein. Offiziell dürfen Roller nur 45 km/h schnell fahren. Die Vespa schafft schon 50 km/h und bergab mit Rückenwind auch noch 2-3 Sachen mehr, aber dann ist Schluss.

In Sachen Sprit kann ich bisher folgendes sagen: Mit einer Tankfüllung für ca. 9 EUR kann ich momentan 160 km weit fahren. Meine Vespa ist allerdings auch noch nicht eingefahren, mit zunehmendem Alter soll da noch mehr drin sein. Ich werde das ggf. ergänzen, wenn mir Erfahrungswerte vorliegen. Zusätzlich braucht man alle 300-400 km eine Ladung 2-Takt-Öl, denn es wird mit einem Gemisch gefahren (gemischt wird allerdings im Innern selbständig). Daher kommt dann auch immer die Wolke und der "Rollergestank" zustande. Bis jetzt kann ich mich über den Verbrauch nicht beschweren, mein Auto braucht viel, viel mehr im stockenden Stadtverkehr!


Warnhinweis und Einschub für die Schrauber unter uns

Ich beobachte oft Roller, die mich mit mind. 60-65 Sachen überholen, bzw. die ich mit 70 im Auto überholen muss. Bei diesen Rollern wurde mindestens eine Drosselung herausgenommen (Soweit ich weiß ist die Vespa an 4 Stellen gedrosselt). Das ist nicht sonderlich schwer, Anleitungen dazu gibt es zur Genüge im Internet. Aber man sollte bedenken, dass wenn man aufgrund zu hoher Geschwindigkeit angehalten wird und ein Gutachter feststellt, dass herumgeschraubt wurde, dann verliert der Roller seine Betriebserlaubnis. Man ist also in einem Fahrzeug unterwegs, dass keine offizielle Genehmigung hat, begeht gleichzeitig Versicherungsbetrug (höhere Motorisierungen verlangen andere Versicherungen) und man fährt ohne Führerschein, es sei denn, dass man in seiner Jugend einen Mopedführerschein gemacht hat. Aber da das nicht nötig ist und man nur im Besitz des Autoführerscheins sein muss, sollte man sich dessen bewusst sein. Das ganze ist dann keine Bagatelle mehr. Der Roller wird kostenpflichtig abgeschleppt und die Bußgelder sind nicht von schlechten Eltern. Der Ärger mit der Versicherung ist einem gewiss. Ich plädiere also dafür, davon die Finger zu lassen, auch wenn es verlockend ist! Man kommt sich schon manchmal wie ein Verkehrshindernis vor, denn auch in der Stadt darf teilweise ja auch schneller als 50 km/h gefahren werden, aber das sollte niemanden zu einer kriminellen Handlung veranlassen!


Unterwegs mit Kindern

Um die Sache noch etwas schwieriger zu machen, kommt jetzt der Kindersitz ins Spiel. Der war in unserem Entscheidungsprozeß ein ziemlich wichtiges Kriterium. Denn der Nutzen besteht ja auch darin, dass wir unser Kind sicher und pünktlich zum Kindergarten bringen können. Als Beifahrer auf einem Roller darf man erst fahren, wenn man mit den Füßen auf die Fußrasten kommt. Das heißt, kleine Kinder, auch wenn sie sich schon ordentlich festhalten könnten, dürfen nicht mitfahren. Aber dafür gibt es einen TÜV geprüften und durch die StVZO zugelassenen Kindersitz, der auf Roller und Motorräder ganz einfach angebracht werden kann. Man benötigt weder Schrauben noch anderes Werkzeug. Man bekommt eine Art Sitzschale, die mit Gurten am Sitz befestigt wird und einen extra Gurt mit Fußschlaufen, der auch über den Sitz gestreift wird. So können 3 bis 8jährige sicher befördert werden. Wer sich ein Bild davon machen will kann dies zum Beispiel hier tun:

http://www.stamatakis.de/

Kinder brauchen selbstverständlich auch einen Helm und auch hier freut sich mein Kind immer wieder, wenn sie jemandem demonstrieren kann, wie man den aufsetzt.

Dadurch, dass die Gurte unterhalb des Sitzes verlaufen, kann der Sitz auch nicht gestohlen werden, höchstens böswillig abgeschnitten, aber davon will ich mal nicht ausgehen. Und auch hier kann ich nur sagen, dass meiner Tochter das Fahren mit der Vespa riesigen Spaß macht. Sie ist jedes Mal enttäuscht, wenn das Wetter nicht mitspielt und wir Auto fahren müssen. Wobei ich dazu sagen muss, dass mein Mann bei fast jedem Wetter mit seiner Vespa unterwegs ist und nur ich schönes Wetter vorziehe.
Man ist übrigens ein Hingucker und vor allem Männer und Kinder sind meist total erstaunt, dass es so was gibt. Wir wurden auch schon des Öfteren gefragt, wo wir den Sitz her hätten. So manches Kind hat sich auch schon gewünscht, auch mal mitfahren zu dürfen.



Platzangebot

Reichhaltige Möglichkeit zum Transport diverser Dinge, war ein weiteres wichtiges Argument und auch da liegt die Vespa weit vorn.
Auf der Sitzbank haben bequem 2 Leute Platz (wenn man nicht die Sport-Sitzbank nimmt, die ist für den Beifahrer eher unbequem). Klappt man den Sitz nach oben, befindet sich darunter das sogenannte Helmfach. Das hat seinen Namen nicht zu unrecht, denn es passt eben dieser genau rein. Auch eine Regenjacke, die man notfalls auch in den Helm reinstecken kann und die Bedienungsanleitung finden darin locker Platz. Zusätzlich für die Hausfrauen unter uns kann man diese Plastik-Wanne herausnehmen und zum Reinigen mitnehmen, falls mal die Einkäufe undicht geworden sind. Am Sitz vorne befindet sich ein im Sitz versenkbarer Haken, der es ermöglicht größere Tüten oder Rucksäcke bequem zwischen den Beinen im Fußraum zu transportieren. Eine wahrhaft praktische Erfindung, vor allem wenn der Kindersitz draufgeschnallt ist, denn dann ist es nicht ohne weiteres möglich, die Sitzbank anzuheben. Dann gibt es an der Lenkersäule ein Handschuhfach, praktisch für Schlüssel und Geldbörse und andere Kleinigkeiten, die man immer so mit sich rumschleppt. Man sollte dieses Fach aber immer leer räumen, denn es ist nicht wirklich wasserdicht. Tja, zu guter Letzt haben wir uns noch einen verchromten Gepäckträger für hinten besorgt, so dass man auch sperrigere Dinge mitnehmen kann. Der Gepäckträger funktioniert ähnlich dem eines Fahrrades, also mit einer Zugfeder. Man sollte daher das Gepäckstück nochmals mit Gurten sichern. Solch einen Gepäckträger gibt es auch noch für vorne, darauf hab ich aber verzichtet, denn schließlich will ich nicht meinen Umzug damit machen.

Fazit

Vespa fahren macht einfach Spaß. Vespa fahren hat Tradition (60 Jahre um genau zu sein) und die Firma Piaggio eine lange Geschichte. Vespa ist Kult! Es gibt zumindest für die neueren Varianten kaum einen Gebrauchtmarkt, denn wenn man eine hat, behält man sie. Gute Beispiele fahren ja genügend herum - ich meine alte Vespas. Da sieht man, dass sich Qualität rechnet. Sollte man sie doch nicht mehr wollen, findet man auf jeden Fall dankbare Abnehmer, die auch ordentlich dafür zahlen, der Wertverlust, wenn sie ordentlich gepflegt und gefahren wurde, ist daher nicht so hoch.

Die Anschaffungskosten lohnen sich schon allein dafür. Sie ist praktisch, sie hat viel Platz und lässt sich gut fahren. Die Bedienung ist kinderleicht und man braucht keinen Führerschein. Für mich ist es das ideale Stadtgefährt, denn die ewige Parkplatzsuche war mir schon immer ein Graus und Parkhäuser in München sind viel zu teuer.
Der Helm ist nicht gerade ein stylischer Begleiter und auch die Frisur ist nicht immer dankbar dafür, aber das mindert die Freude am Fahren nur ganz minimal!

Deidre
Ein Klassiker, neu aufgelegt - ich liebe sie ! (1479 Wörter)
von - geschrieben am 08.11.06 (Sehr hilfreich, 5379 Lesungen)
Bewertung:

Die Ausgangssituation
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Seit Jahren habe ich meine treue alte Vespa Si Montacarlo (Moped-Version) gefahren, sie aber im vergangenen Jahr mehr beim Schrauber gehabt als "unter'm Hintern"...und eines schönen Tages ist sie mitten auf der Kreuzung einfach stehen geblieben. Gegenüber einem Vespahändler. Diese eindeutige Arbeitverweigerung vor einem Händler war für mich das Zeichen, mich nach einem neuen Gefährt umzusehen. Als Vespa-Fan mußte es eben eine Vespa sein - logisch. Und an der richtigen Stelle war ich auch, also schob ich meine widerspenstige, defekte Si auf den Hof, trollte mich in den Ausstellungsraum und machte mich mit den dort zur Schau stehenden Modellen vertraut.

Mein Blick fiel auf die LX50 und blieb dort auch immer wieder hängen, obwohl ich mich auch mit anderen Modellen auseinandersetzte. Beliebter und billiger ist das Modell "Typhoon" oder auch die "Rex", aber ich hatte nur Augen für die LX50. Die gibt es auch als 125er, aber da fehlt mir die Lizenz für :o)

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Der Kauf
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Daß ich für das Fahrzeug eingenommen war, erwähnte ich bereits. Die schwarze Schönheit bot sich mir nahezu unanständig an, also bat ich einen Verkäufer um nähere Informationen.

Er erzählte mir dann eine Menge technisches Zeug, aber ich wollte Frauenfakten :o) ...

- Gibt es Lack zur Ausbesserung kleinerer Kratzer? (Ja)
- Was muß ich tanken? (Benzin oder Super, Super ist aber besser)
- Welches Öl? (Vollsynthetisch)
- Gibt es die Sitzbank auch in schwarz? (Ja, aber nicht mit dem schwarzen Modell, die muß man dann extra bestellen)
- Und wenn was kaputt geht? (Wenn Sie die Insepktion regelmäßig machen, gut sie hegen und pflegen, sollten Sie sie Freude an der LX haben, sollte doch was sein, können Sie immer vorbeikommen *freu* - hab ich die ersten 1000 KM natürlich immer gern mal gemacht! - außerdem haben Sie ja auch zwei Jahre Garantie)...

Nach einigem Hin und Her wurden wir uns handelseinig und für 2559,- EUR wurde das gute Stück mein eigen - inkl. einem Gepäckträger, einer Ölfüllung, etwas Benzin und einem Erste-Hilfe-Biker-Set. Das inkl. ist natürlich Verhandlungssache... :o)

Er übergab mir die Schlüssel und Papiere (ein enttäuschender DinA4-Auszug - früher gab es da ein kleines Heftchen...), ich nahm meiner alten Si (die ich später abgeholt habe) das Kennzeichen ab und tuckerte - nach einem Hinweis, daß ich die ersten 100 KM nur langsam anfahren und nie voll aufdrehen soll, da die LX ja noch eingefahren werden muß - davon, ab zu meinem Versicherer.

Mein Versicherungsagent schrieb die Versicherung um (Kosten 5,- EUR), gab mir ein anderes Kennzeichen und alles war gut.

Dachte ich.

Meine erste Fahrt war durchaus aufregend. Ich hielt mich sehr genau an die Anweisungen zum Einfahren der Maschine, obwohl das im Hamburger Stadtverkehr nicht immer einfach ist...und morgens für niemanden ein Vergnügen. An der Ampel, nach ca. 15 min. Fahrt, bemerkte ich einen komischen Geruch...brachte diesen jedoch nicht mit mir oder meiner LX in Verbindung.

Ein Blick in den Rückspiegel zeigte mir, daß ich qualmte...genauer, hinten, unter mir qualmte es...ich rief unverzüglich meinen Händler an (natürlich völlig panisch), aber war alles halb so schlimm. Er beruhigte mich erst einmal, sagte, ich solle noch mal das Fahrzeug vorführen und versprach Abhilfe. Ich also noch am selben Tag hin. Auflösung: Der Auspuff qualmte, weil beim Öl einfüllen etwas Öl auf den Auspuff gekommen und nach warmwerden desselben dann verbrannt war.. Es war nichts kaputt, alles war gut, und ich sehr beruhigt. War kein leerer Spruch, daß ich immer vorbei kommen dürfte, sondern durchaus ernsttgemeint. Klasse Service, danke Bullerjahn!


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Der Händler
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Der Händler soll ob seiner Geduld und seinem guten Service hier erwähnt werden:

Piaggio Vespa Center Bullerjahn
Ahornallee 2,
22529 Hamburg
Telefon: (040) 5531348

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Die Versicherung
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Die Vespa LX50 ist mit einem "kleinen Versicherungskennzeichen" zu fahren und kostet für ein Jahr je nach Versicherungsanbieter um die 60,- EUR (reine Haftpflicht bis 100 Mio Schadensregulierung). Vollkasko (inkl. Diebstahschutz) liegt bei ca. 100,- EUR.

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Der Verbrauch
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Der Tank faßt ca. 9 Liter, inkl. ca. 2,3 Liter Reserve.

Ich gebe hier den Verbrauch so an, wie ich ihn bemesse. Wer X Liter auf 100 Km wissen will, möge mir verzeihen. Ich fahre den Roller in der Stadt, viele Kurzstrecken also. Ich bemühe mich um eine umweltbewußte, ökonomische Fahrweise und reiche dann mit einem vollen Tank, deren Füllung z.Zt. ca. 6,- EUR kostet, gut zwei Wochen. Dabei fahre ich aber nie unterhalb der Reservemarke. Wenn der Sprit günstig ist, tanke ich auch mal zwischendurch. Ich tanke Super bleifrei, weil der Händler mir das empfohlen hat. Und weil ich ein guter User bin und keine Ahung habe, mache ich das eben :o)

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Technische Daten der Vespa LX50
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LX 50
Motor 2-Takt
Hubraum 49,4 cm3
Leistung 3,2 kW bei 7.500 min-1
Drehmoment 4,4 Nm bei 6.500 min-1
Kühlung Luft
Getriebe Automatik
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h *hüstel* ...s.u.
Bremse vorne Scheibe, hinten Trommel
Felge vorne 11 x 2,50, hinten 10 x 3,00
Maße (L/B/H) mm 1755 / 740 / 1140
Leergewicht 96 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 290 kg
Tankinhalt ca. 9 Liter
Schmierung Getrenntschmierung
Starter Elektrisch
Abgasreinigung EURO2-Norm

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Meine Vespa LX50 in der Praxis
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Meine Vespa fährt auch 45 km/h, allerdings auch noch mehr, denn ich habe sie entdrosseln lassen. So bringt sie nun, eingefahren, bergab und mit Rückenwind auch schon mal fast 75 km/h (was in der Stadt aber eh verboten ist *lach*). Zu zweit auf der Vespa erreiche ich allerdings auch nicht mehr als 45km/h.

Daß meine erste längere Fahrt ein Abenteuer war, habe ich eingangs schon erwähnt. Ich habe die LX50 gut 300 km eingefahren, dann sagte mir mein Händler, ich solle sie mal langsam auf das wirkliche Leben vorbereiten und schon mal aufdrehen...jetzt, nach gut 1200 km ist sie optimal eingefahren, finde ich. Im Handbuch steht, daß man die Vespa erst nach 1000 km richtig ausfahren soll, aber ich habe mal meinem Händler vertraut... :o)

Die LX50 hat einen sehr breiten Sitz. Das ist für Bürohengste und -stuten sehr angenehm, man sitzt sicher und bequem und ich habe mich gut daran gewöhnt, auch wenn meine Si vorher eine schmale Sitzbank hatte. Auf dem hinteren Sitzplatz, so habe ich mir sagen lassen, sitzt man sicher "wie in Abrahams Schoß"... vorne sitzt man nicht schlechter, finde ich.

In der Praxis hat sich gezeigt, daß die Fußstütze für den Beifahrer nicht sonderlich komfortabel ist. Sie ist im Trittbrett integriert, befindet sich ganz am Ende des selben und ist etwas abgesetzt, aber der Beifahrer kann da nur den vorderen Teil des Fußes abstellen, die Ferse "hängt in der Luft". Für kleine Menschen ist das Trittbrett von hinten kaum zu erreichen. Ein kleiner Nachteil, der nur die billigen Plätze betrifft. Trotzdem könnte da noch mal einen bessere Lösung angedacht werden, denke ich.

Nicht nur Autofahrer können von einem "Fahrgefühl" sprechen, ich versuche das auch mal. Bei gutem Wetter ist es einfach herrlich zu fahren. Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Fahrtwind den Körper umspielt, die Sonne den Rücken wärmt und das eigene Gefährt in der Sonne blitzt und blinkt. Ich finde, es gibt keine schönere Art, sich in der Stadt vorzubewegen (und auch keine schnellere, denn man kommt überall durch, findet immer einen Parkplatz und kann sich an Ampeln auch noch mit anderen "Bikern" unterhalten!).

Jeder "richtige" Biker mag über meine LX50 müde lächeln, die meisten Autofahrer unterschätzen die Geschwindigkeit und Wendigkeit eines Rollers leider (viel zu) sehr, ich jedoch bin sehr zufrieden mit meiner Vespa und hoffe, sie noch lange fahren zu können!


Für Anregungen und Kommentare bin ich dankbar, wenn euch etwas in dem Bericht fehlt, so sagt es mir, ich bessere ggf. gern nach. Ich habe alles hineingeschrieben, was mir wichtig war und ist, aber jede/r hat da ja andere Vorstellungen.

Danke für's Lesen, so long + lieber Gruß

D.


++++auch für ciao.de + yopi.de++++

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