Yashica Kyocera Socius
Klein, aber nervig - Yashica Kyocera Socius Kamera

Produkttyp: Yashica Kameras

Neuester Testbericht: ... einmal auf Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch, so daß man meist jede vierte Seite lesen muß. Alles in allem ist die Kyocera Soci... mehr

Klein, aber nervig
Yashica Kyocera Socius

bebarav

Name des Mitglieds: bebarav

Produkt:

Yashica Kyocera Socius

Datum: 26.04.01, geändert am 26.04.01 (133 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: klein, leicht, kompakt

Nachteile: versagt bei schlechten Lichtverhältnissen

Die Kyocera Socius ist eine vollautomatische APS-Kompaktkamerea.


Technische Daten:
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- eingebautes Zoomobjektiv mit 30-60 mm Brennweite, Blendenbereich 1:4,9 bis 1:7,3, Zoom in drei Stufen

- Mindesabstand zum Objekt: Weitwinkel 35 cm, Tele 50 cm

- LCD-Anzeige

- Film: Drop-In-Automatik, automatischer Bildtransport, automatisches Rückspulen

- Selbstauslöser, IR-Auslöser (optional), Doppel-Porträt-Funktion

- Blitzreichweite mit ISO 200-Film:
21 mm: 0,35 m - 3,1 m
42 mm: 0,5 m - 3,0 m

- Blitzfolgezeit: 4 s

- Einbelichtung von Datum und Uhrzeit möglich

- Abmessungen: 103 x 52 x 30 mm, Gewicht 120 g (ohne Batterie und Film)



Praxis:
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Die Kyocera Socius ist angenehm klein und leicht und paßt in jede Jackentasche.

Allerdings hat sie einige nervige Eigentschaften, die einen manchmal zur Weißglut treiben, manchmal aber eher für Verdruß und Frust über verpaßte oder mißlungene Aufnahmen sorgen.

Das Hauptproblem könnte das recht lichtschwache Objektiv zu sein. Denn die Socius braucht für gute Aufnahmen vor allem eines: viel Licht. Die Kamera arbeitet immer mit recht langen Verschlußzeiten, entweder, weil eben das Objektiv so lichtschwach ist, oder weil die Belichtungsautomatik so arbeitet. Aufnahmen bei schwächerem Tageslicht oder sogar Dämmerung sollte man lieber nicht machen, denn sie sind nicht sehr ansehlich: Aufgrund der langen Belichtungszeit verwackeln sie (wer schleppt schon ein Stativ mit sich herum, wenn er eine extra kleine Kamera kauft?) entweder, oder wirken körnig. Konkret war fast die Hälfte der Bilder von zwei Filmen, die im Kurzurlaub im regnerischen Paris entstanden, mißlungen.

Auch der Autofokus hat bei schlechten Lichtverhältnissen massive Probleme: Entweder kann er überhaupt nicht scharfstellen und der Auslöser wird gesperrt, oder die Bilder werden leicht unscharf. Der
AF-Hilfsblitz kann hier auch nur bei kurzen Entfernungen zum Objekt helfen. Dann hilft nur noch mehrmaliges Probieren, fixieren eines Ersatzobejekts oder Ähnliches. So ist es mir schon öfters passiert, daß ich eine spontane Situation fotografieren wollte, aber mehrere Versuche und bestimmt 20 sec gebraucht habe, bis die Kamera ausgelöst hat. Dann sind manche Ereignisse eben schon wieder voerbei - Pech.

Zu Ihrer Verteidigung muß man aber sagen, daß die Socius bei guten Lichtverhältnissen schöne Bilder macht.

Es gibt noch eine kleine Programmwahl für den Blitz mit Automatik, Automatik mit Red-Eye Reduction, Blitzabschaltung, Aufhellblitz, Nachtporträt- und Landschaftsfunktion.

Ein paar Worte möchte ich auch noch zur Bedienungsanleitung verlieren, die auch vollkommen nervig ist. Ich verstehe es, wenn man die Anleitung in verschiedenen Sprachen in das selbe Heft druckt. Aber dann bitte eine Sprache nach der anderen! Bei dieser Bedienungsanleitung ist jede Seite nach einander einmal auf Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch, so daß man meist jede vierte Seite lesen muß.

Alles in allem ist die Kyocera Socius eine brauchbare Kamera, wenn man genügend Licht zur Verfügung hat. Ansonsten greife ich immer wieder zur alten, viel größer und schwereren Spiegelreflex-Kamera, denn da gibt es keine Überraschungen...

Fazit: