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Neuester Testbericht: ... Zorbachs Sohn Julian in seine Gewalt. HANDLUNG ====================== ====== Der Augenjäger setzt nun dort an, wo der Augensammler aufgehö... mehr
Nicht die Augen vor der Wahrheit verschließen
Der Augenjäger - Sebastian Fitzek

Name des Mitglieds: danisky
Produkt:
Der Augenjäger - Sebastian Fitzek
Datum: 25.03.12
Bewertung:
Vorteile: Schreibstil, Spannung, Charaktere - einfach toll
Nachteile: siehe Bericht
Hallo Ihr Lieben,
endlich habe ich es mal wieder fertig gebracht, ein Buch zu Ende zu lesen. Ich habe ungewöhnlich lange - für meine Verhältnisse - gebraucht, was unter keinen Umständen an dem Buch gelegen hat. Ich lese sonst eher selten Bücher von deutschsprachigen Autoren. Woran das genau liegt, kann ich nicht mal sagen. Auf jeden Fall gibt es einen Autor, von dem ich wirklich jedes Buch verschlinge und danach traurig bin, dass ich es viel zu schnell gelesen habe. *gg*
>>Sebastian Fitzek - Der Augenjäger<<
Eigentlich hatte ich mich anfänglich gesträubt, das Buch zu kaufen, weil es ein Hartcover ist. Aber es ist ein Fitzek und bei dem kann ich nur schwer widerstehen. Also habe ich es mir dann doch bei amazon für 19,99 Euro bestellt.
**Daten zum Buch**
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer (27. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426198819
ISBN-13: 978-3426198810
(Quelle: amazon.de)
Es ist wirklich mal wieder schwierig, um ein Buch von ihm zu schreiben. Denn es passiert ja schnell mal, dass man zu viel verrät und dann hat man den Salat. *g* Im Internet hab ich öfters gelesen, das Buch "Der Augenjäger" ist die Fortsetzung von "Der Augensammler". Natürlich musste ich das dann auch unbedingt haben. Und jeder, der den Vorgänger gelesen hat, wird wissen, warum man eigentlich nahtlos weiterlesen sollte.
Es sind dieselben Charakter wieder im Spiel, die eine tragende Rolle spielen. Neu dabei ist allerdings der Augenchirurg Zarin Suker. Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich schon sehr neugierig.
Zarin Suker sitzt im Gefängnis, da er Frauen vergewaltigt. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, entfernt er ihnen auch noch die Augenlider. Was er einen Grund dafür hat? Für uns Leser erstmal gar keinen. Man findet es ja abstoßend, wenn man sowas liest. Aber für Suker gab es natürlich auch einen Grund: Er wollte den Leuten die Augen öffnen und ihnen so ihre Schuld zeigen. Das Schlimmste war eigentlich für mich, dass man Ekel beim Lesen empfand und doch irgendwie - zumindest ging es mir teilweise so - versucht hat, sein Handeln nachzuvollziehen. Nichtsdestotrotz ist er ein Psychopath und davon gab es nicht nur einen im Buch.
Auch die Sache mit dem Augensammler Frank Lehmann wird weiter thematisiert und die Suche nach Julian geht weiter. Aber nicht nur Julian wird verletzt, sondern auch sein Vater Alexander und die Blinde Alina.
Zunächst konnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie man die ganzen Charaktere aus dem Vorgänger in das nächste Buch einbinden und glaubhaft darstellen will. Aber der Herr Fitzek kann sowas. *gg*
Wieder habe ich bei jeder Seite mitgezittert, was als Nächstes passieren würde. Ähnlich wie bei "Die Therapie" findet man immer ein Stück selbst von der Wahrheit heraus und bei dem anderen Stück ist man sehr überrascht. Zumal der Autor es ja auch wirklich schafft, den Leser mit nur einem Satz zu verwirren.
Als ich das Buch aufgeschlagen hatte, sprang mir das Wort "Warnung" entgegen. Es wird davor gewarnt, das Buch zu lesen, da es grausam ist. Allerdings klärt Fitzek auch auf, dass es nicht sooo schlimm sei, wenn man "Der Augensammler" nicht gelesen hat - es aber von Vorteil wäre, auch wenn die Handlungen nicht unmittelbar in Zusammenhang stehen. Da war's aber schon passiert und die Neugier war geweckt und man fängt an zu lesen. Denn selbst eine Warnung kann ja Fans von Fitzek nicht abhalten zu lesen.
Erstaunt war ich mal über die gesamte Wandlung der Handlung. Zeitweise glaubte ich sogar, dass Alexander in einer Art Wachkoma gelegen haben könnte. Mehr möchte und kann ich und will ich vor allem auch nicht verraten. Ansonsten verrät man tatsächlich zu viel von der Handlung und die solltet Ihr wirklich selbst lesen und verwirrt und erstaunt zugleich werden. *g*
Interessant fand ich vor allem, dass in die Handlung eine Blinde eingebunden wird und das erstaunlich gut alles beschrieben wurde.
**Fazit**
Schon beim "Augensammler" war ich mir sehr sicher, dass sich Sebastian Fitzek nicht mehr steigern könnte, doch mit diesem Buch wurde ich wieder es Besseren belehrt, denn es gab noch eine Steigerung. Was ich an den Büchern bzw. am Schreibstil und Handlungsorten so mag, ist, dass es hauptsächlich in geschlossenen Räumen spielt und es nicht langweilig wird. Ich kann das Buch nur mit 5 Sternen weiterempfehlen und hoffe, dass der Autor bald ein neues Buch fertig hat...
Fazit: mal wieder ein tolles Werk :)


