Solides Mainboard mit störenden, aber "gewünschten" Verhalten
MSI P35 Neo2-FIR

Name des Mitglieds: Inga79
Produkt:
MSI P35 Neo2-FIR
Datum: 21.12.10, geändert am 04.09.11 (88 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Einstellmöglichkeiten, Stabilität
Nachteile: Nerviges Verhalten, wenn man das Mainboard völlig vom Stromnetz trennt
Seit Anfang 2008 habe ich dieses Mainboard und bin bis auf eine Sache zufrieden damit. Gekostet hat es 93,63 Euro bei hardwareversand.de.
Lieferumfang
Motherboard, Blende, Treiber-CDROM, Kabel für Strom, SATA, IDE und Floppy sowie Benutzerhandbuch ( englisch ).
Kompatibilität
Dieses Mainboard unterstürzt Prozessoren mit LGA775 Socket wie Core 2 Quad Pentium 4, Pentium D, Core 2 Duo, Core 2 Extreme, Pentium Dual Core oder Pentium Extreme Edition, also u.a. auch Prozessoren mit zwei und vier Kernen. Es ist mit 64-Bit-Prozessoren kompatibel. In meinen Fall läuft das Mainboard mit einem Intel Core 2 Duo E6750.
Benötigter Arbeitsspeicher
Das Mainboard unterstürzt DDR2-RAM bis 8 GB und bietet dafür 4 Steckplätze. Mein Rechner muss sich mit 2 GB von MDT (PC2-6400 ) begnügen, den das Mainboard leider erst nach einen Firmware-Update angenommen hat (siehe Inbetriebnahme). Unterstürzt werden die RAM-Geschwindigkeiten PC2-6400 und PC2-5300.
Benutzerhandbuch
Das Handbuch ist sehr ausführlich, und die einzelnen Schritte zum Einbau der Komponenten bebildert. Auch die Funktionen des BIOS sowie des Audio-Treibers und Dual-Core-Centers werden gut erläutert. Leider ist es komplett in Englisch.
Inbetriebnahme
Wie bereits erwähnt, habe ich mir 2008 einen Rechner bei hardwareversand.de zusammengestellt und zusammenbauen lassen. Als er dann kam, dachte ich, ich müsste nur noch das Betriebssystem installieren, doch nein - das Mainboard beschwerte sich piepend über etwas und beim Aufschrauben blinkte auch ein Signal. Mit Hilfe des Manuals fand ich dann heraus, dass es etwas mit dem Arbeitsspeicher zu tun hat und in Foren las ich dann, dass dieses Mainboard etwas mäkelig mit dem Speicher ist.
Also habe ich einen günstigen Arbeitsspeicher besorgt, und die Firmware aktualisiert, und danach funktionierte auch der andere RAM.
Aufteilung
Dieses Board ist ein ATX-Board, d.h. es passt mit seinen Maßen von 30,5 x 24,5 cm nicht in einen Mini-Tower. Die Aufteilung finde ich überwiegend gelungen, nur den Steckplatz für den RAM und der für die Grafikkarte liegen meiner Meinung zu nah aneinander, so dass man bei einer größeren Grafikkarte wie der HD 3870 Probleme mit den Einrasthebeln bekommt und etwas rumfummeln muss. Auch kommt man leider bei Grafikkarten, die zwei Steckplätze wegen dem Lüfter verbrauchen, nicht an den nächsten Steckplatz dran.
Onboard-Audio
Der mitgebrachte Audio Codec Realtek ALC888T liefert 7.1 Channel Surround Sound, und obwohl ich früher nur ein 5.1. Lautsprecher-Set und jetzt ein TFT-Kombigerät angeschlossen habe, genügt es meinen Höransprüchen an Games und Musik. Das Mainboard verfügt auch für Steckverbindungen für Kopfhörer und Mikrofon, die sich nach vorne legen lassen ( dazu muss man einen Frontblende mit den benötigten Anschlüssen kaufen ).
Unter Win7 läuft der Ton auch ohne den mitgelieferten Treiber, bei WinXP sollte man ihn installieren. Mit der Software kann man Lautsprecher prüfen sowie verschiedene Soundeffekte einstellen.
Steckplätze und Erweiterungen
Der erste PCI Express x16 Slot wird bei mir durch die Grafikkarte belegt, die beiden PCI Express x 4 und der eine PCI Express x1 ist frei, wobei durch die Größe der heutigen Grafikkarte der nächste PCI-Express Slot blockiert ist.
Festplatten kann man per IDE oder an einen der vier STA (Serial ATA-300)-Anschlüsse anschließen, auch für ein altmodische Diskettenlaufwerk gibt es einen Anschluss. Hinten hat das Mainboard vier USB-Anschlüsse sowie die Standardanschlüsse für Maus und Tastatur.
Per Frontblende, die man zusätzlich erwerben muss, kann man die USB-Steckplätze erweitern und nach vorne legen. Ich habe derzeit 4 USB-Anschlüsse hinten sowie 4 vorne, was einfach praktischer ist, wenn man USB-Sticks oder anderen Geräten arbeitet, die man nur kurzfristig braucht.
Für LAN steht ein RJ-45 Anschluss zur Verfügung (Realtek RTL8111B).
Betrieb
Was mich bei diesen Mainboard wahnsinnig stört, ist dass es einen Kurzstart mit zwei Bios-Piepsern macht, wenn es völlig vom Stromnetz getrennt wird. Dieses Verhalten ist gewollt und soll die BIOS-Einstellungen überprüfen und liegt eigentlich an dem verwendeten Chipsatz von Intel, jedoch schaffen es andere Mainboardhersteller ihre Kunden davon zu befreien. Während es im MSI-Forum nur heißt: Ist so gewollt, trennt das Gerät einfach nicht von Netz oder befolgt Tipp X - hilft in 90% der Fälle - tja, ich ändere so gut wie nie etwas im Bios und muss trotzdem damit leben.
Bios
Das Bios hat die Funktionen: DMI-Unterstützung, ACPI 2.0-Unterstützung, Hyper-Threading-Technologie, MSI Dynamic Overclocking Technology (D.O.T.). Es gibt viele Einstellungen, bei denen wohl auch an Leute gedacht wurde, die ihr System übertakten möchten. Man kann z.B. für RAM Latency, Timing etc wählen. Ich persönlich lasse das BIOS unverändert, wenn es geht.
MSI hat eine Software namens Dual Core Center beigelegt, mit denen man Spannung, Lüftergeschwindigkeit sowie -temperatur in Windows einstellen kann, so dass man nicht direkt im Bios herumhantieren muss, jedoch bin ich bei meinen Programmen nicht auf jedes Quäntchen Leistung angewiesen, so dass ich auch davon die Finger gelassen habe.
Fazit: Dieses Mainboard läuft stabil und bietet genügend Steckplätze und Einstellmöglichkeiten, aber dieser "Vorstart" ist sehr nervig, daher keine Empfehlung.
Fazit: Nicht empfehlenswert für Strombewußte
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