Denon DRM-650
Mein allerletztes Cassettenlaufwerk? - Denon DRM-650 Kassettendeck

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Produkttyp: Denon Kassettendecks

Neuester Testbericht: ... und eine Autotuningfuntion für ident geregelte Aufnahmen. Denon eigene Features sind die Möglichkeit des CD-Synchro... mehr

Mein allerletztes Cassettenlaufwerk?
Denon DRM-650

Tricky+Miki

Name des Mitglieds: Tricky Miki

Produkt:

Denon DRM-650

Datum: 09.01.01, geändert am 12.01.01 (789 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Spitzendeck aber günstig

Nachteile: Kein Autoreverse

In unserer zunehmend digitalen Welt stellt man sich die Frage, ob ein analoges Gerät wie ein Cassettendeck überhaupt noch Sinn macht. CD-Brenner, MD-Recorder, MP3?s bedeuten, eher über sehr kurz als lang, das Ende der analogen Medien. In Anbetracht meines sehr hochwertigen Autocassettenradios, noch ohne CD-Teil, und vielleicht auch aus purer Nostalgie, entschied ich mich zu investieren! In ein gutes, meinem Autoradio entsprechenden Teil, noch solange es sie neu gibt. Da es mein wahrscheinlich mein allerletzter Analoger sein würde, wollte ich Nägel mit Köpfen machen. Neue Geräte kommen kaum mehr auf den Markt und die meisten sind mit etwas Modellpflege aufgepeppt.
Unter anderen markiert das Denon DRM 650 S Einzelcassettendeck, seit ein Paar Jahren die solide Oberklasse und bietet mit Einmeßcomputer, Hinterbandkontrolle, 2 Hartmetallköpfen, allen Dolbys (HX Pro) und einem Ausgleichsbiasing für stark unterschiedliche Kanalpegel einen Ausstattungsstandard für nicht professionelle Verbraucher, der kaum Wünsche offenläßt. Weiters gibt es noch entkoppelte Stromversorgung für die beiden Antriebsmotoren (Gleichstromservo/Gleichstrom) und eine Autotuningfuntion für ident geregelte Aufnahmen.

Denon eigene Features sind die Möglichkeit des CD-Synchrostark, wenn ein Denon CD-Laufwerk als Aufnahmequelle fungiert (beidseitig männliche 3,5mm Klinkensteckerverbindung) und einer timergesteuerten Abspiel- und Aufnahmefunktion auf der Frontblende, sowie ein Speicherstoppmarkierer, damit bestimmte (markierte) Stellen am Band per Suchlauf präzise angesteuert werden können. Die solide gearbeitete, schöne Leichtmetallfront mit den sanft klickenden gerundeten Tasten, ist übersichtlich gegliedert und besitzt zur Pegelkontolle einen eigenen regelbaren Köpfhörerausgang.

Obwohl der DRM eine ganze Menge an Funktionen bietet, kann man ihn ergonomisch als gelungen bezeichnen. Probleme habe ich nur wenn, nach längeren Aufnahmepausen, das Gerät wieder bedienen will. Dann ist
ein Schnellstudium der Betriebsanleitung angesagt. Die ist übrigens sehr brauchbar formuliert und gestaltet (in mehreren Sprachen) und gewährleistet eine sichere Inbetriebnahme und das Kennenlernen des Recorders.
Die technischen Daten lesen sich so wie die Bewertungen der einschlägigen Presse ganz beeindruckend und doch hinkt das alles dem Klangerlebnis hinterher. Sehr klar und transparent, mit exakt wiedergegebenen Höhen und
keinem hörbaren Rauschen, kann meine Wenigkeit nicht bestimmen, ob das eine Aufnahme von einer CD ist oder die CD selber.
Kann man etwas besseres über ein Tapedeck sagen?

Der DRM beherrscht alle Bandsorten, wobei ?Stereo" ihm eine leichte Schwäche mit Metallbändern nachsagt. Da ich solche nicht in Verwendung habe fällt das bei mir kaum ins Gewicht. An Kritik fällt mir allenfalls die fehlende Autoreversefunktion ein und für die hätte ich mich ja selbst entscheiden müssen, oder?



Wer liest, sollte bitte auch unbedingt bewerten. Wer noch kein Mitglied ist, sollte bitte unbedingt eines werden und die Meinungen ebenfalls bewerten. Es kostet nichts und verpflichtet ja auch zu nichts. Bitte tut den Schreibern doch den Gefallen! Wer schon Mitgiled ist und das gelesene auch immer brav bewertet, muß sich ja nicht angesprochen fühlen! Danke!

Fazit: