Evil Ink Tattoo & Piercing
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Neuester Testbericht: ... Man bekommt Desinfektionsmittel mit und es wird eine antibiotische Salbe empfohlen. Damit sind beide Piercings bei mir gut verheilt,... mehr

Industiral bei Evil Ink (Bremen)
Evil Ink Tattoo & Piercing

anaqime

Name des Mitglieds: anaqime

Produkt:

Evil Ink Tattoo & Piercing

Datum: 30.08.07

Bewertung:

Vorteile: Seriös, sauber, verantwortungsvoll

Nachteile: Etwas teurer

Vor einer Woche habe ich mir ein Industrial stechen lassen. Ich wollte as schon länger haben und habe mich ziemlich spontan entschlossen, es an dem Tag machen zu lassen. Ich habe das Piercing-Studio u.a. durch diese Plattform hier gefunden und bin nach einem kurzen Anruf hingefahren.
Ich bin ohne Termin hingefahren, was kein Problem war und nach einer kurzen Wartezeit bin ich drangekommen. Ich wurde nochmal über alles informirt: Preis, Hygiene, Risiken, Pflege, Schmuck. Ich bin kein Piercing-Anfänger, neben den Ohrlöchern habe ich mich bereits zwei Mal piercen lassen, das war jedoch keine Entschuldigung, mir den Vortrag nicht anzuhören.. ;D Das fiel mir sehr positiv auf.
Außerdem musste ich ein paar Formulare ausüllen und es wurde Wert darauf gelegt, dass alles formell korrekt abläuft.
Der Preis war höher als in anderen Piercing-Läden, aber aufgrund meines Gesamteindrucks interpretierte ich das als Qualitätsmerkmal. Der Piercer arbeitet sehr hygienisch mit Mundschutz, Standards wie Handschuhe, steriles Skalpell und steriler Schmuck, Einwegkompressen und -tupfer, etc. waren gegeben. Auch die Sauberkeit des Arbeitsbereichs ließ nicht zu wünschen übrig.
Die Risiken sind nicht sehr groß. Es gibt keine wichtigen Nerven, die durchstochen werden können wie etwa beim Augennbrauenpiercing. Akupunkturpunkte, die "im Weg" sind, verschieben sich. Es kann passieren, dass der Knorpel aufweicht und man ein Schlappohr bekommt oder sich der Ohrknorpel ganz ablöst. Das ist wohl das größte Risiko bei einem Ohrknorpel-Piercing.
Zur Pflege muss das Piercing 3x täglich von der Wundkruste befreit werden und mit einer Salbe behandelt werden. Nach einer Woche ist das bei mir nicht mehr besonders schmerzhaft.
Der Piercer ist Heilpraktiker und hat mich da verantwortungsbewusst beraten. Er hätte das Ohr auch betäuben können, aber er hat davon abgeraten, weil dabei Gewebe abstirbt und durch die Spritzen zwei zusätzliche Verletzungen zugefügt werden.
Das Stechen selbst hat tierisch wehgetan. Die Löcher wurden mit einem Rundskalpell, das aussieht wie eine Kanüle, nur dicker (ca 2,3mm) und schärfer, herausgestanzt. So wird vermieden, dass der Knorpel zur Seite gedrängt wird und dass das Loch zu eng wird, da es sich sonst schneller entzündet und langsamer verheilt.
Da es zwei Löcher sind, war es nach dem ersten noch nicht vorbei. Am Ohr habe ich mir alle anderen Löcher schießen lassen. Am erschreckendsen fand ich beim stechen, dass man das Geräusch hören konnte: Haut-Knorpel-Haut. Und das zwei Mal. Ich würde es nicht nochmal machen. Es hat geblutet und gebrannt. Danach ist mir erstmal schwindig geworden. Eine Erleichterung war wohl, dass das Ohr durch das Adrenalin bald betäubt war und das Einsetzen des Schmucks nicht mehr wahrnehmbar war.
Es wurde nicht wie sonst eine Titan-Stange eingesetzt, sondern ein Teflon-Stab. Teflon ist so glatt, dass die Wundkruste und die Haut nicht daran festkleben. So heilt die Wunde besser. Außerdem ist es etwas elastisch, dann ist es nicht so dramatisch, wenn man mal an einer Kugel hängenbleibt.
Das Reinigen war in den ersten Tagen ziemlich schmerzhaft, aber es hat sich nichts entzündet. So langsam kann ich auch wieder auf der linken Seite schlafen. :)
Der Piercer ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man die etwas höheren Kosten in Kauf nimmt.

Fazit: Absolut empfehlenswert