Die Morde des Herrn ABC - Agatha Christie
Black Coffee - Ein Muss für jeden Christie-Fan - Die Morde des Herrn ABC - Agatha Christie Krimis & Thriller Bücher

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Black Coffee - Ein Muss für jeden Christie-Fan
Die Morde des Herrn ABC - Agatha Christie

halcion

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Die Morde des Herrn ABC - Agatha Christie

Datum: 30.07.02, geändert am 30.07.02 (62 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schreibstil, Preis, typisch Christie, Doppelbluff

Nachteile: man merkt, dass es ein Theaterstück war

Also, ich bin seit Jahren ein großer Christie-Fan und "Black Coffee" ist wieder ein Bestseller! Es war ursprünglich ein Theaterstück, jetzt ist es auch ein Buch.
(Ich schreibe das bei "Die Morde des Herrn ABC`s", weil ich "Black Coffee" nirgendwo finden konnte!)
Die Originalausgabe erschien unter dem Titel "Black coffee" bei HarperCollins Publishers, London.
Die deutsche Ausgabe erschien 1998 in der ersten Auflage beim Scherz-Verlag.

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Die Autorin:
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Agatha Christie wurde 1890 in Torquai geboren. Seit 1921 ihr erstes Buch erschien, schrieb sie weitere 82 Kriminalromane und 19 Theaterstücke.
Im Jahre 1971 wurde sie gekürt, 1976 starb sie.

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Inhalt:
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Der berühmte Atomwissenschaftler Sir Claud Amory hat gerade erst die Formel für Amorit gefunden, dessen zerstörerische Kraft verheerend wirken kann. Und diese Formel ist verschwunden.
Die Verdächtigen sind in der Bibliothek versammelt. Sir Claud macht das Licht aus, um dem Täter eine Chance zu geben, die gestohlene Formel unerkannt zurückzugeben. Nach ein paar Augenblicken geht das Licht wieder an - für alle außer Sir Claud. Gut, dass Hercule Poirot schon an den Ort des Verbrechens unterwegs ist....
Wie mögen Sie denn Ihren Kaffe?
Schwarz? Mit Zucker oder Milch? Wie wär´s mit Hyoscin Hydrobromid, wie Sir Claud ihn einnahm?
Natürlich hat Sir Claud seinen Kaffee nicht so bestellt, aber jemand hat ihm den offensichtlich untergeschoben.
Wer hat Sir Claud auf dem Gewissen? Wer hat die Formel gestohlen? Es kann nur jemand aus der Bibliothek sein, und dort versammelt sitzen fast alle aus seiner Familie!
Da wären die Nichte seiner Schwester, namens Barbara Amory, seine Schwester Caroline Amory, dann noch sein Sohn Richard und die Frau seines Sohnes Lucia, und Dr. Carelli, ein Gast aus Italien. Da wäre dann auch noch sein Sekretär Raynor un
d sein Diener Treadwell, aber wer war es???

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Leseprobe:
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[...] Beobachtet von Miss Amory, die zwar aufgewacht, aber sitzen geblieben war, und von Dr. Carelli, der am Bücherschrank stand, versuchten sie abwechselnd die Tür zu öffnen, aber es gelang ihnen nicht.
So bemerkte niemand, dass Sir Claud mit einer Kaffeetasse in der Hand aus seinem Arbeitszimmer kam, kurz stehenblieb und die bei der Tür versammelte Gruppe beobachtete.
"Nicht zu fassen!" rief Raynor, der seine Bemühungen jetzt aufgab und sich zu den anderen umdrehte. "Sie muss sich irgendwie verklemmt haben."
Plötzlich ertönte Sir Clauds Stimme so laut durch die Bibliothek, dass alle zusammenschraken. "Nein, sie hat sich nicht verklemmt. Sie ist abgeschlossen. Von außen."
Seine Schwester stand auf und ging auf ihn zu, aber bevor sie etwas sagen konnte, kam er ihr zuvor. "Sie wurde auf meine Anweisung abgeschlossen, Caroline", sagte er.
Nachdem sie nun alle zu ihm hersahen, ging Sir Claud an den Couchtisch, nahm ein Stückchen Zucker aus der Schale und tat es in seinen Kaffee. "Ich habe euch allen etaws mitzuteilen", erklärte er den Versammelten. "Richard, würdest du bitte nach Treadwell läuten?"
Sein Sohn schien etwas erwidern zu wollen, ging nach kurzem Zögern aber doch zum Kamin und drückte dort auf einen Knopf an der Wand.
"Ich schlage vor, wir nehmen alle Platz", fuhr Sir Claud fort, wobei er auf herumstehende Stühle zeigte.
Dr. Carelli ging mit verwundert hochgezogenen Augenbrauen zu dem Bürostuhl, Edward Raynor und Lucia Amory nahmen die beiden Stühle am runden Tisch, während Caroline Amory und ihre Nichte Babara auf dem Sofa Platz nahmen. Als alle saßen, bis auf Richard Amory, der es vorzog, mit höchst erstaunter Miene am Kamin stehen zu bleiben, drehte Sir Claud den Lehnstuhl so, dass er alle im Blick hatte, dann setzte auch er sich hi
n. Ein Schlüssel wurde im Schloss gedreht, die Tür ging auf und Treadwell kam herein.
"Sie haben geläutet, Sir Claud?"
"Ja, Treadwell. Haben Sie die Nummer angerufen, die ich Ihnen gegeben habe?"
"Ja, Sir."
"War die Antwort zufriedenstellend?"
"Vollkommen zufriedenstellend, Sir."
"Und ist schon ein Wagen zum Bahnhof gefahren?"
"Ja, Sir, es wurde ein Wagen an den Zug geschickt."
"Danke Treadwell", sagte Sir Claud, "dann können Sie jetzt wieder abschließen."
"Sehr wohl, Sir", sagte Treadwell und ging hinaus. Nachdem der Butler die Tür hinter sich zugemacht hatte, hörte man wieder einen Schlüssel im Schloss.
"Claud!" rief Miss Amory. "Was denkt sich Treadwel, uns hier -?"
"Treadwell handelte auf meine Anweisung, Caroline", unterbrach Sir Claud sie scharf.
"Dürfen wir vielleicht erfahren", wandte Richard Amory sich in kühlem Ton an seinen Vater, "was das alles zu bedeuten hat?"
"Ich will es gerade erklären", antwortete Sir Claud.
"Bitte hört mir alle in Ruhe zu. Zunächst einmal ist, wie ihr inzwischen begriffen habt, diese Tür -?" er zeigte in Richtung Diele - "von außen zugeschlossen. Von meinem Arbeitszimmer gibt es keinen anderen Ausgang als durch die Bibliothek. Die Terrassentür in diesem Zimmer ist ebenfalls gesichert." Er wandte sich an Carelli und erklärte nebenbei: "Gesichert durch einen von mir konstruierten Mechanismus, von dem meine Familie zwar weiß, den sie aber nicht außer Kraft zu setzen vermag." Er wandte sich wieder an alle: "Diese Bibliothek ist also eine Rattenfall1e." Er warft einen Blick auf seine Armbanduhr. "Wir haben jetzt zehn Minuten vor neun. Wenige Minuten nach neun wird der Rattenfänger eintreffen."
"Der Rattenfänger?" Richard Amorys Gesicht war ein Bild der Verblüff
ung. "Was für ein Rattenfänger?"
"Ein Detektiv", erklärte der berühmte Wissenschaftler kurz und trocken und trank noch einen Schluck von seinem Kaffee. "Hercule Poirot." [...]
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Meine Meinung:
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Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, es ist in Agatha Christie´s unvergleichlichem Schreibstil geschrieben, den wir ja alle lieben. Einziger Nachteil:
Man merkt, dass es als Theaterstück geschrieben ist.
Mir persönlich liegt dieses Buch sehr, ich finde aber, dass es nicht an allen Stellen spannend ist!

Fazit: