Schließe deine Augen - John Verdon
Schließe deine Augen - Schließe deine Augen - John Verdon Krimis & Thriller Bücher

Neuester Testbericht: ... zu überzeugen das Buch denn nun anzufangen. Ihr wisst dass ich mich nicht von einem Cover dazu bringen lasse ein Buch zu kaufen. Ich la... mehr

Schließe deine Augen
Schließe deine Augen - John Verdon

sweety179

Name des Mitglieds: sweety179

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Schließe deine Augen - John Verdon

Datum: 20.01.16, geändert am 22.01.16 (56 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: alles

Nachteile: nichts

Hallo ihr Lieben!
Heute will ich euch mal wieder von einem Buch berichten. Es soll nun um "Schließe deine Augen" von John Verdon gehen. Wie immer wünsche ich euch viel Spaß bei meinem Bericht und bedanke mich schon mal vorab für alle Lesungen, Bewertungen und Kommentare.



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-=[Fakten]=-
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Autor: John Verdon
Titel: Schließe deine Augen
Art: Thriller
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2012
Originaltitel: Shut your eyes tight
Übersetzung: Friedrich Mader
Seitenzahl: 654
Kapitel: 80
Preis: 9,99 Euro für mich 2,99 Euro
Bezugsort: Supermarkt
ISBN: 978-3-453-43552-0
Kontakt: www.heyne.de



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-=[Der Autor]=-
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Im Buch sind folgende Angaben zu finden:

"John Verdon wurde in New York City als Sohn irischer Einwanderer geboren. Er studierte Journalismus, bevor er als Werbetexter und später als Geschäftsführer einer großen Agentur tätig war. Mit 53 Jahren kehrte er der Werbung den Rücken und widmete sich dem Design von Kirschholzmöbeln. Mit seiner Frau Naomi lebt er heute in der Gegend von New York."



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-=[Klappentext]=-
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"Am Tag ihrer Hochzeit beginnt das Grauen. Jillian, die junge Braut eines renommierten Psychiaters, wird auf groteske Weise enthauptet. Der mutmaßliche Täter ist wie vom Erdbogen verschluckt. In ihrer Not beauftragt die Mutter des Opfers Dave Gurney, und wieder geht der pensionierte Top-Ermittler auf Verbrecherjagd. Schnell wird klar, dass Jillian nicht das einzige Opfer war - und dass nicht nur Gurneys eigenes Leben in höchster Gefahr ist."



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-=[Meine Meinung]=-
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Ich muss gestehen dass ich den Aufbau des Buches doch eigentlich recht gelungen finde. Mir ist der Aufbau immer wichtig, da ich zwar nicht immer viel Zeit zum Lesen habe, es aber trotzdem mache und dann brauche ich ab und zu Stellen an denen ich es auch mal aus der Hand legen kann ohne dass ich mich später wieder super lange einlesen muss. In diesem Fall gibt es wirklich viele Kapitel bei denen man eine Lesepause machen kann, weiterhin finden sich in den einzelnen Kapiteln auch noch Abschnitte, an denen das auch möglich ist. Außerdem finde ich die Schriftgröße nicht zu klein und die Zeilenabstände auch nicht. Die Seiten wirken nicht überladen und das Lesen fällt an sich nicht schwer. Wäre das bei einem so langen Buch auch noch der Fall hätte ich wohl länger gebraucht mich zu überzeugen das Buch denn nun anzufangen.

Ihr wisst dass ich mich nicht von einem Cover dazu bringen lasse ein Buch zu kaufen. Ich lasse mich aber in dem Maße beeindrucken dass ich mir aufgrund des Covers einen Klappentext genauer ansehe und mich dann vielleicht doch für den Kauf eines Buches entscheide. In diesem Fall hat das Cover auf jeden Fall mein Interesse geweckt, da es zwar schlicht, aber auffällig ist. Auf leicht gedunkeltem Hintergrund kann man noch dunkler den Titel des Buches sowie den Namen des Autoren lesen. Ansonsten findet man noch einige Blutflecken und Dornenranken. Für mich hat das gereicht das Buch genauer anzusehen. Ich finde das Cover gelungen, denn manchmal ist weniger mehr und das trifft vor allem in diesem Fall zu. Man kann auch sagen dass Cover etwas mit dem Buch zu tun hat - im Nachhinein empfinde ich das so. Und das ist doch auch mal schön abgepasst.

Die Story ist ehrlich gesagt gar nicht mal so schnell erzählt. Es geht im Großen und Ganzen um Dave Gourney. Er ist ein pensionierter Polizist und ehemaliger Top-Ermittler. Nun hat er sich aber in jungen Jahren schon mit seiner Frau zur Ruhe gesetzt, sie haben ein großes Grundstück gekauft welches sehr naturbelassen ist und sie wollen ihr Leben genießen. Doch irgendetwas fehlt Gourney in seinem Leben, es mag die Aufregung einer Ermittlung sein, warum er auch einen Fall annimmt von einer verzweifelten Frau, die ihre Tochter verloren hat. Jillian wurde am Tag ihrer Hochzeit abgeschlachtet und die Polizei kommt einfach nicht weiter, nichts passiert. Jillians Mutter will das nicht verstehen und akzeptieren, also engagiert sie Dave Gourney, damit dieser auf eigene Faust das Verbrechen löst. Dave findet sehr schnell Anhaltspunkte dass dies kein normaler Mord aus Leidenschaft ist, es sieht eher nach einem Teil einer Serie aus. Er merkt gar nicht wie schnell er sich in Gefahr begibt, sich uns seine Frau. Setzt er alles aufs Spiel um seinem Drang nach den Ermittlungen nachzugehen? An dieser Stelle will ich euch mal wieder nicht mehr verraten, da ich euch ja nicht die Spannung nehmen möchte falls ihr das Buch noch lesen wollt. Ich nehme aber schon mal vorweg, dass ich es spannend finde, mitreißend. Es ist mal etwas anderes. Es ist nun nicht so als könnte ich mir vorstellen dass die Geschichte passieren könnte, aber sie wirkt auch nicht zu sehr erfunden und unrealistisch, was ich wirklich gelungen finde.

In diesem Buch gibt es wirklich einige Charaktere, auf die ich aber nicht alle eingehen will. Es ist eigentlich wichtig dass man weiß wer Dave Gourney ist, denn er ist die Hauptperson in diesem Buch, die man eigentlich von Anfang an begleitet. Wie gesagt ist er ein pensionierter Polizeiermittler, der aber irgendwie nicht von seinem Beruf lassen kann. Er hat seiner Frau eigentlich versprochen, dass sie sich ländlich zur Ruhe setzen, doch ihm juckt es immer wieder in den Fingern. Als ihm dann dieser Fall vorgesetzt wird bei dem er so viele offenen Fragen hat, kann er nicht anders und macht mit. Er ist ein Mann, der eigentlich mit seinem Job verheiratet ist. Er vergisst alles drum herum, manchmal auch seine Frau. Er will es nicht sein, aber er wirkt egoistisch wenn er sich einem Fall widmet. Er ist ein sehr intelligenter Mann, ein wenig verwirrt und trotzdem sympathisch. Er geht mir nicht auf die Nerven und ich begleite ihn gerne durch das ganze Buch und das will ja auch schon mal was heißen, vor allem bei der Länge eines Buches.

Wie bei jedem anderen Buch ist natürlich auch der Schreibstil hier für mich sehr von Bedeutung. Dabei kann ich gar nicht oft genug sagen dass es für mich nicht nur einen richtigen und viele viele falsche Schreibstile gibt, es kommt eben immer darauf an was für ein Buch man gerade liest und was für Erwartungen man hat. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Thriller, da brauche und erwarte ich keinen sachlichen Schreibstil wie bei einem Fachbuch, ich will keinen beschreibenden Schreibstil wie bei einem Heimatroman. Ich will Spannung und Nervenkitzel, ich will Überraschungen und Aha-Erlebnisse. Die kann ich natürlich einmal mit der Story abdecken oder aber mit dem Schreibstil. Bei diesem Buch ist es so, dass man in den Gedanken von Gourney steckt was den Verlauf der Ermittlungen betrifft. Meistens jedenfalls, denn manchmal wechselt man auch zum Täter an sich, aber die meiste Zeit ist man eben bei Gourney. Das Spannende daran ist, dass man genauso weit ist wie er was die Ermittlungen angeht. Man ist als Leser nicht allwissend, wovon ich eh noch nie so ein Fan war. Man weiß genauso viel wie er, nicht mehr oder weniger, man verfolgt seine Gedankengänge und manchmal bekommt man erst dann etwas aufgelöst. Das finde ich persönlich gelungen, da man so mitfiebern und raten kann. Natürlich ist das nicht für jedermann so gelungen, aber für mich passt es eben. Auch finde ich den Sprung in den Kopf vom Täter manchmal interessant. Somit wird uns Lesern früher ein Teil des Motivs bewusst, was zum Schluss bei der Auflösung jedoch nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt, somit wird auch hier die Spannung nicht genommen.

Ansonsten wäre noch zu erwähnen dass man in diesem Buch auch die Ehe von Dave und Madeleine begleitet, aber tatsächlich nur minimal. Mir ging das bei den letzten Büchern die ich gelesen habe immer ein wenig auf die Nerven dass mir viel zu viel von den Persönlichkeiten verraten wurde und man einfach die Menschen mehr begleitet als dass man eine Story verfolgt. Hier ist das allerdings nicht so, man hat wirklich das Gefühl dass das Hauptaugenmerk auf den Morden und deren Auflösung liegt und das finde ich gelungen. Das nehme ich schon lange nicht mehr als Selbstverständlichkeit hin, da ich es in letzter Zeit zu selten erlebt habe.

Schlussendlich will ich noch erwähnen dass sich das Buch für mich zu keinem Punkt in die Länge gezogen hat. Es gibt keinen Moment in dem ich mich zum Lesen hätte zwingen müssen. Eher musste ich es aus der Hand legen als ich noch gar nicht wollte. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen, das will schon etwas heißen. Ich finde das Buch an sich nicht kompliziert geschrieben, es ist einfach zu verstehen ohne Fremdwörter und Fachbegriffe. Wenn alle Stränge zusammenlaufen kann es schon mal ein wenig unübersichtlich sein, aber wenn man das Buch aufmerksam gelesen hat ergibt alles am Ende einen Sinn und das will doch schon etwas heißen. In diesem Buch überwiegt der Teil der beschreibenden Abschnitte und nicht der der wörtlichen Rede, was für mich aber noch vollkommen in Ordnung ist, da die Gedankengänge von Dave eigentlich eine Mischung aus beidem ist und die hat man hier viel. Ich habe nicht das Gefühl in der Geschichte stecken zu bleiben. Irgendwie passiert immer etwas und es bleibt unterhaltsam. Sollte es einmal eine Phase gegeben haben in der weniger passiert ist, kommt auf einmal ein Knall der alles wieder rausholt. Ich weiß das klingt wie eine Lobeshymne aber ich bin wirklich begeistert wie der Autor das gemacht hat.



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-=[Mein Fazit]=-
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Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich dieses Buch doch auf jeden Fall empfehlen würde. Ich finde die Geschichte gelungen, ich mag den Schreibstil sehr und es ist sehr spannend. Gut, wenn man alles zusammennimmt ist es doch nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht mystisch oder unvorstellbar - dafür ziehe ich keinen Punkt ab. Von mir gibt es also die volle Punktzahl und eine Empfehlung.

Yourz,
Sweety179

Fazit: von mir die volle Punktzahl