Andersen AluStar Shopper Jil
Mein geliebter Andersen - Andersen AluStar Shopper Jil Trolley

Produkttyp: Andersen Taschen und Koffer

Neuester Testbericht: ... mal genauer. Was besitze ich da eigentlich? ---------------------------- ---------- Mein Einkaufsroller stammt von der Firma Andersen.... mehr

Mein geliebter Andersen
Andersen AluStar Shopper Jil

Rebba

Name des Mitglieds: Rebba

Produkt:

Andersen AluStar Shopper Jil

Datum: 11.12.03, geändert am 11.12.03 (3510 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: man quält sich nicht mehr, sehr stabil, macht das Leben leichter

Nachteile: keine

Niemals nicht wollte ich Besitzer und Nutzer eines Einkaufsrollers werden.
Ich dachte, diese schäbigen braunen oder dunkelgrünen Dinger im Muff-Look sind höchstens etwas für alte Damen mit Hüftschaden. Sonderlich praktisch sahen diese rollenden Handtaschen außerdem nicht aus. Sie besaßen eher eine starke Ähnlichkeit mit einer festeren Plastiktüte auf zu kleinen Rädern. Damals sah ich überhaupt keine Veranlassung mir einen sogenannten Hackenporsche zu kaufen. Allein die Vorstellung trieb mir die berühmten Elefantenpickel auf die Haut und depressive Gedanken hinter die Augen. Neee, nie nicht...

Zu jener Zeit wohnte ich noch in einer Kleinstadt, später in einem sogenannten Mittelzentrum, in denen die Einkaufmöglichkeiten wunderbar und gut erreichbar nebeneinander lagen. Verständnislos habe ich den Kopf geschüttelt über Hamburger Verwandte, die extra zum Einkaufen zu uns kamen.
Nun wohne ich selber in der Metropole namens Berlin und stimme diesen Verwandten inzwischen zu, dass das Shoppen in Großstädten zu einem Problem werden kann. Hier gibt es zwar Läden noch und nöcher und für jeden Geschmack das Passende, aber für den alltäglichen Bedarf liegen die Geschäfte oft viel zu weit auseinander.
Mit dem Auto einkaufen fahren ist in "meinem Kiez" absoluter Blödsinn. Mein Wohnhaus steht in einer Art Park und ich brauche erst ein paar Minuten bis zur Straße und von dort noch mal ein paar Minuten bis zum PKW. Darauf finde ich meiner bevorzugten Geschäftsstraße garantiert keinen Parklatz und auf dem Rückweg ist prompt obendrein der schöne Stellplatz in der Nähe meines Zuhauses futsch.

Ein Fahrrad zu benutzen ist ebenso schlecht, weil die Strecke kaum Möglichkeiten zum stetigen Fahren bietet. Öffentliche Verkehrsmittel benutzen ist noch bescheuerter, da ich zur Bushaltestelle noch weiter brauche, wie zum PKW. Also bleibt nur Laufen, das geht problemlos und am schnellsten.
Wozu ich dies alles erzähle und euch zu Tode langweile?
Damit mein Problem klar wird!
Volle, schwere Taschen müssen nach dem Einkauf wieder den ganzen Weg mit mir zurück!
Nunja, das gibt wirklich gute Oberarmmuskeln, aber ist doch ganz schön nervig... Ich glaube, ich habe meiner Mutter ziemlich die Ohren vollgejammert, denn als sie mich im letzten Sommer besuchte, schenkte sie mir hinterrücks einen Einkaufsroller. War das ein Schock! Oje, ich und ein Hackenporsche!
Aber die Neugier siegte und ich habe mir dieses Teil dann doch genauer angesehen, für ganz ansehnlich empfunden und war bereit, den Roller in der Praxis zu testen. Nach nunmehr einjähriger Testphase kann ich sagen, ich liebe ihn und gebe ihn nicht mehr her. Und wie zu dieser Meinung gekommen bin, erzähle ich jetzt mal genauer.


Was besitze ich da eigentlich?
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Mein Einkaufsroller stammt von der Firma Andersen. Im Internet zu erreichen unter: Andersen-shopper.de.
Wenn ihr euch mal auf deren Homepage umseht, werdet ihr feststellen, dass diese Firma auf Einkauf-Trolleys, so werden die Roller auf Modern genannt, spezialisiert ist. Dutzende von Modellen sind dort zu bewundern und man staunt, was die Kunden für unterschiedliche Erwartungen an ihren persönlichen Roller haben.

Mein Anderson, dessen weiteren Namen ich leider nicht in Erfahrung bringen konnte, gehört zur Kategorie "AluStar". Das nehme ich jedenfalls an, wenn ich mir das Gestell und die daraufgehörende Tasche ansehe.
Da sich mein Wägelchen schon ein Jahr in meinem Besitz befindet, haben längst Nachfolgemodelle seinen Platz auf der entsprechenden Internetseite eingenommen. Ich befürchte, falls jemand nach dem Lesen dieser Meinung Lust auf einen identischen Wagen bekommt, diesen wahrscheinlich nicht mehr neuwertig käuflich erwerben kann.
So, ich fange jetzt an, meinen Einkaufs-Trolley zu beschreiben. Alle Ungeduldigen können diesen etwas "technischen" Teil getrost überspringen und beim nächsten Abschnitt weiterlesen.

Das Gestell ist aus zusammenklappbarem Metallrohr. Es verfügt über zwei extragroße Leicht-Speichenräder, für die Bordsteinkanten und kleinere Treppen kein Problem darstellen.
Die wetterfeste, leicht abwaschbare Nylontasche ist marineblau mit weißen Streifen am oberen und unteren Rand. Ein ähnliches Modell ist unter dem Namen "Fjord" auf der Andersen-Homepage zu bewundern.
Die Einkaufstasche lässt sich durch einen äußerst stabilen Kordelzug spielend leicht schließen. Zwei Vordertaschen mit doppelten Reißverschlüssen liegen vorne auf, wobei die deutlich größere ein dickwandiges Thermoinnenleben hat. An den Schmalseiten befindet sich jeweils ein offenes Fach und selbst ich kann das Schmalere ganz leicht als Schirmgarage identifizieren.
Auf der Rückseite der Tasche versteckt sich unter einem Reißverschluss ein sogenanntes Capefach mit einer Regenhaube. Nicht für mich und meine nicht vorhandene Dauerwelle, sondern als zusätzlicher Schutz für den oberen Teil meines Andersen.
Des weiteren erblickt ein neugieriger Mensch dort einen zusätzlichen Schlaufengriff, der es ermöglicht, diese Einkaufstasche auch ohne Fahrgestell bequem in der Hand zu tragen.
Ebenfalls hinten angebracht sind die stabilen Verschlüsse und superstarken Klettbänder zum Befestigen am eigentlichen Wagen. Als besonders Highlight erscheinen mir zwei versenkbare, angenehm gepolsterte Gurte, um in sekundenschnelle aus der Einkaufstasche einen Rucksack zu machen.
Innen gibt es einen nach hinten kippbaren festen Boden, um diese Tasche schön schmal zu machen. Das ist praktisch, damit die Tasche bei Platzproblemen leichter in der Wohnung zu verstauen ist.
Inwendig existiert ein extra Fach für Papiere und Geld. Daneben als Clou ein Geheimfach, in das immerhin eine DIN-A4-Mappe locker hineinpasst. Freilich verrate ich an dieser Stelle nicht, wo sich jenes befindet.

Die Maße meines Andersen sind: HxBxT = 67cm x 34cm x 23cm
Und noch mehr Daten; für alle, die es wissen wollen.

- Der ganze Wagen ist bis 30 kg belastbar
- Er hat leer ein Gewicht von ca. 3kg
- Die Griffhöhe des Gestells, in voll ausgezogenem Zustand,
beträgt 112cm
- Die Rädergröße ist 210 mm. Dieser Wert wurde von mir persönlich
unter erschwerten Bedingungen ermittelt. Ich hatte nur ein
kleines Lineal zur Hand und keine Lust, einen Zollstock aus dem
Werkzeugkasten im Keller zu holen.
- Die Spurbreite 350 mm. Keine Ahnung, wozu man diesen Wert wissen
muss, aber den habe ich von der Homepage geklaut.
- Die Einkaufstasche umfasst ein Volumen von ca. 54 Liter.

Gekauft wurde dieser Andersen bei Wertheim für ca. 100 Euro. Das weiß ich, weil mein Mütterlein ein Preisschild unter dem Wagen vergessen hatte, zu entfernen.


