IKK Rheinland-Pfalz
Diese Krankenkasse ist eine einzige Enttäuschung! - IKK Rheinland-Pfalz Krankenkasse

Neuester Testbericht: ... auf der Arbeit war. Das Abschlußgutachten lag zum fraglichen Zeitpunkt der Krankenkasse noch garnicht vor, da der Arzt im Krankenhaus d... mehr

Diese Krankenkasse ist eine einzige Enttäuschung!
IKK Rheinland-Pfalz

MikaSk

Name des Mitglieds: MikaSk

Produkt:

IKK Rheinland-Pfalz

Datum: 22.03.02, geändert am 19.08.04 (1368 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gut, solange man seine Beträge zahlt und keine Ansprüche geltend macht

Nachteile: Will bei Leistungsanspruch nicht zahlen

Als ich eben durch Zufall, den Bericht eines zufriedenen IKK Kunden gelesen habe, ist mir echt der Kragen geplatzt.

Zufrieden kann man mit dieser Krankenkasse wahrscheinlich nur sein, wenn man keine Wünsche äußert...... ich möchte das gerne erklären.

Meine Eltern (Papa 74 und Mama 68) erfreuen sich seit einiger Zeit nicht gerade besonders guter Gesundheit.
Vor etwas mehr als einem Jahr, stand es um meinen Vater gar nicht gut. Er bekam einen Herzschrittmacher, der dann nicht richtig funktionierte, so dass gleich ein zweiter Eingriff folgte und ihm ein anderes Gerät eingesetzt wurde.
Seine Niere arbeitete nicht mehr richtig, Zucker und alle anderen wichtigen Werte waren aus dem Gleichgewicht und wir hatten wirklich Angst um ihn.

Als er einige Zeit aus dem Krankenhaus war, die Werte sich allmählich normalisierten und er sich einigermaßen erholte, riet der Hausarzt zu einer Kur.
Meine Mutter, die nervlich ziemlich angeschlagen war, sollte gleich mit, schon allein um Papa zu betreuen.

Doch meiner Mutter lehnte man die Kur ab und empfahl ihr statt dessen einen Kururlaub, bei dem sie die Anwendungen von der Kasse bezahlt bekäme und die Unterbringung und Verpflegung selbst bezahlen sollte. Die Frage war nur wovon. Leider bekommen meine Eltern nur die Mindestrente, d.h. 1000 DM bzw. 511 Euro pro Monat. Dieser Kururlaub hätte meine Mutter 140 DM oder 71 Euro pro Tag gekostet – bei drei Wochen: 1500 Euro.
Wir legten Widerspruch ein und das nicht nur einmal – nichts zu machen, meine Mutter war für die IKK einfach zu gesund:.

Zwischenzeitlich (innerhalb eines Vierteljahres) fühlte meine Mutter sich zunehmend schlechter. Eine Untersuchung im Krankenhaus brachte die Diagnose Blutkrebs.

Wieder ein Schlag für die ganze Familie! Doch meine Mutter ist ein recht positiver Mensch und nicht so leicht unterzukriegen.

Nun dachten meine Eltern dürfe einer gemeinsamen Kur doch nichts mehr im Wege stehe
n, um mal wieder ein bisschen Kräfte zu tanken, denn immerhin litten sie beide ja nun eindeutig an Krankheiten, die einen Kuraufenthalt rechtfertigten.

Sooooo einfach ist das dann aber doch nicht!

Jetzt war die IKK nämlich plötzlich gar nicht mehr zuständig. Die Kosten für die Reha sollte jetzt die LVA tragen.

Wieder vergingen einige Wochen bis alle Unterlagen zusammengetragen und verschickt waren und dann wieder ein negativer Entscheid kam.
Begründung: Da meine Mutter nur 2/3 der Vollrente bezieht, ist die LVA nicht für sie zuständig (so ähnlich lautete die Formulierung).

Da ist mir letzte Woche ja doch mal der Kragen geplatzt. Am Telefon habe ich mir bei der natürlich netten Sachbearbeiterin Luft gemacht.
Sie hat gemeint, ja sie hätte das Schreiben von der LVA auch bekommen und sie könne das gar nicht verstehen......blb,bla,bla.
Ich hab dann gefragt, was wir denn noch tun könnten, oder ob man das ganze so lange rausziehen wolle bis meine Eltern gestorben sind?
Sie wollte mich wieder an die LVA verweisen und erst als ich sie nach der genauen Begründung der Ablehnung gefragt habe und sie sich das Schreiben noch einmal geholt hatte, merkte sie, dass ja nach dieser Ablehnung wieder die IKK zuständig ist.

Daraus muss man ja schließen, dass sie das Schreiben vorher noch gar nicht gelesen hate.

Ich hab dann mal ordentlich Druck gemacht und bin nun mal gespannt wie es weiter geht. Noch diese Woche will sie die Unterlagen dem medizinischen Dienst vorlegen und mir sofort Bescheid geben.

Ich werde es euch wissen lassen.

Traurig finde ich nur, dass man alte Leute, die schon seit Jahrzehnten in diese Krankenkasse eingezahlt haben, noch nie zur Kur waren und auch ansonsten keine Sonderwünsche hatten, so fertig macht und hinhält.

Das ist mehr wie schwach!

Zusatz zu meinem Berich:
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Seit besagtem Telefongespräch vor 3 Wochen hat sich nich
t viel erreignet.
Oben genannte Sachbearbeiterin, schlug mir vor, dass sie ihren Vorgesetzten bitten würde, bei dem Fall meiner Eltern vielleciht ausnahmsweise die Entscheidung des medizinischen Dienstes außer Acht zu lassen und kulanter Weise den Kurantrag zu genehmigen.....das ginge nämlich auch sagte sie.
Leider habe ich bei meiner gestrigen Nachfrage nur zu hören bekommen, dass sie jetzt erst mal in Urlaub war (wie schön, dass es Leute gibt, die sich ab und zu auch mal erholen dürfen..) und dass sie deshalb keine Ahnung hat, wie weit das ganze gediehen sei.

Ich habe mittlerweile wirklich die Befürchtung, dass man uns nur solange hinhalten will, bis meine Eltern irgendwann so geschwächt sind, dass sie nicht mehr zur Kur können und wollen.

Wenn das noch lange so weiter geht, hat die IKK das bald geschafft.

Fazit: