HOT und dabei ECHT COOL !!
Teka GKST 60 I4 Basic

Name des Mitglieds: Cerafina
Produkt:
Teka GKST 60 I4 Basic
Datum: 02.12.08, geändert am 08.04.11 (3771 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: schön, schnell, günstig
Nachteile: sind bisher nicht aufgetreten
Hallo liebe Doyoo's,
Als ich im Sommer diesen Jahres angefangen habe meine neue Küche zu planen und mich um die entsprechenden Geräte zu kümmern, war für mich von vorneherein klar, dass es keine Alternative zu einem Induktionskochfeld geben kann.
Kochgeschirr war kein Problem, weil ich mir vor dreizehn Jahren das Amway Gourmet Kochset (s. Bericht) zugelegt habe, was schon zur damaligen Zeit für Induktionsherde ausgelegt war und ich auf eine zusätzliche Anschaffung von geeignetem Kochgeschirr keine Rücksicht nehmen musste.
Bei meinen Recherchen im Internet und den verschiedensten Möbelhäusern und Elektromärkten bin ich dann im Media Markt Mülheim/Ruhr fündig geworden.
Ich habe dort ein Induktionskochfeld der Firma TEKA (Modell GKST 60 I4 Basic) für sage und schreibe EUR 250,00 gefunden und gekauft.
< HERSTELLER >
Teka Küchentechnik GmbH
Sechsheldener Straße 122
35708 Haiger
Telefon: 0 27 71 / 8141-0
Telefax: 0 27 71 /8141-10
http://www.teka.com
< KAUFENTSCHEIDUNG >
Vor ca. 10 Jahren habe ich mich bereits für die Induktionstechnik interessiert und bin damals schon auf die Firma Teka gestoßen weil es eigentlich zu der Zeit der einzige Hersteller war, der mir in den diversen Geschäften untergekommen ist. Zu der Zeit gab es nur komplette Herde zu einem Kurs zwischen DM 5.000,-- und DM 7.000,-- was für mich jenseits von Gut und Böse war.
Ausschlaggebend für den Kauf war natürlich erst mal der Preis und die Tatsache, dass mir die Marke noch in Erinnerung war und ich davon ausgegangen bin, dass die Firma durch ihre langjährige Erfahrung in dem Bereich Induktionstechnik bestimmt technisch ausgereifte Produkte auf den Markt bringt.
Die Tatsache, dass es für Verbraucher ja auch noch ein Rückgaberecht gibt, hat dann den Ausschlag gegeben, denn eine wirkliche Beratung habe ich im Media Markt nicht bekommen.
< TECHNISCHE DETAILS LT. HERSTELLER >
Abmessung H/B/T: 50 x 574 x 504
Kochzonen:
Vorne links Ø cm/kW 16/1,4
Hinten links Ø cm/kW 20/2,3
Hinten rechts Ø cm/kW 16/1,4
Vorne rechts Ø cm/kW 16/1,4
Kochfeld gesamt kW 6,5
< ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZU INDUKTION >
Im Vergleich zu herkömmlichen Garmethoden bleibt die Küche im übertragenen Sinne kalt, weil das Kochfeld eigentlich nur als Standfläche für das Kochgeschirr benutzt wird. Erst wenn ein induktionsfähiges Kochgeschirr (Topf oder Pfanne) mit einem magnetisierbarem (ferromagnetischem) Boden auf der Kochstelle steht, werden durch eine im Kochfeld befindliche Induktionsspule elektromagnetische Wellen erzeugt, die im Topfboden Wirbelströme erzeugen und den Topf dadurch erhitzen, praktischerweise dort, wo die Hitze auch gebraucht wird.
Ob Kochgeschirr für Induktionsherde geeignet ist, lässt sich einfach mit Hilfe eines Magneten feststellen. Bleibt der Magnet am Topfboden haften, ist dieser für Induktionsherde geeignet.
Was man noch vor der Anschaffung eines Induktionsherdes wissen sollte und vom Hersteller in der Gebrauchsanweisung unter den üblichen Sicherheitshinweisen vermerkt ist ZITAT HERSTELLER: dass Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Insulinpumpen sich vergewissern müssen, dass ihre Implantate nicht durch das Induktionskochfeld beeinträchtigt werden (Frequenzbereich ist 20-50 kHz)
< BEDIENUNG >
Das Kochfeld wird autark, d. h. unabhängig vom Backofen, über Sensoren im Kochfeld bedient. Die Bedienung ist denkbar einfach.
Für jede Kochzone gibt es eine mit einem + versehene, separate Sensortaste, die den Kochzonen entsprechend (vorne links, hinten links, hinten rechts, vorne rechts) angeordnet sind, in der Mitte einen Sensor mit einem - und einen Ein-/Ausschalter.
Durch leichtes Antippen des Hauptsensors (an/aus) schaltet man den Herd ein worauf die vier Sensoren für die einzelnen Kochzonen mit einer 0 aufleuchten. Dann drückt man so oft auf den entsprechenden + Sensor, bis die gewünschte Hitzezufuhr erreicht ist (Skala von 1 - 9). Wenn man die Wärmezufuhr reduzieren möchte, nochmals kurz den der Kochzone entsprechenden Sensor antippen (blinkt dann) und mit der - Taste reduzieren.
Ein großer Vorteil ist die Ankochautomatik. Man tippt den entsprechenden + Sensor bis zur höchsten Stufe 9 an und dann noch einmal kurz bis ein A angezeigt wird. Dann kann man mit der - Taste die benötigte Temperaturstufe anwählen. Der Topf wird nun solange bei voller Leistung erhitzt, bis eine der gewählten Temperaturstufe entsprechende, optimale Erwärmung stattgefunden hat. Danach schaltet sich die Kochzone automatisch auf die voreingestellte Stufe zurück.
Für allzu neugierige Kids gibt es eine Kindersicherung. Wenn kein geeignetes Kochgeschirr auf der Kochzone plaziert ist, kommt eine Error-Meldung.
< TÄGLICHER GEBRAUCH >
Spaß pur beim Kochen durch die extrem schnelle Reaktion. Anders als bei Gasherden ist hier eine optimale Wärmeverteilung über den ganzen Topfboden gegeben.
Zuerst angetestet wurden von mir natürlich die Klassiker wie Pasta, Kartoffeln und Reis die eine gewisse Menge Wasser benötigen um zu garen. Mein alter Herd, der bestimmt 40 Jahre alt war, (Geschenk meiner Patentante zum Einzug vor 15 Jahren) hat immer so ca. 10 - 15 Minuten gebraucht bis das Wasser gekocht hat. Mein neues Kochfeld braucht dafür ca. 3 - 5 Minuten, je nach Menge also ungefähr 1/3 Zeit- und Energieersparnis.
Wenn es so an die Feinheiten geht wie z. B. Suppen legieren (mit Sahne und Ei verfeinern), Saucen zubereiten oder einfach Rührei, Pfannkuchen o. Ä. zuzubereiten, merkt man sofort den Unterschied zu herkömmlichen Herden mit entsprechend längerer Reaktionszeit.
Wie oft habe ich früher erlebt, dass die Energiezufuhr im Eifer des Gefechtes zu hoch eingestellt war, dadurch die Cremesuppe nicht mehr so klasse aussah oder der Pfannkuchen die Farbe einer Bremsspur auf der Autobahn angenommen hatte. Induktion reagiert sofort und es besteht keine Gefahr mehr, dass die Spargelcreme gerinnt oder andere Pannen durch zu viel Hitze passieren können.
Wenn das Nudelwasser sich anschickt den ihm zugewiesenen Bereich zu verlassen, kurz die Kochzone anwählen, Temperatur verringern und nix kocht mehr über.
Einziger Schwachpunkt an der Stelle: menschliches Versagen.
Super auch die Ankochautomatik. Während man die Gerichte mit etwas längerer Garzeit schon aufgesetzt hat, kann man entspannt noch nebenher die HiWi-Tätigkeiten wie Gemüse putzen, schnibbeln und dergleichen erledigen oder einfach schon mal den Tisch decken. Bei Gerichten mit kurzen Garzeiten oder beim Braten sollte man natürlich schon in der Nähe bleiben weil es halt so höllisch schnell geht.
Nach jedem Gebrauch (natürlich nicht unmittelbar, denn dann esse ich erst mal) ;-) reinige ich das Kochfeld einfach mit einer leichten Spülmittellösung und einmal die Woche mit einem Spezialreiniger für Glaskeramik Kochfelder.
< VORTEILE >
Temperaturzufuhr reagiert sofort weil nicht erst die Kochzonen an sich erhitzt werden müssen
Zeit- und Energieersparnis
Sobald der Topf von der Kochzone genommen wird, findet keine Wärmezufuhr mehr statt weil kein Magnetfeld mehr da ist.
Keine heiße Herdplatte mehr (nur soviel wie von Topf/Pfanne abgestrahlt wird), dadurch geringere Unfallgefahr und Beschädigung des Kochfeldes durch Eingebranntes
Kindersicherung
Leicht zu reinigen
Wenn ein Topf/Pfanne versehentlich auf das Sensorfeld gerät, schaltet sich der Herd automatisch ab
Lässt sich rahmenlos in die Arbeitsplatte integrieren (Dichtmaterial für evtl. überlaufende Flüssigkeiten im Lieferumfang)
Sieht chic aus durch den Facettenschliff rundum
< NACHTEILE >
Im ersten Moment verunsichern die Geräusche der Induktionsspule ein bisschen (Walt Disney würde es als britzeln bezeichnen) dazu wurde mir aber versichert, dass das nichts zu bedeuten hat sonder die normalen Betriebsgeräusche sind.
Deutscher Hersteller und deutsche Gesetze, da sollte sowieso alles doppelt und dreifach gecheckt und genehmigt sein, bevor so ein Produkt auf den Markt kann.
Für manche mag es noch ein Nachteil sein, dass es ein bisschen Gewöhnungszeit braucht (allerdings keine wirklich lange), bis man den Dreh mit der Temperatureinstellung raus hat. Anfangs unterschätzt man im unteren Temperaturbereich die gesamt erreichbare Hitzezufuhr, da das Magnetfeld und damit die Wärmezufuhr pulsiert. Vom Prinzip ähnlich wie bei der Mikrowelle, wenn man sie nicht volle Pulle laufen lässt.
< FAZIT >
Für den Preis habe ich ungleich viel mehr bekommen, als ich erwartet habe (eine Ankochautomatik haben nicht alle Induktionsfelder). Gewöhnungsbedürftig ist ein neuer Herd immer und ich werde dieses Kochfeld bestimmt nie mehr wieder hergeben.
Absolut Empfehlenswert
Fazit: Ich kann nicht mehr ohne
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Reinigung: | ||
| Aufheizen/Abkühlen: |
Weitere Testberichte: im Bereich Kochfeld
- Sich schön etwas zusammen köcheln!
- Unser Ceranfeld
- HIGHTECH ..-mit Tücken!
- Induktionsfeld das keine Wünsche offen lässt
- Heiss geliebt oder kaltgestellt?
- Endlich wieder ordentlich kochen!
- Mein Messengewinn
- Für Notfälle hat man die!
- Super für Sauce beim Grillen...
- Jetzt geht nicht nur backen sondern auch kochen!


