
Produkttyp: Simson Motorräder
Neuester Testbericht: ... habe, wo man gemütlich sitzt, wie auf Omas Sofa. Vergleichbar wäre der Komfort der Sitzbank mit der einer Enduro. Ich selber würde di... mehr
Simson S53M (für Mofa) oder Habicht 25
Simson Habicht

Name des Mitglieds: weelah
Produkt:
Simson Habicht
Datum: 27.12.11
Bewertung:
Vorteile: geringer Verbrauch, zuverlässig, einfach zu reparieren, günstig im Unterhalt
Nachteile: etwas harte Sitzbank, lockt gern Diebe an
Simson Habicht oder S53
wurden Anfang der 90ger Jahre bis 1996/98 (je nach Modellvariante der S53)
gebaut.
Ich habe eine Habicht 25, also die Mofaversion, somit schreibe ich also meine Erfahrungen über diese.
Wissenswertes/technische Daten:
Hergesteller: Simson Werke Suhl
Typenbezeichnung(en) : Habicht 25 / S53M / S53 Alpha M
Leistung: 2 kW
Baujahr : 1992
Hubraum: 49ccm
1 Zylinder luftgekühlt
17 er Bing Vergaser / auch Modelle mitBVF Vergaser auf dem Markt
3 Gang Fußschaltung / die Mokickversion hat eine 4 Gang Schaltung
Tankinhalt ca. 9 Liter fährt mit Zweitaktgemisch = Benzin und Zweitaktöl
Verbrauch ca. 2,5 Liter auf 100km/h
Mischung: 1:50 - wobei ich 1:33 tanke, weil ich die Mischung für besser halte
Teleskopgabel, Speichenräder, breiter Heckbügel, Seitengepäckträger rechts, Kickstarter,
12 Volt, Blinker, im Heck verbautes Rücklicht, Mofaversion mit Abdeckung für Soziussitz
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Allgemeines:
Die Habicht 25 war als Mofa für Jugendliche mit Mofaführerschein ab 15 Jahren fahrbar
Aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Optik war die Mini- MZ nicht jedermanns Sache, was auch dazu
führte,das diese nicht zum Verkaufsschlager wurde. Heute werden halbwegs gepflegte Gebrauchte
selten bis nie unter 500 Euro gehandelt und recht begehrt. Besonders die Enduro Modelle, wie der S53 Beach Racer
Die Ersatzteile sind nach wie vor erhältlich und extrem günstig,
wenn man die Ersatzteilpreise von Rollern oder auch anderen Mokicks betrachtet.
Die Simson läßt sich sehr gut von einem halbwegs geübten Schrauber reparieren, da die Technik
recht einfach und unkompliziert ist.
Die Mofaversion fährt normalerweise um die 30 km/h und ist mechanisch gedrosselt über
Gasschieberanschlag,
Vergaser, Gummistopfen beim Luftdurchlass und Kette/Ritzel.
Die Mofaversion läßt sich leicht und flott fahren und auch die Kurvenlage ist stabil. Die Bremswirkung ist
durchaus ausreichend und der Anzug zufriedenstellend. Die Beleuchtung ist dank der 12 Volt Anlage
sehr gut.
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Meine Simson S 53M /Habicht
gekauft haben wir (mein Sohn und ich) die Habicht 2007 für 500 Euro praktisch blind.
Eigentlich wollten wir die uns ansehen, aber der Verkäufer wollte sie uns auf dem Hänger vorführen.
Vielleicht wollte er nur keine Leute bei sich daheim haben, wer weiß das schon. Jedenfalls kam dann eine komplette recht freundliche Großfamilie und Onkel Türk führte sie dann gleich vor. Von dem basarartigen Redeschwall lies ich mich als langjährige Motorradfahrerin nicht ablenken und ich schaute mir das Möf in aller Ruhe an, obwohl der Verkäufer es plötzlich brandeilig hatte.
Ich fand sie ein wenig teuer, da noch einige Kleinigkeiten zu erledigen waren, aber mein Sohn wollte sie unbedingt haben. So erwarben wir diese dann auch. Für junge Menschen scheint im Zeitalter der Automatikroller (Erstmofa meines Sohnes) eine Fußschaltung sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch diese Hürde wurde genommen.
Ich selber fahre das kleine Mofa in Motorradoptik auch gern um ins Städtchen zu kommen, da bei uns Zweiräder ja praktisch überall kostenfrei parken dürfen.
Die kleine Habicht fährt flott und hat auch im 1. Gang einen guten Anzug und wenn man zügig hoch schaltet läßt man manchen 25ger Roller hinter sich, welcher dann erst langsam in Wallung gerät.
Wie schon erwähnt, mußten im Laufe der Zeit einige Kleinigkeiten erneuert werden. Die Reifen waren beim Kauf grenzwertig und so erwarb ich Neue, die wir selber aufzogen.
Nach 2 Jahren bekam die Simson einen Kolbenklemmer.
Da der Zylinder keinerlei Schaden davon trug tauschte ich nur den Kolben samt Ringe aus und wechselte das Zweitaktmischungsverhältnis von 1: 50 auf 1: 33.
Mit dieser Mischung fuhr und fährt die Simson optimal und scheppert nicht mehr.
Auch der Aus und Einbau ist von einem halbwegs technisch begabten Menschen gut durchführbar.
Irgenwann brach dann auch der Fußrastenhalter, der schon unbemerkterweise sehr verrostet gewesen sein mußte. Der Einbau war etwas hakelig, aber auch dies gelang ohne großen Aufwand.
Nach einem Diebstahlversuch (immer wieder), was das Zündschloß, bzw. die Verkabelung defekt und leider gab es keines, was in das vorhandene Cockpit passte. So entschlossen wir uns seitlich in die Lampenmaske
das Zündschloß einzubauen. Das hat nun wirklich nicht jeder.
Da irgendwann schon die Überlegung kam, das Möf auf ein Mokick um zu bauen, nahmen wir davon vorerst ausKostengründen Abstand.
Mittlerweile hat sie 25 000 Kilometer auf dem Buckel und läuft und läuft
Die Habicht 25 springt Sommer wie Winter ohne Murren per Kicker an und ist aufgrund der Größe
ein ideales Winterbike. Für verwöhnte menschen wie mich hat sie eigentlich nur eine Schwachstelle und das wäre die Sitzbank. Auf längerer Fahrt schmerzt bei mir der Hintern.
Muss aber erwähnen das ich bei meiner Maschine eine King &Queen Sitzbank habe, wo man gemütlich sitzt, wie auf Omas Sofa.
Vergleichbar wäre der Komfort der Sitzbank mit der einer Enduro. Ich selber würde die Simson allemal einem Roller vorziehen.
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Fazit:
Wer sich an der Optik(wobei ich sehr viele Kaufangebote erhielt) nicht stört, der erhält mit der Simson Habicht ein Mofa, was zuverlässig und preiswert seinen Dienst versieht, sowie leicht und günstig zu reparieren ist.
Vor allem hat man ein kultiges bezahlbares deutsches Fahrzeug, wenn das Budget nicht
für eine Zündapp, Kreidler oder Hercules im Sammlerzustand reicht.
Mit dieser Perle des Ostens fällt man auf und entlockt so manchem Biker einen wohlwollenden Gruß
Fazit: kann ich nur empfehlen
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Fahreigenschaften: | ||
| Bremsleistung : |


