Operation Schneewolf - Glenn Meade
Wurde Stalin doch ermordet? - Operation Schneewolf - Glenn Meade Krimis & Thriller Bücher

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Neuester Testbericht: ... Ich habe sie früher verschlungen, die spannenden Agentenromane (Forsyth, LeCarre, Follett,...). Mysteriöse Organisationen mit eigenen Reg... mehr

Wurde Stalin doch ermordet?
Operation Schneewolf - Glenn Meade

kleinwoelfchen

Name des Mitglieds: kleinwoelfchen

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Operation Schneewolf - Glenn Meade

Datum: 07.05.01, geändert am 07.05.01 (516 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Die Spannung bleibt durch das ganze Buch ungebrochen, obwohl man schon von Anfang an weiß, wie es enden wird. Sehr schöne, flüssig geschriebene Geschichte rund ums Russische Reich

Nachteile: Eigentlich fällt mir auf Anhieb kein Nachteil ein.

>>> Glenn Meade, Operation Schneewolf <<<


///// Geschichtliches \\\\\

Im Jahre 1953, genauer in der Nacht von 1. auf den 2. März, erkrankt der russische Diktator Josef Stalin tödlich. Obwohl es nicht zweifelsfrei bestätigt wurde, soll er knapp 4 Tage später gestorben sein.
Die genauen Umstände seines Todes, sind allerdings nie an die Öffentlichkeit gekommen.
Stalins Angehörige behaupten jedenfalls, das die genaue Todesursache aus Gründen der Staatssicherheit geheim gehalten wird.
Die CIA jedenfalls war der Wunsch des russischen Diktators bekannt, vor den Amerikanern die Wasserstoffbombe fertig zu stellen sowie auch der Wunsch, eine „endgültige Lösung der Judenfrage“ zu anzustreben, welche Hitlers „Endlösung“ ebenbürtig sein sollte.
Mit der Wasserstoffbombe hatten die Russen zu dieser Zeit auf jeden Fall die Nase vorn.
Dem CIA war auch der Gesundheitszustand des Diktators bekannt und daher kann man mit Sicherheit annehmen, das einige Attentatspläne erwogen wurden.
Um Stalin umzubringen, gab es zahlreiche Pläne. Allerdings sind sie allesamt gescheitert oder nie durchgeführt worden. Dazu war das Sicherheitsnetz zu perfekt gespannt.
Das die CIA aber trotzdem Erfolg gehabt haben könnte, schließt sich aus der Tatsache, das nach Stalins Tot zahlreiche hochrangige antisowjetische Führer der Emigrantenvereinigung, welche eng mit dem CIA zusammenarbeiteten, grausam ermordet wurden.
Auch die Tatsache, das ehemalige hohe CIA Mitarbeiter, welche für ähnliche Operationenverantwortlich waren, sehr verschlossen sind, lässt schließen, das an der Attentatstheorie etwas dran sein könnte. Die Amerikaner wollen auch bis heute die Identität der Personen nicht enthüllen, welche sie nach Russland geschickt haben, da einige auch heute noch in Russland aktiv wären und die Sache noch der Geheimhaltung unterläge.

Was also genau in der Nacht vom 1. zum 2. März geschah, wird wohl immer ei
n Geheimnis bleiben.
Über Stalin ist nur bekannt, das er die letzten Tage in großer Sorge um seine Sicherheit in seiner Datscha verbrachte. Er ließ sämtliche Kamine heizen, was die Jäger Russlands damals als Schutz vor Wölfen ansahen und er zeichnete immer wieder einen Wolf mit scharfen Zähnen auf diverse Papierschnipsel.
Als weitere historisch verbürgte Tatsache sollte man den Morgen des 2. März sehen. Einige Männer der Wache wurden Zeugen, wie die Leichen 2er Männer mit offensichtlichen Schussverletzungen vom Gelände der Datscha gebracht wurden.
Selbst im KGB kursierten viele Gerüchte darüber und erst nach Moneten gab es eine offizielle Erklärung zu diesem Vorfall.
Laut KGB Bericht hätte es sich bei diesen Männern um Leibwächter Stalins gehandelt, welche sich aus Trauer um den Tod ihres Chefs selber erschossen hätten. Zwar gab es in Russland viele bewundernde Anhänger Stalins, jedoch Personen, welche näher mit ihm zutun hatten, fürchteten seine Wutausbrüche und seine unglaubliche Bösartigkeit. Diese Menschen waren eher froh über den Tod Stalins. Die Namen der beiden treuen Leibwächter wurde nie veröffentlicht und es gab auch keine weiteren Erklärungen. Die Untersuchung wurde eingestellt und die Akte vernichtet. Die Gräber der beiden Männer befinden sich auf einem Moskauer Friedhof und sie existieren bis heute.
Beide Gräber zieren allerdings namenlose Grabsteine.


///// Die Geschichte \\\\\

Russland im Jahre 1953. Die Gesundheit des Diktators Stalin ist sehr bedenklich. Dem amerikanischen Geheimdienst liegen die Infos vor, das Stalin die Entwicklung der Wasserstoffbombe mit allem Mitteln vorantreibt. Ein weiterer Krieg wäre nicht vermeidbar und somit wird eine Ermordung des russischen Diktators ins Auge gefasst.
Verantwortlicher für diese Mission ist Jakob Massey, seines Zeichens bester CIA Agent und somit Leiter der Abteilung für Russlandfragen. Unter seiner Obhut werden z.B. russische SS Offiziere eingeschleuß
t um sich zu reinkarnieren um danach ein neues Leben von den Amerikanern zu bekommen.
Im wird der Auftrag zuteil, den Plan, welcher Stalins Tod bedeutet, vorzubereiten und zu verfeinern.

Im werden dabei von oberster Stelle zwei Personen zur Verfügung gestellt.
Alex Slanski ist Russe. Man weiß nicht viel über seine Vergangenheit, außer, das er aus einem russischen Waisenhaus geflohen ist. Er arbeitet unter der Leitung von Massey und ist dank seines russischen Aussehens und der Sprache ein sehr erfolgreicher Agent. Trotzdem lebt er zurückgezogen am Rande eines Waldes und brütet in sich hinein.

Als zweite Person wird Massey Anna Chorjowa unterstellt. Sie ist eine russische Flüchtige, welche erst vor kurze Zeit aus einem russische Gulag nach Finnland geflohen ist. Massey hatte dort ihre Geschichte gehört und entscheiden müssen, ob sie von Amerika Asyl erhält oder nach Russland deportiert wird. Sie wird im empfohlen, weil sie, im Gegensatz zu Slansky, noch die russischen Gewohnheiten und auch Moskau bzw. das Land besser kennt.
Sie ist die Tochter eines Russischen Generals und hat auch selber in der roten Armee gegen die Nazis gekämpft. Ihr Mann war ebenfalls ein Russischer Offizier. Beide zusammen haben ein Kind. Als er wegen einer Befehlsverweigerung in ein Gulag gesteckt und dort umkommt, wird auch Anna mit ihrem Kind gefangengenommen. Ihr Kind landet in einem russischen Waisenhaus und sie in einem Gulag in der Nähe der finnische Grenze.
Nun steht ihr eine neue Reise im Auftrag der CIA bevor, welche ihr versprochen haben, ihr Kind nach der Mission aus dem Waisenhaus zu retten. Da sie ohnehin in Amerika ohne ihr Kind nicht glücklich sein kann, beschließt sie, sich auf das riskante Spiel einzulassen.

Der Plan der CIA erscheint einem recht einfach und ungefährlich. Die beiden sollen von Finnland aus von einem Flugzeug abspringen und dann bei russischen Partisanen erst mal Unterkunft finden. Danach sollen sie sich per Auto
oder Bahn nach Moskau vorarbeiten um sich dort zu trennen. Anna weiß nichts von den Plänen und soll in Moskau bei der Freundin eines angesehenen Geschäftsmannes unterkommen. [©2001 by kleinwoelfchen]
Slanski hingegen soll durch den persönlichen Metro Tunnel zu Stalins Villa oder alternativ durch einen alten noch unbekannten Tunnel zu derselbigen vordringen und den Diktator erschießen.

Dieser Plan klingt so recht einfach und auch überzeugend. Wenn nicht durch einen Zufall die Russen hinter den Plan kommen würden und die zwei bereits in Tallinn, kurz hinter der Grenze erwarten.
Die Suche nach den beiden wird von Major Lukin geleitet. Er wurde persönlich von Stalin für dieses Unterfangen ausgesucht.
Er stammt aus einem russischen Waisenhaus und wurde dort zu einem patriotischen Russen erzogen. Inzwischen ist er verheiratet und erwartet mit seiner Frau das erste Kind.
Lukin ist einer der wenigen nichtextremen Offiziere im Land. Er hat etwas gegen Folter und Missbrauch und kann sich mit den Russischen regeln nicht recht anfreunden. Trotzdem ist er seinem Land treu ergeben und versucht die beiden Spione zu finden und aufzuhalten.

Auf diese Art und diese Mischung aus Verfolgern und Verfolgten ergibt sich eine interessante Geschichte. Zu allem Übel erfährt die CIA, das die Russen Bescheid wissen. Nun muß Massey versuchen, die beiden noch vor ihrer Abreise nach Russland aufzuhalten. Dies ist allerdings nicht allzu leicht möglich, da Slanski freie Hand hat und keiner über seine Schritte bescheid weiß. Massey erhält von der CIA den dringenden Befehl, die beiden Tot oder lebendig von ihrem Ziel abzuhalten.


///// Das Buch \\\\\

Wie bei auch bei seinen anderen beiden Bücher, hat Glenn Meade seinen Thriller um eine wahre Geschichte gesponnen. Auf diese Art fesselt er mit seinen Erzählungen den Leser. Mit Operation Schneewolf hat er meines Erachtens seinen besten Thriller abgeliefert. Ließ sich „Unternehmen Bran
denburg“ erst ab dem 2/3 gut lesen, so hat „Mission Sphinx“ schon eher einen roten Faden.
Bei „Operation Schneewolf“ allerdings stimmt die Spannung von den ersten Seiten an. Er baut geschickt die Geschichte in eine momentane Gegenwart. Eben ein Sohn, welcher durch Zufall auf das Geheimnis seines Vaters stößt. So hat er zwar schon mehr oder weniger das Ende der Geschichte verraten, was dem Lesen aber keinen Abbruch tut. Es bleibt trotzdem weiterhin spannend und fesselnd. Vor allem, die irrwitzige Konstallation aus Gejagtem und Verfolgern macht das ganze sehr spannend. Vor allem zum Ende hin, gibt es noch die eine oder andere ganz große Überraschungen.

Mein Fazit zu diesem Buch lautet jedenfalls uneingeschränkt. Unbedingt Lesen!


///// Daten \\\\\

Preis: 18,90 DM im gutsortierten Buchhandel
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-13967-4
Seiten: ~690
Art: Taschenbuch

Auch hier möchte ich wieder eine kleine Kritik einer Zeitung anhängen. Diesmal hat sich die „Cosmopolitan“ auf der Rückseite verewigen dürfen.
>Operation Schneewolf vereint die Kraft und Genauigkeit eines historischen Romans mit der gnadenlosen Spannung eines Thrillers, der von einem Höhepunkt zum nächsten jagt.<

Besser hätte man es eigentlich nicht schreiben können.

... Wolle



Eingestellt auf DOOYOO am 09.05.2001 um 06:25 Uhr.
©2001 by kleinwoelfchen


Fazit: