


Produkttyp: Sennheiser Kopfhörer
Neuester Testbericht: ... offen, aber etwas anderes hätte ich von Sennheiser ehrlich gesagt auch nicht erwartet. An sich ist der RS 45 nämlich ein recht schönes ... mehr
Ein rauschendes Klangfest?
Sennheiser RS 45

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Sennheiser RS 45
Datum: 31.10.10
Bewertung:
Vorteile: ...angenehm zu tragen, hervorragende Verarbeitung, kinderleichte Bedienung...
Nachteile: ...ab und an störendes Rauschen, kurze Akku-Laufzeit...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Ein weiteres Mal möchte ich Euch in meiner kleinen Musiker-Ecke begrüßen, denn so langsam wird es auch mal Zeit Euch ein wenig Equipment aus unserem Proberaum und dem mehr oder weniger alltäglichen Musikerleben vorzustellen. Diesmal richtet sich mein Augenmerk dabei auf den Kopfhörer, den ich mir extra für unseren Proberaum zugelegt habe, den Sennheiser RS 45...
| ° Anschaffung
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Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir für den Proberaum einen eigenen Kopfhörer zu kaufen. Aber nachdem mein Alter für zuhause schon lange seinen Geist aufgegeben hatte und wir mit dem PC ab und an auch mal ein paar Songs im Demo-Stadium aufnehmen, hielt ich es dann doch für eine sinnvolle Investition. Nachdem ich mit meinem Mikro bereits recht gute Erfahrungen mit der Firma Sennheiser gemacht habe, stöberte ich auf deren Homepage durch das Sortiment der Kopfhörer. Ich wollte auf jeden Fall einen kabellosen Kopfhörer haben, da bei uns im Proberaum sowieso immer genug Kabel am Boden herumliegen, da spare ich mir gerne jeden zusätzlichen Kabelsalat.
Die Wahl fiel letztlich auf den RS 45, was vor allem am Preis lag. Ich wollte nicht zuviel ausgeben, denn so oft würde ich ihn nun auch wieder nicht im Einsatz haben, stellte aber bald fest dass eine hohe Qualität bei kabellosen Kopfhörern in jedem Fall ihren Preis hat. Eine Suche bei Ebay erleichterte mir meine Wahl dann zusätzlich, da ich dort das ausgesuchte Modell RS 45 für 96,50 Euro, ein stolzer, aber für dieses Exemplar doch guter Preis wie ich finde.
| ° Technische Daten
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Werfen wir doch einmal einen Blick auf das, was der Hersteller Sennheiser vollmundig ankündigt: Von einem exzellenten, räumlichen Klangbild und einer satten Basswiedergabe ist hier die Rede, zudem wird mit Schlagworten wie "Center-LockTM -Autotuning" geworben. Der maximale Schalldruckpegel beträgt bis zu 96 dB, sollte also für meine Belange ausreichen. Das Gewicht von grade mal schlappen 160 Gramm inklusive Akku versprach zudem einen angenehmen Tragekomfort und bei einer Reichweite von bis zu 100 Metern dürfte auch niemand meckern. Der Audio-Übertragungsbereich liegt zwischen 20 und 20.000 Hz und die Betriebszeit der Akkus sollte auch mehr als vier Stunden betragen.
Das waren im Prinzip alles Gründe, warum ich mich für dieses Modell und nicht die wesentlich teureren Alternativ-Modelle RS 65 oder RS 85 (für knapp 170 Euro!) entschieden hatte. Diese boten zwar noch mehr Schnickschnack wie den Betrieb über zwei Akkus gleichzeitig und besonders Rausch-Filter, zumal wären sie noch um einige Gramm leichter gewesen, aber das war mir die zusätzliche Ausgabe dann doch nicht wert. Wer noch genauere technische Infos sucht, ist übrigens auf der Herstellerseite www.sennheiser.de bestens aufgehoben, da finden sich alle möglichen Tabellen, in denen die technischen Daten noch einmal genau nachgekuckt werden können. Und selbst hier bei Ciao finden sich in den Produktdetails der Kategorie noch mehr oder weniger detailliertere Angaben für Neugierige.
| ° Praktische Erfahrungen
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Letztlich ist aber entscheidend, wie sich der Kopfhörer in der Praxis schlägt und ob er sich bewährt hat oder nicht. Hierzu muss gesagt werden, dass mich das anfängliche Aufladen des Akkus ein wenig genervt hat, denn nachdem ich den Kopfhörer, den Funksender (dient gleichzeitig als Ladestation für den Akku) und das dazugehörige Netzteil aus der orangefarbenen Packung genommen hatte, musste der Akku erst einmal über Nacht geladen werden. Erst dann konnte ich den Kopfhörer erstmalig in Betrieb nehmen. Der Funksender lädt den Akku übrigens automatisch auf, sobald man den Kopfhörer darauf positioniert hat, was für den späteren Betrieb natürlich mehr als praktisch ist. Ein leerer Akku benötigt dennoch ca. 12 - 14 Stunden Ladezeit, bis er wieder voll ist. Hier bietet der Sender den Vorteil, dass er mit einem zweiten Akkufach ausgestattet ist. Man kann also einen zusätzlichen Akku käuflich erwerben und diesen über das zweite Fach laden lassen, so dass im Zweifelsfalle einfach der Akku am Kopfhörer ausgetauscht werden kann.
Das ist auch bei längerem Betrieb bitter notwendig, denn nach ca. 3½ - 4 Stunden Betriebszeit macht der geladene Akku schlapp. Das reicht aber zum Glück für meine Belange, denn viel länger verbringen wir eh nie kreativ im Proberaum und danach hat der Akku ja wieder genug Zeit bis zur nächsten Probe um aufgeladen zu werden. Außerdem nehmen wir ja auch nicht jedes Mal etwas auf, so dass er auch mal mehrere Wochen lang regenerieren kann. *g* Bei der Positionierung des Senders sollte man übrigens darauf achten, dass nicht in unmittelbarer Nähe elektronische Geräte stehen. Leichter gesagt als getan, denn in unserem Proberaum wimmelt es nur so von derartigem Gerät, aber ich habe ihn einfach auf den Boden neben das Mischpult gestellt, soweit weg wie es Kabel eben zugelassen haben, das ging dann schon. Angeschlossen wird die Basisstation übrigens über ein herkömmliches Audio-Anschlusskabel mit 3,5 mm Klinkenstecker, ein Adapter auf 6,3 mm Klinke liegt bei.
Bei der Inbetriebnahme ist übrigens mal ein Blick auf den Sender zu werfen. Dort befindet sich nämlich eine mit einer fetten LED-Anzeige ausgestatteter Wähltaste für die beiden Funkkanäle, über die der Kopfhörer seinen Empfang bekommen soll. Welcher der beiden Kanäle bei Euch besser funktioniert, das müsst Ihr einfach selbst austesten. Ich weiss noch dass es bei meinen alten kabellosen Kopfhörer für die Stereoanlage (war irgendein Billig-Modell) Kanal 2 war, hier ist es bei mir nun Kanal 1. Am Kopfhörer selbst ist an der rechten Muschel eine Art Gegenstück dazu angebracht. Hört man nämlich ein Rauschen und bekommt somit keinen klaren Empfang, ist einfach diese kleine Taste zu drücken und schon wird automatisch der nächste bessere Kanal zum Empfang gesucht. Ich habe keine Ahnung woran es liegt, dass ich manchmal gar nicht, manchmal bis zu fünf Mal drücken muss, bis der Empfang passt, aber es ist so. Aber jede neue Kanalsuche geht eigentlich recht schnell, so dass diese Prozedur nicht weiter unangenehm auffällt.
Leider ist es aber so, dass auch während des Betriebs öfters mal Störgeräusche auftreten können. Das war besonders in unserem alten Proberaum in Veras Keller recht häufig der Fall, da ihre Eltern gerade den Innenausbau des Hauses gemacht hatten und immer wieder ein elektrisches Gerät für Störungen kurzzeitig für sorgte. Das ist im neuen Proberaum nun zum Glück nicht mehr der Fall, aber der Sender von Baftis Gitarre hat auch schon das ein oder andere Mal leicht interveniert. Dumm auch, dass immer genügend Handys im Proberaum herumliegen, denn auch diese verursachen teils kleinere Störungen. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar daran, aber gerade bei balladesken Stellen (richtige Balladen führen wir ja eigentlich gar nicht im Programm *g*) kann das durchaus recht nervig sein. Hier habe ich mir schon manches Mal einen Kopfhörer mit Kabel gewünscht, da der natürlich von derlei äußeren Einflüssen gefeit wäre. Aber ich will ja nicht auf weitere Berichte vorgreifen. Die Klangqualität lässt jedenfalls keine Wünsche offen, aber etwas anderes hätte ich von Sennheiser ehrlich gesagt auch nicht erwartet.
An sich ist der RS 45 nämlich ein recht schönes Stück, natürlich komplett in edlem Scharz gehalten. Die Verarbeitung ist mehr als gut und wirkt sehr stabil. Ich gehe eigentlich sehr pfleglich damit um, trotzdem ist er mir auch schon einmal vom Verstärker auf den Boden gefallen, passiert ist aber zum Glück nichts. Der Tragekomfort ist dank der Schaumstoff-Ohrpolster mit Stoffüberzug extrem hoch. Auch nach mehreren Stunden habe ich keine Probleme damit, dass mir die Ohren weh tun oder der Kopfhörer an irgendeiner Stelle drücken würde. Glaubt mir, es gibt nichts Schlimmeres als unbequeme Kopfhörer, die würde man am liebsten gegen die Wand knallen. Hier ist das aber nicht der Fall, nur sollte man vielleicht nicht unbedingt jeden Blastpart mitbangen. Denn auch wenn sie relativ gut am Kopf sitzen, alles machen sie deswegen auch nicht mit und rutschen schon mal ein Stück nach vorne oder hinten. Generell tragen sie sich aber sehr gut, zumindest in diesem Bereich kann ich nicht meckern.
| ° Fazit
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Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Kauf schon zufrieden, auch im Hinblick darauf dass der Kopfhörer nach knapp 1½ Jahren immer noch tadellos funktioniert und ich keine weiteren Probleme damit hatte. Der Anschaffungspreis von knapp 100,- liegt im Bereich der Normalen würde ich mal sagen, immerhin bekommt man ein erstklassig verarbeitetes Produkt mit einem extrem hohen Tragekomfort. Leider gibt es technisch kleinere Mängel, da die Übertragung nicht immer ganz störungsfrei ist und auch die Betriebszeit des Akkus etwas länger hätte sein können. Für meine Bedürfnisse reicht sie zwar aus, aber wer längere Musik- oder TV-Sessions plant, sollte das in jedem Fall vor dem Kauf berücksichtigen und sich gegebenenfalls noch einen zweiten Akku zum Wechseln besorgen. Die einfache Bedienung spricht zwar deutlich für den RS 45 und ich kann ihn generell auf Empfehlen, für gute vier Sterne hat es aber leider ganz knapp nicht mehr gereicht.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Headphonemaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen ein ständige Rauschen in den Ohren haben. Kein Wunder, der Hohlraum hinter den Augen steht auf Durchzug... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit hört genau zu.
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Tragekomfort: |
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