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Neuester Testbericht: ... dass die Wiener der vollsten Entfaltung des Klangs verpflichtet sind. Trotzdem hörten sich die Wiener Philharmoniker nochmals deutlich kl... mehr
Wiener Philharmoniker
Wiener Philharmoniker - Live

Name des Mitglieds: zyzyzy
Produkt:
Wiener Philharmoniker - Live
Datum: 12.06.10, geändert am 05.07.11 (354 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: So gut wie die Berliner
Nachteile: Sind zu selten in Berlin
WIENER PHILHARMONIKER LORIN MAAZEL Beethoven Sinfonie Nr. 6 Debussy La Mer Ravel Daphnis et Chloë
Hier das Programm:
Beethoven Sinfonie Nr. 6
Debussy La Mer
Ravel Daphnis et Chloë
Also, da sitzen sie nun, die Wiener Philharmoniker. Sie strahlen ein Selbstbewusstsein aus, schon beim Stimmen der Instrumente, das ist unglaublich. Dann geht's los. Mannomann. Es ist es so, dass die Wiener der vollsten Entfaltung des Klangs verpflichtet sind.
Trotzdem hörten sich die Wiener Philharmoniker nochmals deutlich klangvoller und wärmer an als das in dieser Beziehung äußerst souveräne, prachtvolle Chicago Symphony Orchestra im Herbst. Dennoch missfiel Beethovens Sechste. Ich mutmaße, es lag zur Hälfte an den Wienern und zur Hälfte an Lorin Maazel. Jaja, und das, obwohl von Maazels Dirigieren sicht- und hörbar ein Sog ausgeht, dem schwer zu widerstehen ist. Auch wenn gesagt werden muss, dass Maazels Zeichengebung einen Hang zum Überpräzisen, Manierierten, Dandyhaften, Könnerhaften hat. Ist aber hochinteressant zum Zuschauen.
Der Haupteinwand ist aber, dass ich die Sechste nur geschildert bekomme. Mit aller Lieblichkeit im Detail, aber eben geschildert.
Natürlich hängt der zwiespältige Eindruck mit Simon Rattle und den Berlinern zusammen, von denen ich sonst immer beschallt werde. Die klingen nicht so schokoladig wie die Wiener. Kann man ja auch beim ersten Blick auf das Saisonprogramm sehen, dass in Wien alles noch etwas traditioneller abgeht: viel Beethoven, Mozart, Bruckner, Brahms, Strauss. Da war der diesjährige Zyklus der Berliner mit Ligeti, Schönberg, Kurtag und Sibelius schon aufregender. Aber wem's gefällt.
Ganze vier Damen sitzen im Orchester - die Harfen nicht eingerechnet, auf die ich keine Sicht hatte.
Fazit: Manchmal übertreiben sie es a bissl mit der Schönheit, sind aber ein absolut perfektes Orchester
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