
Neuester Testbericht: ... machen. | ° Mein Eindruck |____________________ Im Inneren ist man dann erst einmal etwas erstaunt, wie klein es hier doch ist. In ei... mehr
Provinzkino in der Großstadt?
Marmorhaus München

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Marmorhaus München
Datum: 18.05.11
Bewertung:
Vorteile: ...relativ günstig, zentrale Lage, freie Platzwahl...
Nachteile: ...recht klein, mittelmäßige Technik, wirkt etwas ungepflegt, freie Platzwahl...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Nachdem mein Schatzi und ich uns vor einiger Zeit für ein paar Tage Kurzurlaub spontan nach München abgesetzt hatten, wollten natürlich auch die Abende geplant sein. So saßen wir vor der Tageszeitung, wühlten uns durch das mehr als reichhaltige Kinoangebot und hatten keine Ahnung, welcher Film und welches Kino es sein sollte. In die engere Auswahl kamen schließlich zwei Sneak-Vorstellungen, die ein im Mathäser Filmpalast und die andere im Marmorhaus. Da letztere um 22:15 Uhr einfach günstiger gelegen war entschieden wir uns spontan für diese und über unsere Erfahrungen in dem Kino will ich nun berichten.
| ° Lage
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Die relativ zentrale Lage in Schwabing macht das Marmorhaus eigentlich zu einer perfekten Anlaufstelle für Cineasten, da es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln perfekt erreicht werden kann. Wir fuhren mit der U-Bahn bis zur Giselastraße und hatten von dort nicht einmal fünf Minuten zu laufen, schon sahen wir die Leuchtreklame auf der linken Straßenseite, die uns auf das Marmorhaus aufmerksam machte. Auf dem Weg dorthin kamen wir an etlichen Cafés, Kneipen und Eisdielen vorbei, also perfekt um davor oder danach noch den ein oder anderen Abstecher zu machen.
| ° Mein Eindruck
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Im Inneren ist man dann erst einmal etwas erstaunt, wie klein es hier doch ist. In einem winzigen Vorraum befindet sich an der linken Seite die Kasse, links davon geht es an einer Säule mit Neonbeleuchtung vorbei die Treppen hinab zur Toilette. Diese musste ich auch dringend mal aufsuchen, was ich wohl lieber hätte vermeiden sollen. Denn es war nicht nur der Geruch, der mich etwas abschreckte, sondern auch die Optik: Da lag am Boden das Toilettenpapier verstreut, dass es eine wahre Pracht war und auch ganz generell machte das winzige stille Örtchen keinen besonders einladenden Eindruck. Zurück im Foyer (das klingt so riesig, eigentlich war's ja nur der wenige Quadratmeter große Vorraum) hatte mein Schatzi bereits die Karten sowie Eis und ein Getränk besorgt.
Die Preise waren hier zum Glück im erträglichen Rahmen gehalten, wenngleich ich mich nur an die 5,50 für die Karte selbst erinnern kann. Das scheint extrem günstig, aber man sollte dabei bedenken, dass eine Sneak in der Regel ja immer etwas günstiger ist als eine normale Vorstellung. Somit konnte es also in den Kinosaal Nummer 2 (von insgesamt 6 Sälen) gehen, der direkt geradeaus vor unserer Nase lag. Die Werbung hatte bereits begonnen, somit konnten wie den Saal nicht in seiner vollen optischen Schönheit betrachten - was aber wohl auch besser war, denn es war ein ziemlich mickriger Saal mit geschätzen 8 bis 10 Reihen mit jeweils 10 Sitzplätzen. Da freie Platzwahl herrschte, mussten wir uns nicht an unseren Karten orientieren und die vorgegebenen Plätze suchen, sondern entschieden uns für zwei ordentlich aussehende Sitze in den mittleren Reihen. Das kann man nun entweder positiv oder negativ sehen, jedenfalls sollte man bei besser besuchten Filmen in so einem Fall lieber etwas früher da sein, will man noch gute Plätze ergattern.
Da die Vorstellung generell von nicht mal 10 Nasen besucht war - darunter aber ein ganz besonders nervender Zeitgenosse, der jede zweite Szene kommentieren musste - hatten wir eine gute Sich auf die kleine Leinwand. Bei vollem Haus stelle ich mir das aber ein wenig komplizierter vor, da die Reihen nicht gestaffelt angeordnet sind, aber bei einem derart kleinen Saal mag das auch so noch in Ordnung gehen. Die Sitze waren jedenfalls halbwegs bequem, zumindest habe ich schon schlechter gesessen. Nur so etwas wie eine Partnerloge oder hochklappbare Armlehnen hätte ich mir noch gewünscht, aber dazu war das Kino wohl nicht modern genug, was man den Sitzen auch rein optisch schon anmerkte. Auch etwas mehr Beinfreiheit wäre wünschenswert, wenngleich nicht unbedingt erforderlich gewesen. Das Bild war eigentlich in Ordnung, nur der Sound hätte noch wesentlich mehr wumms vertragen können, aber da spielten wohl die beiden bereits erwähnten Faktoren "kleiner Saal" und "altes Kino" eine entscheidende Rolle.
| ° Fazit
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Demnach war es in jedem Fall interessant zu sehen, dass es auch in einer Metropole wie München noch Kinos gibt, vor denen sich unsere kleinen "Provinzbaracken" nicht einmal verstecken müssen. Gut, was die Neonbeleuchtung angeht, so hat das Marmorhaus eindeutig die Nase vorne und auch die zentrale Lage spricht dafür, ansonsten kann es aber gerade im Vergleich mit den großen Konkurrenten nicht unbedingt punkten. Zu klein sind die Säle und das Kino selbst, zu altmodisch und ungepflegt die Einrichtung, nicht sauber genug die Toiletten. Wer's gerne billig hat und sich nachher noch in eine Eisdiele etc. setzen will, kann dem Marmorhaus ruhig einen Besuch abstatten, Technikfreaks sollten sich aber lieber ein anderes Kino suchen.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Marmormaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von greller Neonreklame geblendet werden... ;)
Shake Heads - Für den Grief!
Fazit: Das Fazit macht es sich gemütlich.
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