Agatha Christie's Miss Marple - Agatha Christie
Wer löst "Das Rätsel der Tänzerin" ? - Agatha Christie's Miss Marple - Agatha Christie Krimis & Thriller Bücher

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Neuester Testbericht: ... nicht lange und die ersten Verdächtigen tauchen auf. War es einer der Nachbarn, ein junger Kerl, der irgendetwas mit der Tänzerin zu tun... mehr

Wer löst "Das Rätsel der Tänzerin" ?
Agatha Christie's Miss Marple - Agatha Christie

halcion

Name des Mitglieds: halcion

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Agatha Christie's Miss Marple - Agatha Christie

Datum: 05.10.02, geändert am 05.10.02 (55 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schreibstil, s.o., s.o.

Nachteile: langweilige Passagen, aber wirklich nur, seeeehr wenige

Vorgeschichte:
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Schon seit bestimmt 5 Jahren, stehe ich total auf die Bücher von Agatha Christie. Nur irgendwann fällt einem dann doch schon auf, wie ähnlich sich viele Bücher von ihr sind. Meistens ungefähr die gleiche Story, da ist man schon froh, wenn man mal wieder eine, der doch recht zahlreichen Ausnahmen bekommt. In diesem Fall war es „Das Rätsel der Tänzerin“, das zwar nicht unbedingt ihr bestes, ein jedoch recht einzigartiges Buch ist! Natürlich hielt es auch das Buch nicht lange im Regal, schon zwei Wochen nachdem es mich, den interessierten Leser gefunden hatte, hatte es mir schon alle seine Geheimnisse preisgegeben und war auf dem Weg zurück zur Bücherei, um auch andere in seinen Bann zu ziehen. Das Ganze ist jetzt schon einige Wochen her, aber da ich im Moment ziemlich im Schulstress bin, und auch noch 7 Tage in Schweden verbrachte, kommt mein Bericht erst jetzt...


Die Story und die Personen:
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„Das Rätsel der Tänzerin“ ist wirklich jedem ein Rätsel. Mitten in der Bibliothek des alten Colonel Bantry und seiner Gattin liegt die Leiche einer erdrosselten Schönheit. Natürlich ist der Gentleman über jeden Verdacht erhaben, es dauert nicht lange und die ersten Verdächtigen tauchen auf. War es einer der Nachbarn, ein junger Kerl, der irgendetwas mit der Tänzerin zu tun hatte oder doch die ursprünglichen Erben eines alten Mannes, der sein Testament zu Gunsten der Toten geändert hatte? Selbstverständlich muss die alte Freundin von Mrs. Bantry hinzugezogen werden, eine alte Jungfer, die der Polizei schon nach kurzer Zeit weit voraus ist. Doch als dann eine zweite Leiche auftaucht, fällt es auch der alten Dame schwer, die Zusammenhänge zu erkennen, doch dank ihres gesunden Menschenverstandes löst sie schon bald den Fall und deckt eine lang geplante und scharfsinnige Intrige auf.

Die handelnden Personen sind:
- Colonel Bantry, ein altehrwürdige
r Gentleman, dem das Getratsche seiner Nachbarn über den Mord nicht gut bekommt,
- Seine Gattin Mrs. Bantry, die sich zusammen mit ihrer Freundin Jane Marple auf die Spur des Mörders setzt,
- Jane Marple, besser bekannt als Miss Marple, die den Fall sozusagen übernimmt,
- Mister Jefferson, der die Tote adoptieren und somit testamentarisch begünstigen will,
und last but not least, Sir Henry, ein pensionierter Scotland Yard-Mensch, der Miss Marple tatkräftig unterstützt

Leseprobe:
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[...]
St. Mary Mead hatte schon lange keinen so aufregenden Vormittag erlebt. Miss Wetherly, eine spitznasige, säuerliche alte Jungfer, verbreitete die sensationelle Neuigkeit als erste. Sie erschien bei ihrer Freundin und Nachbarin, Miss Hartnell. „Verzeih, dass ich schon so früh komme, Liebste, aber ich dachte, vielleicht hast du noch nicht gehört, was passiert ist.“
„Was ist passiert?“, fragte Miss Hartnell. Sie hatte eine tiefe Bassstimme und besuchte unermüdlich die Armen, denen es trotz heißem Bemühen nicht gelang, sich vor der Barmherzigkeit des alten Fräuleins zu retten.
„Eine Leiche in Colonel Bantrys Bibliothek, die Leiche eines Mädchens...“
„In Colonel Bantrys Bibliothek?“
„Ja. Ist das nicht entsetzlich?“
„Seine arme Frau!“ Miss Hartnell versuchte, ihr tiefsinniges, inniges Entzücken zu verbergen.
„Da hast du wohl recht! Ich glaube sie hat keine Ahnung.“
„Sie kümmert sich eben zu viel um ihren Garten und zu wenig um ihren Mann. Einen Mann muss man beaufsichtigen – immerzu.“
„Ich weiß, ich weiß. Es ist wirklich furchtbar.“
„Ich bin neugierig, was Jane Marple dazu sagen wird. Glaubst du, dass sie es gewusst hat? In diesen Dingen hat sie einen sehr scharfen Blick.“
„Jane Marple ist nach Gossington [das Haus der Bantrys] gegangen.“
„Was? He
ute morgen?“
„Sehr zeitig, schon vor dem Frühstück.“
„Also wirklich! Ich muss schon sagen! Also ich finde, das geht denn doch ein bisschen zu weit! Wir wissen ja alle, dass Jane ihre Nase gerne in anderer Leute Angelegenheiten steckt, aber das nenne ich einfach – taktlos!“
„Aber Mrs. Bantry hat ja nach ihr geschickt.“
„Mrs. Bantry hat nach ihr geschickt?“
„Ja. Muswell [Chauffeur der Bantrys] hat sie mit dem Auto abgeholt.“
“Du lieber Gott! Das ist aber merkwürdig...“
Eine Minute lang schwiegen die beiden, um die Neuigkeit zu verdauen. [...]

Fazit:
°°°°°°°

Wieder ein genialer Krimi von Agatha Christie, in dem die Tatsachen so heftig verstrick sind, dass es wohl nur Miss Marple gelingt sie zu lösen :o)
Anzumerken wäre wohl noch, dass das Buch 1941 geschrieben wurde, und daher in England zur Zeit der Gentlemans und der Ladies spielt. Mir gefällt das aber gerade gut, man kann sich durch die vielen Details sehr gut, in diese Zeit hineinversetzen. Trotzdem vergebe ich nur 4*, da es doch einige Passagen gibt, die eher unwichtig und uninteressant sind.

© h@lcion, 05.10.02

Fazit: