Asus AiLife Series P5WD2 Premium
teuer, teurer, am ASUSten ? - Asus AiLife Series P5WD2 Premium Mainboard

Produkttyp: Asus Mainboards

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teuer, teurer, am ASUSten ?
Asus AiLife Series P5WD2 Premium

Elektro-Man

Name des Mitglieds: Elektro-Man

Produkt:

Asus AiLife Series P5WD2 Premium

Datum: 06.04.09

Bewertung:

Vorteile: IDE und S-ATA2 am gleichen Board

Nachteile: teuer, onboard Sound und LAN wenig verlässlich, Multiplikator doch nicht frei wählbar

Etwa 2004 muss es gewesen sein, als ASUS ein neues "Premium Highend Board" präsentierte. High war zunächstmal vorallem der Preis. Es war das bis dahin teuerste Mainboard seiner Klasse, fast 300 Euro wollte ASUS für das P5WD2 Premium in der Wifi Edition haben. Die hatte kein eingebautes WLAN, sondern eine qualitativ mittelmäßige Karte, die nicht besser als billige WLAN USB Sticks war und dem Board beilag. Ich wollte bloß für so eine unnützige Karte, die zusätzlich einen Steckplatz belegt, nicht extra zahlen und holte das immer noch mit über 200 Euros sehr teuere P5WD2 Premium Board (ohne WLAN Karte).
ASUS war damals sehr erfolgreich, hatte sich als Marktführer bei den Desktopmainboards etabliert und war kräftig am expandieren und dabei seine Produktpalette zu erweitern.
Es war also ein recht bekannter Hersteller, und das neue Board galt als ein absolutes neues Spitzenmarkenprodukt am Markt, wurde zumindest als solches beworben und genug kosten, tat es ja, wie erwähnt.

Damals war noch DDR2-667 Standart. Intels Chipsatz i955X unterstützte offiziell gar kein DDR2-800. ASUS P5WD2 Premium sollte dies aber entgegen vieler Konkurrenzprodukte ermöglichen.
Einmalig bei diesem Board war auch erstmals, dass es mehr als einen PCIe Anschluss verfügte. 2 PCIe Anschlüsse standen zur Verfügung. Der erste Standart mit 16x PCIe 1.0, der zweite jedoch nur mit 4x PCIe 1.0 und eigentlich völlig sinnlos, da das Board KEIN Crossfire und KEIN SLI unterstützt ! Und außer den Grafikkarten gab es damals so gut wie nix, was man sonst für PCIe verwenden könnte.

SATA, bzw. SATA2 war noch relativ neu. So bot das Board gleichzeitig einerseits noch die alten IDE Anschlüsse und neue SATA Anschlüsse, die sich gemeinsam verwenden ließen.
IDE Laufwerke waren damals im Ausverkauf, so konnte ich sehr günstig ein IDE DVD Laufwerk und IDE DVD Brenner erwerben und diese gemeinsam mit schnellen SATA2-Festplatten verwenden.

Das Board hat schon eine sehr gute Ausstattung mit reichlich PCI Steckplätzen (3x), Firewire, Realtek HD Sound, 2x Gigabit LAN, 4 Speicherslots, 2x IDE, 4x SATA, fehlte eigentlich nur eine onboard Grafik.
Das Board war für den damals noch relativ neuen Socket 775 konzipiert und warb mit Support vorallem für Intels Extreme Edition CPUs.

Es verfügt auch über einen RAID Controller mit Unterstützung von RAID 0, 1, 5, und 10.

Meine konkrette Erfahrung damit:
Habe nur RAID 0 ausprobiert, Einrichten und Betrieb gelang ohne größere Schwierigkeiten.

Bei längerem Betrieb scheint das Board leider die Hitze nicht so gut zu vertragen, einer von den zwei LAN Anschlüssen schaltete sich dann ab und auch der HD onboard Sound von Realtek fing manchmal an zu spinnen.

Laut ASUS kann man in BIOS den Multiplikator der CPU frei einstellen. Bei den alten Pentium 4 Prozessoren erlaubten das nur die Extreme Editions. Bei mir hat es aber selbst mit einer solchen CPU nicht funktioniert! Zum einen kann es daran liegen, dass laut ASUS das Board maximal Multiplikatoren bis 14x unterstützt und meine CPU bereits mit 14x lief. Allerdings sollte es auch dann möglich sein, den Multiplikator zumindest herunter zu setzten und diese Einstellungen fehlte in BIOS. Und ich habe fast alle BIOS Versionen ausprobiert, die für dieses Board erschienen waren, inklusive der Betaversionen.

Sonst bot das BIOS schon reichlich Einstellungmöglichkeiten und sogar einige vorgefertigte Übertaktungsprofile.

Laut ASUS unterstützte das Board auch die später erschienenen ersten Dual Core Prozessoren, Pentium D (kein Core 2 Duo!). Aber selbst dort wurde zwar die breite Masse jedoch nicht wirklich alle Prozessoren vom Board erkannt. Gerade die schnellsten Modelle erkennt das Board auch mit der letzten BIOS Version nicht.

Da ich persönlich nur einen LAN Anschluss benötigte und mich es dadurch nicht sooo sehr störrte, wen der andere ständig wegen Überhitzung (?) ausfiel, bin ich insgesamt noch zufrieden geblieben mit dem Produkt, fand aber den hohen Preis nicht gerechtfertigt. Hab deshalb seither kein ASUS Board mehr gehabt, weil man einfach vergleichbare Qualität deutlich günstiger bei anderen Herstellern bekommen kann.
Zumal ASUS den eigenen Preisrekord für teuerste Desktopboards inzwischen mehrfach selbst durch neue Modelle übertroffen hat.

Fazit: schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Installation:    
Geschwindigkeit:    
Funktionsvielfalt:    
Ausstattung: