Techniker Krankenkasse
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Neuester Testbericht: ... pünktlich. Wenn ich mal mit einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin der Techniker Krankenkasse telefonierte, stieß ich auf sehr viel... mehr

Money, money - Deutschlands beste Krankenkasse?
Techniker Krankenkasse

poesikunde

Name des Mitglieds: poesikunde

Produkt:

Techniker Krankenkasse

Datum: 22.03.12, geändert am 21.10.12 (1042 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sehr guter Service, überdurchschnittliches Leistungsangebot

Nachteile: ---

Als ich nach der Wende vor so mancher Entscheidung stand, gehörte auch die Wahl einer neuen Krankenkasse dazu. Die alte Einheitskasse gabs ja nicht mehr, statt deren viele neue unbekannte. Da ich eine ingenieurtechnische Ausbildung und damit die damals noch notwendige Voraussetzung für die Techniker-Krankenkasse hatte, entschied ich mich für diese. Ich habe es bis heute nicht bereut. Sehr schnell nutzte ich auch das Internet-Angebot TK-online, über das ich hier heute berichten möchte. Denn seit 1. Januar haben wir ja in Deutschland wieder eine Einheitskasse, zumindest nach dem Beitragssatz. Wie sich das auf uns arme Beitragszahler noch auswirken wird? Bestimmt ganz positiv, wir müssen uns nicht länger Gedanken machen, wofür wir unser Geld ausgeben. Bestimmt erwarten uns bald Zusatzbeiträge, als Ausgleich dann auch höhere Zuzahlungen und geringere Leistungen. Wie in Krisenzeiten so üblich. Aber ich wollte ja konkret werden, zu TK-online.

Internette Gemeinsamkeiten

Schaut man auf die allgemein zugängliche Website, dann erblickt man als erstes den Schulterschluß von TK und IKK Direkt. Diese Fusion soll bewirken, daß jeder von der Stärke des anderen profitieren kann. Der Zusammenschluss von Qualitäts- und Preisführerschaft soll große strategische Vorteile im Hinblick auf den Gesundheitsfonds bieten. Über sieben Millionen Menschen sind nun bei der TK versichert. Die TK will ihre stärkere Marktposition nutzen, um die bevorstehenden Herausforderungen im Gesundheitssystem zu meistern.
Gleich darunter informiert der Verwaltungsrat, daß der Start ins neue Jahr ohne Zusatzbeiträge erfolgen soll. Der Beschluß dazu kann jedoch erst im April gefaßt werden, da es einen gemeinsamen Haushaltplan mit der IKK geben muß. Hoffentlich nicht am 1. April.
Weiter werden wir auf dieser Seite über das TK-Mitgliedermagazin informiert, das Mitglieder quartalsweise per Post erhalten, das aber auch im Internet für Jedermann bereit steht. Viele aktuelle Informationen, nicht nur für TK-Mitglieder stehen hier bereit, ein Beispiel aus dem aktuellen Heft:
Innovative Medizin - TK-Versicherte profitieren vom medizinischen Fortschritt
Kassenvergleich - TK erneut Kassenprimus
Wintersport - Wie Ski laufen richtig Spaß macht
Organspende-Dialog 2008 - Leben Schenken!
pulsus 2009 - Bestimmen Sie mit!
Verwaltungsrat - ohne Zusatzbeitrag ins neue Jahr
Kontaktinformationen, eine Arzneimitteldatenbank, Informationen zum TK-Familientelefon, den Services, Zusatzversicherungen und dem Bonusprogramm runden das Bild ab.

For members only

Der exklusive Mitgliederbereich hat einiges mehr zu bieten.
Der TK-Gesundheitscoach, den ich seit einigen Jahren nutze, bietet einen Fitneß-, Walking-, Ernährungs-, Nichtraucher-, Antistreß- und Diabetescoach an. Für jeden dieser Coachs gibt es Programme, sowohl für das Training als auch für Rat und Hilfe in kritischen Situationen. Es werden unterschiedliche Trainingsprogramme angeboten, die man, je nach Coach, daheim oder in Übungszirkeln absolvieren kann. Für diese Zirkel gibt es zahlreiche von der TK finanzierte Angebote. Ich habe mich beispielsweise für den Antistreßcoach entschieden, mir mein Trainingsangebot ausgesucht und meine wöchentlichen Trainingseinheiten selbst festgelegt. Danach gebe ich meine persönliche Einschätzung über mein Streßgefühl ein und kann nach einiger Übungszeit meine Relaxkurve ablesen. Dazu bekomme ich, je nach Erfolg, Vorschläge zur Vertiefung der Übung oder einen neuen Übungsvorschlag. Natürlich gehört auch etwas Ehrlichkeit dazu, aber die sollte man eigentlich voraussetzen, sonst braucht man es erst gar nicht anzufangen. Denn Belohnung für das Ergebnis ist fast nur der eigene Erfolg. Die Punkte, die man einmalig für die Anmeldung zu diesem Kurs und für ein Jahr Teilnahme im TK-Bonusprogramm erhält, machen niemand reich. Ich komme später dazu. Auf jeden Fall kann ich sagen, daß mir der TK-Gesundheitscoach zu einem Bedürfnis geworden ist.
Um die Neugier nicht allzu sehr zu strapazieren, nun zum TK-Bonusprogramm. Diese läuft jeweils über ein Kalenderjahr und wird mittels eines Bonusheftes vergütet. TK-Versicherte, die Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten wahrnehmen oder an qualitätsgesicherten Gesundheitskursen teilnehmen, können diese später in wertvolle Prämien umwandeln. Bisher gab es ein Punktsystem, in dem auch Familienversicherte mitsammeln konnten. Ab 2009 gibt es für 3 Maßnahmen = 30 Euro, 6 Maßnahmen = 60 Euro und 9 Maßnahmen = 90 Euro Geldprämie. Jeweils für jedes beteiligte TK-Mitglied in der Familie. Die Maßnahmen sind nach Altersgruppen sortiert und umfassen z.B. allgemeine Krebsvorsorge, Darmkrebsvorsorge, Gesundheits-Check-up, Zahnvorsorge und Schutzimpfungen aber auch Teilnahme an Gesundheitskursen, Ablegen von Sportabzeichen und vieles mehr. Ich habe mir in den vergangenen Jahren so manchen Wunsch von der elektrischen Zahnbürste über ein paar neue Walking-Stöcke bis zum MP3-Player erfüllt. Ab diesem Jahr scheint man etwas zu sparen, aber man sollte auch den Nutzen der Maßnahmen an sich bedenken. So manches Aqua-Training hilft dem verbogenen Rücken und kostet normalerweise Geld. Die TK bezuschußt zumindest und zahlt in vielen Fällen die Kurse komplett.
Auch das TK-Ärztezentrum, in dem man sich telefonisch oder über ein Internet-Formular Rat holen kann, schätze ich sehr. Es erspart zwar nicht den Arztbesuch, kann aber bei Kleinigkeiten oder der Suche nach einem Spezialisten sehr hilfreich sein, wie auch die interaktiven Gesundheitschecks, z.B. zu Herz-Kreislauf-Risiko, Diabetes-Risikotest, Kopfschmerzen oder Depressionen. Glücklicherweise mußte ich hier bisher das wenigste ausprobieren, aber es ist auch gut zu wissen, daß es so etwas gibt.
Für Kranke, die häufig und viel Medikamente brauchen und demzufolge auch viel Geld hierfür ausgeben müssen, ist der Zuzahlungsrechner hilfreich. Hier werden nicht nur Daten gesammelt, sondern auch gut informiert, in welchen Fällen und wie man sich von der Kasse Geld zurückholen kann, incl. aller hierfür notwendigen Formulare. Auch die Regelungen für chronisch Kranke sind hier gut erläutert.
Hat man Fragen an seine TK, dann muß man sich nicht ewig an das Telefon setzen und warten. Eine E-mail und sehr bald erfolgt der Rückruf von kompetenten Mitarbeitern. Dies klappt sowohl allgemein als auch mit der eigenen Geschäftsstelle, die man, so noch unbekannt, auch sehr leicht herausfinden kann.
Auch viele aktuelle Informationen, zu Krankmeldungen, zum Kinderkrankengeld, zu TK-Gesundheitswochen, zur Beantragung einer Kur, zur Früherkennung von Krankheiten und natürlich zur TK selbst (Beiträge mit allem, was dazu gehört) finde ich in diesem Exklusivbereich.

Fazit

Ich bin mir bewußt, daß ich nicht den besten Zeitpunkt für Schwärmereien über Krankenkassen und ihre Leistungen gewählt habe. Was mit Zu- oder etwa Rückzahlungen auf uns zukommt, weiß noch keiner. Aber ich bin mit meiner Kasse sehr zufrieden und das wollte ich auch einmal sagen, ehe es vielleicht zu spät ist. Sie hat mir Akupunktur bezahlt, als diese noch nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen stand und sie zahlt mir für meinen grünen Star ziemlich teure Medikamente, die ich mir so nicht leisten könnte. Meine Augenärztin begrüßt mich nicht umsonst mit den Worten "mein Teuerster".
Wer sich heute neu- oder umentscheiden will, hat es sicher schwer. Denn der Einheitssatz hat auch die Folge, daß die Kassen unterschiedlich in den großen Topf einzahlen müssen. Was dann für sie selbst und ihre Patienten übrig bleibt, steht noch in den Sternen. Ich hoffe nur, daß meine Kasse durchhält und erwarte von ihr nicht unbedingt Geld zurück, aber weiterhin stabile Leistungen. Dann verdient sie sich die fünf Sterne wirklich, die ich ihr heute als Vertrauensvorschuss gebe.

Fazit: ob das so bleibt?