

Neuester Testbericht: ... meinen Finanzberater) in den ersten 3 Jahren: 6.300,- Euro!!! Das hätte man ja noch aus dem Vertrag auslesen können, wenn man nicht so gebl... mehr
Clerical Medical Gebührenhorror
Clerical Medical (Kapitallebensversicherung)

Autor-Name: badenben
Produkt:
Clerical Medical (Kapitallebensversicherung)
Datum: 24.02.08
Bewertung:
Vorteile: wohl recht finzanstarker Anbieter
Nachteile: Enorm hohe Gebühren, bisher kaum Performance
Ich bin seit 2004 Inhaber einer "Wealthmaster Classic" Lebensversicherung der CMI und mir sind im Laufe der Zeit immer mehr Details dieses Vertrags klargeworden.
Aus heutiger Sicht würde ich diesen Vetrag nicht mehr unterschreiben.
Hierfür gibt es v.a. zwei Gründe
(1) Gebührenstruktur
Obwohl die CMI "großen Wert auf Kostentransparenz" legt, sind in den verschiedenen Paragraphen insgesamt 4 Kostenarten verborgen, die mir z.T. erst nach Kenntnisnahme der jählichen Abrechnungen klar geworden sind (die Leistungsgebühren für die Lebensversicherung vernachlässige ich).
1. Zuteilungsgebühren (erhält der Vermittler)
Die CMI zweigt in den ersten 3 Jahren (90%, 90% und 10%) von der Beitragszahlung ab. Soweit ist das ja nachvollziehbar. Was allerdings wirklich unverschämt ist, ist dass diese Prozedur auch für die vereinbarte Dynamik zutrifft.... In meinem Fall werden also von 50 EUR der jährlichen Erhöhung insgesamt fast 100 EUR (!) in den drei nachfolgenden Jahren abgezweigt . Die CMI hat mittlerweile die Gebührenstruktur geändert: Nun werden in den ersten 5 (!) Jahren Anteile abgzweigt.
2. Anfangsgebühen
Die erworbenen Anteile werden zum Ausgabepreis erworben und zum
Rücknahmepreis eingelöst. dazwischen liegen 7%. D.h., dass eine Einlage erst nach einigen Jahren Rendite machen kann, weil sie ersteinmal diese 7% erwirtschaften muss...
Mittlerweile hat die CMI diese Praxis abgeschafft und gibt die Anteile zum Rücknahmepreis aus.
3. Verwaltungsgebühren
Bisher sind die monatlichen Verwaltungsgebühren jedes Jahr fett erhöht worden, Mittlerweile sind es über 60 EUR im Jahr, Tendenz steigend
4. Managementgebühren
1,5% werden dem Pool für das Fondmanagement entnommen
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Gebühren meines Vetrags über die gesamte Laufzeit aufzusummieren (und zwar ohne die Managementgebühren, weil diese vom Wertzuwachs abgezweigt werden). meinem Vetrag werden über drei Jahre sage und schreibe rund 17% (!!) der Beitragszahlung an Gebühren entnommen. Da helfen auch die tollen Renditeversprechen nichts, denn
(2) die Performance
ist auch recht problematisch: Man hat eigentlich nur den "deklarierten Wertzuwachs" sicher, und nur durch diesen einen Zinseszinseffekt. Bisher war der Zuwachs 3%, 2%, 2%... ich warte nur, dass demnächst 1%, 0%, 0% dasteht. Der tolle Schlussbohnus hängt nämlich zum großen Teil an der Aktienentwicklung. bspw. wurde erst jetzt im Februar 2008 dieser Bonus für Anlagen aus 2004 von 20% auf 13% reduziert. Wenn es also nicht gut läuft hat man im Ernstfall nur den bescheidenen deklarierten Wertzuwachs.
Mit anderen Worten: man hat das volle Risiko einer niedrigen Rendite und wird dafür auch noch mit horrenden Gebühren abgezockt.
Ich kann nur ganz dringend vor diesem Verein mit den bunten tollen Prospekten abraten!
Mit jedem "normalen" Direkt-Lebensversicherer (hoher Zinseszinseffekt; geringe Gebühren) fährt man wahrscheinlich besser
Fazit: Risko einer niedrigen Rendite, horrende Gebühren, nicht empfehlenswert
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24.04.08
bin leider auch Besitzer einer solchen Police und kann das nur bestätigen. Finger weg!! Da ist das Geld unterm Kopfkissen besser angelegt. Viel zu hohe Kosten, die nicht transparent dargestellt werden. Verkaufsargumen t war: es gibt i.d.R. um die 8% Rendite. In den letzten 3 Jahren waren es jährlich 0,5 %. Noch Fragen??