Yashica T4
Der Klassiker von Yashica - Yashica T4 Kamera

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Produkttyp: Yashica Kameras

Neuester Testbericht: ... einer Festbrennweite von 35 mm (Tessar 3,5 / 35). Mit diesem Objektiv war die T4 damals vielen Kameras weit überlegen: Man erhält bestech... mehr

Der Klassiker von Yashica
Yashica T4

Trulli27

Name des Mitglieds: Trulli27

Produkt:

Yashica T4

Datum: 29.07.01, geändert am 29.07.01 (1370 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gutes Objektiv, robust

Nachteile: Auslöseverzögerung

Meine erste Kamera war eine Kompakte, dann folgten ein paar Spiegelreflexkameras. Die grossen Brocken sind jedoch etwas unhandlich, um sie immer dabei zu haben und wenn man mal 'ne Kamera braucht, hat man keine dabei. Um endlich wieder eine schöne kleine Kompaktkamera zu finden, machte ich mich 1995 auf die Suche.
In der engeren Auswahl hatte ich damals die Yashica T4 und die mju (1) von Olympus. Beide Kameras sind unfähr gleich gross und waren auf dem selben Preisniveau. Wegen des besseren Objektivs gab ich der T4 den Vorzug.
In den letzten sechs Jahren hat die Kamera eine ganze Menge mitgemacht. Sie war ein guter Begleiter auf Reisen, war nie kaputt und macht immer noch sehr gute Fotos.

Die technischen Daten:

Äußeres:
Ansprechend sieht sie aus, meine kleine schwarze Begleiterin. Mit ihrem versenkbaren Objektiv sieht sie nicht nur von vorn gut aus. OK, im Vergleich zu heutigen Kameras ist sie vielleicht etwas gross (115mm/64mm/35mm; B/H/T), aber sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste. Mit ihrem Gewicht von 195 g (210 g mit Film) kann sie wahrscheinlich auch nicht mehr mit den Leichtesten von heute konkurieren, aber wenn man sie in der Gürteltache trägt, ist mir ihr Gewicht noch nie negativ aufgefallen.
Auf der Oberseite befindet sich auf der rechten Seite ein Schiebeschalter zum Einschalten der Kamera und gleichzeitigem Ausfahren des Objektivs, das sonst geschützt hinter einem Deckel liegt. Direkt hinter dem Schiebeschalter ist der Auslöseknopf zu finden. So lässt sich Kamera prima mit einer Hand bedienen. Gerade beim Fliegen konnte ich das sehr gut gebrauchen: Die Kamera liegt immer auf dem Copilotensitz und mit einem Griff hat man das Bild im Kasten.

Objektiv:
Das Herz der Kamera ist ein original Carl Zeiss Objektiv mit einer Festbrennweite von 35 mm (Tessar 3,5 / 35). Mit diesem Objektiv war die T4 damals vielen Kameras weit überlegen: Man erhält bestechend scharfe, kontrastreiche Bilder. Ich habe nie bereut, k
ein Zoomobjektiv zu besitzen, denn die Abbildungsqualität dieser Objektive kann nicht immer überzeugen. Mit einer Lichtstärke von 3,5 ist man den Zoomobjektiven ebenfalls überlegen ( Ok, heutige Kameras mit Festbrennweite haben Lichtstärken von 2,8). Die Minimalabstand der T4 vom Objekt beträgt ca. 35 cm d.h. ein DIN4-Blatt läßt sich formatfüllend ablichten.

Funktionen:
Am Blitzmodiknopf auf der Gehäuseoberseite lässt sich der Blitz umschalten zwischen: Auto, Vorblitz, Aufhellblitz, Blitz aus (für Nachtaufnahmen). Weiterhin kann hier auch das Objektiv auf unendlich gestellt werden (bei Fotos durch Scheiben..). Vor allem bei Nachtaufnahmen kann die T4 überzeugen: Die Blitz-aus Funktion in Verbindung mit den Selbstauslöser und einer Ablagemöglichkeit für die Kamera hat schon sehr schöne Aufnahmen produziert (beleuchtete Plätze bei Nacht...).
Der Autofokus der Kamera kann überzeugen. Dank Messwertspeicher können bei leicht gedrückt gehaltenem Auslöseknopf auch nicht in Bildmitte liegende Objekte scharf eingefangen werden.
Leider kann die Kamera denken. Dies macht sich bei Schnappschüssen negativ bemerkbar. Die Kamera löst erst aus, wenn die Kamera ruhig gehalten wird, was sich in einer langen Auslöseverzögerung bemerkbar macht.

Die lange Auslöseverzögerung und ihre an heutigen Maßstäben gemessene relative grosse Bauform sind die einzigen Nachteile, die diese Kamera hat. Wer ein günstiges gebrauchtes Exemplar findet, sollte zugreifen. Natürlich hat die Kamera inzwischen eine Nachfolgerin: T5 heißt sie in Europa, woanders ist sie unter dem Namen T4 Super zu finden. Geändert hat sich nicht viel: Dazugekommen ist nur ein Winkelsucher auf der Gehäuseoberseite. Ein Zeichen, dass die T4 schon ausgereift war.

Fazit: