Sanctus - Simon Toyne
Das innerste Geheimnis der Kirche ? - Sanctus - Simon Toyne Krimis & Thriller Bücher

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Das innerste Geheimnis der Kirche ?
Sanctus - Simon Toyne

allegra1805

Name des Mitglieds: allegra1805

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Sanctus - Simon Toyne

Datum: 02.03.12, geändert am 11.09.12 (234 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Durchgehend hohe Spannung, interessante Charaktere

Nachteile: Eine etwas enttäuschende Auflösung

Ich wurde auf den Thriller "Sanctus", den ich im Folgenden kurz vorstellen möchte, durch eine Leseraktion des LUEBBE Verlags aufmerksam geworden und habe in der Community der Verlagshomepage eine Vorableserunde mitgemacht.


=== Buchdaten ===

Titel: Sanctus
Autor: Simon Toyne
Taschenbuch, 560 Seiten
Erschienen: Februar, 2012
Verlag: LUEBBE
ISBN: 978-3404166367
Preis: 9,99 Euro


=== Inhalt ===

Es gibt einen Ort, der für alle Welt verboten ist: die Bergzitadelle von Trahpah. Nun flimmern unglaubliche Bilder über die Fernsehschirme. Sie zeigen ein Kreuz auf dem Gipfel der verbotenen Festung. Ein Kreuz, das dort nicht stehen dürfte. Als die Kameras näher heranzoomen, wird ein Mönch erkennbar, die Arme zu beiden Seiten ausgestreckt, den Kopf gesenkt. Erst nach Stunden bewegt er sich - und springt in den Tod. Nur wenige wissen: Das war ein symbolischer Akt, der die Augen der Welt auf Trahpah lenken sollte. Denn hier befindet sich das älteste Geheimnis der Menschheit, vom Orden der Sancti seit 3000 Jahren bewacht. Und nun ist die Zeit gekommen, dieses Geheimnis zu offenbaren - auch wenn es die Welt für immer verändern wird.
(Verlagsinfo)


=== Meine persönliche Meinung ===

In einer Kleinstadt in der Türkei bewacht ein geheimnisumwitterter Orden ein nicht näher erklärtes "Sakrament". Nur sehr wenige Mönche, die so genannten Sancti werden dabei ins innerste Geheimnis des Ordens und damit des gesamten christlichen Glaubens eingeweiht. Was bewachen die Mönche? Gibt es ein Geheimnis, das das Christentum in seinen Festen erschüttern kann?

Genau dem versucht die junge Journalistin Liv Adamsen auf die Spur zu kommen, da sie erfahren muss, dass ihr seit acht Jahren vermisster Bruder, ums Leben gekommen ist, indem er sich von der Spitze der Bergzitadelle von Trahpah gestürzt hat. Er war einer der Sancti und hat seiner Schwester eine geheimnisvolle Botschaft hinterlassen. Der Autor schickt den Leser an der Seite Livs mit auf die Reise, diese Rätsel zu entschlüsseln.

Der englische Originaltitel heißt ebenfalls "Sanctus". Der Homepage zum Thriller ist zu entnehmen, dass es sich bei "Sanctus" um den Auftakt einer Trilogie handelt. Der zweite Teil mit dem englischen Titel "The key" wird 2012 erscheinen.

Der Debütroman "Sanctus" von Simon Toyne verdient die Einteilung ins Genre der Thriller durch und durch. Innerhalb der ersten 10-15 Seiten ist man mitten im Geschehen drin. Dabei bleiben die Charakterisierung der wichtigsten Personen und ihre Stellung nicht auf der Strecke, so dass die Geschehnisse nachvollziehbar sind. Die kurzen Kapitel und die häufigen Perspektivwechsel tragen ihren Teil zur Aufrechterhaltung der Spannung bei.
Ich habe es sehr genossen, mitzurätseln und zu spekulieren, in welcher Richtung die Auflösung zu finden sein könnte. Dabei bin ich wiederholt mit meinen Spekulationen vollkommen falsch gelegen.

Der Thriller ist in der deutschen Übersetzung sehr einfach zu lesen. Ich habe mich teilweise etwas amüsiert über neudeutsche Ausdrücke wie "downgeloadet" oder "resettet", aber das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch.

Da ich eine sehr sachlich und nüchtern veranlagte Person bin, waren für mich gegen Ende etwas zu viele mystische Elemente vorgekommen. Ein paar offene Wunden weniger, die sich wundersam schließen, wären in diesem Falle mehr gewesen. Das Buch ist so rasant und das Ende sehr unerwartet, dass es diese Effekthascherei gar nicht nötig hat.

Die leider für mich etwas ins Lapidare driftende Auflösung war zwar keineswegs absehbar, dennoch hat die bis zum Schluss hohe Spannung nicht wirklich darüber hinweggetäuscht, dass ich das Ende etwas enttäuschend fand.

Insgesamt hat mir der Thriller recht gut gefallen, auch wenn ich lieber etwas weniger Mystery habe. Aber das ist meine persönliche Vorliebe, die möchte ich dem Buch nicht anlasten.

Ich schwanke bei diesem Buch zwischen drei und vier Sternen. Da ich mich wirklich sehr gut unterhalten gefühlt habe, obwohl es nicht mein bevorzugtes Genre ist, vergebe ich vier Sterne.



*** Meine Berichte erscheinen auch auf anderen Plattformen. ***

Fazit: für Mystery-feste Leser empfehlenswert