Viel Luft und wenig Lärm
Neolec Vento

Name des Mitglieds: ReneS74
Produkt:
Neolec Vento
Datum: 10.06.02, geändert am 10.06.02 (67 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: großer Ventilator schaufelt viel Luft umher, angenehm leise, gute Wärmeleitpaste, einfache Montage, nicht zu schwer
Nachteile: kein wirklicher Power Cooler
Bekanntlich ist eine gute Kühlung in einem Computergehäuse enorm wichtig. Auch die Wahl des Prozessor Lüfters will gut überlegt sein und es bringt nichts, hier ein paar Euro am falschen Ende zu sparen. Als Faustregel gilt: Es kann nie cool genug sein und wenn eure CPU erst einmal so richtig ins schwitzen gerät, sind Systemabstürze und Datenverluste noch die milderen Auswirkungen. Damit es nicht ganz so weit kommen muss möchte ich heute über einen wirklichen guten Lüfter Berichten. Im Detail:
-= Allgemeine Informationen =-
Der Neolec Vento CPU Kühler zeichnet sich in erster Linie durch einen großen 80 x 80 mm Ventilator aus bei gerade einmal 32,96db(A). Die offizielle Seite zu diesem Kühler findet ihr übrigens unter http://www.neolec.de/neolec/de/index_vento.html .
Mitgeliefert wird neben einem eingangs erwähnten 80 x80 mm großen Ventilator einen 35mm hohen Kühlkörper. Die Wärmeleitpaste mit 95 Prozent Feuchtigkeitsanteil hört auf den Namen AK-100 und soll für eine bestmögliche Wärmeableitung sorgen. Sind alle Komponenten montiert, ergibt der Kühlkörper ein Gesamtgewicht von 226 Gramm, ausreichend um bei einen möglichen Transport den Prozessor und den Sockel nicht zu beschädigen.
-= Installation =-
Die Installation verläuft denkbar einfach und jeder der ein großen Tower mit freiliegender CPU hat, braucht gar nicht viel im System zu kramen. Allen anderen bleibt der direkte Blick auf den Prozessor meistens durch das Netzteil verwehrt, hier hilft nur Ausbauen.
Bevor man den Kühle auf dem Prozessor montiert nimmt man die Wärmeleitpaste und streicht sie in gleichmäßiger Dicke in der Mitte auf dem Prozessorkern, sprich dem ?Die?. Hierbei nicht den Fehler machen und zuviel auftragen, evtl. wird nicht alles verbraucht. Nicht die Menge macht´s, sondern die gleichmäßige und ebene Verteilung der Wärmeleitpaste.
Dank des Dual-Clips ist der CPU Kühler anschließend sehr schnell und mit nur wenig Druck
montiert, allerdings kann es bei einigen Systemen durchaus vorkommen, das man mehr Druck ausüben muss. Keine Angst so schnell kann nichts kaputt gehen, mein Board hat sich auch schon das eine oder andere mal gebogen, ideal ist es zwar nicht... aber nun gut © ReneS74.
Abschließend wird noch die Stromversorgung hergestellt und damit ist die Montage beendet.
-= Erfahrungen =-
Mir ist zuerst einmal der recht große 80 x 80mm Ventilator aufgefallen, der eher an einem Gehäuse Lüfter erinnert. Der Vorteil gegenüber den kleineren Varianten liegt aber auf der Hand: Bei einer Rotationsgeschwindigkeit von gerade mal 3000 bis 3200 Umdrehungen pro Minute schaufelt der Ventilator 32,74 cfm Luft umher.
Auch die Geräuschentwicklung hat mich überzeugt: knapp 33 db(A) sind angenehme Werte, so dass der CPU Lüfter im Vergleich zum Netzteil, den HDD Lüftern, den Gehäuselüftern, den Grafiklüftern gar nicht mehr auffällt.
Der Kühler ist in erster Linie für AMD Prozessoren der neueren Bauart ausgelegt, egal ob Duran, Athlon Thunderbird oder der aktuelle Athlon XP, maximall wird der Athlon XP 2000+ angegeben als Limit für diesen Prozessor Lüfter, das entspricht demnach einen realen Prozessorspeed von 1.8 GHz. Ich betreibe einen XP 1800+ und bleibe noch knapp innerhalb der Spezifikationen.
Wie sieht es nun im Betrieb aus? Nun, gerne werden die Temperaturwerte miteinander verglichen, aber das ist genau so als ob man Äpfel mit Birnen vergleicht. Selbst wenn zwei Personen die gleiche CPU und den gleichen Lüfter haben, sobald sie zwei verschiedene Mainboards haben sind die Werte nicht mehr allzu aussagekräftig. Ein Beispiel: Ich besitze ein ASUS Board mit VIA KT266A Chipsatz und es ist bekannt, das ASUS aus Sicherheitsgründen zu der Temperatur eine Toleranz von 6-10 Grad stets hinzuaddiert, einige Hersteller wie MSI und Elitegroup machen dies nicht. Dennoch gebe ich mal die Temperaturwerte wieder: Unter Vollast und nach einer DVD Berechn
ung nach gut 2 Stunden erreicht der Prozessor eine Temperatur von 59 Grad, unter normalen Bedingungen sind es 52 bis 55 Grad. Berücksichtigt man jetzt noch die ASUS typischen Toleranzwerte schlägt sich dieser CPU Kühler ganz gut. Mittlerweile ist dies nun schon mein dritter Kühler und obwohl ich vorher einen etwa doppelt so teuren Kühler in Betrieb hatte, wurde die CPU nicht einen Grad kühler.
-= Fazit =-
Der Neolec Vento ist ein Kühlkörper im oberen Leistungssegment für AMD Systeme. Durch seinen großen Ventilator schaufelt er auch mit weniger Umdrehungen pro Minute mehr Luft umher, das sich angenehm auf die Geräuschkulisse auswirkt. Und ein ständiges Fiepen wie bei einigen Power Lüftern, die maximal 1-3 Grad die CPU kühler halten, kann ich keinem zumuten. Ich spreche da nur als (leidiger) Erfahrung.
Den Kühler habe ich vor einigen Monaten für ca. 30 Euro bekommen. Er ist zwar nicht allzu sehr verbreitet, doch gibt es genug Online Händler und auch Auktionshäuser, wo man diesen bekommen kann.
Ich hatte in den letzten Monaten keine Probleme mit dem Neolec Vento und bin vollauf zufrieden, daher vergebe ich fünf Sterne und meine uneingeschränkte Empfehlung bis maximal 1.8 GHz reale Prozessorpower.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Kühlung / Lüfter




