Asus SABERTOOTH 990FX
Säbelzahn - Asus SABERTOOTH 990FX Mainboard

Produkttyp: Asus Mainboards

Neuester Testbericht: ... alleine problemlos. Dazu kommt noch ein normaler PCI sowie ein PCIe 1x. Das Board ist für AM3+ Prozessoren vorgesehen und besitzt einen ... mehr

Säbelzahn
Asus SABERTOOTH 990FX

LittleSparko

Name des Mitglieds: LittleSparko

Produkt:

Asus SABERTOOTH 990FX

Datum: 17.12.16

Bewertung:

Vorteile: schnell, Anschlüsse, stabil

Nachteile: gute Hardware kostet

Am 23.12.2015 baute ich freudestrahlend meine PC Teile in ein schickes neues Gehäuse - und mein Board verarbschiedete sich. Da stand ich nun, mittags, einen Tag vor Weihnachten und brauchte ein neues Mainboard. Nachdem ich die gesamte Welt verflucht habe, fiel mir Conrad ein. Ich stapfte online und checkte, was es in der örtlichen Filiale gab.
Die Website spuckte mir ein

'''ASUS TUF Sabertooth 990FX'''

aus, welches 197Euro kosten sollte. Eins wäre noch auf Lager. Ich schnappte mir meine Mama und rammelte einen Tag vor Heiligabend in die Innenstadt, nachmittags halb 5. Im - natürlich vollgepropften - Geschäft angekommen, schoß ich schnurstracks zum Board-Regal, suchte den Sabertooth Schriftzug und 990FX, sah den Karton, griff ihn mir und stand genausoschnell wieder an der Kasse, wie ich grad in den Laden geschossen war.

Ich zückte meine EC-Karte, wir stapften noch kurz zum Bäcker für ein kleines Abendessen und ich war kurz nach 18 Uhr wieder zuhause und schraubte weiter...

'''Optisch und Aufbau'''

Optisch find ich das Teil ja jetzt nicht so brüllig, weil es optisch einfach nicht in meinen Tower passt. Schwarz und mit gold/bronze Elementen, passt das nicht so ganz zu meinem weiß/blauen Machwerk, aber was solls. Mit genug blauem Licht kriegt man alles blaugetönt. Die Plastikteile wirken dann auch eher braun und beige, aber viel sieht man davon ja nicht mehr.
Das Board hat normalen ATX Faktor und sollte damit in jeden gängigen, normalgrossen Tower passen. In meinem ist noch viel Platz, da mein Tower auch eATX aufnehmen kann (extended ATX).


Das Board bot 8 SATA Anschlüsse, was mir wichtig war. 6 davon befinden sich regulär am Board, 2 weitere sind über einen extra Chipsatz angebunden, farblich abgesetzt sind sie jedoch alle "auf einem Haufen". Die SATA Anschlüsse sind seitlich zu stecken, was ich unheimlich praktisch finde, da das Board in meinem Tower liegt und die Kabel kurz davor von unten hochkommen und so nur wenig von ihnen zu sehen ist. Eine gewisse Ästhethik muss ja in so einem Gehäuse auch herrschen. Gleiches gilt für den ATX Anschluss, der neben den SATAs liegt.

Auf der gegenüberliegenden Seite von SATA und ATX ist die Board-Rückseite, die dann hinten die Anschlüsse bietet. Hier finden wir ebenfalls reichhaltig. 8x USB 2.0 bietet reichlich Platz für Maus, Tastatur, Drucker, Scanner - all solche Dinge müssen wirklich nicht über USB 3.0 laufen. Einer der USB2 ist für den BIOS Flash vorgesehen, für den es auch einen extra Knopf daneben gibt. BIOS auf USB Stick, Knopf drücken, los gehts- so die Theorie. Ich habe es nicht ausprobiert, da zum Einbauzeitpunkt das aktuelle BIOS aufgespielt war und ich bisher wirklich keine Notwendigkeit sah, nachzusehen, ob es was neues gibt.
USB 3.0 Anschlüsse finden wir ebenfalls und zwar 4 Stück, das ist schon recht ordentlich. Hier habe ich meinen USB 3 Hub und meinen USB3 HDD Dock angeschlossen.
Weiterhin bietet das Board 2x eSATA, die ich aber nicht benötige. Es findet sich sogar noch ein kombinierter PS/2 Anschluss für Maus oder Tastatur. Dazu kommt ein Realtek Soundchip mit 7.1 Sound, allerdings habe ich nur Stereoboxen und ein Micro anstecken.

Die Boardblende ist mal kein langweiliges Silberblech, sondern ist aussen mattschwarz lackiert und trägt das TUF Logo sowie weisse Beschriftungshinweise. Gut erkennbar!

Für Spieler bietet das Board 3 PCIe-16x Steckplätze, da kann man auch Grafikkarten im Verbund laufen lassen. Brauch ich ebenfalls nicht, meine Video/Fotoarbeiten schafft eine Grafikkarte alleine problemlos. Dazu kommt noch ein normaler PCI sowie ein PCIe 1x.

Das Board ist für AM3+ Prozessoren vorgesehen und besitzt einen AMD Chipsatz, den 990FX. Der AMD SB950 Chipsatz ist unter anderem für die SATA Ports zuständig, die extra Ports und eSata werden von einem JMicron JMB362 gesteuert. für die rückwärtigen eSATA Anschlüsse muss praktischerweise kein interner SATA Port blockiert werden.

Für die Frontanschlüsse bietet das Board reichlich: ein USB3 Header für 2 Anschlüsse, 2 USB 2.0 Header für 4 Anschlüsse und natürlich einen Audioanschluss. Seriell und Firewire stehen aber ebenfalls zur Verfügung, was nicht mehr ganz so selbstverständlich ist. Digitales Audio wäre ebenfalls möglich, habe ich aber nicht. Besitze "nur" normales HD Audio mit einem Mic und einem 2.0 Ausgang an der Front.

Zwei monströs große Kühlkörper, einer neben der CPU, einer über dem ersten Grafikslot, schränken die Bewegungsfreiheit ein wenig ein. Allerdings ist es durchaus so konzipiert, dass alles notwendige Platz findet.

Zusätzlich zum 24pin ATX Stromanschluss benötigt das Board einen weiteren 8pin Stecker - und demnach auch etwas mehr Power als andere.

Kurzum verfügt das Board über fast alles, was ich mir wünschen würde. Was mir fehlt ist ein 2. USB 3 Header und natives Bluetooth. WLAN käme dabei auch mit, das brauche ich aber nicht. Das Board verfügt natürlich über einen Gigabit LAN Anschluss und so habe ich den Rechner natürlich auch verbunden.

'''Einbau'''

Mein Tower hat einen immensen Vorteil: ich kann den Boardtray entnehmen, das Board in aller Ruhe draussen auf diesen schrauben und bestücken, ohne dass ich Gefahr laufe, das Board auf Teppich oder irgendwas abzulegen. So tat ich dann auch und befestigte das Board erstmal auf dem Blechtray.

Dann nahm ich alles wieder vom alten Board herunter und fing von vorne an: ich schraubte den Kühlkörper ab und setzte den Prozessor um, brachte neue Wärmeleitpaste auf und setzte meinen monströsen CPU Kühler wieder drauf. Der Prozessor passt nur in eine Richtung in den Slot und beide sind mit einem kleinen Dreieck gekennzeichnet. Er fluppt von alleine rein, wenn er richtig passt, man braucht hierbei echt keine Gewalt! Danach den kleinen Hebel runterdrücken und einhaken, damit ist die CPU arretiert.

Die 4 Speicherriegel steckte ich anschliessend ebenfalls um. Die 4 Slots gehen straff, aber man braucht keine Gewalt. Kurzes kräftiges Drücken auf beide Enden und die Klippser rasten ein. RAM Riegel passen nur in eine Richtung und hier passt auch wirklich nur DDR3 in die Slots. Wer hier andere erfolgreich reinkriegt, macht was verkehrt!
Das Board verkraftet maximal 32GB bei 1866MHz - hier habe ich also bereits ausgereizt. Überrascht mich etwas, dass das Board keine 64GB unterstützt, was bei DDR3 zwar nicht die Regel, aber doch auch bei vielen Herstellern zu finden ist.

Gleiches mit der Grafikkarte, die ebenfalls einfach einklickt und gut sitzt. Die blockiert mir aber natürlich sofort den normalen PCI Slot - und sowas find ich dann immer zum Haare raufen. Ich persönlich benötige ihn nicht, aber ich hatte über eine Erweiterungskarte nachgedacht, die ich damit natürlich abschreiben konnte.

Ich steckte noch meine extra USB3 Karte drauf - mein Tower hat 4 USB3 an der Front und braucht 2 Header - und begann, den Tray mittlerweile leicht im Tower liegend, die Frontkabel anzsutecken. Das ist alles super beschriftet, aber die Fummelei hätte ich mir sparen können. Nachdem ich komplett fertig war, fand ich im Board Karton noch ein Pinaufsatz für eben jene Frontpanel-Kabel, das ich dann einfach hätte draufstülpen können. So muss man nicht direkt auf dem Board rumfummeln, bis man den Pin trifft.

Nun schob ich den Tray in den Tower und schraubte ihn fest. Danach fing ich an, alle weiteren Kabel durch die Gegend zu fädeln und sämtliche Festplatten und Laufwerke anzuschliessen, die USB3 Header von der Front und den Strom anzustecken.

Nachdem alles physikalisch vorbereitet war, alle Geräte angeschlossen und Strom auf dem Netzteil, drückte ich todesmutig die Powertaste und starrte ängstlich auf meine Monitore - schliesslich stand immer noch im Raum, dass nicht nur das alte Board sondern auch noch irgendwas anderes Schaden genommen hatte.

Umgehend flackerte das ASUS TUF Logo (The Ultimate Force) auf und ich pappte F2 und landete im UEFI BIOS. Juhu! Nummer 5 lebt!

'''UEFI / BIOS'''

UEFI ist quasi der Nachfolger vom BIOS und heisst User Extended Firmware Interface. Mit UEFI und 64bit Systemen ergeben sich neue Möglichkeiten, wie etwa die Nutzung von GPT statt MBR, um Festplatten jenseits der 2TB Grenze anzusteuern.

Das Menü ist sehr übersichtlich gestaltet und recht simpel zu bedienen. Ich stellte die Ansicht erstmal auf Erweitert um und passte die Uhrzeit an, die irgendwo auf Asien getimet war.
Ein UEFI läßt sich mit der Maus steuern, was insofern praktisch ist, als dass es mittlerweile soviele Einstellmöglichkeiten gibt, mit der Tastatur würde man sehr lange navigieren.

Es gibt schier endlose Möglichkeiten, vor allem für Overclocking-Freaks. Ich lasse die Finger davon, habe mich damit nie befasst. Mir reicht die Leistung meines Computers im Auslieferungszustand der Komponenten völlig aus.

Ich wollte mein System auf SSD installieren und stellte daher den Boot auf AHCI um, schaltete Secure Boot ab und stellte die Bootreihenfolge ein, um von DVD zu booten.

Aber hier machte mir das Board einen Strich durch die Rechnung. Zwar erkannte er sämtliche Laufwerke, inklusive der SSD, fehlerfrei und eindeutig, aber die SSD war im Windows Setup erst dann gelistet und ansprechbar, als ich ALLE andere SATA Laufwerke wieder abzog. Da guggste aber auch erstmal blöd. Einer handfeste Erklärung, warum das so ist, habe ich bis heute nicht gefunden.

Im AI Tweaker kann man wirklich JEDEN erdenklichen Wert an Taktfrequenz und Voltzahl umstellen, der einem einfällt. RAM, CPU, Grafik, nichts ist hier vor Übertaktern sicher.

Ich bengüge mich damit, dass mein Board mir von Anfang an alle Speicher, die Grafik, die CPU und alle Laufwerk absolut korrekt angezeigt hat.

Im Erweiterten Bereich kann ich mein Board so einstellen, dass ich es per LAN aufwecken kann. Das kann ich von der Fritzbox-Oberfläche aus tun, auf die ich mittels Handy von überall auf der Welt zugreifen kann. Wenn ich von einer Reise nach hause komme, wartet mein PC hochgefahren schon auf mich.
Hat natürlich auch den Vorteil, dass ich den PC von jedem Ort der Welt aus starten und darauf zugreifen kann, wenn ich etwas benötige, oder Daten nach hause senden möchte. Das funktioniert auch recht zuverlässig.

Starten, dass er hochgefahren ist, wenn ich zur Tür reinkomme, muss ich nicht mehr unbedingt. Mit der Bestückung - 8-Kerner, 32GB RAM und SSD - ist er binnen 15sec zum Leben erweckt.

Im EZ Mode sieht man beim Betreten des UEFI eine Übersicht über den Zustand des Rechners. Temperatur, Voltanzeigen, Taktraten geben kompakt Aufschluss, ob es der Hardware gut geht. Ist ganz praktisch.
Ich seh mein UEFI verdammt selten, da ich meinen Rechner kaum ausschalte und bisher nichts im Boardsystem umstellen musste. Im Windows nutze ich AIDA64, welches die gleichen Werte und sogar noch mehr anzeigt.

'''Treiber'''

Ich habe mein System mit Windows 7 Pro installiert (64bit) und habe anfangs erstmal die mitgelieferte CD eingeworfen, um die wichtigsten Treiber zu installieren. Die waren auch schnell auf dem System und alles funktionierte erst einmal. Lediglich beim extra Chipsatz für die 2 zusätzlichen SATA zickte das Ding rum. Ich lud dann die aktuelle Version bei ASUS von der Seite und prompt ging es. Ein paar Kleinigkeiten funktionierten erst dann vollständig, als ich sämtliche fehlenden Windows Updates installiert hatte (waren ja nur niedliche 286), weil für bestimmte Hardware einfach Systemtreiber benötigt wurden, die bei der SP1 Urversion von 2010 noch nicht existiert haben.

Bis heute hatte ich keinen Grund, die Treiber auszutauschen oder zu aktualisieren, alles läuft absolut stabil. Und das seit nun fast einem Jahr.

'''Nutzung'''

Ja, was soll ich gross sagen? Eingebaut und es funktioniert und zwar tadellos, so sollte es doch sein, nicht wahr? Das Board bietet den idealen Chipsatz für meinen FX8320 Prozessor und den 1866MHz RAM und bietet eine BUS Geschwindigkeit von 5,2GT/s und 2600MHz und kann damit nicht zum Flaschenhals werden, was bei billigen Boards leider gern der Fall ist. Die Hardware ist offensichtlich optimal aufeinander abgestimmt, zusätzlich habe ich eine AMD Radeon R7 250X von ASUS verbaut, die genauso zuverlässig auf dem System werkelt, wie ich es von diesem ganzen Verbund erwarte.

Die TUF Engine von ASUS wirbt damit, dass die Energieversorgung effizienter gestaltet ist und damit weniger Abwärme produziert wird, was natürlich die Lebensdauer der Komponenten verlängert. Und tatsächlich kommt mein Board nicht über 30 Grad, was allerdings zusätzlich auch an meiner umfangreichen Kühlung liegt: 3x140mm seitlich und 1x200mm frontal pusten Luft rein, hinten ziehen 2x140mm und oben 2x200mm die warme Luft wieder raus, der 120mm CPU Lüfter pustet die Abwärme vom Prozzi auch nach hinten weg. Durch den vielen Platz in meinem Tower dümpelt der Prozzi im Leerlauf um die 30-35 Grad herum und Leerlauf ist bei dem System eigentlich fast alles im Bereich Surfen und Office.
Aber auch die Grafikkarte bringt kaum mehr aufs Thermometer als die Durschnittstemp von 35, was hier durchaus für die aktivere Gesamtkühlung spricht, denn normal liegt eine GPU immer etwas höher. Der Kühlkörper am GPU Slot leistet hier sicherlich seinen Anteil.

'''FAZIT'''

Ich bereue den Kauf keines Falls. Mit dem Board hat mein System die optimale Grundlage und ich kann sicherlich noch ein Weilchen warten, bevor ich den nächsten Plattformwechsel vollziehe - entweder zu Intel oder AM4, mal abwarten, was hier in den nächsten Monaten auf den Markt drängt. Der Preis ist für das Gebotene völlig in Ordnung, wenngleich man im Online-Handel vermutlich 10-20Euro noch daran sparen kann.

Wer die technischen Daten sucht, findet sie bei ASUS auf der Website. Ich habe die wichtigsten erwähnt, die für den durchschnittlichen PC Gebrauch von Belang sind.

Das Board bekommt volle 5 Sterne von mir, denn es arbeitet zuverlässig und stabil, ich habe wirklich KEINE Sorgen mit dem Teil.

May The Ultimate Force be with you: KingSparko / LittleSparko 2016

Fazit: top Board

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Installation:    
Geschwindigkeit:    
Funktionsvielfalt:    
Ausstattung: