Reflexion HRA 4050
Praktisch und gut - Reflexion HRA 4050 Kassettendeck

Erhältlich in: 3 Shops

Produkttyp: Reflexion Kassettendecks

Neuester Testbericht: ... gestoßen, die man an den Rechner anschließen muss, um dann mit Software-Downloads und weißnich was noch zu kämpfen. Nicht so beim HRA ... mehr

Praktisch und gut
Reflexion HRA 4050

Tinavolare

Name des Mitglieds: Tinavolare

Produkt:

Reflexion HRA 4050

Datum: 24.03.11

Bewertung:

Vorteile: robustes, einfaches Gerät, zuverlässig und bisher trotz eifriger Nutzung ohne jede Fehlfunktion

Nachteile: keine wirklichen

Während ich diese Zeilen schreibe, "überspielt" (hach war des schee damals in den 80ern...) mein vor ca. vier Wochen erworbenes Retro-Cassettendeck mit USB-Digitalisierer "Reflexion HRA 4050" schon wieder treu und brav eine meiner Uralt-Kassetten, die bisher nur durch Zufall der Entsorgung entgangen sind, auf den USB-Stick. Mittlerweile das gut 50. MC-Fossil mit jahrzehntealten Aufnahmen, die einem irgendwie doch ans Herz gewachsen sind, trotz allen Rauschens, Knisterns, Kratzens - und das ist auch schon das Hauptmerkmal des HRA 4050: seine einfache Bedienung und seine Zuverlässigkeit. Ein einziges Band erst hat er "gefressen", das ist ne ausgezeichnete Quote, zumal die alten Schätzchen alle schon so einiges hinter sich haben.

In der Vergangenheit hatte ich mich hin und wieder mal nach einem kassettendigitalisierer umgeschaut, war dabei hauptsächlich auf diese kleinen "Walkman"-ähnlichen Teile gestoßen, die man an den Rechner anschließen muss, um dann mit Software-Downloads und weißnich was noch zu kämpfen. Nicht so beim HRA 4050: Stecker rein, wenn man Lust hat, noch die Uhr stellen, und schon kanns losgehen mit alte Schätze retten. Er digitalisiert direkt von Kassette auf USB-Stick oder auch auf CF-Card, ich benutz den Stick, weil ich den hinterher direkt ins Autoradio stecke und meine (schon verloren geglaubten) uralten Lieblingsstücke höre: Konzertaufnahmen von Robert Plant, Pink Floyd, Yes, Peter Gabriel - die ich vor 30 Jahren am Radio mitschnitt, die nie auf CD rausgekommen sind und es auch nicht mehr werden...

Das Teil ist robust, zuverlässig, macht seinen Job ohne Fehl und Tadel. Die Gebrauchsanleitung ist in Deutsch, auch gut verständlich verfasst, stellenweise etwas umständlich, aber o.k.

Den technisch bedingten Pferdefuß möcht ich natürlich nicht verschweigen: Die Titeltrennung, wie wir sie kennen, funktioniert nicht. Pro "halbe" Kassette (also eine Seite) berechnet er eine Mp3-Datei, egal wie viele Titel drauf sind. Die Pausen können halt nicht erkannt werden. Im Display des entsprechenden Endgeräts erscheinen auch nur die Nummern der Tracks, keine Titel. Das find ich aber alles verschmerzbar, zumal man, wenn man das möchte, problemlos durch Unterbrechen der Aufnahme eine Titeltrennung herstellen kann. So hab ich mir teils auch Blöcke von mehreren Titeln hergestellt, was gar nicht so schlecht ist.

Die Qualität der Aufnahmen im digitalisierten Zustand entspricht 1 zu 1 der des Ausgangsmaterials, weshalb ich mich heute freue, damals vorzugsweise die (teureren) Chromdioxidcassetten gekauft zu haben: Die kannten/kennen die Krankheit der galoppierenden Treble-Schwindsucht nicht. Da alles Gute nie beisammen ist, werden die Aufnahmen andererseits etwas zu "hell", d.h. die Tiefen fehlen, was man aber an einem der einschlägigen Soundbearbeitungs-Tools am Rechner leicht beheben kann (mich störts nicht wesentlich, da ich ne gute Autoanlage habe, auf der ich dann halt einfach ein bisschen Bass dazugebe). Die alten (besseren) Cassettendecks hatten so eine Extrataste für Cr2-Cassetten, die hat der HRA 4050 nicht.
Von den übrigen Normal-Position-Kassetten ist die digitalisierte Klangqualität in jedem Fall auch brauchbar, die leiden halt durch Alterung, es rauscht stärker und der Stereosound wird angeknabbert.

Jo, um zum Ende zu kommen: 100 % Kaufempfehlung.

Fazit: rechteckig, praktisch, gut

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Klangqualität: