Venusneid - Rita Mae Brown
Venusneid - eher langweilig als interessant - Venusneid - Rita Mae Brown Krimis & Thriller Bücher

Neuester Testbericht: ... und Frazier in Wirklichkeit kerngesund ist. Die Briefe sind jedoch schon weg - unwiederruflich. Und das hat Folgen für Frazier. Zur A... mehr

Venusneid - eher langweilig als interessant
Venusneid - Rita Mae Brown

halcion

Name des Mitglieds: halcion

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Venusneid - Rita Mae Brown

Datum: 05.08.02, geändert am 07.08.02 (51 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: viele Seiten, spannender anfang

Nachteile: langweilig, langwierig

Ich musste mal wieder etwas schreiben, deshalb kam mir der Gedanke, über das letzte Buch, das ich vor wenigen Tagen zuende gelesen hatte zu berichten: Venusneid.
Das Buch hat einen interessanten Anfang, das ist aber auch alles (Inhalt: s.u.). Nach dem 1. Drittel wird es dann ein wenig langweilig. Es wird viel berichtet, vor allem uninteressante Gespräche werden geschildert. Das Ende ist pervers und völig realitätsfern. In dem Buch geht es später fast ausschließlich um Sex, was eigentlich ein normales Thema ist. Wenn ein Buch jedoch fast nur von Sex handelt, lohnt es sich nicht so besonders, dieses zu lesen.
Alerdings ist dieses das erste Buch von Rita Mae Brown, das ich nicht mag!

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Story:
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Frazier (ja, das ist ein Name) Armstrong ist schön und erfolgreich. Mit 35 leitet sie eine international anerkannte Galerie in Charlottesville, Virginia. Jetzt allerdings liegt sie im Krankenhaus, die Ärzte haben Lungenkrebs diagnostiziert und ihr den baldigen Tod prophezeit. Kein Grund zur Panik für Frazier. Probleme mit dem Schicksal, in das sie sich mit entwaffnend fröhlicher Gelassenheitfügt, haben eigentlich nur die Freunde und Verwandten, die zum Abschiednehmen an ihrem Krankenhausbett vorbeifilieren: Die einen versuchen mit großem Pathos in letzter Sekunde zu bereinigen, was sie schon immer bereinigen wollten, die anderen bringen vor Ergriffenheit erst gar kein Wort heraus. Ihre Mutter zettelt sogar einen Streit darüber an, was gesellschaftlich angemessen wäre, Erd- oder Feuerbestattung. Doch Frazier hat keine Zeit zu verlieren, das scheinen alle zu vergessen, und so greift sie am Abend zu dem himmelblauen Briefpapier, das ihr ihre hinreißende Assistentin Mandy geschenkt hat.
"Wenn du dies liest, bin ich wahrscheinlich schon tot"- so beginnen Fraziers Abschiedsbriefe an ihre wichtigsten Freunde und Verwandten. Alle sollen wissen, was Frazier wirklich von ihnen hält - und sie sollen endlich von Fra
ziers versteckter Homosexualität erfahren. Aber Frazier ist alles andere als tot, als ihre Briefe geöffnet werden. Ein Computerfehler in der Klinik - Frazier hatte eine harmlose Bronchitis und ist längst wieder entlassen worden. Der Skandal ist perfekt. Viele wenden sich von ihr, auch ihre Mutter und ihr bester Freund. Aber so erkennt Frazier auch endlich, wer echte Freunde sind. Das Ende ist verblüffend, die, die es nicht wissen wollen, sollten das nicht lesen:

Frazier erhält einen Stromschlag und befindet sich auf einmal in einem Gemälde, das sie so innig liebt: Die Götterversammlung auf dem Olymp. Dort verführt sie erst Venus und anschließend auch Merkur, die Bettszenen werden genauestens geschildert. Als sie wieder aufwacht denkt sie erst, sie hätte geträumt, doch dann spürt sie den Diamant, den Jupiter ihr geschenkt hatte.

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Die Autorin:
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Rita Mae Brown, geboren in Hanover/Pennsylvania, wuchs bei Adoptiveltern in Florida auf. Sie studierte in New York Anglistik und Kinematographie und veröffentlichte Gedichte. Sie war aktives Mitglied bei NOW (National Organization of Women) und der "Furien" sowie Mitbegründerin der "Rotstrümpfe" und der "Radicalesbians". Heute lebt sie mit ihrer Katze, Freundin und Koautorin vieler "Mrs. Murphy"-Bücher Sneaky Pie Brown, auf einer Farm in Charlottesville.


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Leseprobe:
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[Frazier telefoniert mit ihrer Mutter Libby]

[...]
Am Abend rief Libby Frazier an. Als Frazier den Hörer abnahm, stöhnte sie, denn sie befürchtete, dass sie ein neues Kapitel aus "Ein Tag im Leben von Carter Redington Armstrong und seiner Mutter" erwartete.
Statt dessen kreischte Libby: "Was mir heute passiert ist, das errätst du nie!"
"Was?" Der Ton ihrer Mutter beunruhigte sie: Krankheit, Geldverlust, neuer Ärger mit Carter, jemand hatte im Club
wegen Fraziers sexueller Neigung auf ihr rumgehackt - sie war gespannt.
"Der Fußboden in meiner Halle hat Pockennarben! Es ist nicht zu fassen - es ist einfach nicht zu fassen. Ich habe es gleich gemerkt, als ich vom Club kam, es war spät geworden, weil Florence Grissom mir von ihrem Urlaub auf St. John Island erzählen musste, dabei wollte ich es gar nicht wissen. Bilder hat sie mir auch gezeigt." Libbys Stimme zitterte vor Abscheu. "Wie viele Wildesel kann man sich schon ansehen, frage ich dich? Sie muss fünf Filme für diese Wildesel und das Meer verknipst haben. Ich weiß, wie das Meer aussieht. Es ist groß, es ist blau, und es ist langweilig. Und dann komme ich nach Hause, mir sind von den schweren Einkaufstüten fast die Arme abgefallen - bei Giant haben sie Steaks im Angebot, da hielt ich es für klug den Gefrierschrank aufzufüllen. Jedenfalls, ich hatte kaum den Fuß in der Tür, da bemerkte ich schon die kleinen Abdrücke, wie von Zähnen. Ich hab die Lebensmittel hingestellt und geguckt. Dann bin auf alle viere gegangen. Meine Halle ist von vorne bis hinten pockennarbig. Pockennarbig!" [...]
Für alle, die das hier schon gelesen haben, der Text ist noch nicht fertig. Lest ihn bitte nochmal in ca. 1 Stunde. Danke.


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Fazit:
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Ich hab schon bessere Bücher gelesen, ich kann dieses Buch nur an Leute weiterempfehlen, die sowas mögen. Deshalb nur 2 Sterne.

h@lcion

Fazit: