
Produkttyp: Voigtlaender Kameras
Neuester Testbericht: ... auf - umgekehrt paßt das Heliar mit Adapterring auch an die Leica M6 und abwärts. Das Gehäuse der Bessa L verfügt im Gegensatz... mehr
Vom Weitwinkel angezogen...
Voigtlaender Bessa L

Name des Mitglieds: shx
Produkt:
Voigtlaender Bessa L
Datum: 27.11.00, geändert am 27.11.00 (1230 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Gesamtkonzept, Qualität, Preis
Nachteile: keine echten
Als überzeugter Nikon-Spiegelreflexanhänger stieß ich irgendwann auf einen Test der Bessa L mit dem "berühmten" Heliar 15mm, 4,5.
Die Möglichkeiten der extremen Weitwinkelfotografie haben mich schon immer interessiert - nach 2 Besuchen im Fotohandel fiel dann auch die Entscheidung. Die Kamera Bessa L, das sei fairerhalber gesagt, diente somit auch nur als "Träger" für das Heliar 15mm von Voigtländer.
Zur Kamera ist zu sagen, daß sie sehr gut verarbeitet ist, wertig wirkt und das mit einem Abstrich auch ist (das Verschlußzeitenrad ist aus Kunststoff - da hätte ich lieber 50,- DM mehr bezahlt für eine Metall-Lösung)
Die Belichtung wird über eine eine Lichtwaage eingestellt - das geht, gewinnt aber in der Praxis keinen Komfortpreis. Hier sei klar erwähnt, daß dies eine Kamera für den ruhigen Gestalter ist. Der hektische Knipser würde sicher eh nie auf die Idee kommen. Die Kamera nimmt auch Objektive mit dem Leica-Schraubgewinde auf - umgekehrt paßt das Heliar mit Adapterring auch an die Leica M6 und abwärts.
Das Gehäuse der Bessa L verfügt im Gegensatz zur Bessa R über keinen eingebauten Sucher. Zum Objektiv passend gibt es jeweils einen Aufstecksucher - für die beiden Extremweitwinkel 15mm und neu, auch 12mm kann man aber den Sucher der Bessa R nicht verwenden - auch hier arbeitet dann der Aufstecksucher. Die Argumente für das wesentliche teuerere Bessa R-Gehäuse fallen somit bescheiden aus.
Zum eigentlichen - zum Objektiv:
Gekauft habe ich den Set mit Gehäuse und Objektiv Heliar 15mm, 4,5 für 1249,- (gibt's in chrom und schwarz).
Das Objektiv hat hervorragende Tests hingelegt - Fotomagazin hat ihm sogar das "hervorragend" verliehen. Die Verarbeitung ist 1a - vor meiner ersten Filmentwicklung hörte ich von konstruktionsbedingter, sehr starker Vignettierung in den Bildecken - ich befürchtete schon das Schlimmste. Das Ergebnis war jedoch beruhigend. Die Schärfe ist sehr hoch, nimmt zu den Rändern jedoch ab.
Im Gegensatz zu Testäußerungen empfinde ich das nicht als dramatisch. Wünschenswert wäre ein Sucherraster als Anhaltspunkt bei Architekturaufnahmen. Die Kamera ist ein schönes Objekt - vielleicht eine anachronistische Insel in Zeiten der Pixelrekorde....aber vererben Sie mal eine 3 Megapixel Kamera in 40 Jahren - die Leute werden lachen...bei der Bessa L findet man sicher jemanden, der sich freuen wird.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Kamera
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