Alltagsverhalten
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Zunächst einmal ist dieser Einkaufsroller eine prima Einkaufstasche.
Wunderbar groß, meine Einkäufe sind darin leicht zu verstauen und die vordere Thermotasche hält sogar auf längeren Strecken das Eis oder die Tiefkühlpizza in kaltem Zustand. Im übrigen eignet sich diese Kühltasche, gerade bei den jetzt herrschenden Hochsommertemperaturen, prima für frische Fleischwaren aller Art.
Sonderlich viel geht zwar nicht hinein, aber ein Grillabend für 6 Personen findet seinen Platz. Das Fleisch dafür, natürlich nicht der ganze Abend. Andersherum bleibt ein Döner darin schön heiß.
Da die Griffhöhe stufenlos bis ca. 112cm einstellbar ist, können auch etwas größere Menschen wie ich (1,72m) den Roller hinter sich her ziehen, ohne dass die Räder ständig an die eigenen Hacken anschlagen. Daher kommt übrigens der liebevolle Spitzname "Hackenporsche".
Borsteinkanten sind kein Problem, die merkt man beim Ziehen fast gar nicht.
Insgesamt fällt die hochwertige Verarbeitung auf und trotz einem Jahr Dauergebrauch sind keine nennenswerten Gebrauchspuren zu sehen. Mein Andersen wirkt eigentlich wie frisch aus dem Laden.
Zudem brauche ich keine Angst vor Regen zu haben!
Das Regencape ist nämlich blitzschnell ausgepackt und schützt den Inhalt noch mal gesondert vor den unsympathischen Wassertopfen.
Das Taschenmaterial an sich ist unempfindlich gegen Nässe und Schmutz. Wenn es doch mal zu dreckig sein sollte, einfach in die Dusche stellen und mit lauwarmen Wasser abbrausen.
Die großen Räder sind ebenso schmutzunempfindlich, selbst bei ärgstem Modderwetter habe ich nicht sonderlich viel Matsch mit dem Andersen in meine Wohnung geschleppt. Das Zeug klebte dann eher unter meinen Schuhen.
Die Sonne kann dem Roller auch nichts anhaben, weder ist die Farbe ausgeblichen, noch wurde der Kunststoff am Gestell irgendwie spröde.
Ohne anhängende Tasche kann das ausklappbare Gestell ganze zwei Bierkisten übereinandergestapelt transportieren.
In der Adventszeit, die händlerbedingt ab 1.September wieder vor der Tür steht, eignet sich der pure Roller prima zum Befördern von Weihnachbäumen.
Aber eine Warnung möchte ich an dieser Stelle doch aussprechen. Das Stichwort Weihnachten hat mich darauf gebracht. Weil zu dieser Jahreszeit immer Großeinkäufe angesagt sind, ist die Tasche jedes Mal sehr, sehr voll. Woraufhin man es sich tunlichst verkneifen sollte, schnell über eine Straße zu rennen. Der Roller fängt dann an zu schlingern und kann sogar umkippen.
Kurz auf eine Formel gebracht, sieht das so aus:
Hohes Gewicht + Hohe Geschwindigkeit = Schwankendes Fahrverhalten

Bei normaler Füllung kann man den Roller flott ziehen und den seidenweichen, ruckelfreien Lauf genießen.
Daneben stört mich leicht (aber wirklich nur leicht), dass es kein Handyfach gibt. Soweit ich weiß, ist ein solches in den neueren Andersen-Modellen standardmäßig vorhanden.


Fazit
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Bequem rollen statt mühsam tragen. Dieser kurze Satz ist im Grunde das perfekte Fazit.
Diese Shopper werden von der Firma Andersen als „edle Profis“ bezeichnet und ich stimme dem voll und ganz zu.
Ich bewundere dessen Vielseitigkeit und genieße das einfache Handling. Die jahrelange Erfahrung des Herstellers ist in vielen kleinen Details versteckt und der Sinn fürs Praktische fordert Respekt.
Peinlichkeit kann man mit diesen Einkaufs-Trolleys in schmucken Designs vergessen. Selbst junge Männer laufen in meiner Gegend mit diesen Rollern herum und sogar mein Mann hat nach der üblichen anfänglichen Skepsis das Rollern für sich entdeckt.
Ich gebe meinen Andersen nicht mehr her und sollte er irgendwann in 'zig Jahren verschrottet werden müssen, kaufe ich mir garantiert einen Neuen.









Fazit: